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BeitragVerfasst: Mo Sep 05, 2016 16:03 
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Servus,
Und hier das Detail des UKW Tuner (DAC324 war schneller mit dem Schaltplan!)

Bild

Die Versorgungsspannung des Tuner ist 216 V und wird vor dem UKW Tuner aufgeteilt durch 2 Widerstände: der 10K Widerstand geht an den pin 1, der 27K Widerstand an den Pin 6. Beide gemessenen Spannungen stimmen nicht, weder an pin 1 noch an pin 6. Vor diesem Spannungsteiler liegt der C23 ein 4700pf. Zuerst bitte den Ort des Spannungsteiler finden und messen, ob dort 216V anliegen oder 250V? Sind dort 250V stimmt schon vorher etwas nicht, denn der Tuner wird aus der Spannung der G2 der Endröhre und den Vorstufen versorgt, verantwortlich für die richtige Spannung ist der R45 mit 1,2K, der vom Aü zum Ladeelko 50uf geht. Also bitte einmal die G2 Spannung an der ECL86 messen, das die nicht schon zu hoch ist (216V lt. Schaltplan).
Danach schliesse ich mich DAC324 an, das beide Widerstände (nicht nur der 27K) zu tauschen sind, aber erst einmal miss bitte, ob die Versorgungsspannung die ist, die sie sein sollte. Und die sollte als erster Schritt im Netzteil kontrolliert und eingestellt werden.

_________________
Gruss aus Trient,
Volker
http://luxkalif.de.tl/


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BeitragVerfasst: Sa Sep 10, 2016 12:14 
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Hallo miteinander,

vielen Dank für die vielen Hinweise und Tipps. Heute hatte ich wieder etwas Zeit für das Radio und habe mal gemessen, zuerst mit ECC85 und danach ohne.
Spannungen MIT ECC85: 235V vor dem Spannungsteiler, 75V nach R5 (27k) und 150V nach R4 (10k)
Spannungen OHNE ECC85: 244V vor dem Spannungsteiler, 61V nach R5 (27k) und 244V nach R4 (10k)
Die beiden Widerstände habe ich auch ausgelötet und gemessen, R5 hatte 27,4k und R5 9,92k.
Für mich scheint die Versorgungsspannung mit 235V hoch, aber noch im Rahmen zu sein und die Widerstände sind wohl ebenfalls noch in Ordnung. Meinem (laienhaften) Gefühl nach liegt das (Haupt-)Problem eher in der Gegend von Pin 1, nach R5, da dort die Spannung extrem abweicht. Kann da beispielsweise evtl. C18 (85pF) leitend geworden sein? Allerdings bin ich hier jetzt schon wieder arg am Spekulieren und hoffe auf Tipps von erfahreneren Radiobastlern, bevor ich noch etwas kaputtmache... :hello:

Liebe Grüße,
Benedikt


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BeitragVerfasst: Sa Sep 10, 2016 12:17 
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Servus,
C18, C19 oder C20.

_________________
Gruss aus Trient,
Volker
http://luxkalif.de.tl/


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BeitragVerfasst: Sa Sep 10, 2016 13:04 
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Dem schließe ich mir an. Eine weitere Möglichkeit wäre ein Isolationsfehler an der Röhrenfassung, Stift 1 oder an L7 zu irgendeinem Teil, das mit Masse verbunden ist.

Vor allem C19 hat großen Einfluss auf die Oszillatorfrequenz. Ich würde deshalb erst einmal die genannten Kondensatoren einseitig ablöten, um den Fehler zu lokalisieren, und erst dann nach Ersatz für den defekten Kondensator suchen. Dieser muss vor allen Dingen denselben Temperaturkoeffizienten haben wie das Originalteil, sonst läuft der Sender weg. Bei den alten Kondensatoren ist der Temperaturkoeffizient oft in der Kapazitätsangabe mit einem Buchstaben gekennzeichnet: z.B. könnte auf C19 die Angabe 11Df, 11Hf usw. stehen. Wenn der Ersatzkondensator die gleiche Bauform und den gleichen Aufdruck hat, ist man auf der sicheren Seite. Allerdings findet man solche Kondensatoren nur in alten Schlachtgeräten.

Aber etwas fällt mir auf: Wie kann die Spannung hinter R5 mit Röhre höher sein (75 V) als ohne Röhre (61 V)? Wenn keine Fehlmessung vorliegt, kann das nur passieren, wenn die Spannung schwankt.

Lutz


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BeitragVerfasst: Mo Sep 12, 2016 7:41 
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Guten Morgen,

Ich habe am Wochenende noch das Chassis aus dem Gehäuse ausgebaut und ein bisschen im UKW-Kästchen herumgestöbert. Allerdings hatte ich Skrupel, das Kästchen abzumontieren (Seilzüge...), um die Platine ausbauen und genauer begutachten und C18, C19 und C20 finden zu können. Weiß zufällig jemand, ob auch Kondensatoren unterhalb der Platine montiert sind? Falls sie nämlich alle von oben zugänglich sind, könnte ich ja auch immer ein Beinchen abzwicken, auf Durchgang prüfen und dann wieder anlöten. Das würde mir nämlich eine Menge Arbeit sparen und das Risiko, dass ich nachher mit vielen Einzelteilen rumsitz drastisch mindern. :wink: Oder ist das ein No-Go? :mrgreen:

@Lutz: Das mit der Spannung nach R5 hat mich auch ein bisschen gewundert, war aber reproduzierbar so. Ich schätze wenn auch hinter R4 die Last fehlt, verteilt sich das eben irgendwie um... :roll:

Viele Grüße,
Benedikt


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BeitragVerfasst: Mi Jan 10, 2018 21:35 
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Hallo miteinander,

entschuldigt mein langes Schweigen - ich bin zwischenzeitlich Vater geworden und hatte deshalb das Radio etwas aus den Augen verloren. Aber hier kommt mal wieder ein Update:
Ich habe das UKW-Kästchen und die Platine ausgebaut, um an die verdächtigen Cs heranzukommen. Allerdings sind alle drei genannten (C18, C19, C20) komplett unauffällig - soll heißen, ich kann mit meinem Multimeter keinen Durchgang feststellen (> 20 MOhm). Auch von Pin 1 oder L7 nach Masse konnte ich nichts finden. :?
Gibt es sonst noch irgendwelche Ideen, wo der Fehler liegen könnte? Ich würde sonst wahrscheinlich einfach die Platine reinigen, alles wieder zusammensetzen und hoffen... :roll:

Beste Grüße,
Benedikt


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BeitragVerfasst: Do Jan 11, 2018 6:23 
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Hallo Benedikt.

Da scheint mir die Versorgungsspannung instabil zu sein.

Messe doch mal bitte die Stromaufnahme am G2 der Endröhre.Von dort erhält der
Tuner ja seine Spannung.
C23 wurde erneuert?
Eine Kondensator Kur wurde bereits durchegführt?
Funktioniert die Endstufe einwandfrei,also keine Verzerrungen etc wenn man ein NF
Signal einspeisen?

Ich glaube nicht,dass der Fehler im UKW Teil liegt.Nach deinen bisherigen Messungen klingt das
für mich nach einer fehlerhaften Versorgungsspannung. Eventuell schwingt die Endstufe
und die G2 spannung ist irgendwie belastet .

Ach ja,die Ecl 86 ist häufig defekt und kann die unmöglichsten Fehler verursachen.Also Bitte
mal testweise ziehen und und dann nochmal die Spannungen messen.

Greetz,

Florian


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BeitragVerfasst: Do Jan 11, 2018 8:41 
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Hallo Florian,

entschuldige, das ist Unsinn. Lies mal oben, was Benedikt gemessen hat: VOR R4 und R 5 235 bzw 244 Volt. Da ist nix instabil. NACH dem R 5 nur noch um die 60 Volt. Klarer geht's doch gar nicht.

Hallo Benedikt.

Wenn du die Leitung nach R 5 verfolgst, da KANN bei nicht gesteckter ECC 85 ein Strom nur über die Kondensatoren C, 18, 19 oder 20 Richtung Masse abfließen. Einzige andere denkbare Möglichkeit wäre ein Übergangswiderstand nach Masse z.B. durch eine verkohlte Stelle oder ähnlichem, aber derartiges hättest du ja wohl schon entdeckt.

Wie also weiter? Wenn du die drei fraglichen Kondensatoren schon einseitig abgezwickt und wieder angelötet hattest, löse die Lötstellen von zwei der drei (das sie also wieder einseitig getrennt sind) und miss die Spannung nach R5. Immer noch 60 Volt oder 240? Dann löte den zweiten wieder an, messen, dann den dritten. So findest du den Übeltäter. Es ist nämlich bei defekten Keramikkond. gerne mal so, dass ein Feinschluss erst bei höherer Spannung auftritt und daher mit dem Multimeter nicht angezeigt wird.

So, messen, berichten! :D

Gruß
Stefan


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BeitragVerfasst: Do Jan 11, 2018 19:33 
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Beiträge: 27
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Hallo Stefan.

Ups,da hatte ich mich wohl verlesen.Bin es gerade nochmal durchgegangen,
Asche auf mein Haupt. :oops:

Bitte meinen Beitrag ignoriert bzw löschen,
Danke.

Greetz,
Florian


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BeitragVerfasst: Do Jan 11, 2018 23:01 
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Guten Abend Florian und Stefan,

vielen Dank für eure schnelle Hilfe. Vor allem für den Hinweis, die Kondensatoren im Betrieb zu prüfen - das hat es gebracht! :danke:

Klarzeichner hat geschrieben:
So, messen, berichten! :D

Gruß
Stefan

Also: Ich hatte doch nicht die von mir vorgeschlagene Abzwick-Methode benutzt, sondern "gescheit" demontiert (was im Nachhinein wohl auch besser war). Und nach der Fehlersuche heute krieg ich die UKW-Platine fast schon im Schlaf raus und wieder rein... :wink:
Zuerst habe ich mit 3 ausgelöteten Kondensatoren gemessen, um Probleme an anderer Stelle auszuschließen. Wie ihr vermutet habt, war dann alles ok, 241 V an Stift 1 und 6. Nur C18 wieder eingelötet ergab 61 V an Stift 1 und 244 V an Stift 6, sodass zumindest ein Schuldiger identifiziert war. Die Gegenprobe mit C18 ausgelötet und dafür C19 und C20 eingelötet brachte 242 V an beiden Stiften - der Rest scheint also in Ordnung zu sein. :super:

Anbei noch ein Bild vom Übeltäter - wenn man weiß, dass er defekt ist, sieht man die dunklen Verfärbungen (hatte ich vorher für Schmutz gehalten). Jetzt stellt sich nur die Frage, wo ich einen solchen Keramikkondensator mit 82 pF und Temperaturkoeffizient G herkriegen kann - habt ihr da einen Tipp für mich?

Besten Dank auf jeden Fall nochmals für die schnelle und sachkundige Hilfe - ich hoffe ich bin selbst irgendwann erfahren genug, damit ich mich revanchieren kann! :bier:


Dateianhänge:
C18.png
C18.png [ 108.84 KiB | 142-mal betrachtet ]
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BeitragVerfasst: Fr Jan 12, 2018 11:59 
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Na also! Jeht doch! :D :D

Es sind 82pF, das G steht für die Toleranz 2 Prozent, nicht für den Temp.-Koeff.

Wichtig ist die Spannungsfestigkeit, mind. 400 V. Tja, eine Quelle weiß ich so aus dem Ärmel auch nicht. 82 p dürfte schwierig werden, aber mit 2 x 47pF parallel dürfte es ja auch gehen.

Gruß
Stefan


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BeitragVerfasst: Fr Jan 12, 2018 18:19 
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Wenn alle Stricke reißen, hätte ich einen 82 pF in so einer Bauform mit ausreichender Spannungsfestigkeit da. Allerdings mit einer Toleranz von 10%. Da der Kondensator nicht direkt im frequenzbestimmenden Schwingkreis liegt, sollte das funktionieren. Nachgleichen musst Du nach dem Werkeln im UKW-Teil wahrscheinlich sowieso.

Lutz


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BeitragVerfasst: Sa Jan 13, 2018 22:42 
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Alles klar, vielen Dank. Ich schau mal noch ein bisschen, ob ich irgendwo einen mit 2% Toleranz herkriegen kann - falls das nicht klappt, würde ich sehr gerne auf dein Angebot zurückkommen, Lutz. :wink:
Ich halte euch auf dem Laufenden!

Gruß Benedikt


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BeitragVerfasst: So Jan 14, 2018 10:23 
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Moin!
82pF ist ein Normwert, den jeder halbwegs sortierte Elektronikversand haben sollte.
Außerdem gibt es bei eBay unter der Nummer 171091605478 Originalteile. allerdings im 30er Pack.
Gruß Gerrit


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BeitragVerfasst: So Jan 14, 2018 10:36 
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Normwert schon. Nur haben die heute angebotenen Keramikkondensatoren sehr oft nur eine Spannungsfestigkeit von 50 V. Also: unbedingt auf die Angabe der Spannungsfestigkeit achten. Oft ist sie nicht angegeben.

Lutz


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