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 Betreff des Beitrags: Ravensberg W so sicher genug?
BeitragVerfasst: Mo Okt 30, 2017 9:57 
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Hallo zusammen,

ich hätte da doch gerne Eure Meinung gehört:

Der verstorbene Gatte einer Kollegin hatte ein Hagenuk Ravensberg W mit recht gutem Bakelitgehäuse zu Hause stehen, dass er eigentlich mal wieder zum laufen bringen wollte. Da es dazu leider nicht mehr gekommen ist, hat meine Kollegin mich angesprochen, ob da noch was zu machen wäre - auch in punkto UKW-Empfang. Schließlich würde sie das Gerät gerne aus verständlichen sentimentalen Gründen gerne gehalten, und auch ab und an in Betrieb nehmen können.

Hier mal ein Foto von dem Gerät:
Bild

Ich habe mich dessen gerne angenommen, und dem Gerät wieder Leben eingehaucht.

Nun ist das Radio ja grundsätzlich nur mit AM-Empfang ausgestattet. Für UKW ist ein Pendler mit Stahlröhrensockel erforderlich, der natürlich fehlte. Da ein solcher Einsatz sicherlich nicht mehr zu beschaffen, geschweige denn zum Laufen zu bringen wäre, habe ich - wie auf dem Foto oben zu sehen - einen kleinen, billigen Batterieempfänger mit Kopfhöhreranschluss besorgt, der nun in TA eingespeist werden kann.

Um das Radio möglichst betriebssicher zu machen, habe ich zunächst eine Kondensatorkur vorgenommen (die waren tlw. richtig übel, auch die Elkos).

Das Gerät hat nun leider nur einen Trafo für die Heizspannung. Auf dem folgenden Ausschnitt kann man sehen, dass - je nachdem, wie der Netzstecker eingestöpselt ist - auch mal die Phase über einen 0,5 µF-Kondensator und einen 125 Ohm-Widerstand am Chassis anliegt (rot umrandet).
Bild

Um hier die Gefahren beim Betrieb zu mindern habe ich folgendes gemacht:
An den TA-Eingang habe ich unter dem Chassis einen kleinen 1:1-Übetrager angebracht, an diesen direkt eine Leitung mit 3,5mm-Klinkenstecker angelötet. Hier kann man nun gefahrlos ein kleines UKW-Radio oder einen mp3-Player anschließen.
Alle Anschlüsse hinten wurden am Chassis berührungssicher abgeklebt, die übrigen größeren Öffnungen (für das Typenschild, sowie für die Antenne und den Ausgang des nachrüstbaren UKW-Pendlers) habe ich ebenfalls berührungssicher verschlossen. Die Schraubenlöcher in den Knopfen werden noch mit Wachs versiegelt.

Hier mal ein Foto von der Rückseite mit abgenommener Rückwand:
Bild

Für den gelegentlichen Betrieb solte das doch ausreichend sicher sein. Meine Kollegin ist ja auch nicht ganz unbedarft, und Kinder sind keine vorhanden. Ein Trenntrafo kommt nicht in Frage (auch aus Kostengründen).

Eine Möglichkeit, wäre noch der Einbau eines trennenden Netztrafos aus einem Schlachtradio. Dort wo der UKW-Pendler hingehört, wäre evtl. noch Platz dafür. Dann könnte das Netz dort primär eingespeist, und das Radio sekundär angeschlossen werden. Aber soweit wollte ich das Radio nicht unbedingt verändern.

Ach ja, das Netzkabel fehlte ohnehin, wäre aber auch in jedem Fall ersetzt worden. Hier habe ich beim großen C ein schönes stoffummanteltes Kabel besorgt und einen schwarzen Stecker angebracht. Der Stecker ist leider etwas baumarktmäßig, aber einen originaleren hatte ich nicht zur Verfügung.

Schreibt doch gerne mal, was ihr darüber denkt.

Gruß,

Volker

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 Betreff des Beitrags: Re: Ravensberg W so sicher genug?
BeitragVerfasst: Mo Okt 30, 2017 17:59 
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Hallo Volker,

zuerst mal: ein schönes und ungemein seltenes Teil. Das gab es selbst in der Kölner Sammlung H. nicht, daher ist es mir neu.

Du hast schon eine Menge an Vorleistung gebracht, was die Sicherheit angeht. Wenn das Gerät standardmäßig an eine bestimmte Steckdose angeschlossen werden soll, könntest Du noch seinen Netzstecker und auch diese Steckdose kennzeichnen, z.B. mit Nagellack. So daß die gute Frau weiß, wie herum der Stecker in die Steckdose gehört, damit Phase NICHT ans Chassis kommt, wenn das Gerät für den Hausputz mal bewegt werden muß.

So richtig kann ich an dem Bild gar nicht sehen, wo der Spartrafo sich denn eigentlich befindet. Rechts ist die Lücke zu sehen, wäre da der Pendler zu installieren ? Kannst Du mal ein Bild vom ausgebauten Chassis einstellen - das interessiert mich.

Gruß
Holger

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 Betreff des Beitrags: Re: Ravensberg W so sicher genug?
BeitragVerfasst: Mo Okt 30, 2017 18:12 
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Hat das Radio keinen Skalenhintergund?

Lutz


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 Betreff des Beitrags: Re: Ravensberg W so sicher genug?
BeitragVerfasst: Mo Okt 30, 2017 20:14 
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Blue Fox hat geschrieben:
An den TA-Eingang habe ich unter dem Chassis einen kleinen 1:1-Übetrager angebracht, an diesen direkt eine Leitung mit 3,5mm-Klinkenstecker angelötet. Hier kann man nun gefahrlos ein kleines UKW-Radio oder einen mp3-Player anschließen.
...
Ein Trenntrafo kommt nicht in Frage (auch aus Kostengründen).

Hallo Volker,

der Übertrager muss ausreichend gut trennen, d. h. Prüfspannung mind. 4 kV, wenn ich mich richtig erinnere. Die üblichen kleinen Übetrager zum Eliminieren von Brummschleifen genügen nicht.

Die Kosten (Trenntrafo ca. 20 EUR zzgl. Montageaufwand) sollten nach meiner Meinung kein Grund für eine Gefährdung sein.

Bernhard


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 Betreff des Beitrags: Re: Ravensberg W so sicher genug?
BeitragVerfasst: Mi Nov 01, 2017 16:25 
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Hallöle zusammen,

erstmal für Holger ein Bild vom Chassis, auf dem der Trafo zu sehen ist:

Bild

Hallo Lutz,

leider fehlt der Skalenhintergrund. Wie genau der aussah, kann ich leider nicht feststellen, selbst bei Bildern eines Ravensberg im rm.org fehlt dieser.

Ich habe schon überlegt, ob ich den aus Transparentpapier oder ähnlichem basteln könnte.

Hallo Bernhard,

der Übertrager hat lt. Datenblatt eine Trennung von 1,5 kV. Ist das dann doch zu wenig?

Könnte ich nicht ein NT mit Netztrennung aus einem Schlachtchassis einbauen, um zusätzliche Sicherheit zu gewährleisten?

Danke für Eure Antworten.

Gruß,

Volker

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 Betreff des Beitrags: Re: Ravensberg W so sicher genug?
BeitragVerfasst: Mi Nov 01, 2017 16:26 
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Wenn genügend Platz ist, spricht meiner Meinung nach nichts gegen den Einbau eines Netztrafos.
Wobei für mein Verständnis deine Sicherheitsmaßnahmen vollkommen ausreichend sind.

Deine Übertrager-Lösung ist alle mal besser als so manche Schaltnetzteile die hier erhältlich sind.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ravensberg W so sicher genug?
BeitragVerfasst: Mi Nov 01, 2017 19:04 
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Ich würde als NF-Übertrager ein Exemplar mit Zweikammerwicklung nehmen. Dann kann man die Potentialtrennung sozusagen sehen und braucht sich nicht darauf verlassen, dass das Innere des Übertragers in Ordnung ist.

Genauso wichtig wie der Übertrager selbst ist auch, wie man ihn einbaut. Auch wenn sich eine Lötstelle löst, ein Draht bricht etc. darf keine Verbindung zwischen externem Anschluss und netzverbundenen Teilen möglich sein.

Lutz


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 Betreff des Beitrags: Re: Ravensberg W so sicher genug?
BeitragVerfasst: Mo Nov 13, 2017 20:01 
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Da meine Zeit momentan sehr knapp ist, bin ich erst jetzt wieder dazu gekommen, mich des Hagenuks anzunehmen.

Der NF-Übertrager hat eine Zweikammerwicklung. Er ist auch fixiert, so dass bei einer gelösten Lötstelle dort nix passieren kann. Das angeschlossene Klinkenkabel habe ich nun ebenfalls ordentlich verlegt und gesichert, damit auch hier keine Gefahr entstehen kann.

Mit meiner Kollegin hatte ich inzwischen mal über das Thema Sicherheit gesprochen. Sie kennt die Problematik; ihr verstorbener Gatte hatte als Ausbildungsberuf Radio- und Fernsehtechniker gelernt. Er hatte mit den Röhrengeräten in seinen ersten Berufsjahren noch oftmals zu tun, und auch das ein oder andere Schätzchen zu Hause. Schade, dass ich das erst nach seinem Ableben erfahren habe, sonst hätte ich ihn mal zu einem unserer Stammtische eingeladen.

Wie gesagt, es sind weder Kinder noch Tiere vorhanden. Meine Kollegin kann auch mit dem Phasenprüfer umgehen, sodass ich Ihr die "heisse" Seite des Steckers markieren kann. Das Chassis liegt dann auf dem Nullleiter an, was für weitere Sicherheit sorgt.

Den Skalenhintergrund habe ich nun auch repliziert. Transparent- und Backpapier waren mir zu "transparent", ich habe dann doch einfaches weißes Papier verwendet. Die Birne ist weit genug entfernt, dem Papier wird es nicht heiß.

Ein paar Bilder vom Chassis mit Skalenhintergrund und vom eingeschalteten Gerät mit anständiger "Skalenillumination" habe ich mal beigefügt:

Bild

Bild

Bild

Gruß,

Volker

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