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 Betreff des Beitrags: AEG Banjo 62 Problem
BeitragVerfasst: Sa Nov 03, 2018 23:11 
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Hallo mal wieder,
ich habe nun schon ein halbes Jahr ein AEG Banjo 62 bei mir rumstehen. Hab vor einem halben Jahr (war grade mein zweites Radio) versucht das Ding wieder zum Spielen zu bringen. Damals bin ich kläglich an diesem Radio gescheitert. Inzwischen habe ich viel gelernt und mich dem Radio nochmal angenommen. Es sind alle Kondensatoren getauscht, er hat neue Elkos und einen neuen Gleichrichter. Die Elektrostaten habe ich mit der Metallfolie aus dem Rettungskasten wiederbelebt usw. Sollte alles funktionieren, aber er brummt wie wahnsinnig. Das ganze Gehäuse wackelt. Und ich habe keine Ahnung, woran das liegen könnte. Masseschleifen? --> Ich suche und suche, habe auch drei doppelt aufgelegte Schirme gefunden, das habe ich behoben. --> keine Besserung.
Dann habe ich alle Röhren gezogen und nur mit der ECL86 (zwei verscheidene jeweils getestet) probiert, gleiches Phänomen. Die Bauteile des NF-Verstärkers ausgelötet und durchgemessen --> soweit alles in Ordnung, zwei Widerstände getauscht --> keine Verbesserung.
Dann habe ich den LS-Poti nochmal angeschaut, ob da was faul an der Verdrahtung ist. Habe aber nichts gefunden.
Ich bin jetzt echt ratlos.
Die Spannungen an der Endröhre sehen wie folgt aus:
Upa: 262 V
Upg1: ca. 238 V
Uta: 114 V <-- Zu hoch, also fließt hier zu wenig Anodenstrom.
Uk: 7 V (läuft aber nach ein paar Minuten bis auf über 8V hoch)
Wenn ich auf Kurzwelle schalte, dann wird das Brummen viel leiser. Hab daraufhin gedacht, dass der Fehler im Ruckkopplungspfad liegt, da durch einen KW-Kontakt ein Teil der Rückkopplung überbrückt wird. Hab auf der Rückkopplungsplatine alles überprüft, aber keinen Fehler gefunden. Wenn ich die Ruckkopplung komplett trenne, dann fängt das Radio statt zu Brummen zu pfeifen an. Ich bin jetzt echt ratlos, woran das liegen könnte. Über dem Kathode elko fällt eine Wechselspannung von ca. 1V ab. Das kommt mir zu viel vor oder? Der soll ja eigentlich die Wechselspannung kurzschließen? Hab schon die 50uF gegen 100 uF ausgetauscht. Habt ihr noch eine Idee, wo der Fehler liegt?
Grüße,
Raphael


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 Betreff des Beitrags: Re: AEG Banjo 62 Problem
BeitragVerfasst: Sa Nov 03, 2018 23:42 
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Dass Du an der Triode eine höheren Anodenspannung als im Schaltplan angegeben misst, liegt an dem abweichenden Innenwiderstand Deines Messgerätes. Die im Schaltpan angegebenen Spannungsn wurden mit einem Messgerät mit 50 k Ohm pro Volt hemessen, das die zu messende Spannung entsprechend belastet. Ein modernes Digitalmultimeter belastet dagegen die zu messende Spannung kaum. An dieser Stelle wirkt sich das besonders stark aus, weil die Anodenspannung über zwei Widerstände mit insgesamt 440 k Ohm zugeführt wird.

Ist das Brummen auch vorhanden, wenn der Lautstärkeregler auf Linksanschlag steht? Dann entsteht es im NF-Teil, die Ursache kann aber auch im Netzteil liegen. Typische Ursache ist Kapazitätsverlust des großen Lade- und Siebelkos. Hast Du diesen geprüft oder erneuert? Ist der Massekontakt einwandfrei, und wenn er erneuert wurde, an der gleichen Stelle des Chassis angeschlossen wurden wie der Minuspol des Originalelkos?

Lege mal testweise das Steuergitter der Endpentode (Stift 8 der ECL86) auf Masse. Wenn das Brummen dann immer noch vorhanden ist, kommt es aus der NF-Vorstufe. dann könnte z.B. der Kondensator C 311 keine Kapazität haben oder nicht richtig angeschlossen sein.

Lutz


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 Betreff des Beitrags: Re: AEG Banjo 62 Problem
BeitragVerfasst: So Nov 04, 2018 1:00 
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Hallo Lutz,
Danke für deine Antwort. Das mit den unterschiedlichen Innenwiderständen hatte ich gar ich auf dem Schirm, obwohl das ja immer in jeden Schaltplan angegeben wird. :roll: "50kOhm/V"
Dann kann ich das schonmal ausschließen. Die Masseführung habe ich tatsächlich ein wenig abgeändert. Da ich den Elko gegen zwei neue 47uF getauscht habe, hab ich an dem Minichassis des Netztrafos und des AÜs die Masse nicht mehr an der alten Stelle. Aber als ich die Elko am Anfang in die freien Plätze für den ursprünglichen Elkobecher und den Gleichrichterbecher angelötet hatte, also die alte Masseführung nachgebaut habe, war das Problem auch vorhanden. Bei den gedruckten Platinen liegt die Heizungsmasse auch immer mit der großen Platinenemasse zusammen. Genauso wie beim Metal Hasses anderer Radios eben. Was mir noch aufgefallen ist: Messe ich die Kathode Spannung an der ECL86 bei Linksanschlag auf UKW bekomme ich 7,2 V. Auf KW sind es ca. 6,9 V. Drehe ich bei UKW auf, wird das Brummen gefüllt leiser (wird vom Sender überlagert). Aber die Kathodenspannung beträgt jetzt auch nurnoch 6, 8 V. Auch der AC Spannungsfeld über dem Kathodenelko geht von 1V auf 0,4V runter. Beim Linksanschlag des LS Potis ist das Brummen jedenfalls am besten zu hören, wohl auch am lautesten (Gründe siehe vorher).
Grüße,
Raphael


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 Betreff des Beitrags: Re: AEG Banjo 62 Problem
BeitragVerfasst: So Nov 04, 2018 11:55 
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Zuerst muss die Endstufe laufen. Dazu am besten auf TA schalten. Dann wie von Lutz geschrieben das Gitter der E(C)L auf Masse legen. Da sollte nichts mehr Brummen, vielleicht auch mal den Elektrostaten zuerst weglassen.

Alfred


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 Betreff des Beitrags: Re: AEG Banjo 62 Problem
BeitragVerfasst: So Nov 04, 2018 12:44 
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Das Radio hat im Originalzustand jahrzehntelang brummfrei funktioniert, und die Geräteentwickler der 50er/60er Jahre waren nicht doof. Durch Änderung von Masseführungen und sonstige Modifikationen baut man eher zusätzliche Fehler ein, statt etwas zu verbessern. Deshalb sollte vom Originalzustand nur abgewichen werden, wenn es konkrete Gründe dafür gibt und man genau weiß, was man tut.

Wenn der Lade- und Siebelko auf der Leiterplatte sitzt, gibt es noch folgende Fehlermöglichkeit: Der alte Elko hat 3 bis 4 Minusanschlüsse. Manchmal sind Teile der Schaltungsmasse nur über den Elko angeschlossen. Wenn man ihn ausbaut und durch andere Elkos ersetzt, müssen in diesem Fall die Masseanschlüsse auf der Platine miteinander verbunden werden, sonst fehlt Teilen der Schaltung die Masse.

Lutz


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 Betreff des Beitrags: Re: AEG Banjo 62 Problem
BeitragVerfasst: So Nov 04, 2018 13:24 
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Registriert: So Sep 24, 2017 22:56
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Raphael_S hat geschrieben:
.........
Upg1: ca. 238 V
.............
Grüße,
Raphael


Wenn Upg1 = Spannung am Gitter 1 der Pentode, dann ist die anliegende Spannung zu hoch. Am Gitter - Kathode sollten -7 Volt anliegen.

Ansonsten Masseanschlüsse überprüfen. Sekundärwicklung des AUs wird auch an Masse angeschlossen.


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 Betreff des Beitrags: Re: AEG Banjo 62 Problem
BeitragVerfasst: So Nov 04, 2018 14:17 
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Hallo an alle,
Zuerst einmal ein Dankeschön für alle Antworten.
Alfred: Die Überprüfung der NF-Stufe steht noch aus, also der g1 auf Masse Test. Werde ich nach Möglichkeiten heute durchführen.
Lutz: Natürlich stimme ich dir zu, dass die Massenführung am besten so bleiben sollte, wie die Ingenieure das damals bestimmt haben. Da werde ich nochmal sehr kritisch über meinen Pfusch schauen müssen, um den Orginalzustand wider, so gut es halt noch geht, herzustellen. Hatte zwar ursprünglich die beiden Elkos mit dem Minuspol durch die Klemmöffnung für den Becherelko und des Gleichrichterbechers am Netzteilchassis verlötet, aber die Schaltungsmasse zentral zusammengeführt. So wie ich das bei einem Verstärker kenne, dass von allen Gruppen sternförmig auf die Gruppenmasse und diese Gruppenmasse dann jeweils an einem zentralen Punkt zusammengeführt werden. Das werde ich wiegesagt nochmal genau unter die Lupe nehmen.
ek8888: Da habe ich mich in der Gitternummerierung vertan, ich meinte das g2. Tut mir Leid. Auf der Sekundärseite ist der AÜ mit einem Draht auf Masse. So, dass das Signal gegenphasig zum Eingangssignal der Triode ist. Weil auf das wirkt es ja laut Schaltplan über das LS-Poti zurück.
Grüße,
Raphael
P.S.: Ich habe das g1 sowohl der Pentode als auch der Triode der ECL86 mal auf Masse gelegt. Brummen ist dann jeweils weg. Wenn ich die Verbindung zum LS-Poti trenne, höre ich kaum was, nach kurzer Zeit fängt es an zu pfeifen. Ich denke mal, das liegt daran dass der Eingang der NF-Stufe in diesem Fall in der Luft hängt und irgendwas einfängt. Bitte korrigieren, wenn ich hier falsch liege. Kenne das nur bei Mikrocontrollern, offene Eingänge fangen irgendwas Undefiniertes ein. Zurück zum Radio: Da das Brummen auf Kurzwelle sehr viel leiser wird und durch KW ein Kontakt in der Rückkopplung geschlossen wird, der einen Teil der Rückkopplung verändert, werde ich da und im LS-Poti mal nachschauen. Vlt. Ist es ja irgendwas im LS-Poti.
Grüße,
Raphael


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