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 Betreff des Beitrags: Restauration Grundig TK46
BeitragVerfasst: Mo Dez 02, 2019 3:13 
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Guten Morgen liebe Forumsmitglieder,

vor kurzem bin ich umgezogen, hierbei sind wieder einige angefangene aber nie fertig gestellte Projekte aufgetaucht.
Diese arbeite ich aktuell nach und nach Ab, damit Sie wieder Wohnzimmertauglich werden.

Aktuell dran: Ein Grundig TK46
Nun zu den Problemchen, dem Grund meines Beitrages:


1. Bei der Aufnahme erfolgt keine Wiedergabe des Eingangssignals

Laut Bedienungsanleitung soll das Gerät während der Aufnahme das Eingangssignal wiedergeben, mit Drücken der Taste "Con" soll eine Hinterbandkontrolle erfolgen. Beides funktioniert nicht. Zieht man den Stecker des Gerätes, so hört man nach 2 Sekunden etwas, solange bis die Kondensatoren entladen sind. Ich vermutet, irgendein Bauteil schlägt aber einer gewissen Betriebsspannung durch und zieht das Signal auf Masse. Leider reichen meine schaltungstechnischen Kenntnisse nicht für eine genaue Analyse des Problems. Interessant ist, das beide Kanäle betroffen sind.

Ich habe mal die Spannung der relevanten Röhren gemessen, Eingangsspannung Netzseitig 231 Volt, Spannungswahlschalter auf 240 Volt.
Das Schaltbild mit den gleichen Angaben zum Vergleich gibts hier:
http://pixelbanane.de/yafu/info/9803116 ... 3%A4t+.pdf


Verstärker Links:

EF86
Pin1 - Soll 45V - Ist 40,9V (Gitter2)
Pin6 - Soll 55V - Ist 51,5V (Anode)

ECC81
Pin1 - Soll 95V - Ist 80V (Anode II)
Pin3 - Soll 1,9V - Ist 1,7V (Kathode II)
Pin6 - Soll 95V - Ist 81,5V (Anode I)


Verstärker Rechts:

EF86
Pin1 - Soll 45V - Ist 45,3V (Gitter2)
Pin6 - Soll 55V - Ist 64,2V (Anode)

ECC81
Pin1 - Soll 95V - Ist 83,6V (Anode II)
Pin3 - Soll 1,9V - Ist 1,6V (Kathode II)
Pin6 - Soll 95V - Ist 82-84V - Schwankt (Anode I)
Pin8 - Soll 0,95V - Ist 0,7V (Kathode I)

Die Röhren ECC83 und ELL80 dürften irrelevant sein, da der Endverstärker einwandfrei funktioniert und bereits hier am Eingang kein Signal mehr ankommt.
Ebenso die EL95 (Löschoszillator) und die EM84 (Aussteuerungsanzeige bei Aufnahme, funktioniert einwandfrei).


2. Metallische Schleifgeräusche aus dem Lager der Tonwelle mit Schwungrad

Seitdem ich das Gerät auf den Kopf gedreht habe um im Betrieb die Spannungen zu messen, erzeugt das Schwungrad der Tonwelle im Leerlauf und Umspulbetrieb dauerhaft ein metallisches Quietschen bzw. Kreischen. Klingt für mich nach einem Lagerschaden, aber nur vom Umdrehen dürfte das doch nicht kommen :?: Auch im Betrieb tritt das Geräusch gelegentlich auf. Verstärkt bei 19cm/s.

Mein Plan: Abbau der Kopfträgerplatte und herausnehmen des Schwungrades. Anschließend Lagertausch oder Neufettung.
Gibt es hierzu Tipps und Erfahrungen? Sind überhaupt Ersatzteile verfügbar und ist der Abbau des Kopfträgers ohne große Probleme möglich?


3. Abbau der Knöpfe für Wiedegabe- und Aufnahmepegel

Leider hat der Vorbesitzer beide Knöpfe zerstört und geklebt. Ich habe neue Knöpfe als Ersatz hier, doch die Befestigung des unteren Knopfes ist im Gehäuse versenkt. Von der Unterseite des Gerätes aus ergibt sich keine mir ersichtliche Möglichkeit die Verkleidung, das Potentiometer oder den Knopf zu lösen. Hat jemand hierzu evtl. einen Tipp oder Erfahrungswerte?


Vielen Dank für eure Hilfe im Voraus :super:


P.S.: Wer wissen möchte wie das Gerät aktuell klingt, der kann sich folgenden Soundschnipsel anhören:
http://pixelbanane.de/yafu/445014386/TK46_Sample.mp3

Die Aufnahme ist eine Fremdaufnahme, entstanden auf einer Revox B77 eines Bekannten.
Aufgenommen auf dem Bandtyp LPR35 (Neuware von eines großen Musikhauses) mit ordentlich Bandsättigung.

Des weiteren wurden folgende Arbeiten bereits am Gerät durchgeführt:

- Erneuerung des Gummis der Andruckrolle
- Erneuerung des Andruckbandes
- Reinigung von Gehäuseboden, Deckel und Gehäuseinneren
- Reinigung aller Kontakte mit Kontakt 61

Übrigens werden auch die Knöpfe für Höhen und Bässe sowie der überdrehte Eingangswahlschalter ausgetauscht.
Ich bin sehr froh, dass mir sehr nette Menschen im Laufe der Jahre diese Ersatzteile kostengünstig überlassen haben.

Gruß Micha


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Zuletzt geändert von Micha94 am Mo Dez 02, 2019 12:59, insgesamt 1-mal geändert.
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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration Grundig TK46
BeitragVerfasst: Mo Dez 02, 2019 6:15 
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Moin moin Micha,
zum Aufnahmeproblem, evtl. ist nur der Kontaktschieber des Aufnahme/Wiedergabeschalter verschmutzt, mehrere gezielte Sprühstöße bei bewegtem Schalter, direkt ins Schalterinnere, möglichst von beiden seiten, könnte das Problem schon lösen.

_________________
M.f.G.
harry

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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration Grundig TK46
BeitragVerfasst: Mo Dez 02, 2019 13:01 
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Das war auch meine erste Vermutung, doch leider ohne Erfolg. Habe schon sämtliche Schalter im Gerät gründlich gereinigt, da es noch mehr Kontaktprobleme gab.
Habe übrigens gerade den nicht funktionierenden Link zum Service Manual korrigiert.


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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration Grundig TK46
BeitragVerfasst: Mo Dez 02, 2019 22:13 
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Hallo Micha,

da stellen sich noch ein paar Fragen:
- Funktioniert denn überhaupt die Wiedergabe vom Band??
- Schlägt in Stellung Aufnahme das mag. Band aus? Wenn nein:
- Gelangt das Eingangssignal überhaupt richtig ins Gerät? Also mit Anschlüssen etc alles richtig gemacht?

Signal in Radioeingang einspeisen. Eingangswähler auf Radio. Das ist das Symbol mit dem Kasten mit dem Trichter nach oben.
Auf L und R und Wiederg. L und R drücken. CON und SYN nicht gedrückt! Aussteuerung aufdrehen mit dem linken oberen Knopf. Lautstärkeeinstellung mit beiden Knöpfen rechts.

Generell gilt: Da kaum anzunehmen ist, dass beide Verstärkerzüge (L und R) den gleichen Fehler haben, muss es ein grundsätzliches Problem sein.

Wie immer hilft sonst nur noch systematischer Fehlersuche:
1. Löte zwei der drei Strippen vom Motor ab, dann nervt der nicht während der Suche. Aber Anschlüsse markieren!

2. Signal vom Eingang über den jeweiligen Verstärker hinweg verfolgen! Erste Röhre (EF), g1, anode, erste Triode der ECC g1, Anode usw.
Verfolgen mit Oszilloskop.

Wenn dieses nicht vorhanden: Brummt's im Lautsprecher wenn du den Signalweg mit einer Strippe berührst? An der letzten Röhre angefangen,
und dann Stück für Stücj rückwärts nach vorne Richtung EIngang.

VG Stefan


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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration Grundig TK46
BeitragVerfasst: Di Dez 03, 2019 0:09 
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Guten Abend Stefan,

- Wiedergabe vom Band funktioniert --> Hörprobe ist oben als .mp3 angehangen
- Magisches Band schlägt aus, Einpegeln geht einwandfrei
- Aufnahme auf Band und die Wiedergabe des selbigen Signals funktioniert ganz passabel

Das einzige was nicht funktioniert, ist das Mithören bei der Aufnahme und die Hinterbandkontrolle.
Kannst du mir evtl. im Schaltbild zeigen, wo im Signalweg das Signal zum Mithören abgegriffen wird?

Gruß Micha


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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration Grundig TK46
BeitragVerfasst: Di Dez 03, 2019 10:26 
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Hallo Micha,
na klar. Hier, da steht alles drin. Nur für einen Kanal, aber die sind ja gleich aufgebaut.

Ich sehe nicht viele Möglichkeiten, wo das Signal auf dem grünen Weg verloren gehen soll!
Kleine Korrektur: Die Leitung von R 113 muss natürlich auch gelb sein.

VG Stefan


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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration Grundig TK46
BeitragVerfasst: So Dez 08, 2019 5:51 
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Moin,

ich habe den ersten Fehler gefunden. Interessanterweise lag er nicht im Signalweg.

Es lag ein Drahtbruch zwischen Ausgangsübertrager und Eingangswahlschalter vor. Im Wiedergabebetrieb wird dieser Kontakt des Eingangswahlschalters überbrückt.
Erklärung: Der Eingangswahlschalter "E1" schaltet in der Stellung "Telefonadapter" die Masseverbindung zum Ausgangsübertrager ab, durch den Drahtbruch herrschte dauerhafte Stille.
Darauf muss man erst mal kommen. Das Signal war nämlich bis zur Endstufe vorhanden und selbst nach dem Ablöten der Endstufe vom Gerät und Anlegen eines externen Signal war es noch ruhig.

Ich habe es anbei einmal im Schaltbild angezeichnet.

Leider gibt es ein neues Problem. Nach der direkten Fehlerbehebung funktionierte das Gerät prächtig. Nach dem kompletten Zusammenbau nicht mehr. Ich habe wohl irgendwo einen Draht abgerissen und nun kommt das rechte Signal nicht mehr von der Aufnahmebuchse zur ECC81 und es übersteuert mit Brumm. Aufgrund der ganzen Schalter und Kontakte finde ich den Signalweg wieder nicht.

Kann mir jemand den Signalweg von der Eingangsbuchse über den Aufnahmeregler bis zur ECC81 in das Schaltbild einzeichnen?

Danke und viele Grüße

Micha


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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration Grundig TK46
BeitragVerfasst: So Dez 08, 2019 7:38 
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Nö, nach dem nach meinem letzten gezeichneten Plan nicht mal ein Danke kam, nicht.

VG Stefan


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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration Grundig TK46
BeitragVerfasst: So Dez 08, 2019 18:18 
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Ich hab doch bereits zwei mal Danke geschrieben.
Jeweils zwei mal im Voraus ganz oben und bei meinem letzten Beitrag ;-)

Ohne deinen Plan wäre ich sicherlich noch nicht soweit, den ohne hätte ich gar nicht festgestellt, dass es nicht am Signalweg liegt.

Und gerade an Weihnachten sollte man sich doch nicht in Kleinigkeiten verlieren :bier:
Ich bin in vielen Foren und Gruppen zum Thema Elektroinstallation unterwegs. Da kommt oft nicht mal das zurück.


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