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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Der Öl- und Fett-Thread

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 Betreff des Beitrags: Der Öl- und Fett-Thread
BeitragVerfasst: Mo Aug 06, 2018 20:07 
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Registriert: Mo Aug 27, 2012 14:47
Beiträge: 939
Hallo Leute,

was bevorratet Ihr so an Ölen und Fetten für allgemeine Reparaturen und Gerätepflege?

Ich bin vor Jahren bei einer örtlichen Fachhandlung* für Schmierstoffe mit dem Werkstatthandbuch einer Telefunken Studiomaschine M5 vorstellig geworden, und die haben mir aus ihrem reichen Fundus an Unterlagen eine Sammlung von Ölen und Fetten herausgesucht, da es die original dort vorgeschriebenen Produkte alle längst nicht mehr gab.

Dieses Sortiment hat mir bei allen möglichen Projekten immer wieder gute Dienste geleistet. So auch beim Motor des aktuell in Arbeit befindlichen Philips Plattenspielers. Dachte ich jedenfalls. Allein, dieser Motor wird im Betrieb recht warm und jetzt riecht der ganze Plattenspieler wie ein alter Schiffsdiesel. Ich habe daraufhin mal an der Ölflasche gerochen und das riecht auch so schon recht streng.

Da ist mir erst mal klargeworden, dass das ganze Zeug mindestens 30 Jahre alt ist.

Vielleicht ist es doch Zeit für was Neues. Was habt und nehmt Ihr so?

Ralf

*) https://www.burrenkopf.com

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Und wenn ich nicht mehr weiter weiß, dreh ich am Oszillatorkreis.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Öl- und Fett-Thread
BeitragVerfasst: Mo Aug 06, 2018 21:00 
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Beiträge: 620
Wohnort: Esslingen
Kenntnisstand: Weitergehende Kenntnisse (Hobby)
Hallo Ralf,

nun, das kommt ganz drauf an.

Für Schmierstellen, welche ohne Zerlegung erreichbar sind verwende ich gerne Ballistol.
Das hat den Vorteil, dass es nach einiger Ablüftzeit eine sulzige Konsistenz annimmt, ohne jedoch zu verharzen.
Gut eignet sich zu diesem Zweck auch Modellbahnöl, da dieses ebenfalls nicht verharzt.

Für Gleitbahnen von Schaltern oder Tastensätzen nehme ich weiße Vaseline, weil hier oft Kunststoffe beteiligt sind und ich lieber nicht ausprobieren will, ob sich die Kunststoffe mit Fett auf Mineralölbasis vertragen.

Für z.B. Potiachsen, wenn ich das Poti zerlegen musste, verwende ich dann ein handelsübliches Gleit- und Wälzlagerfett, sparsam dosiert.

WD40 verwende ich nur im äußersten Notfall.

Mehr Schmiermittel habe ich nicht vorrätig.


Grüße

Martin


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Öl- und Fett-Thread
BeitragVerfasst: Di Aug 07, 2018 6:59 
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Registriert: Di Apr 19, 2016 20:33
Beiträge: 414
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Ballistol ist in erster Linie ein Reinigungsöl (Weißöl= Paraffinöl).
WD 40 ist überhaupt kein Schmieröl, sondern ein Kriechöl zur Rostlösung, Reinigung, Wasserverdrängung und als Korrosionsschutz.
In drehenden Lagern hat es nichts zu suchen.

Öle in der Radio-Phono-Tonbandwerkstatt sollten sein:
- ein gutes dünnflüsssiges Öl wie Sprühöl 88
- für anspruchsvolle Sinterlager ein gutes Sinterlageröl (z.B. PDP 65) - braucht der Nur-Radio-Schrauber nicht
- dazu ein Fläschchen normales Feinmechaniköl ('Nähmaschinenöl') aus dem Baumarkt kann auch nicht schaden

Wer viel mit Kunststoffteilen zu tun hat (Videorecordermechanik), hat auch Silikonöl zu stehen.

Dazu ein technisches Schmierfett/technische Vaseline.

Das langt normalerweise.

Gruß
Stefan


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Öl- und Fett-Thread
BeitragVerfasst: Di Aug 07, 2018 7:27 
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Registriert: Sa Mär 28, 2009 1:04
Beiträge: 146
Wohnort: Nordbayern
Kenntnisstand: Sehr gute Kenntnisse (Hobby)
Hallo,
genauso sehe ich es auch!
Ballistol greift laut Hersteller Kupfer und Messing an, das zeigt sich dann in einer grünlichen Pampe (Korrosionsprodukt).

Zum Schmieren für die gröberen Sachen auch gern ein paar Tropfen 10W40, als Resttropfen aus der Auto-Öl-Nachfülldose.

Viele Grüße
Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Öl- und Fett-Thread
BeitragVerfasst: Di Aug 07, 2018 10:27 
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Registriert: Di Jun 19, 2012 23:12
Beiträge: 2448
Wohnort: Bubenreuth
Kenntnisstand: Weitergehende Kenntnisse (Hobby)
Ohne klugscheißen zu wollen möchte ich darauf hinweisen dass Vaseline ein Mineralölprodukt ist.
Wie schon gesagt wurde sind weder Ballistol noch WD40 Schmieröle. Wobei Ballistol diese Forderung weitaus besser erfüllt als WD40 da es auf Paraffinöl basiert, WD40 auf Petroleum.
Ich persönlich komme mit Turbinenöl, Silikonöl-und Fett, Kugellagerfett und Nähmaschinenöl völlig aus.

Gruß,
Achim


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Öl- und Fett-Thread
BeitragVerfasst: Di Aug 07, 2018 11:55 
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Registriert: Di Mai 18, 2010 9:45
Beiträge: 2119
Wohnort: Unterfranken-W
Kenntnisstand: Weitergehende Kenntnisse (Hobby)
Im persönlichen Schmierschrank finden sich:

- ein handelsübliches Wälzlagerfett. Brauche ich eher im Kfz- bzw. Fahrradbereich, beim Radio selten.

- ein Fläschchen mit handelsüblichem mineralischem Kfz-Motoröl, damit schmiere ich seit Jahrzehnten Seilzugrollen bzw. Drehkokugellager, auch Achswellen an ihren Durchgängen durchs Chassis.

- ein Fläschchen mit so genanntem Fahrradöl. Gibt's meist in durchsichtigen Plastikfläschchen zu 1 €. Damit arbeite ich sehr gerne, ist allerdings wirklich sehr dünnflüssig, so dass man sorgsam dosieren muss.

- ein Tübchen weiße Vaseline, kam bisher seltenst zum Einsatz.


k.

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k. steht für klaus

Ein Mann mit einer neuen Idee ist so lange unausstehlich, bis er der Idee zum Erfolg verholfen hat.
(Mark Twain)


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Öl- und Fett-Thread
BeitragVerfasst: Di Aug 07, 2018 17:55 
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Registriert: Mo Aug 27, 2012 14:47
Beiträge: 939
achim1 hat geschrieben:
Ohne klugscheißen zu wollen möchte ich darauf hinweisen dass Vaseline ein Mineralölprodukt ist.


Nicht von ungefähr heißt es bei den Anglophonen petroleum jelly.

Ballistol hat hier sowieso Hausverbot, da ich den Gestank von Babykotze, den das Zeug verbreitet, nicht ertrage.

Zitat:
Ich persönlich komme mit Turbinenöl, Silikonöl-und Fett, Kugellagerfett und Nähmaschinenöl völlig aus.


Turbinenöl? Was ist das denn?

@Alle:

Vielen Dank für Eure vielen Tips.

Ralf

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Öl- und Fett-Thread
BeitragVerfasst: Mi Aug 08, 2018 0:58 
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Beiträge: 3150
Wohnort: Weilheim i.OBB (bei München)
Kenntnisstand: Sehr gute Kenntnisse (Hobby)
Ich verwende Öle und Fette aus der Uhrmacherei.
Sie sind alle komplett auf synthetischer Basis und verharzen nicht. Zudem haben sie sehr gute Schmiereigenschaften.
Leider sind sie vergleichsweise teuer.

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http://www.phalos-werkstatt.de

Elektronik funktioniert mit Rauch. Denn wenn der Rauch raus kommt funktioniert die Elektronik nicht mehr!


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Öl- und Fett-Thread
BeitragVerfasst: Mi Aug 08, 2018 1:55 
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Beiträge: 1314
Wohnort: Geilenkirchen
Hallo

Für nicht so feine Sachen nehme ich Getriebeöl vom KFZ.

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Gruß Helmut
---------------------
Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. -Sokrates-


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Öl- und Fett-Thread
BeitragVerfasst: Fr Aug 10, 2018 11:04 
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Turbinenöl wird in der Zahnmedizin für Turbinen verwendet. Ist sehr dünnflüssig mit sehr stabilem Gleitfilm


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Öl- und Fett-Thread
BeitragVerfasst: Fr Aug 10, 2018 23:38 
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Registriert: Mo Aug 27, 2012 14:47
Beiträge: 939
Ah, ok. Ich habe hin und wieder mit Handbüchern zu Turbinen zu tun, aber die sind so groß, dass sie im Turbinenhaus wohnen. ;-)

So, ich habe heute neues Öl und Fett besorgt und muss feststellen, das riecht auch alles nicht besser als das alte. Vor allem das ATF hat eine Note wie Fischtran. Alles nix, was ich in einen Plattenspielermotor tun wollte, der im Betrieb ausgesprochen warm wird.

...und bin so klug als wie zuvor.

Ralf

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Öl- und Fett-Thread
BeitragVerfasst: Sa Aug 11, 2018 0:03 
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Registriert: Sa Mär 28, 2009 1:04
Beiträge: 146
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Hallo,
für einen Plattenspielermotor würde ich ein dafür geeignetes Öl nehmen (kein Fett, ATF oder so), wie Stefan oben schon schrieb:

"Öle in der Radio-Phono-Tonbandwerkstatt sollten sein:
- ein gutes dünnflüsssiges Öl wie Sprühöl 88
- für anspruchsvolle Sinterlager ein gutes Sinterlageröl (z.B. PDP 65) - braucht der Nur-Radio-Schrauber nicht
- dazu ein Fläschchen normales Feinmechaniköl ('Nähmaschinenöl') aus dem Baumarkt kann auch nicht schaden
"

Viele Grüße Michael (der dafür Sinterlageröl oder etwas Sprühöl 88 nehmen würde)


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Öl- und Fett-Thread
BeitragVerfasst: Sa Sep 01, 2018 21:05 
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Registriert: Fr Nov 18, 2011 0:30
Beiträge: 203
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Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
omega hat geschrieben:
"Öle in der Radio-Phono-Tonbandwerkstatt sollten sein:
- ein gutes dünnflüsssiges Öl wie Sprühöl 88...

Mein Sprühöl 88 ist fast leer und ich habe gerade eine neue Dose besorgt.

Auf der alten Dose steht beispielsweise
-"Sprühöl 88 ist eine Kombination von synthetischen und nätürlichen Schmierstoffen"
d. h. teilsynthetisch. Auf der neuen steht dieser Satz nicht mehr.

-"Sprühöl 88 ist verwendbar von -40 °C bis +175 °C, entspricht MIL-L-644B O-190 VTL 9150 bis 027."
Auf der neuen steht "Temperatureinsatzbereich von -30 °C bis +100 °C." ohne weitere Zusätze.

Wird jetzt mehr Mineralöl statt sysnthetisches Öl verwendet und damit eine "andere" Qualität geliefert?

Bernhard


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Öl- und Fett-Thread
BeitragVerfasst: So Sep 02, 2018 10:31 
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Registriert: Mo Aug 27, 2012 14:47
Beiträge: 939
Das Zeug ändert sich doch alle naselang. Wenn man nur sieht, was aus dem guten Tunerspray 600 und Kältespray geworden ist.

Ralf

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