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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Saba Freiburg 3DS mit ECC82 im Tuner?

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BeitragVerfasst: Do Aug 01, 2019 11:44 
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Hallo zusammen,

die Frage klingt komisch, ich weiß nicht so recht was ich davon halten soll:
Ich hatte vor einigen Wochen einen Freiburg 3DS erstanden den ich nun fertig restauriert habe, im Zuge dessen hat er einen neuen Satz Röhren bekommen obwohl das Gerät davor einigermaßen gelaufen ist.
Beim einschalten viel auf das das Magische Auge auf FM fast komplett geschlossen ist, die Automatic lief deshalb auch nicht. Einzelne Sender waren zu hören, immer mit Kratzen und Rauschen hinterlegt und unsauber. Da der AM Bereich sich anders verhält und die Automatic dort zu arbeiten scheint vermutete ich den Fehler im UKW Tunerkästchen, das sah für mich so aus als ob irgendetwas schwingt oder "stärker" schwingt als es sein sollte.

Also wollte ich die alten Röhren die dort hingehören (ECC81 und EC92) probeweise wieder in das Gerät setzen, dabei ist mir aufgefallen das statt der ECC81 eine ECC82 im Gerät steckte. Nun wollte ich es wissen und steckte diese (eigentlich NF Röhre) zurück in den SABA, siehe da Automatic läuft und ein paar Sender sind trotz mieser Antenne zu hören.

Seltsam ist das die ECC82 wie die anderen Röhren im Gerät vom gleichen Hersteller (Valvo) waren, der Verkäufer meinte das nie zuvor die Rückwand abgenommen wurde. (Erstbesitz) Innen ist auch soweit alles Original gewesen, ein Fremdeingriff war nicht zu erkennen. Die ECC82 hatte genau die gleiche Patina wie die anderen Röhren angesetzt, muss also schon lange im Radio gewesen sein.

Ich kann mir das im Moment nicht erklären, denke kaum das SABA versehentlich eine falsche Röhre ab Werk eingebaut und darauf abgeglichen hat.
Auf der Rückwand ist ganz normal die ECC81 vermerkt.

Fakt ist, mit einer ECC81 läuft das Gerät nicht und das sollte sich natürlich ändern. Kann mir jemand den Effekt erklären, ich bin mir sicher das es nur deshalb mit der ECC82 läuft weil diese eine geringere Verstärkung bzw. Steilheit aufweist. Wie bekomme ich den Tuner mit der ECC81 zum laufen bzw. wie grenze ich den Fehler ein?

Danke!

(PS: Habe das Thema auch im SABA-Forum eröffnet!)

Gruß,
Jan

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Igitt! Da ist ein Transistor in meinem Röhrenradio! (-;


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BeitragVerfasst: Sa Aug 03, 2019 9:31 
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Hallo Jan,

die ECC82 ist in der Tat eine NF-Röhre die ich noch nie in einem UKW-Teil gesehen habe und dort gehört sie auch nicht hin. Ich kann auf Anhieb nicht sagen ob die Stiftbelegung der ECC81 mit der ECC82 identisch ist, wäre aber möglich. Ich vermute das schon bei der Herstellung des Radios diese "Falschbestückung" passiert ist und das UKW-Teil am Ende der Fertigungsstraße dann mit dieser Röhre abgeglichen wurde und einigermaßen funktioniert hat. Da die ECC82 mit ziemlicher Sicherheit deutlich größere Kapazitäten zwischen den Elektroden als die ECC81 hat (muß ich mal nachsehen) stimmt natürlich beim einsetzen einer ECC81 der Abgleich des UKW-Teiles nicht mehr. Man sollte mal versuchen eine einwandfreie ECC81 einzusetzen und den Eingangs sowie den Oszillator Schwingkreis nachzugleichen. Ich werde mal die Daten der beiden Röhren vergleichen aber da eine ECC82 schon optisch deutlich größere Anodenbleche als eine ECC81 hat dürfte meine Vermutung zutreffend sein denke ich. Wünsche noch ein schönes Wochenende.

_________________
Grüße aus Ingelheim am Rhein,
Norbert (DF8PI)

Ein Forenmitglied dass kein Problem damit hat seinen Vornamen und Wohnort zu nennen. :)


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BeitragVerfasst: Sa Aug 03, 2019 9:52 
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Wenn der Empfänger wirklich auf die ECC82 abgeglichen wurde, dann stimmt da natürlich nichts, wenn die ECC81 drin steckt.
Die ECC81 ist mit einer Gitterspannung von -2V angegeben, die ECC82 mit -8,5V. Da liegt der Arbeitspunkt weit vom Sollwert.
Die Sockelbelegung ist gleich.

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Gruß,
Daniel


Baden Baden, Beromünster, Paris, Rom…
...Eine ganze Welt ist auf der Skala des SABA-Empfängers vereint


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BeitragVerfasst: Sa Aug 03, 2019 11:42 
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Daß eine ECC82 anstelle einer ECC81 auf UKW auch geht, konnte ich in einem Filius feststellen. Dort muß sie aber schwingen, im 3DS braucht sie nur eine HF-Gegentaktvorstufe besetzen.
Aber an sich, mit einem guten Begrenzer (im 3DS zwei Stufen) wird man nicht allzuviel Unterschied merken.

Ich würde mal die Anodenspannungen bei Bestückung mit ECC81 bzw. 82 messen.


MfG
Munzel


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BeitragVerfasst: So Aug 04, 2019 8:37 
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Wozu um Himmelswillen? Die ECC 82 gehört dort nicht hin. Es ist nicht mal eine Hf-Triode. Sie dazu hat nur ein Drittel der Steilheit, ein Bruchteil des Verstärkungsfaktors und natürlich sind alle Kapazitäten anders.
Mag sein dass das Radio damit ein bisschen quakt. Aber das ist doch sinnlos. Richtige Röhre besorgen und einsetzen und fertig.

VG Stefan


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BeitragVerfasst: So Aug 04, 2019 10:43 
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Tja, wozu ... weil die ECC82 wie in dem Gerät des TE schon drin war.


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BeitragVerfasst: So Aug 04, 2019 11:03 
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Optimal kann die 82er im Tuner nicht arbeiten, weil Sie nicht als HF taugliche Röhre gefertigt ist, anders bei der 81er und deren Nachfolger wie d 85er

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M.f.G.
harry

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- Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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BeitragVerfasst: So Aug 04, 2019 18:25 
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Servus,
Die 82-iger ist eine völlig untaugliche Röhre in einem UKW Tuner, dafür wurde sie auch nicht gebaut, richtig ist eine 81 Röhre in früheren Zeiten und eine 85-iger danach. Und der UKW Tuner muss darauf abgeglichen werden. Glaube auch nicht, das der Hersteller des Radios diese 82 Röhre dort eingesteckt und darauf abgeglichen hat. Das geschah, wenn überhaupt, danach.

_________________
Gruss aus Trient,
Volker
http://luxkalif.de.tl/


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BeitragVerfasst: So Aug 11, 2019 8:30 
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Hallo zusammen,

danke für Eure Antworten!

die Sache hat sich insoweit geklärt das ich den Fehler gefunden habe. Die beiden neuen ECC81 die ich probeweise in das Gerät gesteckt habe funktionieren in einem anderen Gerät auch nicht vernünftig. Wieso sich das in der HF Vorstufe so negativ auswirkt kann ich nicht sagen.

Das Gerät ist wieder zusammengebaut, ein letzter Fehler ist mir jetzt noch aufgefallen: Unter 88MHz setzt der Oszillator um die EC92 aus wenn ein Sender mit hohem Pegel empfangen wird, ich konnte das mit dem Prüfsender nachvollziehen. Ich hoffe das es mit einer neuen Röhre getan ist, aktuell steckt eine Sylvania drin, also eine von einem "Rebrander". (Sylvania hatte keine eigene Fertigung?)

Gruß,
Jan

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Igitt! Da ist ein Transistor in meinem Röhrenradio! (-;


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BeitragVerfasst: So Aug 11, 2019 16:40 
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Registriert: Do Jul 08, 2010 21:17
Beiträge: 1157
Nachwuchsbastler hat geschrieben:
Das Gerät ist wieder zusammengebaut, ein letzter Fehler ist mir jetzt noch aufgefallen: Unter 88MHz setzt der Oszillator um die EC92 aus wenn ein Sender mit hohem Pegel empfangen wird, ich konnte das mit dem Prüfsender nachvollziehen. Ich hoffe das es mit einer neuen Röhre getan ist, aktuell steckt eine Sylvania drin, also eine von einem "Rebrander". (Sylvania hatte keine eigene Fertigung?)


Moin,
dann wird der Oszillator "ausgeblasen", es ist schliesslich eine selbstschwingende Mischstufe und die muss auch mit hoeheren Eingangspegeln zurechtkommen. Moeglicherweise ist die EC92 auch schon etwas schlapp, so dass es fuer das Durchschwingen mit hoeheren HF-Pegeln aus der Vorstufge nicht mehr reicht.

Gegen diese Erscheinung hatten einige Geraete eine geregelte Vorstufe, die dem Mischer einen dann einigermassen konstanten Pegel anbot. In der Regel ist bei Roehrengeraeten die UKW-Vorstufe nicht geregelt. Die Pegelei wird so dimensioniert, dass der Oszillator nicht ausgeblasen werden kann.

73
Peter


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BeitragVerfasst: So Aug 11, 2019 19:05 
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Beiträge: 1834
Wohnort: 47877 Lavendel-Traumland (NRW)
Kenntnisstand: **Zutreffendes Feld fehlt**
… der Saba 3DS und eine Vielzahl anderer Saba Röhrenradios verfügen über eine Regelung der UKW-Vorstufe. Dazu wird die ZF-Ausgangsspannung des Tuners an der G1-K-Diode der ECH81 "audiongleichgerichtet" und der Eingangsstufe als Regelspannung zugeführt. Bei dem 3DS wird entsprechend die Gegentakt Vorstufe geregelt.

Zum besseren Verständnis, ein Schalplanausschnitt. Weg der Regelspannung grün hervorgehoben:
Dateianhang:
3DS-UKW-BOX-176.jpg
3DS-UKW-BOX-176.jpg [ 168.3 KiB | 623-mal betrachtet ]

_________________
...und glüht auch die Anode rot, ist die Röhre noch nicht tot.

Mit freundlichen Grüßen, Peter R.


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BeitragVerfasst: Mo Aug 12, 2019 14:49 
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Registriert: Di Mai 12, 2009 17:09
Beiträge: 1142
Ja. Wenn schon an der 1. ZF-Stufe eine nennenswerte Gleichrichtung auftritt, dann ist wirklich richtig viel HF-Signalpegel vorhanden.
Die Gegentaktvorstufe ist mal was anderes. Der Ultra-Favorit von Gerufon hatte da eine Kaskodestufe:
https://nvhrbiblio.nl/schema/Gerufon_56W.pdf
Sonst war da üblicherweise nur eine Gitterbasis- oder Zwischenbasisstufe.

MfG
Munzel


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