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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Brandgefahr unreparierter Radios - ein Beispiel

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BeitragVerfasst: Do Jan 09, 2014 20:40 
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Hallo.

Immer wieder liest man Warnungen über Brandgefahr bei alten Radios. Ich glaube eine Vielzahl von uns Sammlern hat, so wie ich bis vor Kurzem auch, nur davon gehört, dies aber anschaulich, Gott sei Dank, noch nicht erlebt.
Auch ich habe diesen Warnungen immer Glauben geschenkt.
Eines meiner derzeitigen Restaurierungsobjekte hat mich aber doch nachhaltig alarmiert, so daß ich es angemessen finde, die Sammlergemeinde mit diesem Beitrag nochmals vor der Brandgefahr unrestaurierter Röhrenradios zu warnen!

In einem anderen Beitrag haben die ein oder anderen von Euch vielleicht schon von meinem Neuzugang, einem Continental Imperial 6048, gelesen. Das Gerät wurde offensichtlich intensiv genutzt. Leider sind alle Komponenten mit einer dicken ockergelben Nikotinschicht überzogen. Das Innenleben war unter einer 3-5mm dicken Staubschicht verborgen.
Im Zuge der Reinigungsarbeiten fiel mir auf der Chassis-Unterseite im Bereich der beiden EL84-Fassungen auf, das das Chassis-Blech total verrußt ist. Zunächst fand ich einen Draht, der mit dieser klebrigen Textilhülle isoliert war. Diese Isolierung war auf einer Länge von 5cm völlig weggebrannt. Die benachbarten Drähte sind ebenfalls teilweise angeschmort. Nach weiterer Reinigung fanden sich vier deutlich verbrannte oder verschmorte Widerstände. Diese sind senkrecht auf einer Hartpapier-Platte in Lötösen eingelötet und mit mehreren Elkos verbunden, die auch leichte Kristallbildung an ihrer Unterseite zeigen.
Der Widerstand, der der Brandstelle am nächsten liegt hat auch die Umhüllung eines Bauteils nahe der Röhrenfassung einer der beiden EL84 angeschmort. Von diesem Widerstand scheint die Hitze ausgegangen zu sein.
Seine senkrechte Einbaulage begünstigte wahrscheinlich den Schmorbrand, ähnlich wie bei einem Streichholz, daß wesentlich schneller wegbrennt, wenn es senkrecht abgebrannt wird, da ja logischerweise die von ihm selbst ausgehende Hitze den oberen Rest des Holzes entflammt.

Dateianhang:
DSCF6280e.jpg
DSCF6280e.jpg [ 174.05 KiB | 7635-mal betrachtet ]

Das Bild zeigt deutlich den verbrannten Widerstand und die Auswirkungen der Brandwärme


Nach 20-25 restaurierten Radios ist dies mein erster "Brandfall". Allerdings erwarb ich das Gerät schon mit diesem Schaden. Wenn ich mir vorstelle, daß dieser Schaden bei einem Gerät auftritt, daß von einem Laien auf "Omas Dachboden" gefunden und nach 50 Jahren wieder ans Netz genommen wird... Viele Geräte in diesem Zustand spielen ja noch mehr oder weniger und es gibt immer wieder Menschen, die nach jahrzehntelangem Dornröschenschlaf ein Radio wieder in den Alltagsbetrieb nehmen.
Ein Schmorbrand dieser Art in Verbindung mit milimeterdickem Staub und einem trockenen Holzgehäuse und dem leicht brennbaren Schallwandstoff sind im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich!

Daher möchte ich Laien warnen, unrestaurierte Radios ohne Reinigung und unbeaufsichtigt in Dauerbetrieb zu nehmen.
Auch wenn das "Dampfradio" noch "einwandfrei" spielt besteht ohne eine technische Überholung BRANDGEFAHR!

Viel Spaß beim Hobby...
Gruß,
Daniel :hello:

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Gruß,
Daniel


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BeitragVerfasst: Do Jan 09, 2014 21:33 
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Daniel,Deine Worte in "Gottes Gehörgang"!
Nur leider ist es so,daß auch hier im DRF die Zahl der "unwissenden" Auftaucher,die ganz einfach mal so ein Dornröschen abrupt ( ungewußt) massakrieren,
auffällig ist.
Es ist Jeder hier herzlich willkommen.
Aber man muß diese Leute penetrant auf Kenntnisstand abfragen,und mögliche Gefahren sehr deutlich machen.
Da ist es m.E. völlig daneben,Reparaturhilfen zu geben,ohne das vorher gesagte Prozedere zum festen Grundsatz zu machen.
Wir haben hier fast jeden Tag Jemanden,der zu xx% Laie ist,was diese Materie betrifft.
Der schleppt ein Gerät von Speicher oder Keller an,und hat bereits den Strom fließen lassen vor Ungeduld.
Und dann kommen schon die heißen Tips,wie der Anfragende sein Problem just in time lösen kann.
Wenn dabei keine Strukturen zu logischem Vorgehen aufgebaut wrden können?
Dann war es die Befriedigung einer Eintagsfliege mit ungewissem Ausgang.
Sind sich eigentlich die so schnellen Helfer ihrer Verantwortung bewußt?
Ich "bunkere" meine Erfahrung nicht,weiß aber sehr wohl,wann ich das Weitergeben verantworten kann,bzw. lieber lasse.
Das ist kein Egoismus oder Selbsterhöhung,nur eine rationale Position.

Das wollte ich einfach mal in diese Runde werfen....

Claus

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BeitragVerfasst: Do Jan 09, 2014 22:00 
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Ich hatte auch schon so eine Erfahrung... auf einer GFGF-Börse...
Es handelte sich um eine Philetta 51 Allstrom, bei der diverse Teeries und vor allem der dicke Entstör-C abgebrannt sind, sowie der grosse Heizwiderstand durchgeschmort ist.
Als wir das Radio bekamen, roch es penetrant nach verbranntem Papier.
Mittlerweile spielt das Radio wieder.

_________________
Viele Grüße
Philipp

"Lohnt es sich denn?" fragt das Hirn. "Nein aber es tut so gut!" antwortet das Herz.


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BeitragVerfasst: Do Jan 09, 2014 23:07 
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Vagabund hat geschrieben:
Ich hatte auch schon so eine Erfahrung... auf einer GFGF-Börse...
Es handelte sich um eine Philetta 51 Allstrom, bei der diverse Teeries und vor allem der dicke Entstör-C abgebrannt sind, sowie der große Heizwiderstand durchgeschmort ist.
Als wir das Radio bekamen, roch es penetrant nach verbranntem Papier.
Mittlerweile spielt das Radio wieder.


Das selbe bei meiner BD283U,der dicke widerstand abgeraucht und Entstör-WIMA Bonbon an der UY85 zur Unkenntlichkeit zerschmolzen,hatte mich fast geekelt beim ausbau von dem ding :mrgreen: . Die wurde gequält bis zum Exitus. Ein 2. Wima Bonbon war auch schon rissig und zeigte Ausflussspuren,die Terrbomben,davon Reden wir erst nicht. UCC85 war ebenfalls Defekt,Heizfadenbruch,beide Skalenbirnen futsch. Mittlerweile spielt sie wieder Tadellos auf UKW, aber AM geht offenbar wegen defektem Filter nicht mehr.

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Mfg.
Mario


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BeitragVerfasst: Do Jan 09, 2014 23:28 
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Ich meine, es wird hier im Forum mehr als ausreichend auf die Gefahren hingewiesen. Man kann alles auch übertreiben und dann nimmt es erst recht niemand mehr ernst.
Es wird doch nun wirklich gebetsmühlenartig ständug wiederholt, dass man Trenntrafo und Vorschaltlampe benutzen, und fragwürdige Teile tauschen soll. In dem besagten Radio hat es ein bisschen gekokelt, ja. Jedes unachtsam aufgestellte Teelicht ist da x-mal gefährlicher. Viele Frauen gehen zu Bett und lassen die Dinger einfach brennen. Das gleiche gilt für Heizlüfter die heute ausschließlich aus Plastik sind. Da kann der Motor blockieren und wenn dann der lumpige Thermoschalter ausfällt....

Ich glaube, alte Röhrenradios spielen in der Statistik der Brandursachen eine äusserst untergeordnete Rolle.

Auch das Argument mit der "Verantwortug der schnellen Helfer" ist für mich nicht nachvollziehbar. Verantwortungslos wäre es, wenn einem Anfänger geraten würde:" Du brauchst nichts zu machen, solange es noch spielt ist alles in Ordnung" Das habe ich hier aber noch nie erlebt und selbst wenn, wäre die Aussage im Falle eines Brandes nicht justiziabel.

Ich finde, so wie es im DRF gehandhabt wird ist es ok, es muss hier nicht so werden wie in anderen Foren, in denen manche ältere Herren ihr Wissen nur gönnerhaft und in homöopathischer Verdünnung, in nicht zu überhörender Selbstgefällligkeit unter das gemeine Volk werfen - und das auch nur dann, wenn Stil und Ausdrucksweise der "alten Schule" entsprechen.
Nix für ungut.... :wink:

Gruß,
Achim


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BeitragVerfasst: Fr Jan 10, 2014 0:29 
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Äh Achim, ich glaube, Daniel hat das wohl so auch nicht gemeint, sondern wollte uns nur mal anschaulich und praktisch zeigen, was so passieren kann, bzw. wie es bei seinem Imperial aussieht.
In diesem Fall finde ich es auch interessant, kein Zweifel, Du hast auch recht, dass es hier ganz gut gehandhabt wird.
Darf in Deinen Augen nun Daniel nicht mal zeigen, wie es in seinem Imperial aussieht? Wir wissen alle, daß Du Dich damit auskennst, weil Du täglich mit Allströmern hantierst, aber es gibt hier auch Leute, Neulinge, die sowas gerne mal sehen möchten. Also nicht immer an sich denken. Man kann es gerade Neulingen nicht oft genug sagen, es wird oft sehr leichtsinnig damit umgegangen.

Auch nix für ungut. :wink:

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Viele Grüße
Philipp

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BeitragVerfasst: Fr Jan 10, 2014 2:00 
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Aber nein, so wolllte ich das auch keinesfalls verstanden wissen und auch an niemadem hier Kritik üben - stünde mir auch gar nicht zu. Nach knapp zwei Jahren bin ich selbst noch Anfänger.
Nur - wenn man einem Neueinsteiger, egal in welchem Bereich, ständig zu viele Warnungen vor Gefahren mit auf den Weg gibt, dann wird der Eindruck erweckt, dass es sich bei dieser Gefahr um einen Umstand handelt, der zwangsläufug eintreten muss! wenn die Warnung nicht beachtet wird. Das gilt zum Beispiel auch für den Hinweis, ein Radio das jahrzehntelang gestanden hat, auf keinen Fall einfach an das Netz anzuschließen.
Man kann mit an Sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass der Einsteiger der sich an das Forum wendet, dies längst getan hat und in 90% der Fälle wird auch nichts Dramatisches passiert sein. Macht er es noch mal und es passiert wieder nichts, dann wird er künftige Warnungen, auch andere Umstände betreffend, gar nicht mehr ernst nehmen und der ganze Sinn wäre verfehlt.
Auch jeder Trödler der ein Radio am Flohmarkt anbietet hat es vorher ausprobiert und jeder Ebay-Verkäufer auch.

Gruß,
Achim


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BeitragVerfasst: Fr Jan 10, 2014 9:44 
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Ich finde den Thread sehr wichtig und die Veranschaulichung mit lediglich einem Bild gelungen. Das sollte jeder gesehen haben, der sich an so ein Gerät begibt.

Ich hatte vor Jahren auch mal so einen Fall, eine Graetz Sinfonia 221. Da hatte die Überhitzung bereits zum Brand geführt, alle Drahtisolationen unterhalb von EABC80 und EL84 waren verbrannt, das Gerät hatte ich in Empfang genommen mit der Bemerkung: die Kiste hat gebrannt und gestunken ! Immerhin hatte man es früh genug gemerkt, so daß keine Schäden zu beklagen waren, die nicht hätten behoben werden können. Leider habe ich davon kein Bild.

Und dann eine Loewe Toccata, bei der es gleich in zwei Röhrenfassungen brutzelte, als ich die ECH81 zog, schlugen mir kleine Flämmchen entgegen.

Also, das Thema ist nur zu berechtigt !!!

H.

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BeitragVerfasst: Fr Jan 10, 2014 10:25 
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Bei einem AEG Bruzzelte es in der Bakelitfassung(Übergangswiderstand infolge Verschmutzungen) der EM80,was Zeitgleich den dicken Widerstand auf dem AÜ zum Rauchen brachte :roll: . Ohne EM80 hat man es in der Fassung schön Schmoren gesehen. Die Kondensatoren waren da schon gewechselt.

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Mfg.
Mario


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BeitragVerfasst: Fr Jan 10, 2014 10:28 
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@Achim

ich denke, wir kennen uns ja forumtechnisch schon eine Weile, wir wissen ja beide, dass wir darüber nicht diskutieren brauchen und auch wollen. Dein Standpunkt hat aber was, er ist verständlich. Aus meiner neueren Neulingssicht :mrgreen: muss ich aber sagen, hab ich mir hier und in anderen Foren am Anfang auch nicht die Warnhinweise durchgelesen, die Radios in die Steckdose gesteckt und eingeschaltet, um zu sehen, was überhaupt noch passiert. Einige sind angelaufen, andere wiederum nicht mehr. Im Nachhinein muss ich sagen, zum Glück ist nichts abgeraucht und ich habe hin und wieder in homöopathischen Dosen einen Warnhinweis gelesen. Ich wage zu behaupten, daß ich daran gewachsen bin und Erfahrungen gesammelt habe. Ich denke doch, solche Hinweise gehören einfach zum Lernprozess dazu, auch zu meinem. Auf der anderen Seite hab ich es noch nicht gehört, daß ein Radio komplett abgebrannt ist, geschweige denn, eine ganze Wohnung aufgrund eines Röhrenradios. Bei Fernsehern ist das wohl doch so gewesen und das kenne ich noch aus meiner Kindheit. Röhrenfernseher gab es ja um einiges länger, als Röhrenradios, zumindest im Haushalt meiner Eltern. Wie gesagt, ich finde es auch für mich wichtig und interessant, auch abgesehen vom Lerneffekt. Der Mensch gafft halt gern. :mrgreen:

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Viele Grüße
Philipp

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BeitragVerfasst: Fr Jan 10, 2014 10:44 
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Hallo.

Mir geht es bei diesem Beitrag keinesfalls um Panikmache. Auch ich nehme neue Radios ab und zu unbesehen in Betrieb. Allerdings unter Beobachtung von Strom, Spannung, Leistung und dem Gerät selbst.
Wie ich bereits schrieb, ist es mir wichtig, die Auswirkungen eines solchen Unfalls zu zeigen. Wäre der Fehler noch nicht passiert und ich hätte das Radio unbesehen für eine halbe Stunde oder länger in Betrieb genommen, wären die Folgen auf Grund des Staubs, der im Gerät war wahrscheinlich größer geworden.
Nebenbei dokumentiert das Bild, wie wichtig es ist diese Geräte gründlich zu reinigen.
Der Schaden in diesem Gerät bekräftigt meine Einstellung, reparierte Geräte nur mit getauschten Elkos aus der Hand zu geben.

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Gruß,
Daniel


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BeitragVerfasst: Fr Jan 10, 2014 23:58 
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Registriert: Di Jun 19, 2012 22:12
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Ja ,es bleibt ein ungutes Gefühl ein Radio an Freunde oder Bekannte zu verschenken. Ich könnte auf einen Schlag ein halbes Duzend Philettas im Familien- und Freundeskreis loswerden. Aber ich trau micht nicht. Mit liegt noch das Mädel vom Flohmarkt im Magen, die mich mit ihrer liebreizenden Art "genötigt" hat ihr Bimby zu reparieren.

Mal ganz ehrlich: Es ist doch schon fast ein Verlust an Lebensqualität, dass wir in diesem Land uns ständig den Kopf darüber zerbrechen müssen, was alles passieren könnte und wer dafür verantwortlich wäre. Mit der Folge daraus entstehender, latenter Ängste. Aus meiner Kindheit kenne ich noch Zeiten, da war das anders. Da war jeder für sich selbst verantwortlich.

Vermutlich war das unbewusst die Antriebsfeder für meinen Beitrag, denn vom rationalen Standpunkt her habt ihr natürlich völlig recht.

Gruß,
Achim


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BeitragVerfasst: Sa Jan 11, 2014 7:04 
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achim1 hat geschrieben:
Mal ganz ehrlich: Es ist doch schon fast ein Verlust an Lebensqualität, dass wir in diesem Land uns ständig den Kopf darüber zerbrechen müssen, was alles passieren könnte und wer dafür verantwortlich wäre. Mit der Folge daraus entstehender, latenter Ängste. Aus meiner Kindheit kenne ich noch Zeiten, da war das anders. Da war jeder für sich selbst verantwortlich.


Diese Sätze möchte ich sofort unterschreiben. Vermutlich sind wir in etwa gleichaltrig.

Es ist sicherlich immer ein Spagat, einerseits jemanden für die Reparatur eines Gerätes zu begeistern, ihm andererseits aber die notwendige Sorgfalt nahezubringen. Aus meiner eigenen Praxis von vor vielen Jahren weiß ich, dass ich mitunter mit Ratschlägen überfüttert wurde, was zunächst zu alles anderem als zu einem Lerneffekt führte.

Aber: solche Beiträge , wie der von Daniel sind wichtig und anschaulich, das ist auch meine Meinung. Es ist dies übrigens der zweite herausragende Beitrag in diesem Forum in kurzer Zeit, der mir wohlgefallend ins Auge sticht:

Einerseits der Beitrag von Oliver zu Allstromgeräten, andererseits der nun hier Behandelte. :super:

p.s: in meiner über 30-jährigen Sammel- und Reparaturpraxis sind mir 2 Fälle in Erinnerung, wo es ordentlich gekokelt hatte:

Ein Körting Dynamic mit völlig ausgeglühtem Netztrafo und
ein Loewe Opta Zwergsuper 3516, so sich unter dem Chassis in Höhe von Endröhre und Vorwiderstand ein ausgewachsener Brandherd ausmachen ließ.
In beiden Fällen hatte das "Abflämmen" allerdings nicht auf das Gehäuse übergegriffen, was gerade beim gedrängten Aufbau des Zwergsupers hätte vermutet werden können.

k.

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k. steht für klaus

Ein Mann mit einer neuen Idee ist so lange unausstehlich, bis er der Idee zum Erfolg verholfen hat.
(Mark Twain)


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BeitragVerfasst: Sa Jan 11, 2014 12:13 
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Beiträge: 168
Wohnort: Burgdorf
Kenntnisstand: Grundkenntnisse (ohmische Gesetz etc.)
Einen schönen guten Morgen in die Runde,

Nach dem ich völlig unwissend, seit meiner Kindheit wieder mein erstes Röhrenradio BD663A ins Haus geholt habe und ja auch noch spielte, wollte ich doch mehr über die Technik erfahren.

Das erste und für mich entscheidende waren hier die Warnhinweise über den Betrieb nicht restaurierter Radios. Ich finde es wichtig immer wieder die Nase auf diese und andere Gefahren gestoßen zu bekommen!! :danke:
Beim Googeln muss es einem gleich ins Gesicht springen.

Bei den Zigarettenschachteln scheint es allerdings keine Wirkung zu haben :roll:

Ein schönes Wochenende
Euch allen

_________________
Gruß
Uwe

Die Welt ist Bunt statt Braun


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BeitragVerfasst: So Jan 12, 2014 4:38 
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achim1 hat geschrieben:
Mal ganz ehrlich: Es ist doch schon fast ein Verlust an Lebensqualität, dass wir in diesem Land uns ständig den Kopf darüber zerbrechen müssen, was alles passieren könnte und wer dafür verantwortlich wäre. Mit der Folge daraus entstehender, latenter Ängste. Aus meiner Kindheit kenne ich noch Zeiten, da war das anders. Da war jeder für sich selbst verantwortlich.


Das unterschreib ich Dir 1:1 !

H.

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UKW: Wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe.....


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