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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Blaupunkt Stockholm: Frage zum Tausch der Röhren

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BeitragVerfasst: Mo Aug 12, 2019 20:41 
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Registriert: Fr Aug 02, 2019 23:07
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Kenntnisstand: Einsteiger ohne Kenntnisse
Hallo zusammen,

mein Name ist Georg (ich habe mich in der Vorstellungs-Ecke schon einmal gemeldet), und nachdem ich eigentlich nur mein Transistorradio Nordmende Spectra-Phonic hatte reaktivieren wollen, haben der Spaß und die Neugierde an Röhrenradios das Ihre getan, und schon bin ich unversehens Besitzer eines Blaupunkt Stockholm (https://www.radiomuseum.org/r/blaupunkt ... 25355.html).

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Es ist äußerlich in einem super Zustand, innen moderat verstaubt (stand jahrzehntelang bei einer alten Dame auf der Anrichte) und wurde regelmäßig betrieben. Sämtliche Wellenbereiche laufen, alle Knöpfe und Regler funktionieren, Beleuchtung und "magisches Auge" leuchten - ein Glückstreffer für mich als totaler Laie, weil ich nichts daran zu machen brauche.

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Dachte ich jedenfalls. Als sich das Gerät dann am Abend zu Hause warmgespielt hatte, trat ein unregelmäßiges, durchgehendes Krachen bzw. Knattern auf. Davon hatte ich vorher auch schon im Forum gelesen (viewtopic.php?f=2&t=27447) und u.a. waren in der Korrespondenz die ECL86-Röhren als vermutliche Ursache identifiziert worden.

Nachdem ich mir hatte versichern lassen, durch das Abziehen dieser Röhren erst einmal nichts kaputtzumachen, habe ich das getan (Röhren entfernt, nichts kaputtgemacht :wink: ), die Steckkontakte mit Druckluft ausgeblasen und die Röhren gereinigt. Nachdem ich sie wieder an ihren Platz gesetzt hatte, ist das genannte Problem bei weitem nicht mehr so ausgeprägt.

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Nun habe ich beim Blick in Schaltplan und ins Gerät selbst noch ein paar andere Röhren entdeckt, eine Siemens ECH 81 (s. Bild 05), eine in einem "Metallkäfig" gekapselte Röhre (s. Bild 06), und eine Röhre, die mit Pappe o.ä. ummantelt ist.

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Ich hoffe, die Fachleute und alle anderen nehmen mir die folgenden Anfängerfragen nicht übel:
    Welchen Zweck haben die genannten Röhren?
    Können sie evtl. ebenso für das nach dem "Warmlaufen" festgestellte Krachen / Knattern sein?
    Falls ja: Muss / kann ich sie ebenso leicht ersetzen wie die beiden ECL 86?

Ich freue mich über jeden Rat und alle Hinweise und danke dafür im Voraus sehr!

Viele Grüße
Georg


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BeitragVerfasst: Mo Aug 12, 2019 20:58 
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Kenntnisstand: Weitergehende Kenntnisse (Hobby)
Hallo Georg,
die geschirmten Röhren sind die ECC85 und die EAF, das erfüllt den Zweck, HF Ab,-und Einstrahlung zu minimieren
Krachen etc. hat oft viele Ursachen, in erster Linie sind es Kontaktprobleme, die aber sind durch Reinigung der Kontakte abstellbar, mit Teslanol Oszillin T6 geht's am einfachsten, die Röhrenstifte mittels Glashaarpinsel reinigen., die Potis auch mit Oszillin, dabei fleißig den Schleifer drehen bzw. die kontakte betätigen.
Letztendlich kann es aber die ECL86 selbst sein.....zuvor aber die Kontaktprobleme beseitigen

_________________
M.f.G.
harry

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- Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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BeitragVerfasst: Di Aug 13, 2019 5:29 
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Registriert: Di Nov 22, 2011 16:49
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Wohnort: Müritzkreis
Kenntnisstand: Weitergehende Kenntnisse (Hobby)
Ergänzend noch, die Kontaktzungen der Röhrenfassungen reinigen sich am einfachsten mit Pfeifenreinigern, die zuvor mit Oszillin besprüht werden.
Die 3 oder 4 Klein Elkos, d.h. C466= 100µF/25V und C467= 4,7µF/350V ! sowie C765= Ratioelko =4,7µF/mind. 63V sind zu wechseln, der dicke Becher Elko auch, wenn er sein Inhalt (Elektrolyt) herausdrückt bzw. sein Leck Strom ansteigt bzw. höher als ca.2mA beträgt.
Danach solltest du ein Radio haben, das zumindest Betriebs,- bzw. Sicherheitstechnisch für die nächsten Jahre gut dasteht und dir Spielfreude bereitet.

_________________
M.f.G.
harry

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BeitragVerfasst: Di Aug 13, 2019 11:27 
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Im Allgemeinen sind Röhren weitaus seltener defekt, als viele denken. Manche Typen öfter als andere, aber in den meisten Fällen genügt der Tausch von Röhren nicht, um ein Radio wieder betriebsfähig zu machen. Oft ist er sogar unnötig und kostet nur Geld: Ersatzröhren sind nicht mehr so günstig zu bekommen wie vor 20 Jahren. Und: die meisten Röhrentypen werden nicht mehr hergestellt, die Bestände also immer knapper. Macht es dann Sinn, auf Verdacht alle Röhren in einem Gerät zu erneuern und die alten, vielleicht noch voll funktionsfähigen Röhren wegzuwerfen oder in unbekanntem Zustand beiseite zu legen?

Sich um die Kondensatoren und Kontakte zu kömmern, ist jedenfalls nicht verkehrt und genügt in vielen Fällen schon. Eine Ergänzung dazu: Die Fassung der ECL86 ist in eine Leiterplatte eingelötet. Durch die hohe Wärmebeanspruchung werden die Lötstellen oft spröde. Sorgfältiges Nachlöten beseitigt deshalb so manchen Fehler.

Lutz


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BeitragVerfasst: Di Aug 13, 2019 13:31 
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Wohnort: Stadtallendorf
Kenntnisstand: Sehr gute Kenntnisse (Hobby)
Den Blaupunkt Stockholm hatte ich auch schon mal in Arbeit.
Meiner hatte damals unzählige Kalte Lötstellen, es kam mir manchmal vor als wenn denen bei Blaupunkt das Lötzinn aus gegangen wäre,
besonders bei den Potis der Klangregelung.

_________________
Gruß Roland
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http://wo-roehren-gluehen.de


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BeitragVerfasst: Di Aug 13, 2019 15:37 
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Hallo Georg,

der Elko zwischen den Umschaltkontakten auf Bild 04 hat sein Innenleben bereits abgegeben... diese braune Substanz unterhalb des Elkobechers. Diesen Elko bitte erneuern.

Viele Grüße


andreas


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BeitragVerfasst: Di Aug 13, 2019 18:07 
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Oha, da bekomme ich ja schon sehr viele Tipps, vielen Dank schon einmal an alle!

Allerdings bekomme ich da auch ganz schön Muffensausen vor dem, was zu tun ist - erwähnte ich schon, ein völliger Neuling zu sein? :wink:

Insofern würde ich Deinen Hinweis, Lutz, nicht einfach die Röhren auf Verdacht zu tauschen, gedanklich noch etwas ausweiten: Nach meinem jetzigen Kenntnisstand würde ich Bauteile pauschal auf Anleitung / Rat hin ersetzen, ohne zu wissen, was ich damit bewirke und vor allem - wie ich das überhaupt machen soll. Ein Mal im Leben gelötet... Und schließlich geht es ja grundsätzlich darum, ein "betriebs- bzw. sicherheitstechnisch" unbedenkliches Gerät zu betreiben. Ob meine "Startbedingungen" dafür wohl ausreichen?

Ich werde noch einmal ein bisschen in mich gehen, vielen Dank, dass Ihr mir mit Euren Hinweisen dazu helft!

Beste Grüße

Georg


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BeitragVerfasst: Di Aug 13, 2019 18:19 
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Keine Kenntnisse bzw. Erfahrungen im Löten zu besitzen, ist in der Tat ein Hindernis, wenn es um die Auifarbeitung eines Röhrenradios geht.

Es wäre auch möglich, dass ein hilfsbereites Forenmitglied sich das Radio ansieht. Dazu müsstest Du Deinen ungefähren Wohnort nennen. Vielleicht gibt es ja jemanden in der Nähe, der bereit ist, sich das Radio vorzunehmen. Und vom Zuschauen kannst Du gleich etwas lernen.

Lutz


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BeitragVerfasst: Di Aug 13, 2019 20:25 
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Kenntnisstand: Einsteiger ohne Kenntnisse
Hast Recht, Lutz :)
Ich muss das ganz klar einsehen. Auch ein Erkenntnisgewinn, immerhin! Deshalb bin ich ja auch wirklich froh, hier im Forum die nötige Orientierung erhalten zu haben.

Mein Wohnort ist nordwestlich von Dortmund. Münster ist auch nicht weit, und östlich liegt Hamm.

Falls sich jemand findet, der seine Zeit opfern möchte, so bin ich nur dankbar, habe aber volles Verständnis dafür, wenn einem die eigene knappe Zeit zu wertvoll ist, um sich mit einem Greenhorn wie mir herumzuschlagen :wink:

Viele Grüße,
Georg


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BeitragVerfasst: Di Aug 13, 2019 21:20 
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Hallo Georg,

die meisten von uns hier im Forum haben auch mal ganz klein angefangen.
Ich 'begleite' derzeit auch einen Anfänger bei der Aufarbeitung seines Gerätes.

So ist es ganz gut, dass Du ein Gerät aus den frühen sechziger Jahren hast, dort sind in der Regel nicht mehr viele Problembehaftete Kondensatoren enthalten.
Trotzdem solltest Du das Geräteinnere sorgfältig reinigen, dabei aber aufpassen, dass keine der dünnen Spulendrähtchen abgerissen werden.

Krachgeräusche produzieren auch gerne die Tastenkontakte, diese auch mal mit Teslanol oder Tunerspray behandeln und einige male betätigen.
Wie Harry bereits schrieb, auch die Kontakte der Röhrenfassungen reinigen, ebenfalls mit Teslanol oder Tunerspray.
Im übrigen geht es mit Interdentalbürstchen noch besser als mit Pfeifenreinigern!

Und eine Bitte!
Andere Kontaktsprays als das bereits erwähnte Teslanol oder Tunerspray haben in Röhrenradios nichts zu suchen!

Die eingebauten Röhren haben in der Regel folgende Funktionen:
ECC85: UKW-Vorstufe und selbstschwingende Mischstufe (UKW)
ECH81: Bei LW/MW/KW: Oszillator und Mischstufe
Bei UKW erste Zwischenfrequenzverstärkung
EAF801: Bei LW/MW/KW: Erste Zwischenfrequenzverstärkung und Demodulation
Bei UKW zweite Zwischenfrequenzverstärkung
ECL86: Vor- und Endstufe für die Niederfrequenz, also die hörbaren Signale

Bei Deinem Gerät ist der sogenannte Ratiodetektor für den UKW-Empfang bereits mit Halbleiterdioden aufgebaut.
Ansonsten müsste noch eine EABC80 drinstecken.

Falls Du noch tiefergehende Informationen haben möchtest, empfehle ich Dir das Buch 'Radios der 50-er Jahre' von Eike Grund.
Dort sind auch, aufsteigend nach Schwierigkeitsgrad, die notwendigen Arbeiten an solchen Geräten beschrieben.


Viele Grüße

Martin


Viele Grüße

Martin


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BeitragVerfasst: Mi Aug 14, 2019 18:45 
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Kenntnisstand: Einsteiger ohne Kenntnisse
Hallo Martin,

auch Dir vielen Dank für die hilfreichen Tipps und Ratschläge. Ich habe eine Nacht über die Sache geschlafen und denke, es wird schon klappen. Immerhin habe ich jetzt drei defekte Radios, an denen ich Erfahrung sammeln kann :D :D (außer dem "Stcokholm" auch noch ein Nordmende Spectra-Phonic und ein ITT Golf Europa mit Sturzschaden (Platine gebrochen, Aufnahme für den Netzstecker daher ohne Halt).

Da ich außer einem Lötkolben noch keinerlei Werkzeug und Verbrauchsmaterial habe, konnte ich bislang auch noch nichts falsch machen und werde Deinen Rat beherzigen, nur die von Dir genannten Mittel zu verwenden.

Und ich sehe mal zu, dass ich an das von Dir genannte Buch komme.

Mit einem Wort: nichts überstürzen...!

Darf ich noch eine Frage in die Runde stellen?

Wenn ich das "Stockholm" reparieren will, muss ich doch bestimmt das Chassis (ich meine die innere Konstruktion) aus dem Holzgehäuse ausbauen. Die fraglichen Befestigungen waren selbst für mich nicht schwer zu finden, aber ich frage mich: Kann ich "alles" nach hinten herausziehen, ohne etwas kaputtzumachen oder unbeabsichtigt auseinanderzureißen? Nach vorne zum Skalenfenster hin kann ich beim Blick in die Rückseite schlecht erkennen, ob ich bei so einem Vorgehen z.B. das Skalenseil abreiße oder anderes trenne, von dem ich später nicht mehr weiß, wie es zusammengehört.

Aber keine Sorge, ich habe auch hier noch nichts unternommen - im Gegenteil, die Rückwand ist vorerst wieder eingesetzt, um einstweilen den aktuellen Zustand zu sichern :wink: Kommt Zeit, kommt Mut!

Ergänzung: Bereits aus dem "Blick ins Buch" bei Amazon.com.uk ist mir klar geworden, dass ich mit meiner Vermutung richtig liege, das Chassis erstmal tunlichst im Gehäuse zu lassen. Insofern brauche ich auf obige Frage keine Antwort mehr. :mrgreen:

Nochmals vielen Dank und viele Grüße

Georg


Zuletzt geändert von Burlala am Mi Aug 14, 2019 18:58, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mi Aug 14, 2019 18:57 
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Hallo Georg,
....und wenn du erst einmal auf den Geschmack gekommen bist, kommt da noch einiges dazu.......
IdR lassen sich die Chassis nach lösen der Bodenverschraubung nach hinten rausziehen, in einigen Fällen nach vorn. Oft aber muss die Lautsprecherleitung noch abgelötet werden, auch das magische Auge oder die Klangtastenreihe ist bei einigen vorher nach abzuschrauben etc.
Auch gibt es Radios in denen die Skala im Gerät verbleibt, dann müssen die Drehknöpfe abgeschraubt oder abgezogen werden.

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harry

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Zuletzt geändert von eabc am Mi Aug 14, 2019 19:00, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mi Aug 14, 2019 19:00 
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Kenntnisstand: Einsteiger ohne Kenntnisse
eabc hat geschrieben:
....und wenn du erst einmal auf den Geschmack gekommen bist, kommt da noch einiges dazu


Das bezweifle ich nicht, Harry! So war es bei meinen anderen Hobbies auch (Daf 44; Deutz D 3005)

Herzlichen Gruß!
Georg


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BeitragVerfasst: Mi Aug 14, 2019 21:58 
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Registriert: Do Jul 08, 2010 21:17
Beiträge: 1169
Moin,
die wichtigsten Tips wurden schon gegeben, und ein "erlaubtes" Kontaktspray waere auch noch "Kontakt 61" (sehr aehnlich dem erwaehnten Teslanol T6).

Die Roehrenfassungen auf der Platine sind alle nachzuloeten, besonders die der Endroehren, wie schon erwaehnt. Bei Saba habe ich es schon erlebt, dass die Loetpins der Endroehrenfassung kein Zinn annehmen wollten, so stark waren sie durch die Waerme oxidiert. Dann hilft nur noch ausbauen, Loetstifte reinigen und wieder einbauen. So eine ECL86 setzt um die 12-14W in Waerme um, da hat die Platine zu leiden...

Und wenn das Radio ueberholt ist und einwandfrei funktioniert: Da fehlt offensichlich noch was, in einer Roehrenfassung steckt ein Platinchen. Das ist die Kuerzschlussbrucke, die den dort vorgesehenen Stereodecoder vertritt. Blaupunkt hat die Decoder von Grundig bezogen, man muss also nicht nach Blaupunktdecodern suchen. Ist die Fassung 9-polig, ist es Decoder 4 oder 5, ist sie 10-polig, ist es Decoder 6. Decoder 5 entspricht Decoder 4 mit einer zusaetzlichen Mono-Stereo Umschaltautomatik mit Relais. Der Grundigdecoder war fuer Blaupunkt eine erstklassige Wahl, es sind leistungsfaehige Geraete.
Wenn das Stereosymbol rechts oberhalb des Abstimmknopfes beleuchtet werden kann (Lampe dahinter?), gehoert ein Decoder 6 zum Radio. Decoder 4 und 5 hatten ein Schauzeichen als Stereoanzeige.

73
Peter


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BeitragVerfasst: Do Aug 15, 2019 17:22 
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Laut Schaltplan ist es eine 10-polige Buchse, mit einer Skalenlampe 7V / 100mA an Stift 8 als Stereo-Anzeige. Also der Decoder 6.

Aber zur Stereo-Wiedergabe braucht man bei diesem Radio mindestens eine externe Lautsprecherbox. Die internen Lautsprecher bringen nur Mono-Wiedergabe.

Lutz


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