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Dampfradioforum • Thema anzeigen - falscher Gleichrichter bei einer Blaupunkt Ballett 2400

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BeitragVerfasst: Do Mär 15, 2018 10:14 
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Kenntnisstand: Grundkenntnisse (ohmische Gesetz etc.)
Der Verkäufer hatte angegeben, dass nach dem Auswechseln der Sicherung keine
Kurzschlüsse mehr auftraten. Nuja, das die Sicherung defekt ist soll es geben, aber die
auch die Ursache für einen Kurzen?
Erstmal wurden die Kondensatoren überprüft und getauscht. Dann habe ich einige Kabel erneuert,
weil diese zum teil durchgescheuert waren und dachte, den Fehler gefunden zu haben. Das Radio
wurde über die Vorschaltlampe angeschlossen und los ging es. Das Radio spielte einwandfrei.
Im Probebetrieb machte es kurz darauf plötzlich *poff* und die Sicherung war durch. Hmmmm......
Becherelko erneuert, aber die Vorschaltlampe war trotzdem hell. Also alles nach dem Gleichrichter
abgetrennt, aber die Lampe blieb hell. Dann habe ich mir den Gleichrichter genau angeguckt. Ein
flacher Brückengleichrichter mit 4 Anschlüssen. Nanu denke ich... wieso hat der denn eine Brücke
von einer Anschlussstelle des Wechselstroms zum weiteren Anschluss? Das Kabel war dazu noch lila.
Und... am Masseanschluss war überhaupt keine Verbindung. Also eine Verbindung hergestellt, getestet
und die Lampe brannte grell. Laut Schaltplan hat die Ballett nur eine Diode, hier wurde aber ein GL mit
4 Dioden eingebaut! Fehler gefunden und behoben. Das Radio läuft.
Meine Frage,,,,, was hätte beim Verkäufer alles passieren können?

_________________
Nette Grüße

Norbert

"Ich glaube an die Unantastbarkeit und an die Würde jedes einzelnen Menschen. Ich glaube, dass allen Menschen von Gott das gleiche Recht auf Freiheit gegeben wurde.


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BeitragVerfasst: Do Mär 15, 2018 12:03 
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Hallo Norbert,

die Frage ist nicht, was beim Verkäufer hätte passieren können, sondern was entl. weiterhin passieren könnte. Deshalb nämlich, weil das Gerät KEINE Netztrennung aufweist. Daher solltest du vermeiden externe Geräte z.B. Plattenspieler, MP3-Player usw. ohne Beachtung von grundlegenden Vorsichtsmaßnahmen mit dem Gerät zu verbinden...

_________________
...und glüht auch die Anode rot, ist die Röhre noch nicht tot.

Mit freundlichen Grüßen, Peter R.


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BeitragVerfasst: Do Mär 15, 2018 12:44 
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Hallo Peter,

der Norbert ist auf solche Kleinsuper spezialisiert, er weiß um die Thematik der Spartrafos und netzverbundenen Chassis, wie es auch beim Ballett (es heißt natürlich das Ballett nicht die Ballett) der Fall ist. Für Andere ist dein Hinweis natürlich richtig und wichtig.

Hallo Norbert,

was hätte denn passieren sollen? Gar nichts. Von dem Graetzgleichrichter wurde halt hier von einem Reparateur nur eine Diode benutzt, die anderen lagen ja tot, wenn ich dich richtig verstanden habe. Ist nicht elegant, aber auch nix einzuwenden. Warum die Sicherung durch war, ist also immer noch ungeklärt!

Gruß
Stefan


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BeitragVerfasst: Do Mär 15, 2018 12:58 
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Klarzeichner hat geschrieben:
Hallo Norbert,

was hätte denn passieren sollen? Gar nichts. Von dem Graetzgleichrichter wurde halt hier von einem Reparateur nur eine Diode benutzt, die anderen lagen ja tot, wenn ich dich richtig verstanden habe. Ist nicht elegant, aber auch nix einzuwenden. Warum die Sicherung durch war, ist also immer noch ungeklärt!

Gruß
Stefan


Hallo Stefan,
genau umgekehrt! Er hat alle 4 Dioden benutzt. Der Trafo hat nur einen Wechselstromausgang, den hat er an den Brückengleichrichter gelötet und von dort eine Brücke
zum zweiten Wechselstromanschluss gelegt. Der Masseanschluss blieb unbelegt.
Eine weitere Maßnahme war, die Polung auf 240 Volt zu vorzunehmen. Immerhin :mrgreen:

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Nette Grüße

Norbert

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BeitragVerfasst: Do Mär 15, 2018 13:20 
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Registriert: Fr Okt 24, 2008 18:16
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Hallo, Norbert,

damit hat er immerhin nichts falsch gemacht. er hat lediglich 2 Dioden des Brückengleichrichters parallel geschaltet, und dieses als Einweggleichrichter geschaltet.

die anderen beiden Dioden hängen ja in der Luft.

Das kann man so machen, wenn man keine geeignete Einzeldiode zur Hand hat. Schön ist zwar anders, aber technisch muß das funktionieren.

VG Henning

_________________
Schlau ist, wer weiss, wo er nachlesen kann, was er nicht weiss


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BeitragVerfasst: Do Mär 15, 2018 18:22 
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Beiträge: 896
Moin,
es geht nicht unbedingt, bei einem Brueckengleichrichter nur eine Diode/Strecke in Einwegschaltung zu verwenden. D.h. es kommt auf die Sperrfestigkeit der Diode/Strecke an.
Beispiel:
Ein E250C50 haelt einer Sperrspannung von ca. 700V stand, das muessen die jeweils zwei sperrenden Strecken eines Brueckengleichrichters B250C50 auch leisten. Heisst also, eine Strecke haelt nur 350V aus und ist damit ueberfordert (Ein Einweggleichrichter mit C-Last muss dem doppelten Spitzenwert zugefuehrten Wechselspannung standhalten).

Auf der sicheren Seite ist man nur bei hochsperrenden Gleichrichtern/Dioden.

73
Peter


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BeitragVerfasst: Do Mär 15, 2018 18:43 
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Peter war schneller, aber da ich das Folgende schon geschrieben hatte...

Es ist richtig, dass das funktionieren muss, aber nur, wenn die Spannungsfestigkeit des Gleichrichters ausreicht. Wenn der Gleichrichter ein B 250... war, ist das aus folgendem Grund nicht der Fall:

Der Trafo liefert an der Anzapfung, an der der Gleichrichter hängt, bei 230 V Netzspannung rund 215 V Wechselspannung. Kurz nach dem Einschalten, wenn die Röhren noch nicht aufgeheizt sind, hat sich der Ladeelko auf die Leerlaufspannung von 215 V * Wurzel 2 = 304 V aufgeladen. Dem gegenüber steht der Spitzenwert der negativen Halbwelle der Eingangs-Wechselspannung, die bei - 304 V liegt. Am Gleichrichter liegt also eine Spitzenspannung von rund 608 V an. Das ist zu viel für einen Brückengleichrichter B 250..., dieser ist für eine Sperrspannung von ca. 350 V gedacht. Selbst wenn der Hersteller eine Reserve eingebaut hat, dürfte das nicht reichen.

Übrigens: Wenn dieser Schaltplan
http://85.144.192.2/nvhr/Blaupunkt_2400.pdf
mit dem Radio übereinstimmt, bringt das Umschalten des Netzspannungswählers auf 240 V nichts, denn die Schalterstellungen 220 V und 240 V sind parallelgeschaltet, der Trafo hat keine zusätzliche Wicklung für 240 V.

Lutz


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BeitragVerfasst: Do Mär 15, 2018 21:30 
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Henning, Peter und Lutze,,,,, danke für eure Antworten :)
Ist ja toll, was eine einfache Frage auslösen kann.

Heute habe ich den provisorischen NOS-Brückengleichrichter (2-polig) wieder ausgebaut und den alten
geöffnet. Die Selenplättchen wiesen zum Teil kokeligen Belag auf. Dann habe ich im Gehäuse eine 1N4007-Diode
eingebaut und den Vorwiderstand - 5 Watt 120 Ω - dahinter eingelötet. Alle Spannungswerte sind nun top.
Und zur Info: Der Klang ist nicht besonders (dröhnt).

Und ja Lutz, es ist dieses Modell :wink:

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Nette Grüße

Norbert

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BeitragVerfasst: Fr Mär 16, 2018 14:21 
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@ Peter und Lutz,

jepp, ihr habt mit der doppelten Sperrspannung natürlich recht. Guten Morgen, Stefan. Kurzes Weiterdenken hätte gereicht.

Beste Grüße
Stefan


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