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Röhrenradioforum: Das Forum für alle Freunde alter Röhrenradios, Kofferradios und Röhrentechnik!
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BeitragVerfasst: Fr Nov 02, 2018 17:02 
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Tag zusammen!

Jetzt habe ich mit diesem formschönen Wunderwerk mein erstes Röhrenradio und es funktioniert sogar! Der UKW-Empfang ist gut und auch auf der Mittelwelle habe ich abends und nachts Empfang. Äußerlich steht das Radio sehr gut da, lediglich ein kleiner Kratzer im Lack kündet von tatsächlichem Gebrauch. Allerdings gibt es einige kleine Probleme:

1.) Es brummt. Zwar nicht laut, und während Musik spielt auch eigentlich nicht störend wahrnehmbar, aber es brummt.
2.) Der Empfang schwankt. Ich stelle einen Sender (UKW) auf maximalen Ausschlag des Magischen Bandes ein, es tönt die Musik und nach einer Weile kommt es vor, dass es etwas leiser wird, eventuell etwas zu rauschen beginnt und die Balken des Magischen Bandes auseinandergehen. Dann drehe ich am UKW-Knopf und stelle den Sender erneut ein, bis das Spiel von vorne losgeht. Was hier auch "abhilft" ist, die UKW-Taste feste herunterzudrücken: Glasklarer Empfang, Vollausschlag auf dem Magischen Band. (Letzteres kommt mir sehr zweifelhaft vor...)
3.) Man muss es schon sehr wollen, das Radio auszuschalten. Ein einfacher Druck auf die Aus-Taste genügt nicht, zwar ist dann das Radio stumm, aber die Skalenbeleuchtung leuchtet weiter. Es bedarf eines beherzten Druckes auf die Aus-Taste.

Zu 1.): Ich habe gelesen, dass ein leichtes Brummen bei alten Radios immer dazugehört. Mich stört es auch nicht wirklich, d. h. ich würde jetzt keinen immensen Aufwand treiben, das abzustellen. Möglicherweise liegt es auch nicht (nur) am Radio, sondern auch an der Elektrik in diesem Haus (1928 gebaut, weitgehend original... leider), da auch andere Tontechnik (z. B. der Lichtton meines 35-mm-Projektors) brummt.
Zu 2.): Das nervt.
Zu 3.): Ich vermute hinsichtlich der Tasten einen kleinen Zusammenhang zu 2.); womöglich sind die Arretierungen der Tasten ausgeleiert? Da ich nun weiß, dass ich die Aus-Taste feste drücken muss, ist das auch eher eine Gewohnheitssache. Robuste Technik erfordert vielleicht auch robusten Umgang.

Im Inneren findet sich etwas Staub, die Bauteile sehen äußerlich unversehrt aus. Die Röhre (ECL86) ist äußerlich getrübt, das kann man aber abwischen.

Über Ideen freue ich mich. :)


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BeitragVerfasst: Fr Nov 02, 2018 17:23 
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Hallo Yan,
unsere Röhrenradios erkranken nach den vielen Jahrzehnten ihrer Spielfreude an, zum Glück nur wenigen Symptomen, die da wären, Kontaktschwierigkeiten im Wellenbereichsschalter und den Potis, die es dann mit kratzen und Aussetzer quittieren.
Beides lässt sich einfach mittels Kontakt Reinigungssprays, wie dem Teslanol Oszillin T6 für eine Zeitraum X beseitigen.
Grundsätzlich aber bedarf jedes Röhrenradio der 50er, einen Austausch der oft nur wenigen Papierwickelkondensatoren.
Diese Kondensatorart zieht leider aufgrund ihrer Alterung die Luftfeuchtigkeit und speichert diese, das aber macht Sie dann für die hohe Anodenspannung Strom durchlässig und gefährdet dadurch nicht nur die Röhren und Transformatoren sowie Widerstände durch Überlastung, schlimmer noch, Sie gefährden Leib und Leben wenn es zur Berührung des sonst Stromlosem Chassis kommt.
In diesem Zusammenhang sollten auch die Elkos mit überprüft bzw. wenn es die Klein Elkos sind, sind diese einfacher gleich auszuwechseln.
Die Ein Aus Schaltung trägt idR eine einfache Mechanik, die nach Reinigung und dem Auftrag einiger tropfen Öl meist wieder arbeitswillig ist.

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M.f.G.
harry

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BeitragVerfasst: Fr Nov 02, 2018 18:38 
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Moin,
Harry hat schon alles Notwendige beschrieben, aber die Erwaehnung der Endroehre ECL86 liess mich nachsehen. Bei diesem Geraet muss man tatsaechlich noch mit Papierkondensatoren rechnen, es wurde 1963/64 gebaut. Zu dieser Zeit begann die Umstellung auf Kunstfolienkondensatoren, man kann sich also nicht darauf verlassen, dass dieses relativ "spaete" Geraet keine Papierkondensatoren mehr hat.
Da es auf einer gedruckten Schaltung aufgebaut ist, sollte man auch noch die Fassungen der Roehren, besonders die der Endroehre, nachloeten. Die Endroehre setzt insgesamt ueber 10W in Waerme um, was zu einem entsprechenden Waermeeintrag in Fassung und Platine fuehrt und die Loetstellen belastet. Bei Sabageraeten aus diesem Zeitraum habe ich es mehrmals gehabt, dass die Loetstellen der Endroehrenfassungen unter dem Zinn oxidiert waren und kein Zinn mehr annahmen. Wenn moeglich, also hier das Zinn absaugen, und dann neu verloeten, damit man den Zustand der Loetstellen genau beurteilen kann. Bei den Saba half nur noch, die Fassungen auszubauen, Loetstifte metallisch blank zu reinigen und wieder zurueck damit.

Zum Schluss hoffen wir noch, dass die ECL86 in einem gut brauchbaren Zustand ist. Sie gilt als etwas heikel und faellt gerne mit Krachen und Feinschluessen aus. An sich nicht so schlimm, wenn sie nicht so teuer waere. Daher nach der Ueberholung die Spannung an der Katode der Endpentode ueber wenigstens eine Viertelstunde verfolgen, ich hatte schon solche Roehren, die mit der Erwaermung einen Gitter-Katodenschluss entwickeln. Erkennbar an ansteigender Katodenspannung gegen Masse (normal 5,5-6V).

Falls noch nicht gefunden, Schaltbild gibt es hier:
http://www.nvhr.nl/gfgf/schema.asp?Merk ... mitted=yes

73
Peter


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BeitragVerfasst: Fr Nov 02, 2018 18:47 
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eabc hat geschrieben:
Kontaktschwierigkeiten im Wellenbereichsschalter und den Potis, die es dann mit kratzen und Aussetzer quittieren.
Beides lässt sich einfach mittels Kontakt Reinigungssprays, wie dem Teslanol Oszillin T6 für eine Zeitraum X beseitigen.

Aus der Fernmeldetechnik sind mir solche Lösungen wie Papier zur Kontaktreinigung bekannt, dabei handelt es sich im Prinzip nur um sehr feines Sandpapier. Diese Kontakte müssten ja direkt an den Tastenhebeln sitzen? Wie kommt man da ran, möglichst ohne das gesamte Radio zerlegen zu müssen? In anderen Threads habe ich immer wieder gelesen, dass dem Ausbau des Tastensatzes eine Wurzelbehandlung vorzuziehen sei... :D

Zitat:
Grundsätzlich aber bedarf jedes Röhrenradio der 50er, einen Austausch der oft nur wenigen Papierwickelkondensatoren.
Diese Kondensatorart zieht leider aufgrund ihrer Alterung die Luftfeuchtigkeit und speichert diese, das aber macht Sie dann für die hohe Anodenspannung Strom durchlässig und gefährdet dadurch nicht nur die Röhren und Transformatoren sowie Widerstände durch Überlastung, schlimmer noch, Sie gefährden Leib und Leben wenn es zur Berührung des sonst Stromlosem Chassis kommt.
In diesem Zusammenhang sollten auch die Elkos mit überprüft bzw. wenn es die Klein Elkos sind, sind diese einfacher gleich auszuwechseln.

In dem mir vorliegenden Schaltbild habe ich 7 Papierkondensatoren eingezeichnet gefunden, die in den Bandfiltern untergebracht sind. Wenn ich das Schaltbild richtig verstehe, sind diese Bandfilter in jeweils einem Blechgehäuse auf de gedruckten Platine eingebaut. Wie öffnet man das zerstörungsfrei?

Im Schaltbild und bei erster Ansicht des Innenlebens habe ich nur einen Elko ausmachen können, der jedenfalls äußerlich gut aussah. Alle anderen Kondensatoren sind Papier-, Polystyrol-, Polyester- oder Keramikkondensatoren. Altern Polystyrol- und Polyesterkondensatoren ähnlich, wie Papierkondensatoren? Bei den Kunststoffen würde ich das Feuchtigkeitsproblem als nicht gegeben einschätzen.

@Peter: Habe gerade deinen Beitrag gesehen. Genau das Schaltbild habe ich vorliegen. :) Bei dieser Röhre hatte ich vor allem Bedenken wegen der Trübung am Kolben. Dann hatte ich mich jedoch getraut, und den Kolben mit einem Stück Küchenpapier abgewischt und festgestellt, dass es eine Verschmutzung auf dem Kolben im Bereich irgendwelcher Gitter ist. Offenbar wird da durch Elektrostatik Staub angezogen. Da derzeit kein Krachen und keine Ausfälle auftreten (Soweit ich es überblicke, besorgt diese Röhre sowohl Vor- als auch Endverstärkung?), vermute ich, dass sie noch tut.


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BeitragVerfasst: Fr Nov 02, 2018 19:19 
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Gut das du mit Kontaktreinigung "im Futter" stehst, die Problematik aber ist im Wellenschalter oft sehr versteckt, nur selten kommt man zur mechanischen Reinigung an die Kontakte, deshalb gab ich den Tip mit dem Spray, aber auch hier kommt es auf einen gut gezielten Spraystoß an.
In den ZF-Filtern werden garantiert keine Papierwickler drin sein, denn so kleine Kapazitätswerte waren bei den Papierwicklern nicht die Regel, wenn überhaupt. Diese aber wirst du evtl. an den Röhrenfassungen finden und das hauptsächlich im NF-Teil.
Klein Elkos sollten es 3 sein, die da sind, C225= 5 (4,7) µF/63V oder mehr, C309=50 (47)µF/25V oder mehr und C701= 4 (4,7)µF/350V oder mehr, möglich das dieser im Becherelko als 3-fach Elko integriert ist, diesen 4,7er, falls er mit im Becher ist, am Becher + ablöten und durch einen einzelnen mit hoher Spannungsfestigkeit (min.350V) ersetzen, kann das Brummen noch weiter reduzieren.
Ganz wichtig, im Netzeingang hast du zwei Papierwickler (4,7nF/250V) diese unbedingt herauskneifen, auch wenn Sie noch so gut aussehen, da diese für die Grundfunktion des Radios nicht benötigt werden und ihre Aufgabe, die HF(Entstörung) am Netzeigang zu erden war, wäre ein Ersatz nur mit speziellen Störschutzkondensatoren sinnvoll.

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harry

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BeitragVerfasst: Fr Nov 02, 2018 21:06 
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Casimir hat geschrieben:
Da derzeit kein Krachen und keine Ausfälle auftreten (Soweit ich es überblicke, besorgt diese Röhre sowohl Vor- als auch Endverstärkung?), vermute ich, dass sie noch tut.


Moin,
Vertrauen ist gut, Kontrolle hier besser. Bei der ECL86 habe ich es mir angewoehnt, ihren Katodenstrom ueber die Spannung am Katodenwiderstand/-elko eine Weile zu verfolgen. Vergleichsweise geringfuegige Feinschluesse machen sich in der Wiedergabe noch nicht unbedingt bemerkbar, aber sie werden auch nicht wieder verschwinden.
Ja, in der Roehre steckt der komplette NF-Verstaerker, soweit es die aktiven Elemente angeht ;-)

Sollte man C701 im Dreifachelko abhaengen (und C702 zuschlagen, warum ungenutzt frei lassen?), dann sollte man den Ersatz mit 10µF/400V nehmen. An diesem Kondensator haengt das Schirmgitter der Endroehre und die NF-Triode, diese Spannung sollte brummarm sein.
Im Allgemeinen ist es tatsaechlich so, dass diese Radios selten wirklich brummfrei sind. Mit Ruecksicht auf den Siebmittelaufwand hat man es dabei bewenden lassen, den Brummpegel auf ein im praktischen Betrieb "ertraegliches" Mass zu reduzieren. Ich habe frueher oefter mal versucht, mit zusaetzlichen Kondensatoren das Brummen zu reduzieren, es gelang selten wirklich und der Aufwand kann erheblich werden. Bei den grossen Spitzengeraeten mit besserer Basswiedergabe konnte (und musste) man natuerlich hoeheren Aufwand treiben, ein brummendes Geraet "geht hier nicht".
Der Ausgangsuebertrager in diesem Geraet hat, wie vielfach ueblich, die Primaerwicklung mit Brummkompensationswicklung. Das Arbeiten dieser Methode ist auch vom Zustand der Endroehre abhengig (Stromverteilung in den Teilwicklungen), so dass z.B. eine verbrauchte Endroehre zu einem Anstieg des Brummpegels fuehren kann.
Und zu guter Letzt kann auch der Netzrafo in den Uebertrager streuen, besonders bei gedraengtem Aufbau in Kleingeraeten. Da ist es auch schwierig, den Brumm loszuwerden (gluecklicherweise reicht die Wiedergabe bei diesen Geraeten nicht mehr weit genug herunter, so dass der Brumm kaum noch laut genug wiedergegeben werden kann).

73
Peter


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BeitragVerfasst: Sa Nov 03, 2018 10:30 
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Hallo Casimir,

und willkommen im DRF. Ich hätte noch ein paar wie ich denke nützliche Anmerkungen zu Deinem Radio. Bevor Du irgend etwas veränderst ist es sinnvoll von den entsprechenden Bereichen gute Fotos zu machen, damit kann man sich helfen wenn man mal einen Fehler gemacht hat was speziell bei Anfängern gerne vor kommt. Wenn Du von der Unterseite und auch von der Oberseite des Chassis Fotos machst und die hier einstellst können dir erfahrene Bastler genau sagen wo die Papierwickel Kondensatoren sitzen die unbedingt ausgetauscht werden müssen. Wie schon erwähnt wurde befinden sich in den ZF-Filtern in der Regel keine solche Kondensatoren sondern keramische oder Styroflex-Typen, diese sind sehr haltbar und brauchen in der Regel nicht ausgetauscht zu werden. Ich denke Du hast nicht viel Erfahrung mit Hochfrequenz-Technik und solltest deshalb diese Bereiche erst mal unangetastet lassen, also ZF-Filter und UKW-Teil (Das Kästchen mit der ECC85 oben drauf) bleiben zu. Das die Frequenz des UKW-Empfangs bei Erwärmung etwas wandert ist bei alten Röhrenradios in einem gewissen Maße normal, es ist immerhin ein frei schwingender Oszillator im UKW-Teil, es gibt keine PLL oder ähnliches das die Frequenz stabil hält. Nach einer gewissen Zeit sollte die Frequenz aber stabil bleiben, ist das nicht so könnte die ECC85 die Ursache sein und sollte ausgetauscht werden. Noch eine persönliche Anmerkung: Wir Radiobastler sind in der Regel Hilfsbereit und helfen Anfängern auch mit persönlicher Unterstützung vor Ort wenn jemand mal gar nicht weiter kommt, dazu sollte man aber den ungefähren Wohnort des Hilfe suchenden kennen, Du solltest deshalb deinen ungefähren Wohnort im Profil angeben, Hessen ist da zu ungenau und nicht wirklich hilfreich. Wünsche noch ein schönes Wochenende.

Hallo Yan,

habe gerade Deine Vorstellung gelesen und gesehen das Du in der Nähe von Frankfurt wohnst, das ist ja auch nicht weit von mir und ich arbeite in Langen und bin somit unter der Woche nicht weit von Dir. Falls Du Unterstützung brauchen solltest kannst Du Dich gerne bei mir melden. Dass Du nähe Frankfurt wohnst solltest Du auch in Deinem Profil eintragen, ist ja kein Geheimnis.

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Grüße aus Ingelheim am Rhein,
Norbert (DF8PI)

Ein Forenmitglied dass kein Problem damit hat seinen Vornamen und Wohnort zu nennen. :)


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BeitragVerfasst: So Nov 04, 2018 14:44 
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In der Tat, ich habe keinerlei Erfahrung mit "höherer Elektronik" und erst recht nicht mit Röhrentechnik -- leider. Das aus- und einlöten von Bauteilen traue ich mir aber zu, ein bisschen beleckt bin ich da durch meine Erfahrungen aus dem Kino, als das noch analog war. Kinotechnik ist jedoch bei weitem nicht so raffiniert gewesen, wie Radiotechnik, wenn man mal von Tonanlagen absieht, die jedoch seit Dolby und seinen Steckkartensystemen sowieso dem Zugriff des gewöhnlichen Vorführers weitgehend entzogen waren.

Ich werde dann gelegentlich versuchen, das Chassis auszubauen. Gehe ich recht in der Annahme, dass mir der Ausbau der Skalenscheibe dabei nicht erspart bleibt? Es sieht so aus, als könnte ich die Knöpfe abnehmen und dann das Chassis nach hinten entnehmen, ohne die Scheibe anrühren zu müssen, allerdings ist da ja noch der Tastensatz...

Wegen der Entstörkondensatoren am Eingang schaue ich gleich mal rein. Welche signifikante Verbesserung wird dadurch erwartet, wenn ich sie abknipse?

Ich habe gelesen, dass die ECL86 noch problemlos verfügbar ist, daher könnte ich mir ein Ersatzteil zulegen. Womöglich ist die derzeitige Röhre einfach auch durch. Wie sieht es mit der magischen 84 aus?


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BeitragVerfasst: So Nov 04, 2018 14:51 
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Bei "Inkontinenten" Kondensatoren im Netzeingang und das werden die beiden auch sein, kommt Netzspannung aufs Chassis und bei zufälliger Berührung geht dann der Netz Strom durch deinen Körper, sicherlich kein angenehmer Augenblick.

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BeitragVerfasst: Mo Nov 05, 2018 18:50 
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Casimir hat geschrieben:
Ich werde dann gelegentlich versuchen, das Chassis auszubauen. Gehe ich recht in der Annahme, dass mir der Ausbau der Skalenscheibe dabei nicht erspart bleibt? Es sieht so aus, als könnte ich die Knöpfe abnehmen und dann das Chassis nach hinten entnehmen, ohne die Scheibe anrühren zu müssen, allerdings ist da ja noch der Tastensatz...


Moin,
die Skalenscheibe ist normalerweise am Chassis montiert und wird mit diesem ausgebaut. Knoepfe bleiben dran. Abgenommen muessen Scheibe und Knoepfe nur zum Reinigen des Skalenhintergrundes. Die Rueckseite der Scheibe nicht oder nur sehr vorsichtig putzen, man weiss nie, wie empfindlich der Druck ist. Es gibt Drucke, die kann man schon mit klarem Wasser abwischen...

Zitat:
Wegen der Entstörkondensatoren am Eingang schaue ich gleich mal rein. Welche signifikante Verbesserung wird dadurch erwartet, wenn ich sie abknipse?


Harry hat schon alles gesagt, hier meine Version:
Die Verbesserung ist, dass du nicht "gebissen" wirst, wenn die Kondensatoren nicht in Ordnung sind.
Ausserdem hat man damals noch meist Standardtypen verwendet, nicht die Entstoerkondensatoren heutiger Bauart, die geprueft sind und im Fehlerfall ein definiertes Verhalten zeigen muessen. Sie sollten gegen Stoerungen aus dem Netz helfen, heute ist das aber bedeutungslos. Der AM-Bereich ist so gut wie tot, da es dort kaum noch Sender gibt. Auf UKW haben diese Kondensatoren keine Wirkung.

Zitat:
Ich habe gelesen, dass die ECL86 noch problemlos verfügbar ist, daher könnte ich mir ein Ersatzteil zulegen. Womöglich ist die derzeitige Röhre einfach auch durch. Wie sieht es mit der magischen 84 aus?


Gebrauchte ECL86 gibt es anscheinend noch zu einigermassen ertraeglichen Preisen, es geht aber auch so:
https://www.buerklin.com/de/roehre-ecl86/p/10r2260

Fuer EM84 zeigte eine kurze Suche Angebote zwischen 10 und 20,-€. Gebrauchte Roehren muessen schon in Ordnung sein, "ausgelutschte" erkennt man an einem deutlichen Schatten auf dem Leuchtschirm.

73
Peter


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BeitragVerfasst: Mi Nov 07, 2018 23:55 
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Hallo zusammen!

Diese Tage bin ich leider stark eingespannt und auch am Wochenende werde ich leider keine Zeit finden, das Chassis auszubauen. Ich möchte mir dafür auch Zeit nehmen, denn das schlimmste passiert immer, wenn man "mal eben schnell..."

hf500 hat geschrieben:
Moin,
die Skalenscheibe ist normalerweise am Chassis montiert und wird mit diesem ausgebaut. Knoepfe bleiben dran. Abgenommen muessen Scheibe und Knoepfe nur zum Reinigen des Skalenhintergrundes. Die Rueckseite der Scheibe nicht oder nur sehr vorsichtig putzen, man weiss nie, wie empfindlich der Druck ist. Es gibt Drucke, die kann man schon mit klarem Wasser abwischen...


Das beruhigt mich schon sehr, ich hatte mir das ganze schlimmer vorgestellt.

Zitat:
Fuer EM84 zeigte eine kurze Suche Angebote zwischen 10 und 20,-€. Gebrauchte Roehren muessen schon in Ordnung sein, "ausgelutschte" erkennt man an einem deutlichen Schatten auf dem Leuchtschirm.


Dann scheine ich hier noch Glück zu haben, denn die Ausleuchtung ist über die gesamte Schirmfläche gleichmäßig hell. Ich müsste mit einem feinen Pinselchen lediglich etwas Staub auf der Innenseite der Skalenscheibe entfernen, der sich dort angesammelt hat.

Ich habe gestern nochmal die Rückwand abgenommen um zu schauen, ob in der ECL vielleicht Blitze auftreten o. ä., aber diesbezüglich konnte ich nichts erkennen. Hoffentlich finde ich nächste Woche mal mehr Zeit.


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