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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Kleine Kondensatorkunde: Gute und defekte C's im Röhrenradio

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BeitragVerfasst: Fr Jan 22, 2016 21:31 
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Elkos dieser Bauform sind in Philips-Geräten der 70er Jahre viel verbaut. Bisher sind sie mir noch nicht durch häufige Defekte aufgefallen. Vielleicht ist das Problem bei Deinen Elkos, das sie jahrzehntelang nicht an Spannung gelegt wurden. Das bekommt solchen Elkos nämlich nicht.

Lutz


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BeitragVerfasst: Fr Jan 22, 2016 22:41 
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Richtig, im Gegensatz zu den meisten Folien C's, gehen Elkos auch (meist sogar schneller) kaputt, wenn sie ungenutzt gelagert werden.

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Elektronik funktioniert mit Rauch. Denn wenn der Rauch raus kommt funktioniert die Elektronik nicht mehr!


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BeitragVerfasst: Fr Jan 22, 2016 23:00 
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Bei Folienkondensatoren konnte ich bisher garkeine lagerungsbedingte Alterungserscheinungen feststellen....


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BeitragVerfasst: Mi Jan 27, 2016 17:56 
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Liebe Röhrenfreunde,

EROID-Kondensatoren wurden an anderer Stelle in diesem Thread schon als zweifelhaft erwähnt.

Hier ein Beispiel eines EROID-Kondensators, den ich in meinem Fundus fand (er war wohl irgendwo ausgeschlachtet worden).
Die aufgedruckte Kapazität beträgt 6,8 nF, die gemessene 14 nF.
Obwohl dieser in Kunstharz vergossene Typ eigentlich vertrauenserweckend aussieht...
Dateianhang:
Dateikommentar: EROID
EROID.JPG
EROID.JPG [ 76.13 KiB | 7931-mal betrachtet ]


...er ist defekt.
Viele Grüße
Georg N.

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Ein guter Irrtum braucht solide Fehlannahmen. :wink:


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BeitragVerfasst: Mi Jan 27, 2016 20:30 
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Dein Kapazitätsmessgerät zeigt 14 nF an, aber die Kapazität hat sich nicht wirklich so sehr erhöht. Das ist ein Messfehler, der darauf zurückzuführen ist, dass die meisten Kapazitätsmessgeräte mit schlechter Isolation der Kondensatoren nicht klarkommen.

Der Eroid ist ein Papierkondensator, er ist nur statt mit Teer oder Wachs mit Kunstharz vergossen. Das verlangsamt das Eindringen von Feuchtigkeit, aber kann es über lange Zeiträume nicht verhindern. Alle Kunststoffe lassen Feuchtigkeit durch. Die einzigen Stoffe, die absolut keine Feuchtigkeit durchlassen, sind meines Wissens Metall und Glas.

Lutz


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BeitragVerfasst: Mi Jan 27, 2016 21:33 
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Hallo,

es gibt MP-Kondensatoren die sind rundherum verlötet und die Anschlussfahnen sind in eine Glasperle eingelassen und dadurch gegen das Gehäuse abgedichtet. Ich habe da einige von aus den 1940'ern. Die haben noch exzellente Isolationswiderstande (zumindest als ich sie das letzte mal gemessen hatte).

Gruß
Oliver

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Nette Grüsse aus dem Ruhrgebiet.


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BeitragVerfasst: So Jan 31, 2016 19:33 
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Hallo Lutz,

der mittels Multimeter gemessene Gleichstromwiderstand dieses gezeigten EROID-Exemplars beträgt über 200 MegOhm.
Der über den genannten Kondensator "fließende" Gleichstrom bei angelegten 25 Volt Gleichspannung beträgt 0 Mikroampere.
Die Meßspannung des Kapazitätsmeßgeräts beträgt rund 135 MilliVolt, wie ich nachgemessen habe.
Bei diesem Exemplar liegt also kein Leckstrom vor - bei mäßiger Spannung, versteht sich.

Es ist hier wohl eher nicht ein Kapazitäts-Meßfehler - wie er von Dir beschrieben wurde.
Bei anderen Exemplaren wird dies sicher so sein, wie Du schreibst. Feuchtigkeitsbedingte Leckströme bei alten Papierkondensatoren können die Kapazitätsmessung natürlich verfälschen.

Übrigens: Über die bei diesem Exemplar heute noch vorhandenen Spannungsfestigkeit wage ich nicht zu spekulieren. Sie wird wohl angesichts des veränderten Dielektrikums nicht mehr gut sein (!).

Für mich hatte ich schon vor Längerem die Schlussfolgerung gezogen, dass eine Messung auf fehlenden Leckstrom durch eine Kapazitätsmessung ergänzt werden muss. Und dass ich Papierkondensatoren als solche erkennen muss (wozu mein Beitrag dienen sollte), um sie beizeiten gegen Folienkondensatoren auszutauschen.

Viele Grüße
Georg N.

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BeitragVerfasst: Do Mär 31, 2016 18:13 
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Hallo!
Und noch eine Nachricht aus dem Bereich "Teerbomben": An meinem Arbeitsplatz aufgetaucht, Firma S.A.F,1000 pF +/- 20%
500V - DIN 41166 8.50 (wohl Jahr der Herstellung). Messung mit FLUKE PM 6304 ergibt Kapazität in der Toleranz, Isolationsmessung mit SIEMENS L54 100 MOHM 100V zeigt keinen Fehler. Liegt wohl an der günstigen Lagerung im trockenen Labor. Bedeutet das etwa auch, dass NOS-Ware bei richtiger Lagerung noch funktionsfähig ist?

Viele Grüße jokr123 (Joachim)


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BeitragVerfasst: Do Mär 31, 2016 18:15 
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" Teerbombe " = Sondermüll !!!

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M.f.G.
harry

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- Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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BeitragVerfasst: Do Mär 31, 2016 20:07 
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Hallo Joachim.

Zitat:
Isolationsmessung mit SIEMENS L54 100 MOHM 100V zeigt keinen Fehler
SIEMENS L54 kenne ich nicht.
Falls "100 MOHM 100V" heißt, daß das Isolationsmeßgerät bei einer Meßspannung von 100 V und weniger als 100MΩ einen Fehler meldet, heißt das noch nicht, daß der Isolationswiderstand des Kondensators auch bei 500 V hoch genug ist.

Zitat:
Bedeutet das etwa auch, dass NOS-Ware bei richtiger Lagerung noch funktionsfähig ist?
Nein. Zum Nachweis von Fehlerfreiheit sind wesentlich umfangreichere Untersuchungen notwendig als zum Nachweis von Fehlern. Solche Untersuchungen wurden bei in Teer vergossenen Kondensatoren nicht gemacht.
Und: Was ist die "richtige Lagerung"?

Ausgeschlossen ist Deine Vermutung zwar nicht, aber mir sind keine positiven Erfahrungsberichte von Teerkondensatoren bekannt.
Miß den Kondensator doch mal bei 500 V nach, das würde mich interessieren. Wenn er ok ist, stell ihn "richtig gelagert" in eine Vitrine :) .
Aber bau ihn nicht ein! Es gibt keine Garantie, daß er unter Betriebsbedingungen seine Werte auch in Zukunft einhält.

Gruß, Frank

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BeitragVerfasst: Fr Apr 01, 2016 9:13 
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Vielen Dank für die ausführlichen Tipps. Einbauen würde ich sowas eh nicht. Anstatt Vitrine ist die Tonne der bessere Ort. Das Isolations-Messgerät stammt aus altem BW-Bestand, ist robust und benötigt zum Betrieb nur 1,5V Monozelle. Bei meinen Restaurationsarbeiten habe ich damit Fehler bei eigentlich allen Teerkondensatoren nachweisen können.


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BeitragVerfasst: Fr Apr 01, 2016 9:37 
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Moin moin,

für die Leckstromprüfung benutze ich ein Isolationsprüfgerät Marke Eigenbau, das Prüfspannungen in 12 Stufen bis 2000Volt @ 50µA liefern kann. Der zu testende, alte Kondensator wird mindestens mit dem aufgedruckten Spannungsnennwert beaufschlagt. Was dann nicht einwandfrei "dicht" ist, fliegt in die Tonne - knallhart.
Neuware wird zur Qualitätssicherung mit mind. dem 1,5fachen des Nennwertes geprüft. Auch hier kenne ich kein Pardon - fällt ein Testexemplar durch, geht die ganze Charge zurück. Ist bisher aber noch nicht vorgekommen.
Die modernen Folienkondensatoren scheinen recht hart im Nehmen zu sein, denn sogar mit dem Dreifachen des Nennwertes malträtiert hatte ich zumindest bei den WIMA MKS-4 Typen noch keinen Ausfall.


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BeitragVerfasst: Fr Apr 01, 2016 12:12 
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Kaputt oder nicht interessiert mich eigentlich weniger als die Stelle an der der Kondensator wirklich defekt ist. Wurde mal so ein Kondensator auseinander genommen?

_________________
LG Klaus-Günther
Vielen Dank für die freundlichen und hilfreichen Tips

keiner der blind alle Kondensatoren tauscht


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BeitragVerfasst: Fr Apr 01, 2016 13:07 
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Nun,

bei einem Papierkondensator mit dem üblichen Fehlerbild wird wohl keine "Stelle" auffindbar sein, da der verringerte Isolationswiderstand von der Wasseraufnahme im Dielektrikum (Papier) herrührt.
Der Widerstand skaliert eigentlich immer recht gut mit der angelegten Spannung, quasi ein ungewollter VDR.

Anders wäre bei einem durchgeschlagenen Exemplar eines z.B. Folienkondensators bei entsprechender Sichtung des Teils (falls nicht von der dabei angefallenen Energie zerstört ;-)) sicher eine Marke erkennbar.

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viele Grüße,

Matthias.


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BeitragVerfasst: Fr Apr 01, 2016 13:21 
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Ja, aber die alten braunen WIMA Bonbons waren äußerlich noch gut, aber defekt!
Kann also nichts mit Wasser zu tun haben.

Ich fände es sehr interessant hier mal Fehlersuche am Objekt zu machen.

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LG Klaus-Günther
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