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Dampfradioforum • Thema anzeigen - SABA Freudenstadt 8 Ausgangsübertrager defekt?, C73 istdurch

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BeitragVerfasst: Di Feb 26, 2019 15:49 
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Registriert: Di Feb 26, 2019 15:17
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Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Hallo zusammen,
habe hier ein SABA Freudenstadt 8, tut keinen Mucks mehr, nach einiger Recherche, habe ich hier den Hinweis mit dem C73 (500 pF) gelesen, dem Übertrager Killer.
Der C73 ist tatsächlich defekt (Kapazität nicht messbar, Durchgangswiderstand 83 Ohm).

Den Übertrager habe ich ausgebaut, folgende Messwerte:

Großer Querschnitt:
Zwischen Braun und schwarz= 0,332 Ohm

Kleine Querschnitte:
rot und blau= 0,535 Ohm
durchsichtiger Draht und schwarz= 53,5 Ohm

Einige Fragen habe ich:
1. Was wären die korrekten Werte des Übertragers, ist der Übertrager kaputt? Übertrager (REG 408; SABA Freudenstadt 8-3D No. 207897)

1.a) Kann mir jemand einen Ersatz Übertrager empfehlen, oder mir die Kenndaten des Originalen durchgeben.
1.b) Vielleicht hat jemand einen Hinweis welcher Draht für die Wicklung (rot/blau an C73) benutzt wurde, ggf. würde ich versuchen die defekte? Wicklung neu zu wickeln.

2. Was könnte im Zuge des Defektes noch kaputt gegangen sein - was sollte ich noch checken?

Hinweis: R65 (250 Ohm) und R68 (150 Ohm) wurden sehr heiß (ca. 160°C) der Übertrager wurde auch sehr heiß.
Die beiden Widerstände R65 und R68 haben aber noch ihre korrekten Werte.

Vielen Dank im voraus und viele Grüße


Dateianhänge:
Dateikommentar: SABA Freudenstadt 8 Ausgangsübertrager
AÜ-2.jpg
AÜ-2.jpg [ 174.67 KiB | 1357-mal betrachtet ]
Dateikommentar: SABA Freudenstadt 8 Ausgangsübertrager

Messdaten: Großer Querschnitt, braun/schwarz: 0,332 Ω,
kleine Querschnitte: rot/blau: 0,535 Ω; durchsichtiger Draht/schwarz: 53,5 Ω

AÜ-1.jpg
AÜ-1.jpg [ 167.92 KiB | 1357-mal betrachtet ]
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BeitragVerfasst: Di Feb 26, 2019 17:03 
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Hallo Chingiwingi,

der rote und der blaue Draht ist die Anodenwicklung (Primärwicklung) des Ausgangstrafos. Ihr Widerstand sollte ca. 450...500 Ohm betragen. Wenn sie, wie in deinem Fall <1 Ohm ist wird der Trafo eindeutig defekt sein. Wobei dieser extrem geringe Wert etwas aussergewöhnlich ist. Möglicherweise könnte da ein Kurzschluss außerhalb der Wicklung vorliegen?? - ist aber auch eher nicht üblich.

_________________
...und glüht auch die Anode rot, ist die Röhre noch nicht tot.

Mit freundlichen Grüßen, Peter R.


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BeitragVerfasst: Di Feb 26, 2019 17:42 
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BeitragVerfasst: Di Feb 26, 2019 18:29 
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Servus,
Du müsstest den Blechkern vom Trafo entfernen um dann die Spulenanschlüsse zu kontrollieren, ein solch geringer Widerstandswert ist wirklich ungewöhnlich.
Ansonsten ginge ein EL84 Aü mit Gegenkopllungswicklung eines anderen Radios.
Viel Glück.

_________________
Gruss aus Trient,
Volker
http://luxkalif.de.tl/


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BeitragVerfasst: Di Feb 26, 2019 20:40 
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Vielen Dank für die Kommentare, die bringen mich weiter. Ich werde den Trafo morgen aufmachen und nachschauen ggf. HF- Litze besorgen und in mühevoller Handarbeit neu wickeln, vielleicht ist ja auch wirklich nur ein kleinerer Teil der Wicklung betroffen. Die defekte Wicklung ist wohl auch die ganz oberste, mal sehen.

Ansonsten steht das Radio schon seit ca. 1977 in unserem Gemeinschaftsraum/Teeküche auf der Arbeit und ging auch noch bis vor einiger Zeit, plötzlich aber nicht mehr. Jetzt habe ich mal Zeit und kümmere mich...sehr interessant auch der Beitrag der historischen Kondensatoren und den Empfehlungen dazu.

Kürzlich habe ich auch mein seit ca. 7 Jahren defektes Freudenstadt 12 wieder in Stand setzen können - der Selen-Gleichrichter war sehr (Mief) kaputt- ich hatte den mit einem Si-Gleichrichter mit Mosfet ersetzt und einige Cs und Rs erneuert - geht wieder!


Jetzt aber nochmal zum Freudenstadt 8, wer einen Link hat, der zu einem passenden Übertrager führt den man erwerben kann, würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße


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BeitragVerfasst: Di Feb 26, 2019 22:44 
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Wenn der AÜ tatsächlich hinüber ist: ich habe einen hier liegen. Liegt sicher schon 10 Jahre hier, insofern kann ich über den Zustand keine Aussage treffen, messen kann ich den allerdings schon.

Bei Interesse bitte PN.

H.

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BeitragVerfasst: Mi Feb 27, 2019 19:02 
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Chingiwingi hat geschrieben:
ggf. HF- Litze besorgen und in mühevoller Handarbeit neu wickeln,


Moin,
HF-Litze braucht es da nicht, gewoehnlicher Lackdraht tut es auch ;-)

Zudem es sein kann, dass mit HF-Litze der Wickelraum nicht reicht.

Man muss sich darauf einstellen, dass die Primaerwicklung (Anodenwicklung) ganz innen auf dem Wickelkoerper liegt, man also den Uebertrager komplett abzuwickeln hat.
Liegt C73 von Anode nach Masse? Wenn ja, den Ersatz nicht gegen Masse, sondern gegen Ub schalten. Dann kann er im Schadensfall nur die Primaerwicklung kurzschliessen, das Radio wird sehr leise, mehr passiert nicht. Zudem sinkt durch diese Aenderung auch die Spannungsbelastung des Kondensators.

73
Peter


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BeitragVerfasst: Mi Feb 27, 2019 19:35 
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Ich habe einen funktionierenden AÜ ausgegraben, insofern....

H.

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BeitragVerfasst: Do Feb 28, 2019 10:20 
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Hallo Peter,
ich habe den Übertrager gestern abgewickelt und gezählt, Du hast Recht, die Anoden-Wicklung war die 1. oder unterste ich habe folgende Daten ermittelt:

1. (Anoden)-Wicklung: 3250 Wdg. Durchmesser: 0,13 mm
2. Gegenkopplung-Wicklung, gegenläuffig zur 1. Wicklung gewickelt: 303 Wdg, Durchmesser: 0,13 mm
3. Wicklung Lautsprecher: 73 Wdg., Durchmesser: 1,36 mm

Der Wickelkörper ist: 23x23 mm, Tiefe 26 mm, Steghöhe (mögliche Höhe der Wicklungen): 8 mm. M-Eisen-Profil mit Luftspalt: 2x 0,11 mm Trafopapier.

Habe eine Mikrometerschraube zum messen verwendet.

Es ist einfacher Kupferlackdraht, ich hatte an den Spulen-Enden mehrere Drähte gesehen, die sind aber miteinander vertüdelt, und dann geht es mit dem einzelnen Draht in der Wicklung weiter.

Viele Grüße
Jochen


Zuletzt geändert von Chingiwingi am Do Feb 28, 2019 10:24, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Do Feb 28, 2019 10:23 
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Hi Peter,
ich muss da nochmal nachfragen wegen dem C73, der war an Masse angeschlossen.

Meinst Du mit Ub die Spannung an dem Punkt R66 und C75 (Uk 255V; M 265 V)?

Viele Grüße


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BeitragVerfasst: Do Feb 28, 2019 19:54 
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Moin,
ich habe jetzt das Schaltbild nicht vorliegen, also allgemein:

Der "Klangfarbenkondensator" (er soll eigentlich eine Schwingneigung der Endroehre verhindern) liegt meist zwischen Anode der Endroehre und Masse. Hier hat er die Anodenwechselspannung plus die Anodengleichspannung zu ertragen. In der Spitze kann das das Doppelte der Anodengleichspannung sein. Bei "gestoertem Betrieb" (z.B. Belastung durch Lautsprecher fehlt) sogar noch mehr.
(Es ist daher kein Fehler, beim Testen des ausgebauten Chassis direkt an die Buchsen fuer den Aussenlautsprecher einen 10 Ohm Widerstand zu schalten (loeten). Eine Belastbarkeit von 2-5W reicht dicke aus. Damit hat man eine zuverlaessige Grundlast. Einen 8 Ohm Testlautsprecher kann man dann immer noch anschliessen, der Uebertrager "sieht dann seine gewohnten" 4-5 Ohm.)

Daher ist es besser, den Kondensator gegen nicht gegen Masse, sondern den Speiseanschluss der Anodenwicklung zu schalten, gemeinhin Ub genannt. Hier liegt er parallel zur Anodenwicklung, muss nur noch die Anodenwechselspannung ( und die etwa 10-20V Gleichspannungsverlust am Ohmschen Widerstand der Wicklung) aushalten. Der wichtigste Vorteil ist jedoch, dass ein Schluss dieses Kondensators keine Schaeden mehr verursachen kann. Der Anodengleichstrom bleibt dann so gut wie konstant, durch die Anodenwicklung fliesst kein Strom mehr (Stromteiler), der Uebertrager ist also aussen vor. Nur bei Aussteuerung wird die Endroehre etwas hoeher belastet, aber das wird sie aushalten.

73
Peter


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BeitragVerfasst: Do Feb 28, 2019 20:20 
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vielen Dank für die sehr gute Erläuterung!
Viele Grüße
Jochen


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BeitragVerfasst: Do Feb 28, 2019 23:23 
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Die Anodenwechselspannung kann übrigens über 200 Volt betragen.

Viele Grüße
Georg

_________________
Ein guter Irrtum braucht solide Fehlannahmen. :wink:


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BeitragVerfasst: Fr Mär 01, 2019 10:05 
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Hallo Chingwingi...
Ich würde an deiner Stelle das Angebot des Überträgers von dem Kollegen annehmen.
Selber Wickeln geht natürlich auch, hat aber auch seine Tücken, besonders bei den Erstprojekten.
Machs dir einfacher. Ist doch keine Schande, im Gegenteil.
Klaus


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BeitragVerfasst: So Mär 03, 2019 22:32 
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Registriert: Di Feb 26, 2019 15:17
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Hi,
ist kein Thema,der Trafo ist schon lange beim Kollegen bestellt, Trafos habe ich allerdings auch schon gewickelt, geht auch, aber so richtig Bock habe ich nicht drauf - aktuell habe ich keinen Zugriff auf eine vernünftige Wickelmaschine. Die Daten sind eher für die Nachwelt oder ggf. für "professionelle" Trafowickler - die gibt es ja auch - noch!
Viele Grüße


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