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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Sachsenwerk - Olympia 59-3W - Hilfegesuch

Dampfradioforum

Röhrenradioforum: Das Forum für alle Freunde alter Röhrenradios, Kofferradios und Röhrentechnik!
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BeitragVerfasst: Fr Jun 07, 2019 13:39 
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Registriert: Fr Jun 07, 2019 13:05
Beiträge: 3
Kenntnisstand: Grundkenntnisse (ohmische Gesetz etc.)
Guten Tag.
Ich heiße Georg und komme aus Wuppertal.
Ich benötige die kompetente und geduldige Hilfe aus dem Forum um mein Problem zu lösen.

Worum es geht:
Mein Großvater ist an mich herangetreten und fragte mich, ob ich sein Röhrenradio inspizieren könne, da der Senderregler nur noch schwergängig ist, die Lautstärke springt und das Radio zunehmend brummt.
Dazu muss ich sagen, dass er fast blind ist und er sich nur noch mit gewohnten Dingen umgibt. Ein momentanes Ersatzradio stellt also nur die absolute Notlösung dar.

Ich habe schon bei zwei lokalen Radiotechnikern (im Raum Dresden, da wohnt er) nachgefragt aber die Preisvorschläge sind jenseits von Gut und Böse.

Daher wurde das Radio erstmal eingepackt und zu mir mitgenommen.
Ich selber habe nur einfache Elektronik Kenntnisse. Diese haben aber bisher immer gelangt meine Haushaltsgeräte (Waschmaschine, Trockner, Geschirrspüler & LCD TV usw.) vor der geplanten Obsolenz zu retten.
Allerdings waren diese Geräte alles neueren Datums und entsprechend hatte sie Platinen, auf denen die Defekte relativ einfach zu finden waren. Der Rest war dann Recherche und Lötarbeit.

Anders bei dem Röhrenradio….

Das Radio ist ein Sachsenwerk Olympia 59-3W. Auf einigen Seiten auch als 593W deklariert.

Was habe ich bisher gemacht:
1. Recherche (auch hier im Forum) und Schaltplan besorgt
2. Rückfront & Unterseite geöffnet
3. Jede Menge Photos
4. Radio mit feinem Pinsel und Staubsauger von über 50 Jahren Staub befreit
5. Röhren dokumentiert, entfernt und sicher gelagert

Meine Probleme:
Ich sehe Aufgrund der für mich wilden Verlötung nicht wirklich durch. 3 Kondensatoren sehen für mich definitiv verschlissen aus und müssen ersetzt werden. Der Rest sieht einfach nur „alt“ aus aber ich kann nicht einschätzen ob diese ein Problem sind oder nicht. Der Kondensatorguide hat mir da leider nur wenig Erhellung gebracht.

Was ich suche:
Entweder jemand sehr geduldiges der mir anhand der Photos genau mitteilen kann was alles ein Problem ist und mir Hilfestellung bei den Ersatzteilen, Hersteller, Toleranzen etc. geben kann.
Oder evtl. sogar jemanden der aus der Umgebung kommt und bereit ist mich direkt zu unterstützen.
Ich will die Tage noch beim lokalen Repartaturcafe nachfragen. Aber da dieses nur 1 Mal im Monat offen hat mache ich mir da nicht allzu große Hoffnungen.
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Kann man bei dem Modell die Elektroeinheit entfernen ohne, dass man Gefahr läuft die Seilbänder zu zerstören? Soweit ich es sehe sind nur 4 Schrauben am Boden zu lösen. Da hier aber schon einige sich beim schnellen Ausbau die Seile zerrissen haben wollte ich davon erstmal noch absehen.

Photos mit Link zur Dropbox oder eher hier direkt einbinden?

Bild
Abdeckkappe links oben entfernt.
Bild

Die von mir vermuteten Probleme:

Bild

Danke Georg


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BeitragVerfasst: Fr Jun 07, 2019 13:49 
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Registriert: Di Nov 22, 2011 16:49
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Hallo Georg,
willkommen im Forum
du hast da einen "Schatz" deutscher Ingeneurskunst stehen, der nicht nur einen sehr angenehmen Klang generiert, sondern bei guten Empfangsbedingungen (Antenne) auch etliche UKW Sender sauber zu tage bringt.
Bedingung für all das ist, das alle seitlich vergossenen Kondensatoren, die leider aus einem Papierwickel bestehen, unbedingt gewechselt werden müssen, weil Sie Hygroskopisch geworden sind.
Auch die Elektrolytkondensatoren müssen geprüft und wenn sie axial verdrahtete sind, gleich ersetzt werden, weil Sie in den Jahrzehnten ihres Daseins ausgetrocknet sein können und dadurch ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen.
Das gesamte Metallgestell auch Chassis genannt, ist wie du es schon gesehen hast, mittels vier Schrauben von unten geschraubt, diese also raus, die beiden Lautsprecher kabel am Lautsprecher ablöten dann das (grüne) Auge von der Befestigung gelöst und herausgezogen, dann kannst du das alles mitsamt der Skalenscheibe und den Bedienknöpfen herausziehen.
Nach dieser sogenannten Kondensatorkur müssen dann noch der Lautstärkeregler innen und der Wellenschalter gereinigt werden, dieses erfolgt mittels einem Kontaktreiniger der den Namen Teslanol Oszillin T6 trägt.
Das alles ist kein Hexenwerk und wer so wie du zumindest die Grundkenntnisse der Elektrik beherrscht, sollte davor keine Angst haben, zudem auch alle fachlich relevanten Fragen deinerseits oft schon nach wenigen Minuten beantwortet werden.

_________________
M.f.G.
harry

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- Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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BeitragVerfasst: Fr Jun 07, 2019 15:16 
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Registriert: Sa Feb 27, 2016 13:57
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Wohnort: Dresden
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Hallo Georg,
auch die goldenen im letzten Bild ganz rechts solltest du ersetzen. Das kleine Kästchen am besten wieder zuschrauben, wenn Du da was veränderst wird's kompliziert.
Wenn Du gar nicht weiter kommst kannst du mich per pn mal kontaktieren.

Alfred


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BeitragVerfasst: Fr Jun 07, 2019 15:49 
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Registriert: Fr Jun 07, 2019 13:05
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Kenntnisstand: Grundkenntnisse (ohmische Gesetz etc.)
@eabc
Danke für ersten die Informationen. Mein Problem ist, dass ich vermutlich einfach nicht alle erkenne.
Die Stabkeramikkondensatoren sind ja noch leicht zu erkennen aber bei den anderen Unterarten wird es für mich schon echt kompliziert. Daher auch die Anfrage hier.

Btw. müssen die Röhren im normalen Betrieb eigentlich hell leuchten? Als mein Großvater mir das Gerät gab, haben wir es hinten aufgemacht und angeschaltet. Aber keine der Röhren leuchtete wirklich. Alle hatten nur ein leichtes glimmen. Die von Trafo war noch die hellste dabei. Kann da jetzt leider kein Photo mehr von zeigen, da ich zu dem Zeitpunkt keins gemacht hatte und jetzt nachdem ich die defekten Kondensatoren gesehen habe will ich es nicht mehr anmachen.


AlfredG hat geschrieben:
Hallo Georg,
auch die goldenen im letzten Bild ganz rechts solltest du ersetzen. Das kleine Kästchen am besten wieder zuschrauben, wenn Du da was veränderst wird's kompliziert.
Wenn Du gar nicht weiter kommst kannst du mich per pn mal kontaktieren.

Alfred



Hallo Alfred.
Danke für das Hilfeangebot. Wie ich gerade gesehen habe, besitzt du das Gerät selber und bist quasi mein perfekter Ansprechpartner.
Der Deckel ist schon wieder drauf. Dieser wurde innen nur gereinigt.
Wärst Du evtl. bereit mir anhand eines/ mehrerer Photos (ich habe noch bessere als die hier hochgeladen) und Kreuzen bzw. Nummern und einer Exceltabelle mit den Werten zu zeigen was du alles getauscht hast? Sprich welche Kondensatoren es alles sind? Einiges sieht man ja auf dem Bild hier nicht. z.B. der silberne Elko hinter den goldenen Drei unten rechts. Entweder öffentlich das meine Nachfolger auch etwas davon haben oder per PM, Skype, oder Telefon & E-Mail?


Evtl. besitzt du sogar noch eine Ersatzteilliste?

Vielen Dank Georg


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BeitragVerfasst: Fr Jun 07, 2019 16:11 
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Beiträge: 1168
Georg.i hat geschrieben:
Btw. müssen die Röhren im normalen Betrieb eigentlich hell leuchten? Als mein Großvater mir das Gerät gab, haben wir es hinten aufgemacht und angeschaltet. Aber keine der Röhren leuchtete wirklich. Alle hatten nur ein leichtes glimmen. Die von Trafo war noch die hellste dabei. Kann da jetzt leider kein Photo mehr von zeigen, da ich zu dem Zeitpunkt keins gemacht hatte und jetzt nachdem ich die defekten Kondensatoren gesehen habe will ich es nicht mehr anmachen.


Moin,
nein, "hell leuchten" waere bei diesen Roehren ein sicheres Zeichen der Ueberlastung.
Es leuchtet, eher glimmt, nur das Katodenroehrchen in der Mitte der Systeme mit oranger Farbe, Temperatur etwa 800°C. Das ist die Katode der Roehre, die auf Rotglut gebracht werden muss, um die Elektronen herauszutreiben.
Andere Teile der Roehre durfen nicht gluehen, sie waeren sonst ueberlastet.

73
Peter


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BeitragVerfasst: Fr Jun 07, 2019 18:01 
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Wohnort: Dresden
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Hallo Georg,
Liste habe ich keine, ich greife immer in eine Schachtel wenn ich was brauche :-). Aber im Schaltplan hast du unten schon eine Liste, alles was da Duroplast heißt musst du ersetzen. Auch alle Elkos. Besorge erstmal die Teile und wechsele dann Stück für Stück. Wenn du alles rauskneifst baust du garantiert einen Fehler ein :-).

Alfred


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BeitragVerfasst: Fr Jun 07, 2019 18:54 
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Registriert: So Mär 23, 2014 21:00
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Wohnort: Esslingen
Kenntnisstand: Weitergehende Kenntnisse (Hobby)
Hallo Georg,

ergänzend zu den Ausführungen der Kollegen möchte ich Die hier noch mögliche Bezugsquellen für Ersatzteile nennen:

Axiale Kondensatoren: Antik-Radio-Restored, Jan Wüsten u.a.
Röhren, Becherkondensatoren: BTB, Jan Wüsten

Manchmal sind solche Teile auch im örtlichen Handel zu bekommen.
Wir hatten hier in Esslingen mal eine Filiale der Fa. Mükra-Elektronik, die hatten auch axiale Kondensatoren im Sortiment.
Leider haben die vor etwa zwei Jahren geschlossen.

Sollte sich in der nähe von Wuppertal niemand aus dem Forum finden, wäre eine Option auch noch die, das Chassis gut verpackt an jemanden zu versenden, der dann die Reparatur durchführt.

Dein Entschluss, hier Hilfe zu suchen, ist goldrichtig!
Schnell ist an solchen Geräten infolge von defekten ein teures, kaum oder nicht mehr zu beschaffendes Bauteil in Mitleidenschaft gezogen, ich denke da vor allem an den Übertrager und den Netztrafo.

Ich habe selbst gerade ein 'Gastgerät' auf der Werkbank, hier hat sich auch ein Neumitglied aus diesem Forum Hilfe für die ihm unbekannte Materie gesucht.

Im übrigen kann ich die Vorliebe Deines Vaters für Geräte mit gewohntem Bedienkonzept sehr gut verstehen!
Meine Frau ist selbst nahezu blind und wolle schon lange ein Radio mit einem 'Dreher' haben.
Und so stehen nun im Esszimmer ein Siemens RB20 und im Wohnzimmer ein Grundig 4085, welche beide wieder alltagstauglich aufgearbeitet sind.


Viele Grüße

Martin


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BeitragVerfasst: Fr Jun 07, 2019 20:46 
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Hallo zusammen, hallo Georg,

ich habe auf deinem Foto mal alle Papier-Kondensatoren (grün) markiert die ich gefunden habe:
Dateianhang:
3ok657td.jpg
3ok657td.jpg [ 79.43 KiB | 837-mal betrachtet ]


Desweiteren (gelber Kreis) einen der zwei 50µF 350V Elkos im Netzteil. Der andere sitzt oben auf dem Chassis hinter der EZ80. Dann noch der gelbe Pfeil der Ratio-Elko (6µF 60V), (mit +Pol an Masse!).

Was mir jetzt noch fehlt ist der 100µF 16V Elko an der Kathode der EL84. Den sehe ich nicht! Die EABC80 fehlt auf den Fotos, ohne die kann das Radio nicht funktionieren. Ist da eine da, oder unterwegs verloren gegangen?

Ich habe kein Problem Dich Stück für Stück da durch zu führen, vorausgesetzt Du kannst ordentlich löten, schießt Detailfotos und kannst mit Multimeter und Spannungen bis 300V sicher umgehen.

Zur Ersatzteilversorgung sei noch folgendes gesagt: Die "alten" Werte sind heute nicht mehr gebräuchlich; z.B. 0,047µF 630V ersetzt 0,05µF 500V. Oder auch 6,8µF 63V ersetzt 6µF 60V.
Für absolute Einsteiger ist auch dieser "Shop" sehr zu empfehlen: http://magischesauge.de/Magischesauge_E ... igator.htm

Meint der Eisenlose

_________________
Beste Grüße,
Yannick ;)

Der sicherste Weg zum Erfolg ist immer, es doch noch einmal zu versuchen - Edison


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