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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Erhöhung der Heizspannung auf einfachem Wege ?

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BeitragVerfasst: Fr Aug 17, 2018 9:16 
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Hallo in die Runde.

Ich möchte ein Thema aufgreifen, das sicherlich an verschiedenster Stelle mal diskutiert oder vielleicht auch schon mit Lösungsansätzen versehen worden war, und Eure Tipps erfragen.

Der Reparateur eines alten Wechselstromröhrenradios steht ja mitunter vor der Aufgabe, eine nicht-originale Röhre verbauen zu wollen, deren Heizspannungsbedarf sich vom Original unterscheidet.
Nun lässt sich dies bei einer Ersatzröhre mit niedrigerer Heizspannung ja oft durch geeignete Vorwiderstände lösen (Beispiel: Ersatz der RES 164 durch z.B. eine 3B4 -> https://www.radiomuseum.org/forum/3b4_d ... es164.html ), etwas schwieriger liegt der Fall, wenn z.B. eine E-Röhre durch eine P-Röhre höherer Heizspannung Ersatz finden soll.

Das Problem ist dem Radioreparateur im Grundsatz nicht neu, es stellte sich vornehmlich bereits in der Nachkriegszeit mit ihrer Röhrenknappheit. Regelmäßig wird dann empfohlen, den zusätzlichen Heizspannungsbedarf durch Aufbringen von Heizwicklungen auf den vorhandenen Trafo bzw. Einbau eines zusätzlichen Heiztrafos zu ermöglichen.
Auch wird mitunter die Gewinnung zusätzlicher Heizspannung aus der Primärseite des Trafos beobachtet, was immer man davon halten möchte (z.B. Ersatz einer RENS 1284 durch RENS 1884, wie von mir in einem Philips vorgefunden).

Nun ist mir in Erinnerung, dass auch eine Kaskadenlösung mittels Dioden schon in Beiträgen auftauchte.
Wie sähe dies aus und was wäre davon zu halten?

Mir geht es in diesem Beitrag ausschließlich um die Heizungsfrage, nicht um Grundsatzüberlegungen zur sonstigen Anpassung einer Ersatzröhre und der möglichen Nachteile.

k.

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k. steht für klaus

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BeitragVerfasst: Fr Aug 17, 2018 10:32 
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Hallo Klaus,

das geht prinzipiell, allerdings hast du dann mit zwei großen Elkos und zwei Si-Dioden eine Menge unzeitgemäßer "Fremdkörper" in deinem Gerät. Da ist ein kleiner zusätzlicher Trafo schon zeitgemäßer und unauffälliger. Erst recht ein kleiner selbstgewickelter, der von 6,3Volt herauf auf die Spannung der P-oder U-Röhre transformiert, als Spartrafo natürlich, mit denkbar geringem Aufwand. Das wäre dann klassische Elektrotechnik, wie man sie auch anno dunnemals bei gleicher Problemstellung realisiert hätte.

Gruß
Stefan


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BeitragVerfasst: Fr Aug 17, 2018 12:06 
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Hallo Stefan,

ich denke, die Kaskade ließe sich klein genug bauen und versteckt unterbringen, aber:
Ich bin hier für alle Lösungsvorschläge offen. Deshalb mal "frei weg" gefragt: wie wäre es mit einer reinen Gleichrichtung der vorhandenen Heizspannung für die betroffene Röhre? Das wäre natürlich nur eine sehr begrenzte Lösung.

Gruß
k.

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BeitragVerfasst: Fr Aug 17, 2018 12:46 
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Hallo, Klaus,
Um möglichst präzise antworten zu können, sollte bekannt sein, welche Röhre/ welche Heizspannung/Strom die originale Röhre hat, und welche Spannung/Strom die verwendete Ersatzröhre hat.

Alles zuvor ist eher theoretisch....

Viele Grüße,
Henning

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Schlau ist, wer weiss, wo er nachlesen kann, was er nicht weiss


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BeitragVerfasst: Fr Aug 17, 2018 13:09 
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Um z.B. eine PCL86 anstelle einer ECL86 zu betreiben, genügt folgende Schaltung:

Dateianhang:
Ersatz_ECL86_PCL86.png
Ersatz_ECL86_PCL86.png [ 1.67 KiB | 1241-mal betrachtet ]


Den genauen Wert der Heizspannung kann man mit R1 einstellen. Man kann aber aich R1 weglassen und die Kapazität der Elkos so variieren (reduzieren), dass die Sollspannung erreicht wird.

Lutz


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BeitragVerfasst: Fr Aug 17, 2018 14:06 
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Hallo,

:danke:
klausw hat geschrieben:
Nun ist mir in Erinnerung, dass auch eine Kaskadenlösung mittels Dioden schon in Beiträgen auftauchte.
Wie sähe dies aus

http://www.jogis-roehrenbude.de/Bastels ... askade.htm

klausw hat geschrieben:
und was wäre davon zu halten?

Nichts.
Simulier Dir einfach mal so eine Schaltung und schau Dir die Ströme durch die Bauteile an. Wenn es gut läuft, baust Du Dir damit eine enorme Störbombe ein.


MfG
Munzel


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BeitragVerfasst: So Aug 19, 2018 8:26 
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hoeberlin hat geschrieben:
Hallo, Klaus,
Um möglichst präzise antworten zu können, sollte bekannt sein, welche Röhre/ welche Heizspannung/Strom die originale Röhre hat, und welche Spannung/Strom die verwendete Ersatzröhre hat.

Alles zuvor ist eher theoretisch....

Viele Grüße,
Henning


Zunächst einmal danke für die bisherigen Antworten.

Hallo Henning, hier die Daten eines möglichen Anwendungsbeispiels:

Originalröhre: Uh 2,5 Volt, Ua 1,5 Amp
Ersatzröhre: Uh 4 Volt, Ua 1 Amp, beide direkt geheizt
Ich möchte betonen, dass dies ein (1) denkbares Anwendungsbeispiel wäre. Es geht ums Prinzip, wenn ich das dank Eurer Hilfe durchblickt habe, kann ich das Gelernte auch auf gleichgelagerte Fälle übertragen.
(Zweites Beispiel: Ersatz ECL86 durch PCL 86)

Lutz
Vielen Dank für die Schaltung.

Munzel
Danke für den link.

Grundsatzgedanke: Ziel einer solchen Bastelei ist natürlich,
a) mit möglichst wenig Bauteilen auszukommen
b) Vermeidung von dadurch produzierten Störeinflüssen
c) Reversibilität, d.h. keine Veränderung der Röhrenfassung im Gerät, also maximal Adapterlösung für Neuröhre bzw. Umlöten der Fassungsanschlüsse

Noch offen: meine Frage "Ich bin hier für alle Lösungsvorschläge offen. Deshalb mal "frei weg" gefragt: wie wäre es mit einer reinen Gleichrichtung der vorhandenen Heizspannung für die betroffene Röhre? Das wäre natürlich nur eine sehr begrenzte Lösung."

k.

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BeitragVerfasst: Mi Aug 22, 2018 6:58 
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Jetzt ist hier eine 'Schweigeminute' eingetreten.

Ich nutze diese Pause und stelle mal ein Beispiel zur Verdeutlichung ein. Das genannte Gerät ist nicht in meinem Besitz, aber es bietet sich als Anschauungsobjekt an. Wir sehen 2 Ausführungen der Gleichrichterröhre:
https://nvhrbiblio.nl/schema/AEG_1WGeadem.pdf

Um die Betrachtung der Heizspannungserhöhung nun an diesem Beispiel zu illustrieren:

Sofern im Gerät eine RGN1503 verwendet wurde, so haben wir einerseits eine seltene und teure Röhre, andererseits eine wenig gebräuchliche Heizspannung (2,5 Volt). Naheliegend wäre es, in einem solchen Gerät eine RGN 1064 arbeiten zu lassen; es gab ja wohl auch Varianten mit dieser Bestückung, wie der Plan ausweist.

Konzentrieren wir uns aber auf die Frage der Heizspannungserhöhung auf in diesem Beispiel 4 Volt (bei 1 A Heizstrom).
Unsere Annahme zu Beginn dieses threads war, dass am Originaltrafo keine Veränderungen vorgenommen werden können/sollen, und dass auch der Einbau eines Zusatzheiztrafos (hier: 4 Volt 1 A) unerwünscht ist.

Die RGN1064 liefe mit 2,5 V deutlich unterheizt. Natürlich könnte man eine völlig verbrauchte Röhre einsetzen und diese mit Si-Dioden brücken (+ Widerständen etc.).

Was wäre Eure Lösung?



k.

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BeitragVerfasst: Mi Aug 22, 2018 7:28 
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Hallo Klaus,

"wie wäre es mit einer reinen Gleichrichtung der vorhandenen Heizspannung" -da wartest du ja noch auf eine Antwort.

Hier bekämst du theoretisch eine Spannung von 1,4 x der Wechselspannung heraus, allerdings abzüglich 2 mal der Flussspannung der Siliziumdioden, also 2 x ca 0,5...0,7V. Bei einer so niedrigen Heizspannung wie in deinem Beispiel (2,5V) wäre also der Erhöhungseffekt verpufft.

Gruß
Stefan


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BeitragVerfasst: Mi Aug 22, 2018 10:04 
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Hallo Stefan, danke für die Info. :danke:

Die Sache mit der Flussspannung war mir bis dato nicht bewusst, das ist gut zu wissen.
Der Grundgedanke war nämlich (am Beispiel) : 2,5 V x ca.1,4 = 3,5 Volt, was für ein 4 Volt-Röhre allemal besser als 2,5 V ist. Betrachtet man dann - in dieser Theorie - noch die erhöhte Netzspannung, so hätte man vielleicht gemessen bei 3,7 Volt gelegen.

Gruß
k.

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