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Dampfradioforum • Thema anzeigen - AÜs wie am besten prüfen?

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 Betreff des Beitrags: AÜs wie am besten prüfen?
BeitragVerfasst: Mo Nov 06, 2017 21:29 
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Guten Abend,

ich habe einen SABA Freiburg 125 erworben der bis zum bitteren Ende spielen musste, durch einen Feinschluss in einem Ero100 vor den Endröhren muss da ein gewaltiger Strom geflossen sein. Eine der Endröhren (EL84) hat keinen Getterspiegel mehr und ist tot, der Wickelkörper der AÜs wurde so heiß das er sich verzogen hat. Ich mache mir jetzt Gedanken ob die Isolierung der Drähte im AÜ etwas abbekommen haben könnte, sprich ob ein Windungsschluss vorliegt. Positiv ist schonmal das beide AÜs den gleichen Gleichstrominnenwiderstand Primär haben (860 Ohm, aufs Ohm genau sogar)

Lässt sich das Testen ob die Übertrager noch in Ordnung sind? Die Endstufe läuft in "pseudo" Gegentakt im Monobetrieb mit beiden AÜs, damit das richtig funktioniert müssen beide AÜs elektrisch genau identisch sein sonst verzerrt die Endstufe zu sehr und der Klang ist nicht wie Original.

Danke schonmal und einen schönen Abend. :hello:

Gruß,
Jan

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 Betreff des Beitrags: Re: AÜs wie am besten prüfen?
BeitragVerfasst: Mo Nov 06, 2017 21:34 
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Gleichstromwiderstand ändert erst nenneswert, wenn Trafo ordentlich gebraten ist.


Man kann trotzdem checken: man speist mit untere einstellige Wechselsspannung 50Hz über 10-100 Ohm Widerstand an sekundäre Wicklung und misst dann Spannung an primäre Wicklung.. Wobei Signal aus Funktionsgenerator auch geht, dafür kann man sogenannte Widerstand weglassen, das hat Generator schon drinnnen (50Ohm bzw. 600 Ohm)

Wenn Messung an beide Trafo so etwa gleiche Werte ergibt-> Glückgehabt für erstemal.

Grüss
Matt

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 Betreff des Beitrags: Re: AÜs wie am besten prüfen?
BeitragVerfasst: Mo Nov 06, 2017 21:42 
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Hallo Matt,

danke für Deine Antwort! Mein Problem ist das es beide Übertrager betrifft, es wäre durchaus möglich das beide beschädigt sind. Mit etwas Pech sind beide gleich stark beschädigt, dann würde das nichteinmal auffallen.
Ich werde das testen, gibt es andere Möglichkeiten einen Windungsschluss zu finden?

Gruß,
Jan

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 Betreff des Beitrags: Re: AÜs wie am besten prüfen?
BeitragVerfasst: Mo Nov 06, 2017 21:48 
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Ja...

Kondensator (0,1-1µF , gute Sorte) an Wicklung anlöten und ihm anstössen (über Diode an Rechteckgenerator), wenn der lang nachschwingt, steht Chance gut.
Sowas prüft ELV Wicklungsschlussprüfer auf diese Art.

Der mit Wicklungschluss macht keine bis paar Periode Nachschwingung.
Man kann Netztrafo auch auf diese Art prüfen.

Grüss
Matt

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 Betreff des Beitrags: Re: AÜs wie am besten prüfen?
BeitragVerfasst: Mo Nov 06, 2017 22:01 
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Ich würde folgendes versuchen:

Alle Sekundärwicklungen ablöten. Dann auf die Primärwicklung eine Wechselspannung von einigen 10 V geben. Der AÜ darf dann nur einen geringen Strom aufnehmen, und an der Lautsprecherwicklung muss eine Spannung in Höhe von 2...4 % der Primärspannung zu messen sein. Eventuell den (von den vorhandenen Mitteln abhängigen) Testaufbau mit einem wissend intakten AÜ testen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie das Resultat sein sollte.

Wenn das alles passt, liegt kein direkter Windungsschluss vor, es könnte dann nur noch bei höheren Spannungen (große Lautstärke) zu einem Durchschlag kommen. Das ist aber selten.

Lutz


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 Betreff des Beitrags: Re: AÜs wie am besten prüfen?
BeitragVerfasst: Mo Nov 06, 2017 22:34 
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Hallo zusammen,

eben wie von Matt vorgeschlagen gemessen:
Auf der Sekundärseite (Lautsprecher) einen Spannung von ca 5V eingespeist (aus einem Kleinen Märklin AC Eisenbahntrafo)
und primär (Anoden der Endröhre und Siebelko) gemessen: 192V und 193V. Fast identisch, der Radiogott meint es wohl gut mit mir. :mrgreen:
Allerdings fließen bei diesen 5V schon über 1A. (Sekundärwicklungen bei der Messung parallel) Nur die Gegenkopplungswicklung belastet den Übertrager.


Gibt bei der 2,5 Ohm Last (2 Lautsprecher liegen jeweils parallel) 3,7k Ohm primär. Könnte ganz gut hinkommen für die EL84, 100%tig stimmt das natürlich nicht.

Zitat:
Kondensator (0,1-1µF , gute Sorte) an Wicklung anlöten und ihm anstössen (über Diode an Rechteckgenerator), wenn der lang nachschwingt, steht Chance gut.
Sowas prüft ELV Wicklungsschlussprüfer auf diese Art.


Das teste ich morgen mal, die Idee ist klasse. Ein Windungsschluss würde dem Schwingkreis Energie entziehen, das ist der Hintergrund richtig? Im Prinzip würde ja eine Steile Flanke reichen, will meinen Funktionsgenerator nicht beschädigen falls etwas schief geht. Sonst würde es auch ein prellfreier Schalter tun.

Zitat:
Alle Sekundärwicklungen ablöten. Dann auf die Primärwicklung eine Wechselspannung von einigen 10 V geben. Der AÜ darf dann nur einen geringen Strom aufnehmen, und an der Lautsprecherwicklung muss eine Spannung in Höhe von 2...4 % der Primärspannung zu messen sein. Eventuell den (von den vorhandenen Mitteln abhängigen) Testaufbau mit einem wissend intakten AÜ testen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie das Resultat sein sollte.


Im Grunde habe ich das Gerade andersrum gemessen. Die Sekundärseite führt ins nichts ohne angeschlossene Gerätelautsprecher, das selbe mit der Primärwicklung, die landet an der Anode der EL84. Ich habe noch einen AÜ aus einem Freudenstadt Schlachtgerät, der wurde Sekundär auch mit 2,5 Ohm abgeschlossen und müsste direkt vergleichbar sein.

Gruß,
Jan

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 Betreff des Beitrags: Re: AÜs wie am besten prüfen?
BeitragVerfasst: Di Nov 07, 2017 0:22 
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Hallo Jan,
Nachwuchsbastler hat geschrieben:
Ein Windungsschluss würde dem Schwingkreis Energie entziehen, das ist der Hintergrund richtig?
Genau!
Zitat:
Im Prinzip würde ja eine Steile Flanke reichen, will meinen Funktionsgenerator nicht beschädigen falls etwas schief geht.
Du kannst ruhig 100 Ω oder 1 kΩ in Reihe zur Diode schalten; das ändert am Spannungsverlauf fast nichts. Gib am besten eine rechteckige Wechselspannung von ca. 10 Hz drauf.

Gruß, Frank

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 Betreff des Beitrags: Re: AÜs wie am besten prüfen?
BeitragVerfasst: Mi Nov 08, 2017 21:01 
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Hallo Frank,

wird probiert, ich melde mich wieder mit dem Ergebniss! :super:

Gruß,
Jan

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 Betreff des Beitrags: Re: AÜs wie am besten prüfen?
BeitragVerfasst: Fr Nov 10, 2017 7:00 
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Hallo Jan,

Vor Kurzem habe ich dieses Thema nochmals aufgegriffen, da sich in meinem Fall herausgestellt hat, dass die Widerstandsmessungen nicht unbedingt zu einer sicheren Beurteilung verhelfen. Im Ergebnis habe ich die Bauanleitung eines Prüfgerätes von ELV wieder "aufgewärmt".https://www.dampfradioforum.de/viewtopic.php?f=2&t=25934&start=15
Die Idee zur Neuflage kam aber aus dem Nachbarforum und ich habe die Platinenverteilung dort fortgesetzt. Dieser Windungsschlussprüfer lässt schon eine sichere Beurteilung des AÜ Zustandes zu. Einige Platinen kann ich noch anbieten (15€ incl. Versand).

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Gruß
Matthias


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 Betreff des Beitrags: Re: AÜs wie am besten prüfen?
BeitragVerfasst: Fr Nov 10, 2017 12:16 
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Hi,

was mich stutzig macht :

er schreibt oben 5 Volt auf die Sekundärseite und hat dabei 1 A Stromaufnahme, dies würde ja heißen das der Übertrager 5VA Leerlaufverluste hätte.
Da wären die Verluste ja genauso hoch wie die zu übertragende Leistung.

Da muß meiner Meinung nach auf der Primärseite ein Windungsschluß sein.


Gruß Stefan


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