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 Betreff des Beitrags: Philips Preludio 456A
BeitragVerfasst: Do Nov 07, 2019 15:54 
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Hallo an alle Interessierten,
ich möchte hier einen kurzen Bericht zu einem Radio schreiben, dass ich in letzter Zeit überarbeitet habe und mir viel Freude bereitet hat.
Es handelt sich um ein Philips Preludio 456A von 1936-1937, den ich beim Kauf eines Röhrenprüfgerätes angeboten und auch gleich mitgenommen habe.
Bei dem Gerät handelt es sich um einen Super mit der Röhrenbestückung AZ1, AL4, AB2, AF3 und AK2. Beim Kauf waren alle Röhren dabei, ich habe auch gesagt bekommen, dass das Gerät funktionsfähig sei aber überarbeitet werden müsse. Mich hat direkt die Klappskala fasziniert. Außerdem war das Gehäuse in einem akzeptablen Zustand, ein paar Macken und zwei Löcher im Gehäuse haben mich nicht abgeschreckt.
Ich habe aus dem ganzen dann eine komplette Überhohlung und einen Austausch der Kondensatoren und sogar der Widerstände durchgeführt. Anlass hat die durchweg brüchige Isolierung der verwendeten Litzen gegeben. Da ist teilweise die Isolierung abgebröckelt. Da ich das Radio gerne alltäglich nutzen wollte, habe ich dann gleich eine Radikalkur gemacht. Foglich das Chassis ausgebaut und komplett von kleinen Rostflecken entfernt und mit einer Rostschutz-Zink-Lackierung überzogen. Folgendes Bild zeigt das Chassis mit schon wieder montierten Drehko, Trafos, Röhrenfassungen und ZF-Filtern.
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456_1_drf.jpg [ 141.19 KiB | 308-mal betrachtet ]

Das nächste Bild dürfte für Angst sorgen, es zeigt den neuen Aufbau der Verdrahtung. Dabei habe ich mich nur am Schaltplan orientiert, da ich leider keine Fotos der alten Verdrahtung gemacht habe. Aber die war auch nicht viel ordentlicher und die Massepunkte habe ich mit grob gemerkt.
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456_2_drf.jpg
456_2_drf.jpg [ 148.24 KiB | 308-mal betrachtet ]

Es waren zwei, drei Korrekturen erforderlich, weil ich am Drehschalter einen Kontakt verwechselst habe und so nicht alles auf anhieb funktioniert hat. Beim Abgleich habe ich dann wirklich ewig gebraucht, da ich noch nie einen schwingenden ZF-Verstärker hatte und diesem Phänomen nur sehr langsam auf die Schliche gekommen bin. Ich habe mich die ganze Zeit gewundert, warum mein moduliertes Messsendersignal bis zur Mischstufe kommt, aber am Demodulator nichts an NF rausgekommen ist. Nach längerer Suche habe ich mir dann das ZF-Signal mal genau angesehen und gemerkt, dass ich auch ohne ein Eingangssignal die 128 kHz in "voller" Amplitude sehe. Da hat es mir langsam gedämert und ich habe gemerkt, dass ich bei der Abstimmung einen Abstimmkondensator soweit abgezogen habe, dass der ZF-Verstärker angefangen hat zu schwingen (Obwohl ich die Bedämpfungen laut der niederländischen Anleitung verwendet habe, vlt. liegt es an der geänderten Drahtführungen usw.). Ich muss gestehen, dass das das erste Radio war, wo man nicht die Spulen abgeleicht sondern die Kondensatoren der ZF-Filter. (Bei erst 8 Radios ist das ja auch kein Wunder). Jedenfalls bin ich mit der Performance an einer ca. 7m Langdrahtantenne ganz zufrieden, die aus dem ersten Stock zum Carport gespannt ist. Abgeglichen habe ich dann auf Tonmaximum, das lag kurz vor dem Schwingeinsatz.
Zur Gehäuseaufbereitung: Ich habe den alten Leck entfernt, das Gehäuse in Mahagoni gebeizt und anschließend mit mehreren Lagen Schelllack überzogen. Ich finde das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Löcher habe ich mit Holzspachtel gefüllt und dann mitgebeizt. Man sieht sie aber immernoch. An einer Stelle, links des Lautsprechers habe ich leider an der Ecke das Funier durchgeschliefen, es fällt zum Glück nicht so schlimm auf. Hier jetzt ein paar Bilder, wie das Gehäuse sich gewandelt hat:
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Ich bin mit diesem Radio wirklich sehr zufrieden, kann man es doch abends dazu nutzen, ein bisschen Fußball von englischen Mittelwellensendern zu lauschen. Ich hoffe der Beitrag gefällt dem einen oder anderen und für Anregungen bin ich offen.
Viele Grüße,
Raphael


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 Betreff des Beitrags: Re: Philips Preludio 456A
BeitragVerfasst: Do Nov 07, 2019 20:20 
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Hallo Raphael,

Zitat:
Das nächste Bild dürfte für Angst sorgen, es zeigt den neuen Aufbau der Verdrahtung.


Da habe ich industriell ausgeführt schon schlimmeres gesehen!

Die Teilbaugruppen auf Lötösenleisten ausgeführt finde ich gut gelöst!

Das haben auch Gerätehersteller in Vorkriegsgeräten teilweise so gemacht.


Viele Grüße

Martin


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 Betreff des Beitrags: Re: Philips Preludio 456A
BeitragVerfasst: Do Nov 07, 2019 21:09 
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Hallo Raphael

Dein Radio ( chassis ) erinnert mich doch sehr an mein Phillips 215A .

Mit dem Gerät bin ich soweit durch , abgesehen vom Bandwahlschalter und dessen Verdrahtung , die Verdrahtung des selbigen schiebe ich schon erfolgreich Wochen vor mir her .

Da muss ich jetzt so langsam mal in die Pötte kommen . :roll:

Dein Gerät scheint den selben Drehkondensator zu verwenden , die Befestigung ist nicht gerade optimal gelöst worden , ich habe in den Bolzen ein Gewinde geschnitten und den Drehkondensator mit einer Schraube befestigt , ab Werk wurde ja nur ein Bolzen verlötet / eher verklebt .

Zum Belegungsplan / Verdrahtungsplan kann ich auch nur folgendes sagen , er gleicht eher einer Höhlenmalerei :wink:

und ist manchmal schwer zu deuten .

Der gelb Isolierte Schaltdraht ( ich vermute mal das bei deinem Gerät auch dieser Schaltdraht verbaut war ) war komplett hinüber , die Isolierung konnte man einfach zwischen den Fingern abbröseln .


Prima das du das Gerät zum laufen gebracht hast , macht optisch auch was her finde ich . :hello:

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mit freundlichen Gruss

Uli


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 Betreff des Beitrags: Re: Philips Preludio 456A
BeitragVerfasst: Fr Nov 08, 2019 19:42 
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Hallo Martin und Hallo Uli,
Danke für eure kurze Rückmeldung.
Das mit den Lötleisten hat vieles einfacher gemacht und es waren tatsächlich auch ursprünglich welche verbaut. Diese sind mir nur kaputt gegangen und so habe ich sie durch neue ersetzt.
Der 215A hat wirklich den gleichen Drehko. Bei meinem Chassis konnte man den aber herausnehmen, er war mit einer Schraube am Chassis fest und mit Bolzen in die Frontplatte gesteckt, die wiederum am Chassis verschraubt war.
Ja, bei mir auch gelber Schaltdraht drin, der auseinandergebröselt ist. Das Problem mit dem Schaltplan kann ich gut verstehen, ich habe mir da auch Zeit nehmen müssen, die Verdrahtung wieder aufzubauen. Und wie schon geschrieben, geht da auch mal was schief.
Alles in allem bin ich ganz zufrieden. Er brummt ein bisschen, aber beim Hören stört es nicht und geht im Ton unter, nur auf Tonabnehmer geschaltet wird es lauter. Das der Empfang auf Kurzwelle besser ist als auf Mittelwelle schreibe ich mal der Antenne zu, da er ja keine Ferritantenne hat. Mit mehr Draht würde da vlt. auch mehr gehen. Oder ich muss ihn nochmal in die Werkstatt bringen und den Abgleich der MW-Vorbandfilter überprüfen.
Der Unterschied zum 215A ist garnicht so groß. Bei meinem ist die AB2 und die AL4 noch getrennt, beim 215A wird die ABL1 genutzt. Bei der GFGF-Schaltplansuche musst du dir auf jedenfall das Servicemanual durchlesen. Beim 456A ist es auf niederländisch, das war echt lustig zu lesen. Für den 215A ist es schon auf Englisch.
Wenn du den 215A fertig hast, würde ich mich freuen, da auch mal ein paar Bilder zu sehen und zu lesen, wie gut er den performt.
Viele Grüße,
Raphael


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 Betreff des Beitrags: Re: Philips Preludio 456A
BeitragVerfasst: Fr Nov 08, 2019 20:27 
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Hallo Raphael

Ja ,ich werde berichten , sofern ich das mit dem Bandwahlschalter auf die Reihe bekomme , dazu muss ich mir einen Tag aussuchen wo ich gut drauf bin , das ist eine Arbeit die man seinem grössten feind nicht wünscht , zumindest ist das meine Befürchtung .

Man wird sehen was geht , oder auch nicht :wink:

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mit freundlichen Gruss

Uli


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