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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Grundig 3010, hier: Lage der Kondensatoren im UKW-Tuner

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BeitragVerfasst: Mo Sep 02, 2019 12:15 
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Hallo Forum,

nach Jahren habe ich wieder einmal das Problem, an einen zu tauschenden Kondensator nicht heranzukommen.

Der Problemkandidat findet sich im UKW-Tuner (EF85, EC92) des Grundig 3010 von 1952. Zunächst der Schaltplan:

Bild

Darin sind rot eingekastelt die beiden zu tauschenden Kondis markiert, einen habe ich noch gepflegt tauschen können:

Bild

Den anderen (im Schaltplan senkrecht gezeichneten) habe ich nur oben erwischen können, man sieht den Stummel des Beins. Unten ist sein Bein aber so kurz angelötet, daß ich nicht mit irgendeinem Knipswerkzeug oder gar der Lötspitze drankomme. Er hängt in einer völlig unzugänglichen Lötöse, in der auch der haarfeine Draht der Spule oben hängt.

Was kann man da sinnvollerweise machen ? Einen anderen Kondensator von vielleicht 10nF in Reihe mit dem alten Bauteil an Masse löten, um sicherzustellen, daß diese Kombination dann dicht ist ?

* * *

Noch eine Sache fiel auf: die völlige Wirkungslosigkeit des Baßregler, natürlich noch mit den alten Kondensatoren drin. Ein scharfer Blick auf das Poti förderte dies zutage:

Bild

Nur ein Draht ist mit der rechten Fahne des Potis verbunden. Hä ? Dabei zeigt der Schaltplan dies an:

Bild

Erst eine Messung brachte Gewissheit: die mittlere Fahne ist bei diesem Poti konstruktiv mit Masse verbunden. Da habe sich Max´ Mannen einen Draht gespart - was angesichts der kunterbunten Lötung nicht verwundert.

Meine Güte, dieses Radio ist ein sehr arbeitsintensives Kondensatorgrab. Aber es spielt nach Ersatz des Koppel-C der Endstufe schon sehr lustig, also werde ich es wohl komplett machen.

Wer hat eine idee zu meinem obigen Problem ?

Vielen Dank
Holger

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BeitragVerfasst: Mo Sep 02, 2019 13:00 
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holger66 hat geschrieben:
.....Wer hat eine idee zu meinem obigen Problem ?

Vielen Dank
Holger


Ich.


In solchen Fällen neige ich, sofern es sich um eins meiner Geräte handelt, zu kontrollierter Gewaltanwendung.
Ich verspreche mir vorliegend nichts davon, den C "abzudrehen". Die Gefahr ist zu groß, dass dies unmittelbar oberhalb der Pertinaxplatte passiert und wir nicht wissen, ob der stehenbleibende Rest des Anschlussdrahtes noch ein Anlöten des Neuteiles gestattet.

Also würde ich den C von oben herab mittels einer Zange "zerbrechen", d.h. durchzwacken. Die braune Plastikhülle sollte dabei brechen und sich wie eine Eischale stückweise entfernen lassen. Der stehenbleibende Rest des Wickels sollte sich mittels behutsamer weiterer Knipser verkleinern lassen, bis man den Rest vom festgelöteten unteren Anschlussdraht abziehen kann.

Just an idea.


k.

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k. steht für klaus

Ein Mann mit einer neuen Idee ist so lange unausstehlich, bis er der Idee zum Erfolg verholfen hat.
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BeitragVerfasst: Mo Sep 02, 2019 14:14 
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Hallo Klaus,

daran hatte ich auch schon gedacht, mir fehlte aber zunächst der Mut und auch der richtige Ansatzpunkt, die Backen einer Zange, die genügend Biß hat, passen kaum in den engen Zwischenräume. Und auch die Gefahr, eines der haarfeinen Drähtchen aus der Spule daneben abzureißen, schien mir sehr groß.

Aber gut, ich habe es so gemacht, nach dem "Zerknuspern" des Kondensators mit vier verschiedenen Zangen sah es dann so aus, der untere Stummel blieb tatsächlich intakt und in der Lötöse, an den habe ich später angelötet:

Bild

So sahen die schäbigen Reste aus:

Bild

Und hier mit dem frisch eingebauten neuen Kondi:

Bild

Naturgemäß habe ich den Tuner erst nach einem kurzen Probelauf wieder zugelötet....

Gruß und DANK
Holger

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BeitragVerfasst: Di Sep 03, 2019 7:02 
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Glückwunsch zur gelungenen Reparatur ! :super:


Gruß
k.

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BeitragVerfasst: Mi Sep 04, 2019 7:39 
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Hallo Holger,

funktioniert es denn so? Der neue Kondensator liegt ja direkt an der Spule an, das dürfte doch zu Verstimmung oder Dämpfung führen.

Ich frage mich ernsthaft, wie der alte Kond. bei der Produktion montiert wurde.

VG Stefan


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BeitragVerfasst: Sa Sep 07, 2019 12:00 
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Hallo Stefan,

ja, das funktioniert. Das tat es auch vorher, ich traute dem alten Kondensator aber nicht mehr, daher mußte er raus. Sollte ich am Ende ungenügende Empfindlichkeit feststellen, werde ich da vielleicht noch einmal rangehen müssen. Allerdings ist es so, daß die oben rechts liegende Spule mit dem Kondensator in der Lötöse verbunden ist, nicht die unten rechts liegende.

Genau die Frage hatte ich mir auch gestellt: wie haben die das ursprünglich da reingelötet ? Vielleicht wurde der Kondensator erst in das Ohr der Niete gelötet und dann wurde die eingenietet ? Ich habe auch keine Idee.

Gruß
Holger

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BeitragVerfasst: Mo Sep 23, 2019 14:21 
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Nach Holger´s Reparaurbericht habe ich mich an mein 3010 herangetraut. Nach dem Wechsel endlos vieler Kondensatoren (auch die im UKW-Tuner) und dem Austausch des AÜ spielt das Gerät nur leidlich. Beim UMW Empfang komme ich nicht über 1,5VDC am Ratioelko. Gleichricheter und Becherelko sind ok. Die Röhren habe ich bereits getauscht. Bei TA-Wiedergabe habe ich eine sehr gute Lautstärke.
Kann mir jemand weiterhelfen?

Rosel


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BeitragVerfasst: Mo Sep 23, 2019 17:19 
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Hallo Rosel,

in Grundig Schaltplänen sind meist sehr ordentlich die Spannungen an dern einzelnen Röhren aufgeführt. Ich würde damit beginnen, diese der Reihe nach zu messen.

Viele Grüße
Holger

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BeitragVerfasst: Mo Sep 23, 2019 18:33 
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Hier die Meßwerte:

EABC 80 Anode soll 80V ist 63V

EAF42 Anode soll 200 ist 210
Kathode soll 2,4 ist 2,18
G2 soll 90/92V ist 100V

ECH81 Anode (Triode) soll 120 ist 68,7 vor dem 1K Wid. 125V
Anode 2 soll 208/220 ist 218
Kathode soll 1,9/2,1 ist 2,3

EC 92 (neu) Anode soll 150 ist 148V

EF85 Anode soll 205/210 ist 211
G2 ohne Röhre gemessen(komme nicht an die Fassung soll 65/70 ist 240

Alle Messungen auf UKW


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BeitragVerfasst: Mo Sep 23, 2019 18:42 
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....das sieht doch gar nicht verkehrt aus, wie hoch aber ist die Anodenspannung am Lade,- und am Sieb Elko ?, also am (Becherelko)

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M.f.G.
harry

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- Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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BeitragVerfasst: Mo Sep 23, 2019 18:49 
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Ohne Endröhre Siebelko 288V Ladeelko 242V


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BeitragVerfasst: Mo Sep 23, 2019 19:16 
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Beiträge: 1135
Moin,
damit es sich nicht festsetzt:
Die Bezeichnung der Elkos ist vertauscht. Der Ladekondensator ist am Gleichrichter angeschlossen, der oder die Siebkondensator(en) befinden sich "weiter hinten" in der Siebkette.
Daher kann die Spannung am Ladekondensator nicht kleiner als am Siebkondensator sein ;-)

73
Peter


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BeitragVerfasst: Di Sep 24, 2019 6:15 
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Noch eine Zusatzfrage: wie ist der AM-Empfang ? Wenn der normal ist, steht ein Nachgleich von Tuner und Zf-Kreisen im Raum.

H.

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BeitragVerfasst: Di Sep 24, 2019 8:39 
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Das Gerät hat keine Ferritantenne, mit 2m Litze empfange ich auf AM nur das übliche Brummen der div. Schaltnetzteile.
Einen FM-Abgleich habe ich noch nie gemacht, aber ein Meßsender ist vorhanden.

Rosel


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BeitragVerfasst: Di Sep 24, 2019 18:08 
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Beiträge: 7905
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Rosel hat geschrieben:
..., mit 2m Litze empfange ich auf AM nur das übliche Brummen der div. Schaltnetzteile.

Auf Kurzwelle auch?
Normalerweise sind mit jedem Kurzwellen-Radio abends, wenn Radio China international in etlichen verschiedenen Sprachen auf unterschiedlichsten Frequenzen über angemietete Sender in Europa sendet, auch unter ungünstigen Bedingungen einige dieser Sendungen zu hören. In diesem Frequenzbereich sind auch die Störungen durch moderne Geräte nicht mehr so heftig.

Lutz


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