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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Lorenz Super 268W - Netztrafo defekt und andere Baustellen

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BeitragVerfasst: Di Okt 09, 2018 15:16 
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Hallo liebe Dampfradiogemeinde :)

Habe günstig einen Lorenz Super 268W geschossen. Nach dem Hochdrehen am Regeltrafo schien erstmal alles gut zu sein, es fing an aus dem Lautsprecher zu rauschen, aber dann stieg Rauch aus dem Netztrafo auf. Flugs Stecker raus, Trafo berührt und knallwarm. Jemand vor mir hatte auch die Sicherung schon gebrückt, vermutlich war das Ding deswegen auch schon mal in Reparatur. Messungen ergaben, dass eine Wicklung ca. 60V AC erzeugt, die andere ca. 350V AC (Leerlauf). Kurzschlüsse sind keine messbar, z.B. die parallel zu den Windungen liegenden Kondensatoren sind okay. Auch wenn ich die Kabel direkt am Trafo abnehme und direkt an den Anschlüssen messe, ändert sich an den festgestellten Werten nichts und nach kurzer Zeit raucht es. Die 4V-Wicklungen sind okay und liefern je 4V, wie es sein muss. Schlüsse zur "Hauptwicklung" sind keine feststellbar.

Habe ich noch was übersehen oder ist hier tatsächlich der Trafo im Eimer? Hat jemand so einen Trafo zufälligerweise oder muss ich den neu wickeln lassen? Wer wickelt denn noch Trafos? Im Anhang die Beschaltung des Netztrafos.

Für eure Hilfen um Voraus besten Dank!


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Viele Grüße!
Ingo :)


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BeitragVerfasst: Di Okt 09, 2018 16:44 
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Servus,
Wenn da die berühmten 5000cm Trafo-Selbstmordkandidaten noch drin sind,ist der Trafo hin. Bevor man so ein Radio einschaltet sind die und die evt. primärseitigen Killer Kondensatoren immer vorher abzuknipsen und ersatzlos zu entfernen, wie auch der Ko Anode Endröhre an Masse und am Gitter Endröhre. Danach besteht eine gewissen Chance, das der Trafo überlebt.

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Gruss aus Trient,
Volker
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BeitragVerfasst: Di Okt 09, 2018 17:00 
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Moin Volker, die waren schon gegen 5600pF ersetzt worden, das hat aber den Trafo auch nicht mehr retten können. Die anderen genannten Cs werde ich noch entfernen.

Weisst du wo ich so einen Trafo herbekommen kann? Auf jeden Fall werde ich die Kleinanzeigen noch behelligen damit :D

Danke für Deine Antwort im Übrigen! :)


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Zuletzt geändert von DerLichtwicht am Di Okt 09, 2018 21:27, insgesamt 1-mal geändert.
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BeitragVerfasst: Di Okt 09, 2018 17:20 
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Servus,
Das ist Pech, dann war da schon vorher ein Alter durchgeschlagen und hat die Wicklung gekillt. Diese Ko's lässt man grundsätzlich weg heute. Intermodulationsbrumm gibt es nicht mehr mangels 100Kw Ortssender hinterm Gartenzaun.
Einen Neuen findest du wahrscheinlich nur in der ebucht.

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Gruss aus Trient,
Volker
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BeitragVerfasst: Di Okt 09, 2018 17:45 
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Das vielleicht nicht, aber ich hab einen Amateurfunksender im Haus :D aber entweder man hört Radio oder man macht Funkbetrieb, beides ist meist schlecht zusammen. :D

Dann werde ich mal in der Ebucht schauen. Danke nochmals :D

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BeitragVerfasst: Di Okt 09, 2018 21:23 
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Habe die Suche jetzt mal in die Kleinanzeigen gestellt. Vielleicht hat ja wer was :)

http://dampfradioforum.de/viewtopic.php?f=64&t=28498

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BeitragVerfasst: Mi Okt 10, 2018 10:32 
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Wozu gibt es eigentlich den festgepinnten Thread "Vor der ersten Inbetriebnahme eines Röhrenradios beachten!" ?

An die ADMINS: Wie könnte man den noch auffälliger platzieren? Mein Vorschlag, noch VOR den momentan obersten Beitrag "Kondensatorkunde". Und in Fettdruck oder GROßSCHRIFT. Hätte dem Lorenz-Trafo hier evtl. das Leben gerettet.

Und wo wir gerade so schön dabei sind: Es gibt den jetzt ganz oben gepinnten "Kondensatorkunde"-Thread mit inzwischen 12 Seiten. Das liest sich kein Mensch durch und schon gar kein Neuling. Und unter "Grundlagen" gibt's noch den Kondensatorenkunde-Bilderthread. Der ist viel zielführender und sollte an Stelle des Zwölfseiters stehen. In "Grundlagen" ist er zu versteckt. Und vorher vervollständigt, sortiert und korrigiert werden.

Was meint ihr? Und wer macht sich dran?

Gruß
Stefan


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BeitragVerfasst: Mi Okt 10, 2018 10:56 
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Hi Ingo,

bei Ebay Kleinanzeigen so einen Trafo zu finden dürfte schon der pure Zufall sein, wahrscheinlicher ist das ein Bastelkollege so was von einem Schlachtgerät übrig hat. Bei Radios aus den 50er Jahren ist das viel einfacher, da waren die meisten Trafos sehr ähnlich und man könnte ohne Probleme einen von einem anderen Radio verwenden aber hier sieht das anders aus. Angezapfte Anodenwicklung mit zweimal 350 Volt und zwei 4 Volt Heizwicklungen, das muß schon von einem ähnlich alten Gerät sein. Leider wird zu offt die Warnung nicht befolgt ein 50 Jahre altes oder älteres Gerät ungeprüft ans Stromnetz zu hängen, das ist sträflicher Leichtsinn, Leute mit elektrischen und elektronischen Kenntnissen sollten sich über die möglichen Folgen im klaren sein. Oft wird aber auch ein so altes Gerät von Laien einfach mal eingesteckt, mal sehen ob es noch spielt. Defekte Sicherungen werden einfach überbrückt und wenn es dann geraucht und gestunken hat schnell ab zu Ebay oder auf den Flohmarkt. Kaufinteressenten werden rücksichtslos belogen, das spielt noch einwandfrei und dann noch Fantasie Preise verlangt.. Alt=In jedem Fall teuer. Ich vermute der Trafo in Deinem Radio war schon kaputt bevor Du es gekauft hattest. Wie schon gesagt: Schnell mal probieren ob es noch geht ! Mit etwas gesundem Menschenverstand sollte auch einem Laien klar sein das man ein Jahrzehnte altes Gerät nicht ohne Überprüfung ans Stromnetz anschließen sollte. Aber gesunden Menschenverstand, wo findet man den noch ? Man muß schon sehr intensiv danach suchen. Die Idee von Stefan finde ich übrigens sehr gut, vielleicht könnte man ja in der Tat den einen oder anderen Netztrafo damit retten. Ich weiß nicht ob das möglich ist, aber vielleicht sollte man ja auch das lesen der entsprechenden Beiträge für Neuanmeldungen zur Pflicht machen bevor Schreibrechte erteilt werden, aber vielleicht führt das auch zu weit ?

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Grüße aus Ingelheim am Rhein,
Norbert (DF8PI)

Ein Forenmitglied dass kein Problem damit hat seinen Vornamen und Wohnort zu nennen. :)


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BeitragVerfasst: Mi Okt 10, 2018 13:27 
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(wir geraten jetzt etwas ins OT, denn hier geht's ja um den LORENZ Super. Vielleicht kann man die Diskussion in eine andere Rubrik verschieben?)

Klarzeichner hat geschrieben:
Wozu gibt es eigentlich den festgepinnten Thread "Vor der ersten Inbetriebnahme eines Röhrenradios beachten!" ?....


Das kann ich beantworten: Damit die schon länger hier Schreibenden die noch nicht so lange hier Schreibenden darauf verweisen können. :wink:

Dann ist es aber leider bereits in den allermeisten Fällen zu spät. Sind wir doch mal ehrlich: Der Laie, der ein Röhrenradio vor sich hat und dieses nutzen /verkaufen möchte, wird nahezu IMMER als erstes den Stecker in die Dose stecken und testen, ob es spielt. Dazu wird er nicht erst Mitglied in einem Forum und lässt sich beraten.
Mitglied in einem Forum wird er, weil er zuvor gescheitert ist. Sei es durch einen Fehlkauf, durch eigenes Kaputtmachen, oder weil schlichtweg kein Piep aus dem Gerät kommt. In seltenen Fällen, weil er irgendwann seinem Tun im Nachhinein misstraut.
Mein erstes Röhrenradio datiert zwar in die Zeit, als Computer noch Lochkarten hatten und Internet nicht einmal eine Zukunftsvision war, aber genauso hat man es doch auch damals schon als angehender Radiobastler gemacht. Versuch macht kluch - Die Neugier obsiegte. Wahrscheinlich ist diese Neugier in unseren Genen angelegt.
Als Fachmann weiß man dann, dass es bessere Wege gibt, bzw. gegeben hätte.

k.

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k. steht für klaus

Ein Mann mit einer neuen Idee ist so lange unausstehlich, bis er der Idee zum Erfolg verholfen hat.
(Mark Twain)


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BeitragVerfasst: Mi Okt 10, 2018 17:23 
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Servus,
Auf ebay.it werden ab und zu solche uralten Trasformatoren angeboten, sind meistens von scuola radio elettra aus Mailand. Ansosnsten bleibt dir nichts übrig einen normalen Netztrafo für Röhrengleichrichter und 6,3V Heizung zu nehmen, ein paar Windungen abzuwickeln bis auf 4V, ggf. dann einen kleinen 4 V Trafo unters Chassis zu setzen für den Gleichrichter, den Bastelideen sind da keine Grenzen gesetzt. Vielleicht hast du ja auch Glück und findest einen Trafo für Röhren GL und 2 Heizwicklungen 6,3V.

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Gruss aus Trient,
Volker
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BeitragVerfasst: Mi Okt 10, 2018 17:52 
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Servus,
Hier ist so ein alter Trafo, passt nicht ganz, kann man aber anpassen:

https://www.ebay.it/itm/TRASFORMATORE-D ... Sww6Zbqlj1

Hier ist noch Einer! Du musst davon ausgehen, dass es hier hauptsächlich US Gleichrichter gab mit 5V Heizung.

https://www.ebay.it/itm/TRASFORMATORE-D ... Sww6Zbqlj1

Bei ebay.it musst du in die Suchmaske eingeben "trasformatore radio", da kommen dann ca. 230 Angebote. Wenn dir davon einige Trafen gefallen, schicke mir die Links und ich kümmere mich darum,
Bitte bedenke: Die Post ist hier etwa doppelt so teuer wie in D, alles was bis 2kg wiegt ginge als normaler Brief für 13.50. Bis 3Kg gibt es dann nur Paket und das kostet 29,- Euro.

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Gruss aus Trient,
Volker
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BeitragVerfasst: Mi Okt 10, 2018 21:43 
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So meine lieben Radiofreunde, erst einmal vielen Dank für eure zahlreichen Antworten.


Vorweg: Ich habe durchaus schon ein paar Beiträge geschrieben und mich zu meinen Kenntnissen zum Thema Kondensatoren und Co auch schon ausgelassen. Vielleicht sollte der ein oder andere erstmal diese Beiträge lesen, bevor man mir vorwirft, ich hätte die Grundlagenbeiträge mehr oder weniger absichtlich nicht gelesen inklusive dem latent vorhandenen Vorwurf, die dort vermittelten Grundlagen interessierten mich nicht. Also: Im Eingangsbeitrag steht alles wichtige und erwähnenswerte drin, jetzt wieder zum Thema zurück:

Zwischenzeitlich habe ich den Trafo mal demontiert und auseinander genommen. Das ist wirklich ein Kinderspiel und ging einfacher als gedacht. Jedenfalls ist die Trafowicklung zur Anodenspannungserzeugung gleich die erste Wicklungsschicht, die man nach vorsichtigem Abpellen der Papier-/Pappabdeckung antrifft und hier sah man gleich, wo es geschmort hatte. Mit dem Multimeter konnte man auch schön von den Anschlüssen 1, 9 und 11 zu den offenliegenden Drahtstellen messen, dass es genau diese Wicklung ist. Vorsichtiges, weiteres Abpellen und Abwickeln der defekten Wicklung ergab, dass es die Wicklung von 1 zur Mittelanzapfung bei 9 ist, die ich hier "am Wickel" hatte. Ich entschloss mich, die Drahtlage der defekten Wicklung mit einem Skalpell vorsichtig zwischen dem Pergamentpapier und der Drahtlage zu durchtrennen und quasi "abzuschälen", in der Hoffnung, bis zur Mittelanzapfung bei 9 zu gelangen und die defekten Windungen somit zu entfernen. Nachdem ich also diese Drahtlage abgeschält hatte, stellte ich fest, dass der Draht unter dem Pergamentpapier verschwindet, aber mitnichten direkt an der 9 anliegt. Laut Hersteller soll die Spule von 1 bis 9 1060 Windungen haben, aber diese Menge hatte ich definitiv nicht abgeschält, wie ich durch grobes Überschlagen herausfand. Die Restspule von 1 bis 9 hat nun ungefähr 290 Ohm, die noch vollständige und intakte Spule von 9 bis 11 hat ungefähr 380 Ohm. Wenn also die vollständige Spule 1060 Windungen hat, dann hatte diese nach dem Dreisatz noch ungefähr 810 Windungen, sodass ca. 250 Windungen fehlten. Ich vermute daher, dass die Teilspulen von 1 bis 9 und dann von 9 bis 11 in rechnerisch je 4 Sektionen zu ca. 265 Windungen unterteilt sein müssen. Sprich, ich muss mit dem entsprechenden Draht (laut Hersteller 0,13mm CuL) wieder ca. 250-265 Windungen aufbringen, um wieder auf 1060 Windungen zu kommen. Zufällig habe ich eine Rolle solchen Drahtes rumfliegen, da ich den eigentlich für mein Hobby Amateurfunk brauchen wollte, aber ich denke, ich werde den mal zum Flicken des Trafos einsetzen. Dabei ist es heute aus Mangel an Zeit erst einmal geblieben, aber ich werde voraussichtlich morgen oder sonst spätestens die Tage dieses Projekt mal in Angriff nehmen. Und ich werde hier natürlich weiter berichten, sofern gewünscht.

Also nichts für ungut, liebe Radiofreunde und bis neulich, ich werde wie gesagt berichten. Falls nicht gewünscht, dann eben sagen :) :hello:


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BeitragVerfasst: Do Okt 11, 2018 20:47 
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So liebe Radiofreunde :)

Operation gelungen. Ich habe den Draht der intakten Restwindung mit dem neuen Draht zusammengezwirbelt und diese Nahtstelle in ein kleines Stück Schrumpfschlauch eingeschrumpft. Dann habe ich insgesamt 210 Windungen auf den Trafo gewickelt bekommen, mehr war auch nicht machbar, weil ich sonst die Eisenkernpakete nicht mehr eingesetzt bekommen hätte. Leider kann ich nicht so schön flach und filigran wickeln wie die fleissigen Bienchen beim Hersteller damals. Aber was solls, die Wicklung 1-9 liefert nun 345 Volt AC, die Wicklung 9-11 liefert 351Volt AC. Ich denke, diese kleine Unsymmetrie ist verschmerzbar. Leider habe ich Dösel während der Operation versäumt, Bilder zu machen. Anbei aber ein paar Fotos vom wieder eingebauten Trafo nach der Operation.

Kleiner Tipp fürs Zählen: ich habe nach immer 5 Windungen einen Strich gemacht und diese Striche wie man es kennt zu 5er-Paketen gebündelt, so dass man bequem in 25er-Schritten zählen konnte, wie weit man ist. So läuft man nicht Gefahr, sich zu verzählen. Natürlich kommt es hier auf ein, zwei, drei Wicklungen nicht an, aber dennoch kann ein wenig Akkuratesse ja nicht schaden :D Die Rolle mit dem Draht habe ich übrigens auf einen Schraubendreher gesteckt und so im Schraubstock befestigt, dass der Griff nach außen zeigt und die Rolle beim Abwickeln ein wenig zwischen Griff und Schraubstock eingeklemmt wird, so dass sich der Draht nicht ständig selber abwickelt und dann womöglich noch vertüdelt, so dass man prinzipiell von vorne anfangen kann.

Jedenfalls wird jetzt nichts mehr heiss, es qualmt auch nichts mehr und ich habe 345V AC bzw 351 V AC an den Anoden der AZ1 anliegen. Allerdings liegen an der Kathodenseite der AZ1 nur ca. 320V an, laut Schaltbild sollen es ca. 395V sein. Desweiteren rauscht es ein wenig aus dem Lautsprecher und wenn ich abstimme, kratzt es an einigen Stellen, ansonsten bleibt das Radio vorerst stumm, Sender werden keine empfangen (ja, ich habe es nicht auf den beiden äußeren Stellungen "P" eingestellt gehabt :mrgreen: ) Nunja, war klar, dass da noch weitere Baustellen lauern, ich werde mir die Elkos mal vornehmen und weiter berichten :)


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BeitragVerfasst: Fr Okt 12, 2018 19:27 
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Beiträge: 7338
Wohnort: östliches Niedersachsen
Kenntnisstand: Sehr gute Kenntnisse (Hobby)
Dass es auf Lang- und Mittelwelle in Deutschland keine Sender mehr gibt und die Empfangsmöglichkeiten deshalb je nach Standort vor allem tagsüber sehr begrenzt bis nicht vorhanden sind, ist Dir bekannt?

Lutz


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BeitragVerfasst: Fr Okt 12, 2018 19:50 
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Registriert: Do Jul 08, 2010 22:17
Beiträge: 942
Moin,
er schrob oben, er sei Funkamateur. Als Solcher hat man eigentlich immer "ein Ohr an den Wellen" ;-)

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Peter


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