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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Grundig 4055 Restaurieren / Wer kennt diese Probleme ?

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BeitragVerfasst: Mo Okt 08, 2018 9:48 
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Registriert: Mo Okt 08, 2018 9:29
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Guten Morgen,

Ich möchte ein Grundig 4055 restaurieren, bin mir jedoch nicht sicher wie aufwendig das ganze wird.
Optisch steht es finde ich noch gut da. Keine großen Schrammen, keine offensichtlichen Beschädigungen.
Technisch sieht es leider anders aus, soweit ich das beurteilen kann.

1. Wenn der Stromstecker eingesteckt wird, geht das Radio an und rauscht. Die Skalenbeleuchtung geht ebenso an.
2. Das magische Auge ist tot.
3. Die Sendersuche ist sehr schwer, sprich, es kommt viel Rauschen und Knacken und nur schwer findet man einen
Sender, trotz eingesteckter Antenne.
4. Der Laut Leise Regler funktioniert nicht. Das vordere Teil lässt sich unabhängig vom hinteren Regler drehen. Darf
das so sein? Ich habe auch das Gefühl, dass das Reglerelement generell zu weit aus dem Gehäuse schaut.
5. Das Drehrädchen rechts unten für die Höhen funktioniert. Das links unten für die Bässe ist fest. Lässt sich keinen
Milimeter drehen.

Was meint Ihr? Sind das hauptsächlich mechanische Dinge? Kennt Ihr diese Fehler bzw. habt Ihr
solche Probleme schon einmal beim Restaurieren gehabt? Die Materie ist komplett neu für mich,
aber ich hoffe dass ich viel dazulernen kann :)

Gruß,
Andreas


Zuletzt geändert von andreastom am Mo Okt 08, 2018 10:56, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Grundig 4055 Restaurieren
BeitragVerfasst: Mo Okt 08, 2018 9:59 
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Kenntnisstand: Grundkenntnisse (ohmische Gesetz etc.)
Hier noch ein paar Fotos:

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BeitragVerfasst: Mo Okt 08, 2018 15:54 
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Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Hallo Andreas,

du wirst hier im Forum gefühlt Tausende von Themen (Threads) finden, die alle damit anfangen, dass es bei der Überholung eines Radios aus den fünfziger Jahren mit der Beseitigung der wenigen offensichtlichen Fehler (wie ein fester Drehknopf) nicht getan ist, sondern zahlreiche Dinge zu beachten und zahlreiche Bauteile (überwiegend Wickelkondensatoren) zu ersetzen sind, um eine zuverlässige Funktion zu erhalten. Lies dich einfach mal ein bisschen bei uns ein.

Gruß
Stefan


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BeitragVerfasst: Mo Okt 08, 2018 20:50 
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Kenntnisstand: Weitergehende Kenntnisse (Hobby)
Hallo Andreas,

ich habe aktuell das gleiche Gerät auf der Werkbank!

Die mechanischen Probleme sind meist auf verharzte Schmiermittel zurückzuführen.

Du solltest folgendermaßen vorgehen:

- Leitungen zu den Lautsprechern ablöten, dabei Anschlussschema skizzieren oder Fotos machen
- Chassis ausbauen, Skala abmontieren und sicher verwahren.
Die Skala ist möglicherweise an verhärteten Gummiunterlagen festgeklebt, vorsichtig lösen
- Chassis reinigen, dazu die Röhren abziehen, um Beschädigungen zu vermeiden
- Die großen Drehräder der Höhen- und Tiefeneinsteller lassen sich nach entfernen des Sicherungsringes abnehmen, diese sind von hinten mit einer 'Bremsfeder' versehen, und hier war bei meinem Gerät das Schmierfett verharzt.
Neu schmieren mit weißer Vaseline.
ACHTUNG: Von einem dieser Regler gehen auch noch Zugseile zur Bandfilterverstellung weg, hier aufpassen, dass Du nicht versehentlich die Zugseile aushängst!
- Das Gehäuse sieht noch gut aus, hier ist es sehr wahrscheinlich mit ein wenig Möbelpolitur getan

Auf der Chassisunterseite sind etliche Kondensatoren zu tauschen!
Ich habe leider mein Gerät noch nicht fertig, sonst könnte ich Dir ein Foto zukommen lassen.

Im übrigen verspricht die Gegentaktendstufe (2x EL84) in Verbindung mit dem riesigen Lautsprecher ordentlich 'Bumms'.
Da hier beide Röhren auf einen gemeinsamen Kathodenwiderstand arbeiten, würde es sich anbieten, an dieser Stelle einen Umbau auf getrennte Kathodenwiderstände vorzunehmen.
Dies würde ich aber an Deiner Stelle erst machen, wenn das Radio ansonsten wieder ordentlich spielt.

Noch eins!
Ein Röhrenradiochassis niemals ohne Last (Lautsprecher) in Betrieb nehmen!
Hier kann es zur Zerstörung des Ausgangsübertragers und anderer Endstufenbauteile kommen, und das wäre schade um das schöne Radio.

Als Ersatz für die kaum noch zu bekommende EM34 (magisches Auge) bietet sich die russische 6E5S an, diese ist für etwa 25,-€ bei Jan Wüsten zu bekommen.
Dazu müssen allerdings an der Röhrenfassung ein paar Drähte umgelötet werden.
Eine Umbauanleitung liegt jedoch der Röhre bei.

Grüße und viel Erfolg

Martin


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BeitragVerfasst: Di Okt 09, 2018 14:10 
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Registriert: Mo Okt 08, 2018 9:29
Beiträge: 16
Kenntnisstand: Grundkenntnisse (ohmische Gesetz etc.)
Hi,

Danke für die Antworten!

@Martin,

Das ist ein toller Zufall :)
Vielen Dank für die Tips, als nächstes steht der Ausbau des Radios auf der Liste.
Wo hast Du denn die Lautsprecher abgelötet? Direkt am Lautsprecher oder an diesen
vielen kleinen Spulen bzw. "Federn", an welchen die Kabel angelötet sind?

Das mit den Kondensatoren habe ich schon gehört, von wegen Teerkondensatoren,
Smarties und was es da alles gibt. Ein Schaltplan habe ich mir besorgt. Nicht perfekt
zu lesen, aber sollte ausreichen.

Das mit den Kathodenwiderständen verstehe ich nicht ganz (bin kein Elektroniker).
Worin besteht der Vorteil, wenn die Widerstände getrennt sind?

Vielen Dank auch für den Hinweis mit den Lautsprechern, das wusste ich nicht. Soll heissen,
wenn ich das ausgebaute Radio testen möchte, schließe ich die Lautsprecher am Besten mit
Krokodilklemmen oder ähnlichem an, oder?

Was das EM34 angeht habe ich bereits eine Röhre ergattert von der Marke "Cifte". Bin
gespannt ob sie funktioniert. Soll neu sein.

Ich freue mich auf jeden Fall über jeden Hinweis als Neuling. Selbstverständlich habe ich auch schon
des Öfteren die Suche bemüht und mich durch Tutorials gelesen und Erklärungsvideos geschaut. Für mich
ist das Alles dennoch sehr komplex und ich hoffe dass ich das so hinbekomme, das Radio ist nämlich wirklich
schön und in meinen Augen sogar eines der schönsten Röhrenradios der 50er.

Viele Grüße,
Andreas


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BeitragVerfasst: Di Okt 09, 2018 17:18 
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Registriert: Do Dez 06, 2007 19:56
Beiträge: 959
Wohnort: bei Bern, Schweiz
Hallo Andreas

Wenn Du eine EM34 von Cifte hast, so darfst Du Dich glücklich schätzen. Die haben zwar nicht das bekannte, satte Grün sondern ein gelb-grün. Aber sie sind die mit der längsten Leuchtschicht-Lebensdauer.

Viele Grüsse, Walter


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BeitragVerfasst: Di Okt 09, 2018 19:34 
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Registriert: Do Sep 29, 2016 13:53
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Kenntnisstand: Grundkenntnisse (ohmische Gesetz etc.)
andreastom hat geschrieben:
Der Laut Leise Regler funktioniert nicht. Das vordere Teil lässt sich unabhängig vom hinteren Regler drehen. Darf
das so sein? Ich habe auch das Gefühl, dass das Reglerelement generell zu weit aus dem Gehäuse schaut.


Ich habe hier ein Grundig 3035, bei dem ist das genau so. Bei meinem Gerät verstellt der vordere Knopf die Lautstärke und mit dem hinteren Regler lässt sich die Ferrit-Antenne einstellen. Schau mal, ob bei dir neben dem Drehknopf auch ein kleines, rundes Fensterchen mit der Beschriftung "Ferrit" ist, dort sollte ein Zeiger zu sehen sein, welcher sich beim drehen des hinteren Drehknopfes bewegt (vorausgesetzt, der Seilzug ist richtig aufgelegt und nichts ist verharzt).

Wenn das Reglerelement zu weit aus dem Gehäuse schaut, kannst du die kleinen Madenschrauben lösen, den Knopf weiter nach hinten schieben und dann die Madenschraube wieder anschrauben.

andreastom hat geschrieben:
Vielen Dank für die Tips, als nächstes steht der Ausbau des Radios auf der Liste.
Wo hast Du denn die Lautsprecher abgelötet? Direkt am Lautsprecher oder an diesen
vielen kleinen Spulen bzw. "Federn", an welchen die Kabel angelötet sind?

Für die Reparatur ist es notwendig, dass das Chassis ausgebaut wird, daher musst du die Kabel vom Ausgangsübertrager (AÜ) zu den Lautsprechern entfernen. Ob du jetzt die Kabel an der kleinen Lötleiste mit den Spulen oder am AÜ ablötest, ist egal, nimm einfach die Stelle, an die du besser ran kommst.
Wenn du die Kabel von der kleinen Lötleiste zu den Lautsprechern ablötest, kannst du das Chassis immer noch nicht ausbauen, weil ja immer noch die Kabel vom AÜ an die Lötleiste gehen.

andreastom hat geschrieben:
Das mit den Kondensatoren habe ich schon gehört, von wegen Teerkondensatoren,
Smarties und was es da alles gibt.

Hier gibt es eine sehr gute Übersicht, die mir auch schon sehr weitergeholfen hat: viewtopic.php?f=24&t=2700

Wichtig ist, dass du das Radio vor dem Austausch der Kondensatoren möglichst nicht mehr einschaltest. Ansonsten kann es durch die problematischen Kondensatoren zu Folgedefekten kommen, die nur sehr schwer reparierbar sind (z.B. defekter Netztrafo/AÜ). Auch solltest du vor der ersten Inbetriebnahme das Netzkabel und die Werte der Sicherungen überprüfen und diese ggf. ersetzen.

_________________
Gruß
Marvin
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden. Mark Twain
Unser größter Ruhm ist nicht, niemals zu fallen, sondern jedes mal wieder aufzustehen. Nelson Mandela


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BeitragVerfasst: Di Okt 09, 2018 21:16 
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Hallo Andreas,

Zitat:
Das mit den Kathodenwiderständen verstehe ich nicht ganz (bin kein Elektroniker).
Worin besteht der Vorteil, wenn die Widerstände getrennt sind?


Gemeinsame Kathodenwiderstände (und Kondensatoren) hat man seinerzeit gemacht, um Bauteile zu sparen.
Das hat aber den Nachteil, dass man dann gepaarte Endröhren benötigt, da über den Kathodenwiderstand der Röhrenarbeitspunkt eingestellt wird.
Gepaarte Röhren zu bekommen, war damals in den 50-er und 60-er Jahren kein Problem, die wurden ja zu zehntausenden produziert.

Durch Alterungsprozesse können jedoch auch bei gepaarten Röhren die Arbeitspunkte weglaufen, so dass u.U. die Endstufe nicht mehr symmetrisch ausgesteuert wird.
Hier ist ein Schaltungskonzept mit getrennten Kathodenwiderständen unkritischer.

Im übrigen haben das mit den gemeinsamen Kathodenwiderständen nicht alle Hersteller gemacht.
Mein Nordmende Tannhäuser des selben Baujahrs hat getrennte Kathodenwiderstände.

Aber, wie gesagt, das kann man immer noch machen, wenn das Radio korrekt funktioniert.


Grüße

Martin


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BeitragVerfasst: Mi Okt 10, 2018 7:15 
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Registriert: Di Mai 18, 2010 9:45
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Kenntnisstand: Weitergehende Kenntnisse (Hobby)
Guten Morgen.

Martin hat einen, wie ich meine, hervorragenden Beitrag verfasst, in dem er die notwendigen Arbeiten zusammenfasst. Durch immer mehr Einzelfragen und immer mehr Detailantworten sehe ich jetzt aber den Zeitpunkt gekommen, da sich der TE, der noch nie ein Gerät restauriert hat, einer "Reizüberflutung" aussetzt.

Mein Vorschlag an andreastom: Beginne mit Deinen Arbeiten, indem Du Martin's Beitrag folgst. Immer dann eine Frage stellen, wenn Du bei einem Arbeitsschritt unsicher bist. So können alle hier Dich zielgerichtet voranbringen, ansonsten verzettelt man sich in immer mehr Detailthemen.

Zu Punkt 1 und Deiner Frage des Ablötens der Lautsprecher:
Wesentlich ist, das Chassis ausbaufähig zu bekommen. Also müssen die Kabel, die vom Chassis an die Lautsprecher gehen, abgelötet werden. Welche Stelle die günstigste ist, damit das jeweilige Kabel frei kommt, wirst Du auf Anhieb erkennen. Wenn ich mir Deine Fotos betrachte, dann ist das der Kabelbaum an der Lötleiste unterhalb der "Spulen", die Du beschreibst, an der Schallwand.

Gruß
k.

_________________

k. steht für klaus

Ein Mann mit einer neuen Idee ist so lange unausstehlich, bis er der Idee zum Erfolg verholfen hat.
(Mark Twain)


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BeitragVerfasst: Mi Okt 10, 2018 11:33 
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Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Hallo Andreas,

zur Erhaltung der alten Technik ist jeder willkommen der sich dafür begeistert. Dennoch, als Laie, der noch nie etwas mit Elektrotechnik oder Elektronik zu tun hatte fehlt in der Regel das grundsätzliche Verständnis für viele Dinge die für so manch Anderen selbstverständlich sind. Nicht umsonst dauerte die Ausbildung zum Radio und Fernsehtechnik 3,5 Jahre und war mit viel theoretischem Stoff gespickt. Man kann viel lernen wenn man es wirklich will, nur gehört viel Geduld dazu und den Rat von Leuten mit entsprechendem Wissen anzunehmen sollte selbstverständlich sein. Sicher wirst Du kein perfekter Techniker werden aber Du solltest soviel lernen können um in der Lage zu sein einfache Reparaturen selbst auszuführen, das Wissen dazu kommt mit der Zeit. Und wenn Du hier im Forum Deinen ungefähren Wohnort angibst wird Dir sicher ein Bastler Kollege der in Deiner Nähe wohnt unter die Arme greifen wenn es mal komplizierter wird. Dein Erster Beitrag klingt von der Ausdrucksweise her sehr nach Laie, ich denke es liegt bei Dir wie weit Du kommen möchtest.

_________________
Grüße aus Ingelheim am Rhein,
Norbert (DF8PI)

Ein Forenmitglied dass kein Problem damit hat seinen Vornamen und Wohnort zu nennen. :)


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BeitragVerfasst: Mo Okt 15, 2018 10:17 
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Beiträge: 16
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Hi Leute,

Habe gestern mal Fotos gemacht vom Innenleben und ein paar voraussichtliche Probleme eingekreist.
Seht Ihr noch mehr?

https://ibb.co/jwX6gL


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BeitragVerfasst: Mo Okt 15, 2018 15:35 
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Registriert: Mo Okt 08, 2018 9:29
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mnby101 hat geschrieben:
Hallo Andreas,

zur Erhaltung der alten Technik ist jeder willkommen der sich dafür begeistert. Dennoch, als Laie, der noch nie etwas mit Elektrotechnik oder Elektronik zu tun hatte fehlt in der Regel das grundsätzliche Verständnis für viele Dinge die für so manch Anderen selbstverständlich sind. Nicht umsonst dauerte die Ausbildung zum Radio und Fernsehtechnik 3,5 Jahre und war mit viel theoretischem Stoff gespickt. Man kann viel lernen wenn man es wirklich will, nur gehört viel Geduld dazu und den Rat von Leuten mit entsprechendem Wissen anzunehmen sollte selbstverständlich sein. Sicher wirst Du kein perfekter Techniker werden aber Du solltest soviel lernen können um in der Lage zu sein einfache Reparaturen selbst auszuführen, das Wissen dazu kommt mit der Zeit. Und wenn Du hier im Forum Deinen ungefähren Wohnort angibst wird Dir sicher ein Bastler Kollege der in Deiner Nähe wohnt unter die Arme greifen wenn es mal komplizierter wird. Dein Erster Beitrag klingt von der Ausdrucksweise her sehr nach Laie, ich denke es liegt bei Dir wie weit Du kommen möchtest.


Hallo Norbert,

Ja das stimmt. Mit Elektronik hatte ich bisher nicht viel am Hut bis auf ei npaar kleinere IC Schaltungen
während der Schule. Ist aber schon lange Vergangenheit.


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BeitragVerfasst: Mo Okt 15, 2018 15:37 
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Registriert: Mo Okt 08, 2018 9:29
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Kenntnisstand: Grundkenntnisse (ohmische Gesetz etc.)
klausw hat geschrieben:
Guten Morgen.

Martin hat einen, wie ich meine, hervorragenden Beitrag verfasst, in dem er die notwendigen Arbeiten zusammenfasst. Durch immer mehr Einzelfragen und immer mehr Detailantworten sehe ich jetzt aber den Zeitpunkt gekommen, da sich der TE, der noch nie ein Gerät restauriert hat, einer "Reizüberflutung" aussetzt.

Mein Vorschlag an andreastom: Beginne mit Deinen Arbeiten, indem Du Martin's Beitrag folgst. Immer dann eine Frage stellen, wenn Du bei einem Arbeitsschritt unsicher bist. So können alle hier Dich zielgerichtet voranbringen, ansonsten verzettelt man sich in immer mehr Detailthemen.

Zu Punkt 1 und Deiner Frage des Ablötens der Lautsprecher:
Wesentlich ist, das Chassis ausbaufähig zu bekommen. Also müssen die Kabel, die vom Chassis an die Lautsprecher gehen, abgelötet werden. Welche Stelle die günstigste ist, damit das jeweilige Kabel frei kommt, wirst Du auf Anhieb erkennen. Wenn ich mir Deine Fotos betrachte, dann ist das der Kabelbaum an der Lötleiste unterhalb der "Spulen", die Du beschreibst, an der Schallwand.

Gruß
k.


Hallo Klaus. Genau das habe ich vor. Ich denke der aktuelle Schritt ist das Tauschen der Kondensatoren. Habe dazu ein Bild
hochgeladen (vorletzter Beitrag). Laut Anleitung habe ich ei npaar identifiziert (rote Kreise). Bei den anderen bin ich mir nicht sicher.


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BeitragVerfasst: Mo Okt 15, 2018 20:57 
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Hallo Andreas,

das passt soweit.

Du hast richtig erkannt, dass die blauen, Kunstharzumhüllten Kondensatoren auch Wechselkandidaten sind!

Allerdings hast Du auch den Netzschalter eingekreist (links vom Tastenbaustein), der muss üblicherweise nicht getauscht werden.
Unterhalb der schwarzen Gleichrichtersäule ist der Kathodenelko (einseitig direkt ans Chassis gelötet), der sieht aus als wäre er schon mal getauscht worden.

Einen hast Du vergessen, und zwar den Ratioelko.
Der ist links neben dem Trimmpoti, längliche Metallhülse mit fast weißem Papier.
Den würde ich sicherheitshalber auch tauschen, die sind meist ausgetrocknet.

Nach dem Ausbau des Chassis wirst Du nochmal einen oder zwei finden, die sind an einer Chassisseitenwand auf einer Lötleiste montiert und erst nach Demontage des Chassis zugänglich.

Ich bin mir gerade nicht sicher, aber es kann sein, dass auf dem Ausgangsübertrager auch noch Kondensatoren sind.

Du kannst uns ja auch mal Deinen (ungefähren) Wohnort nennen, evtl. wohnt ja in Deiner Nähe ein Forumskollege, der Dir zur Hand gehen kann.


Grüße

Martin


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BeitragVerfasst: Di Okt 16, 2018 8:11 
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Registriert: Mo Okt 08, 2018 9:29
Beiträge: 16
Kenntnisstand: Grundkenntnisse (ohmische Gesetz etc.)
Hobbybastler hat geschrieben:
Hallo Andreas,

das passt soweit.

Du hast richtig erkannt, dass die blauen, Kunstharzumhüllten Kondensatoren auch Wechselkandidaten sind!

Allerdings hast Du auch den Netzschalter eingekreist (links vom Tastenbaustein), der muss üblicherweise nicht getauscht werden.
Unterhalb der schwarzen Gleichrichtersäule ist der Kathodenelko (einseitig direkt ans Chassis gelötet), der sieht aus als wäre er schon mal getauscht worden.

Einen hast Du vergessen, und zwar den Ratioelko.
Der ist links neben dem Trimmpoti, längliche Metallhülse mit fast weißem Papier.
Den würde ich sicherheitshalber auch tauschen, die sind meist ausgetrocknet.

Nach dem Ausbau des Chassis wirst Du nochmal einen oder zwei finden, die sind an einer Chassisseitenwand auf einer Lötleiste montiert und erst nach Demontage des Chassis zugänglich.

Ich bin mir gerade nicht sicher, aber es kann sein, dass auf dem Ausgangsübertrager auch noch Kondensatoren sind.

Du kannst uns ja auch mal Deinen (ungefähren) Wohnort nennen, evtl. wohnt ja in Deiner Nähe ein Forumskollege, der Dir zur Hand gehen kann.


Grüße

Martin


Guten Morgen Martin,

Danke für die Info. Ich nehme an Du meinst den mit dem alten Siemens / Halske Logo. Bei dem war ich
mir nicht ganz sicher, aber in dem Fall kommt er auch raus. Habe schon überlegt wie ich das am Besten mache
und ich denke es macht Sinn, die Bauteile nah am Element zu entfernen (abzuclipsen), da die Leitungen teilweise
sehr verschlungen sind.
Den Netzschalter habe ich eingekreist weil er irgendwie merkwürdig aussieht. Der hat links einen kleinen "Bauch" und
ist verschmiert. Außerdem hat das Radio ja das Problem, dass es sobald man den Stromstecker reinsteckt, an geht und
die Aus Taste quasi keine Funktion hat, außer dass ukw hochspringt und man trotzdem noch ein Brummen hört und
die Beleuchtung ebenso noch funktioniert. Könnte das auch was anderes sein? Welchen Ersatz nimmt man am Besten für
einen defekten Netzschalter ?
Ich bin übrigens aus 79618 Rheinfelden, ganz im Südwesten.

Bild

https://picload.org/view/dcdcglca/netzschalter.jpg.html


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