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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Nordmende Tannhäuser 56 Ausgangsübertrager defekt ??

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BeitragVerfasst: So Jul 14, 2019 21:34 
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Hallo zusammen,

zur Zeit habe ich einen Nordmende Tannhäuser 56 auf dem Tisch, momentan von funktionstüchtig leider noch weit entfernt. Nach dem Einschalten glüht der 100 Ohm Widerstand am Gleichrichter und kurz danach fliegt die Sicherung. So weit ich das richtig einschätze (was meinen hier die Experten ?) liegt der Fehler wohl im Bereich der Ausgansgübertrager, sobald ich die Verbindung zum AÜ loslöte, verhält sich alles ganz normal..kein Glühen, keine Sicherung fliegt. Vermutlich hat ihn ein fauler Kondensator gekillt ?
Ich habe den AÜ nun ausgebaut, er hat laut Angaben 8000Ohm primär und 4Ohm sekundär, laut Schaltplan hat er allerdings 2 primäre und 2 sekundäre Wicklungen wobei die beiden sekundären Wicklungen wohl unterschiedlich sind.

Frage 1: Worauf beziehen sich die Angaben auf dem Trafo ? 4Ohm auf beide sekundären kann ja nicht zutreffen da verschiedene Wicklungen
Beide primären haben 8000 Ohm richtig ?

Frage 2: Meine Messwerte mit einem Ohmmeter ergeben folgende Werte:
Primär 1: 250 Ohm Primär 2: 270 Ohm
Sekundär 1: 0,7 Ohm Sekumdär 2: 98 Ohm
Ich würde behaupten der AÜ ist defekt, seht ihr das genauso ? Mich machen die fast identischen Werte der beiden primären
Wicklungen stutzig, das wäre doch bei einem Windungsschluss ein echter Zufall.. :?: Oder habe ich hier den vollen Denkfehler ?

Vielen Dank schonmal für eure Tipps
Viele Grüße Simon


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BeitragVerfasst: So Jul 14, 2019 22:14 
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Moin,
die 8000 bzw. 4 Ohm sind die Wechselstromwiderstaende die der Uebertrager bietet. Genauer, die Primaerwicklung hat einen Widerstand von 8k Ohm, wenn die Lautsprecherwicklung mit 4 Ohm abgeschlossen wird.
Davon muessen die reinen Gleichstromwiderstaende der Wicklungen unterschieden werden. Diese erzeugen nur Verluste und sollen so klein wie moeglich sein. Das hat natuerlich seine Grenzen, dicker Draht erfordert einen groesseren Wickelraum und damit einen teureren Uebertrager. Man muss also einen wirtschaftlichen Kompromiss finden.

Die von dir gemessenen Wicklungswiderstaende sind plausibel, die Unterschiede der beiden Primaerwicklungshaelften ruehren daher, dass man sie uebereinander gewickelt hat. Gleiche Windungszahl (wichtig) aber unterschiedliche Drahtlaenge (weniger wichtig, solange es im Rahmen bleibt). 0,7 Ohm fuer die Lautsprecherwicklung ist auch ok.

Ein Windungsschluss kann keine qualmenden Widerstaende erzeugen, selbst wenn man die Anodenwicklungen kurzschliesst, aendert sich der Strom praktisch nicht.
Es muss also ein anderer Fehler vorliegen: Wicklungs- oder Koerperschluss, wenn die Ueberlastung auf den Ausgangstrafo eingegrenzt werden kann.

73
Peter


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BeitragVerfasst: Mo Jul 15, 2019 6:51 
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Hallo Simon,

löte deshalb mal alle Übertragerleitungen ab und miß mit dem Ohmmeter nach, ob jede Eingangswicklung auch wirklich von allen anderen Wicklungen und vom Übertragerkern getrennt ist.

Gruß, Frank

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BeitragVerfasst: Di Jul 16, 2019 7:14 
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Vielen Dank euch für die Hinweise , zum Thema Ausgangsübertrager habe ich nun doch wieder etwas dazugelernt.
Der AÜ hat nach meinen Messungen wohl doch einen Masseschluss, ich messe im einegbauten Zustand an den Eingängen ca 5 Kohm gegen Masse. Komischerweise habe ich im ausgebauten Zustand keine Auffälligkeiten messen können. Wie dem auch sein, der AÜ ist wohl doch defekt, ich denke da muss ein neuer her. Wer von euch hat noch was passendes in seiner Bastelkiste ? Werde mal eine Anfrage ins Suche-Forum einstellen....

Grüße Simon


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BeitragVerfasst: Di Jul 16, 2019 16:43 
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Löte doch mal den 500p Kondensator ab und messe dann nochmals. Kann sein das der und der E-Stat nicht mehr so wollen wie sie sollen.

paulchen


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BeitragVerfasst: Di Jul 16, 2019 19:03 
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Hallo Simon,

einen ähnlichen Fehler hatte ich mal in einer Tonfunk Violetta.

Dort hatte das Kabel zu elektrostatischen Hochtonlautsprecher einen Masseschluss!
Dieses war als abgeschirmtes Kabel ausgeführt und hatte über die vielen Jahre Isolationsfehler bekommen.

Der Kondensator 500p wäre auch noch ein heißer Kandidat.


Grüße

Martin


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BeitragVerfasst: Mi Jul 17, 2019 7:49 
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" Komischerweise habe ich im ausgebauten Zustand keine Auffälligkeiten messen können."

Wenn im ausgebauten Zustand keine Verbindung zwischen einer der Wicklungen und dem Eisenkern messbar ist, ist der Übertrager auch nicht defekt.

VG Stefan


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BeitragVerfasst: Mi Jul 17, 2019 8:25 
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Den 500P Kondensator hatte ich bereits vorab ersetzt, den Elektostat kann ich ausschließen, da abgelötet :)
Manchmal ists wirklich wie verhext, ich habe den AÜ nun nochmals ausgebaut und kann den Masseschluss nun auch per Messung nachweisen. Er ist also wirklich hinüber, mal sehen ob sich was geeignetes als Ersatz beschaffen lässt.


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BeitragVerfasst: Mi Jul 17, 2019 11:17 
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Habe im Netz einen Ersatz AÜ gefunden der folgende Werte hat:

Primär 1 1775 Windungen
Primär 2 1775 Windungen
Sekundär 1 75 Windungen
Sekundär 2 75 Windungen

zum Vergleich Original-AÜ

Primär 1 2000
Prmär 2 2000
Sekundär 1 95 Windungen
Sekundär 2 520 Windungen

Ausser der Wicklung für die Gegenkopplung weichen die Werte (ausser Drahtdicke) kaum ab. Würde dieser theoretisch funktionieren bzw. Was ist die Folge der stark unterschiedlichen zweiten Sekundärwicklung ?
Was meint ihr ? Geht das ?


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BeitragVerfasst: Mi Jul 17, 2019 12:09 
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Servus,
Maximal wirst du im Gk Zweig etwas ändern müssen, weil der wird etwas schwächer angesteuert, aber ansonsten passt der von den Werten. Stelle sicher, das der Ausgang für 4-5 Ohm Tröten ist.

_________________
Gruss aus Trient,
Volker
http://luxkalif.de.tl/


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BeitragVerfasst: Mi Jul 17, 2019 12:26 
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Angegeben ist das Ding mit

RAA ca.8KOhm
Lautsprecher: 4 Ohm für Gegentakt EL84 von daher sollte es auch passen :D


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BeitragVerfasst: Mi Jul 17, 2019 18:31 
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Moin,
leider kann man auf dem Schaltbildausschnitt oben nicht, wie es mit der GK-Leitung weitergeht.
Wenn man viel Glueck hat, koennte es reichen, den 2k Widerstand auf 270 oder 330 Ohm zu aendern.

73
Peter


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BeitragVerfasst: Mi Jul 17, 2019 21:07 
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Wenn man die beiden Ausgangswicklungen in Reihe schaltet, die Lautsprecherspannung an der unteren Wicklung und die Gegenkoppelspannung am heißeren Ende der oberen Wicklung abgreift, hat man mit 150 statt 75 Windungen schonmal die Gegenkoppelspannung verdoppelt. Immerhin.

Gruß, Frank

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BeitragVerfasst: Mi Jul 17, 2019 21:40 
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Guten Abend ,
Hier mal ein größerer Teil des Schaltplanes. Den Ersatz - AÜ habe ich mir nun bestellt, sobald er da ist kanns weitergehen. Habe grad nochmal auf dem Original-Schaltplan nachgesehen da es auf dem Bild echt schlecht zu erkennen war, es sind statt 520 nur 320 Windungen bei der sekundären Wicklung des Original - AÜ

Wie machen sich eigentlich die unterschiedlichen Drahtdicken der beiden AÜ bemerkbar ?

Primär Alt jeweils 0,14
Primär Neu jeweils 0,1

Sekundär 1 alt 0,7 Sekundär 2 alt 0,1
Sekundär 1 neu 0,45 Sekundär 2 neu 0,45

Grüße Simon


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BeitragVerfasst: Do Jul 18, 2019 22:23 
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Moin,
wenn die GK-Wicklung nur 320 Windungen hat, dann den 2k Widerstand auf 470 Ohm aendern. Es sieht erstmal nicht so aus, als sei dieser Widerstand auch noch Teil einer Zeitkonstante, sondern ist nur Vorwiderstand.

Dass bei dem Ersatztrafo die Drahtstaerken geringer sind, bedeutet erstmal, dass die ohmschen Widerstaende groesser sind (annaehernd gleiche Kerngroesse vorausgesetzt -> Drahtlaenge)
Bedeutet, der Trafo hat etwas groessere ohmsche Verluste.
Bei den Sekundaerwicklungen ist das nicht tragisch, die werden parallelgeschaltet, die GK dann direkt am "heissen" Pol der Lautsprecherwicklung abgenommen.
Hast du schon informationen ueber die Kerngroesse?
Wenn du den Trafo hast, mache mal Bilder von beiden zum Vergleich, damit man eine Vorstellung bekommt.

73
Peter


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