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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Probleme beim Nachbau eines Tonabnehmersystems

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BeitragVerfasst: Do Jun 30, 2016 9:34 
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Kenntnisstand: Weitergehende Kenntnisse (Hobby)
Hallo Gemeinde,
ich weiß ja, dass die Zahl der Fans alter Plattenspieler hier nicht allzu groß ist, aber vielleicht kommt doch die eine oder andere Anregung. Im Moment hänge ich fest und komme einfach nicht mehr weiter.

Ich habe es mir das Ziel gesetzt, die raren noch funktionierenden Elac Tonabnehmersysteme vom Typ KST 8/9, nachzubauen. Das würde prinzipiell auch ganz gut klappen, es gibt aber Probleme.

Nach einiger Recherche über die piezoelektrischen Eigenschaften von Seignettesalz war schnell klar, dass das mit Hobbymitteln nicht zu leisten ist. Kristallzucht, Kristallwachstumsrichtung, Schnittwinkel, Bedampfung, ect. - das wird nichts.
So bin ich ausgewichen auf Bariumtitanat, das Material also das in den etwas späteren Keramiksystemen verwendet wurde.
Nachdem rund 100 solcher Plättchen beschafft waren konnten die Versuche losgehen.
Inzwischen sind fast alle Probleme gelöst, bis auf zwei:

Das Ausgangssignal der damit nachgebauten Systeme ist merklich geringer als das der Originale. Das könnte prinzipbedingt sein, da der piezoelektrische Effekt bei Seignettesalz ausgeprägter ist.
Das zweite, gravierendere Problem ist der Klang. Es ist zwar kein Problem die prinzipielle Funktion herzustellen, der Klang bleibt aber hinter dem Original zurück. Die Tiefen sind deutlich geringer, der ganze Klang mittenbetont und etwas schrill.

Das KST 8/9 ist ja ein Mono System und im Original liegt das Kristallplättchen waagerecht im Gehäuse. Bei der Auslenkung der Nadel wird es also über die Breitseite verformt, was mir seltsam erscheint.
Ein versuchsweise eingesetztes Plättchen aus Bariumtitanat in der derselben Position ergab ein minimales Ausgangssignal mit großen Verzerrungen und stark gequetschtem Klang.
Das einzige, mir bekannte Monosystem auf Keramikbasis ist das ElektroVoice 51. Bei dem steht das Plättchen senkrecht im Gehäuse, nicht waagerecht.
Versuchsweise hab ich das dann beim Elac System auch so gemacht und das Ergebnis war unvergleichlich besser.
Nun begannen endlose Versuchsreihen mit unterschiedlich harten und weichen Gummilagern, alles eben was man als Stellschraube für den Klang vermuten könnte. Das Ergebnis war bescheiden. Das scheinen keine wesentlichen Faktoren zu sein. Bis auf geringfügige Änderungen in der Höhe des Ausgangssignals ergaben sich durch die diversen Lager, geänderte Hebelverhältnisse, ect. keine signifikanten Unterschiede.
Auch ein Wechsel der Bariumtitanatplättchen gegen einen anderen Hersteller gab keine nennenswerten Änderungen.

Ich hänge jetzt also fest, komme nicht weiter. Woran kann es liegen?

Gruß,
Achim


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BeitragVerfasst: Do Jun 30, 2016 10:06 
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ich kann Dir leider nicht helfen, aber ich bewundere mit welcher Energie und Geduld Du Deine Projekte angehst.....und für die Infos die Du hier einstellst..ich lese immer mit!

:super:

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Gruss Nad

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BeitragVerfasst: Do Jun 30, 2016 10:10 
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Registriert: Do Dez 06, 2012 14:03
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..aber ich hab nen Elac Star S10V zuhause im "Lager"...weiss aber nicht was für ein System er hat und ob überhaupt noch eines drin ist.....ist gaaanz unten im Stapel

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BeitragVerfasst: So Dez 18, 2016 17:38 
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Registriert: Fr Aug 05, 2016 1:30
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Kenntnisstand: Grundkenntnisse (ohmische Gesetz etc.)
nflanders hat geschrieben:
..aber ich hab nen Elac Star S10V zuhause im "Lager"...weiss aber nicht was für ein System er hat und ob überhaupt noch eines drin ist.....ist gaaanz unten im Stapel

Mit Seignettesalz habe ich mir Kristalle gezüchtet für ein Tefifon .Es ist sehr schwierig da das richtige Material zu bekommen um den Kristall einzu Arbeiten,Versuche mit ganz dünner Kupfer Folie gingen waren aber nicht Befriedigend.Man muß ja die Ton Nadel Irgend wo Befestigen .Besser ging es mit Piezzo Schallwandler da drauf Nadel gelötet es ging besser.Habe nun lange nichts mehr in der Richtung gemacht.Mir fehlt die Zeit.Aber das ist nach meiner Erfahrung Ton mäßig noch das beste gewesen Für Cent Beträge mehrer Piezzo Wandler gekauft einge in kleine Streifen geschnitten und Nadel drauf gebastelt.Es ging .


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BeitragVerfasst: So Dez 18, 2016 19:12 
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Registriert: Mo Feb 24, 2014 20:25
Beiträge: 40
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Zu den fehlendem Bass: Bei Spannungsverstärkung bildet die Piezokapazität zusammen mit dem Eingangswiderstand einen Hochpass. Wenn jetzt eine geringere Abnehmerkapazität und eine geringere Empfindlichkeit zusammenkommen ...

Vorverstärker ? Ich würde da einen Ladungsverstärker nach Hrn Kistler vorschlagen. zb
wie hier vorgestellt

Schönen 4. Advent noch

Henrik

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BeitragVerfasst: Fr Jan 20, 2017 5:27 
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Beiträge: 2242
achim1 hat geschrieben:

Ich hänge jetzt also fest, komme nicht weiter. Woran kann es liegen?


Man kann vergangene Zeiten nicht zurück holen. Es geht nicht. So edel das Motiv auch ist, es geht nicht.

Weil: Oft hängen Erinnerung dran, nostalgische Gefühle. Technisch kann man das nicht rekonstruieren.

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- Ja, der Heesters, das hat er nun davon, von seiner Raucherei... -


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