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 Betreff des Beitrags: Blaupunkt Ballett 20010
BeitragVerfasst: So Okt 11, 2009 16:31 
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Hallo Radiofreunde!

Ich habe bei mir zu Hause ein altes Blaupunkt Ballett 20010 stehen, dass ich gerne wieder zum Leben erwecken möchte. Erste Funktionstests waren sehr vielversprechend. Bis auf eine defekte Skalenbeleuchtung und einen etwas hakenden Skalenseilzug schien alles zu funktionieren. Nach einigen Tests ist jetzt aber der UKW-Empfang ausgefallen - bekomme da nur noch Rauschen rein. Auf LW und MW kann ich nach wie vor Sender empfangen und auch hören.

Muss jetzt also erstmal Fehlersuche betreiben. Ein Schaltplan wäre dabei doch sehr hilfreich, aber bisher konnte ich im Internet keinen vollständigen Plan zu meinem Radio finden.

Kann mir hier vllt jemand mit entsprechenden Unterlagen weiter helfen?

Gruß Paddy


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BeitragVerfasst: So Okt 11, 2009 17:06 
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Hallo!

Ich hatte im Juli selbst einen BP-Ballett 20010 zur Reparatur.
Einen Schaltplan könnte ich Dir zusenden, wenn Dir mir per PN Deine Mail-Adresse zukommem läßt.
Ich kann Dir nur raten den Doppelelko (50/50µF) und die wichtigsten Folie-Kondensatoren auf der Leiterplatte zu wechseln.

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MfG Volkmar

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BeitragVerfasst: So Nov 15, 2009 12:31 
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So, nach längerer Schaffenspause habe ich es endlich mal wieder geschafft, an meinem Radio weiter zu basteln.

Ersteinmal Dank an Volker für die Bereitstellung des Schaltplans.

Da dies mein erstes Röhrenradio ist, benötige ich allerdings noch etwas Unterstützung. Habe das Radio jetzt komplett zerlegt und schon mal alle Elkos entfernt. Bei den restlichen Kondensatoren bin ich mir allerdings noch nicht ganz sicher, welche Typen das sind und welche ich davon tauschen muss. Hier mal ein Bild der (leider noch etwas schmutzigen) Hauptplatine:
Bild
Die mit der metallischen Hülle beim blauen Pfeil sind wohl Papierkondensatoren, die würde ich austauschen. Aber dann gibt es noch zwei Typen, bei denen ich mir nicht ganz sicher bin. Was ist das beim roten Pfeil? Keramik? (-> nicht tauschen). Und was ist der beim grünen Pfeil?

Im Schaltplan sind sind zudem viele Kondensatoren mit einem schwarzen Punkt gekennzeichnet. Ist dies der Außenbelag?


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 Betreff des Beitrags: Blaupunkt Ballett 20010
BeitragVerfasst: So Nov 15, 2009 15:46 
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Hallo Paddy84

Bei den Kondensatoren der Punkt ist der Außenbelag.
Ich denke mal,ein einfaches Wechseln beseitigt nicht gleich den Fehler.
Du schriebst,daß AM (LW,MW,) geht nur UKW nicht.
Ich kenne nun das Radio nicht,aber wenn UKW nicht geht (rauscht nur)
kann es am Tuner selbst liegen,oder Kontakte am Tastensatz (Schalter) sind
so verschmutzt ,daß sie keinen Kontakt geben.

MfG. Didi


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BeitragVerfasst: So Nov 15, 2009 18:37 
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Hallo!

Hoffendlich hast Du Dir eine gute Dokumentation zur ausgelöteten Platine gemacht.
Zuerst sollte mal die Platine gereinigt werden, dass die Bauelemente- und Bestückungsaufdruck lesbar wird.
Die Keramikkondis (roter Pfeil oder >K<) sind C734 (1,5pF) und C735 (1pF).
Bei mir zeigten die keine Fehler.
Die Elkos >E< C752 (2µF730V-Ratioelko), C758 (1µF/350V), C760 (50µF/12V-Kathodenelko) und der Doppelelko C763/764 (2x50µF/350V sollten gewechselt werden. Foliekondis tragen im Schaltplan die alte Wertbezeichnung >T< für Tausend in Picofarad. 1T=1000pF oder 1nF. Zusätzlich die Foliekondis >F< C736 (22nF), C753 (10nF), C756 (25nF), C757 (5nF), C759 (10nF) und am AÜ C767 (1nF oder 1000pF/1000V).
Auf dem Bild mit E und F gekennzeichnet. Der Rest der Foliekondis ist am kombinierten Lautstärke-/Klangregler.
Wenn UKW nicht funktioniert, sollten die Kontakte a = 4-5, d = 2-3 und die Widerstände W703 (5K), W702 (30K) überprüft werden. Ein probeweises Tauschen von ECC85 und EABC80 kann auch nicht schaden.


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Ballett 1.jpg [ 31.16 KiB | 2173-mal betrachtet ]

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BeitragVerfasst: Di Dez 01, 2009 23:49 
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@Volkmar:

alle genannten Kondensatoren habe ich jetzt schon mal ausgelötet. Ich habe aber noch zwei weitere am Analogübertrager (C 768 und C 769), sowie einige kleinere am Tastensatz.

Müssen die auch getauscht werden? Sehen für mich ebenfalls aus wie Folienkondensatoren. Oder sind das beständigere Typen?


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BeitragVerfasst: Mi Dez 02, 2009 1:34 
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Hallo!

Die Kondis C768/769 liegen im Gegenkopplungskreis von der Sekundärwicklung des Ausgangsübertragers und werden kaum belastet. Ich habe sie drin gelassen, wenn keine Verzerrungen im Betrieb auftreten.
Auf dem Bild habe ich noch zwei Kondis mit roten Punkten markiert, die getauscht werden sollten. Die anderen können drin bleiben unter dem Tastensatz.


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BILD0419.2.JPG
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 Betreff des Beitrags: Re: Blaupunkt Ballett 20010
BeitragVerfasst: Do Dez 03, 2009 1:22 
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Ich hab das Blaupunkt Verona, die Hauptplatine sieht exakt gleich aus.

Didi hat geschrieben:
Bei den Kondensatoren der Punkt ist der Außenbelag.


Auf meinem Schaltplan steht unten eine Legende zu den Kondensatoren. Betriebsspannung ohne Punkt = 350 V, ein Punkt = 500 V, zwei Punkte = 1000 V...

Volker hat geschrieben:
Ich habe sie drin gelassen, wenn keine Verzerrungen im Betrieb auftreten.


Vielleicht könntest Du mir auch bei meinem Problem hier helfen... Ich habe bei dem (vermutlich sehr ähnlichen) Verona die Kondensatorkur schon hinter mir, und das Radio spielt auch. Die Bässe klingen aber total übersteuert, die Höhen sind auch bei größerer Lautstärke okay. Ich würde mich wirklich freuen, wenn ich da einen Hinweis bekommen könnte!

Grüße, Tobi


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BeitragVerfasst: Do Dez 03, 2009 13:49 
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Hallo Tobi!

Ich kenne den Plan von Deinem Blaupunkt Verona nicht. Der Blaupunkt Ballett ist eine extrem abgespeckte Version ohne Klangregister und hat nur eine einfache Klangblende.

Der Punkt (oder andere und mehr Zeichen) an den Kondensatoren hat eine Doppelfunktion.
Kennzeichnung des Außenbelages und Maßgabe der Spannungswerte laut Legende in Schaltplan.

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MfG Volkmar

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BeitragVerfasst: Do Dez 03, 2009 15:47 
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Hallo Volkmar!

Volker hat geschrieben:
Der Punkt (oder andere und mehr Zeichen) an den Kondensatoren hat eine Doppelfunktion.


Danke, wieder was gelernt!

Wenn ich den Schaltplan abscanne und Dir zukommen lasse, meinst Du, es wäre Dir dann möglich, mir einen Tipp zu geben? Ich wäre Dir sehr verbunden!

Grüße, Tobi


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BeitragVerfasst: Fr Dez 25, 2009 12:58 
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Frohe Weihnachten,

habe jetzt über die Feiertage damit begonnen, mein Blaupunkt Ballet wieder zusammen zu löten. Dabei ist noch eine Frage zu den Kondensatoren aufgetaucht:

Ich habe mir einige Folienkondensatoren bei antikradio-restored.de bestellt. Allerdings ist mir nicht ersichtlich, wo bei den Dingern der Außenbelag sein soll. Ich finde keine Kennzeichnung. Ist es schlimm, wenn einer falsch herum eingebaut wird? Oder sollte ich mir sicherheitshalber eine Art zusätzliche Schirmung um die Kondesatoren bauen?

Im Anhang noch ein Bild des Kondensators.

LG und angenehme Feiertage

Paddy


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Folienkondensator.JPG
Folienkondensator.JPG [ 84.95 KiB | 1468-mal betrachtet ]
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BeitragVerfasst: Fr Dez 25, 2009 13:06 
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Kenntnisstand: **Zutreffendes Feld fehlt**
Zitat:
Allerdings ist mir nicht ersichtlich, wo bei den Dingern der Außenbelag sein soll. Ich finde keine Kennzeichnung. Ist es schlimm, wenn einer falsch herum eingebaut wird?

Hallo,

normalerweise wird der Außenbelag durch einen Strich markiert.
Der Einbau ohne dessen Berücksichtigung bereitet i.d.R. auch keine Probleme, eventuell verschlechtert sich das Brummverhalten (Fremdspannungsabstand).
Du kannst den Einbau in diesem Fall erst einmal beliebig vornehmen und ggf. nachträglich eine Abschirmung aufbringen. Probiere es einfach einmal aus.

Frohes Fest, Rm


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BeitragVerfasst: Mi Dez 30, 2009 22:04 
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Ok, die Hauptplatine hat die Kondensatorkur mittlerweile überstanden.

Jetzt wollte ich mich einmal der Fehlersuche widmen und den UKW-Empfang wieder ermöglichen. Ich habe Volkmars Ratschläge befolgt und einmal die entsprechenden Kontakte am Tastensatz geprüft. Die sind soweit in Ordnung. Bei der anschließenden Überprüfung der Widerstände W702 und W703 im UKW-Teil ist mir aber etwas merkwürdiges aufgefallen. Die beiden Widerstände sind zwar in Ordnung (gemessenen Werte entsprechen den Kennzeichnungen auf den Ringen), aber es ergeben sich Unterschiede zum Schaltplan. W702 hat bei mir einen Wert von 470 Ohm anstatt 5k. Die beiden Widerstände befinden sich im UKW-Gehäuse anstatt außerhalb. Außerdem ist die Verschaltung völlig anders. Im Anhang befindet sich die bei mir vorhandene Variante (erste Datei) sowie der entsprechende Ausschnitt aus dem Schaltplan (zweite Datei)-
Da meine Radiokenntnisse noch immer nicht sehr umfassend sind, weiß ich jetzt nicht, ob die Beschaltung irgendwie problematisch ist. Welche Funktion haben diese Widerstände überhaupt?


Dateianhänge:
andere Widerstände UKW-Teil.jpg
andere Widerstände UKW-Teil.jpg [ 10.81 KiB | 1825-mal betrachtet ]
Schaltplan UKW-Teil markiert.png
Schaltplan UKW-Teil markiert.png [ 54.13 KiB | 1456-mal betrachtet ]
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BeitragVerfasst: Do Dez 31, 2009 11:12 
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Hoppla, mein Fehler. Es handelt sich natürlich um einen 33k Widerstand. Die angesprochenen Induktivitäten sind L907 und L911.

Dass dieser Teil für die Spannungsversorgung zuständig ist, wird mir nun ersichtlich. Die Zuleitung kommt ja auch vom großen Glättungselko C763 (nicht im Bild). Aber warum wird das Ganze noch über das Variometer L907 geführt? Die andere Seite mit L911 ist mir klar. Die dient zur Signalübertragung nach draußen würd ich sagen.

Argh, wenn man aus dem Studium nur die einfachen Grundschaltungen mit Transistoren und OP's kennt, ist Röhrentechnik doch nicht so ganz einfach.

Wo finde ich denn den Oszillator und wie funktioniert genau die Mischung von UKW-Signal und Oszillatorsignal?


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BeitragVerfasst: Sa Jan 16, 2010 19:33 
So, das gute Blaupunkt Ballett ist mittlerweile wieder komplett zusammengesetzt, zumindest was die elektrischen Bauteile betrifft.

Zur Funktion kann ich nur sagen, dass ich momentan wieder auf dem Stand bin, bevor ich das Radio zerlegt hatte, d.h. bei UKW rührt sich nichts, aber zumindest bei MW bekomme ich Sender rein, wenn auch mehr schlecht als recht.

Zu allem Überfluss scheint nun der Lautstärkeregler nicht mehr richtig zu arbeiten. Wenn ich ihn bewege, ändert sich die Lautstärke nicht. Stattdessen bekomme ich ein Knacken und Fiepen zu höhren, welches sich bei durch Drehen des Potis beeinflussen lässt und teilweise auch das eigentliche Lautsprechersignal überdeckt.

Wo starte ich am besten mit der Fehlersuche? Habe bereits alle Verbindungen vom Lautstärkepoti auf Durchgängigkeit geprüft und konnte keinen Fehler finden. Die Widerstandswerte rund um das Poti sind auch alle in Ordnung.


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