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BeitragVerfasst: Mi Dez 21, 2016 21:38 
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Vor ein paar Tagen habe ich das Grundig mal in mein Zimmer getragen, um ab und zu mal Radio hören zu können, bis ich Zeit habe, mein kleines Telefunken Jubilate zu richten.
Ich habe dann mal das Chassis ausgebaut und die Anzeige für die Ferrit-Antenne genau justiert. Zudem habe ich den Elektrostaten geöffnet und festgestellt, dass die Folie an der Kontaktfläche komplett weggefressen ist, somit ist kein Kontakt möglich. Ich vermute mal, dass das durch zu langes erhitzen mit dem Lötkolben passiert ist.
Ich habe ihn jetzt mal so gut es geht wieder zusammengebaut und das letze Fitzelchen der Folie noch an der Kontaktfläche befestigt. Entweder funktioniert der Elektrostat immer noch nicht oder er spielt so leise, dass ich es nicht von dem großen Lautsprecher direkt daneben unterscheiden kann. Ich kann also nicht sagen, ob er funktioniert.
Die Anzeige für die Ferrit-Antenne ist jetzt aber passend :super: .
Leider hat sich ein neues Problem aufgetan - seit das Gerät bei mir im Zimmer steht brummt es in hörbarer Lautstärke aus den Lautsprechern, wenn die Röhren aufgeheizt sind. Schaltet man das Gerät ein, hört man nur ein leises Trafobrummen, sobald aber die Röhren warm werden, wird das Brummen aus dem Lautsprecher immer lauter.
Der Siebelko (2x50uF) ist eigentlich komplett neu, daran sollte es doch hoffentlich nicht liegen.
Ich habe schon im Internet gelesen, dass es auch daran liegen kann, dass die Störungen im Stromnetz durch Schaltnetzteile teilweise so hoch sind, dass sich das mit Brummen im Lautsprecher äußert. Vielleicht ist das Stromnetz in meinem Zimmer mehr verseucht als am alten Aufstellort...?
Ich werde das Gerät auf jeden Fall nochmal an den vorherigen Ort zurückbringen und nochmal überprüfen, ob es da auch brummt.

Als ich das Chassis ausgebaut hatte, habe ich auch direkt mal die Anoden- und Heizspannung überprüft. Der Selengleichrichter macht seine Arbeit noch sehr gut, die Spannungen liegen im Soll-Bereich (Schwankungen +/-5V, kurzzeitig und nur selten +/-10V, allerdings ist auch die Ungenauigkeit des Multimeters zu beachten). Die Temperaturen liegen nach ca. 1 Stunde Betrieb bei ungefähr 30 Grad, der darf definitiv bleiben :super: . Im Gegensatz zur Endröhre, die nach einer halben Stunde ca. 150 Grad erreicht. :Wichtig: . Aber da wird eine neue Röhre wohl kaum etwas daran ändern :mrgreen: .
Die Heizspannung ist teilweise etwas hoch, das maximale was ich gemessen habe, waren 6,7V, allerdings sinkt sie manchmal auch auf 6,1V ab. Anscheinend sind die Schwankungen bei uns im Stromnetz relativ hoch. Meistens liegt sie aber zwischen 6,2 und 6,5V, in meinen Augen muss ich keinen Widerstand einbauen - wie seht ihr das?
Noch eine kleine Sache, die aber mir aber auch schon am alten Ort aufgefallen ist: Manchmal raschelt/"kratzt" es für ein paar Sekunden aus dem Lautsprecher. Ich denke, dass es irgendwo im Gerät eine kalte Lötstelle geben muss, die das verursacht, da muss ich nochmal die Lötstellen überprüfen.

Meine neue ToDo-Liste sieht also so aus:
- Die Lautsprecherkabel ordentlich fixieren
- Den Hochtöner nochmal unter die Lupe nehmen
- Dem Brummen auf den Grund gehen
- Kalte Lötstelle suchen
- Die Regler für Bass und Höhen lassen sich nicht soweit drehen wie auf der Skala vorgesehen (wenn sie ganz nach rechts gedreht sind, füllen sie nur 3 1/2 der 5 Löcher aus)
- Den Platz für die übrig gebliebenen Teile suchen

Frohes Fest und einen guten Rutsch,
Marvin

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Gruß
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BeitragVerfasst: Do Dez 22, 2016 7:33 
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TheJukeboxMan hat geschrieben:
(...) Schaltet man das Gerät ein, hört man nur ein leises Trafobrummen, sobald aber die Röhren warm werden, wird das Brummen aus dem Lautsprecher immer lauter.
Der Siebelko (2x50uF) ist eigentlich komplett neu, daran sollte es doch hoffentlich nicht liegen.
Ich habe schon im Internet gelesen, dass es auch daran liegen kann, dass die Störungen im Stromnetz durch Schaltnetzteile teilweise so hoch sind, dass sich das mit Brummen im Lautsprecher äußert. Vielleicht ist das Stromnetz in meinem Zimmer mehr verseucht als am alten Aufstellort...?
Ich werde das Gerät auf jeden Fall nochmal an den vorherigen Ort zurückbringen und nochmal überprüfen, ob es da auch brummt.(...)

Die Heizspannung ist teilweise etwas hoch, das maximale was ich gemessen habe, waren 6,7V, allerdings sinkt sie manchmal auch auf 6,1V ab. Anscheinend sind die Schwankungen bei uns im Stromnetz relativ hoch.



Guter Zwischenbericht. (Machen leider zu wenige).

Anmerkungen meinerseits zu Deinen Ausführungen, die ich hier hineinkopiert habe:

Es sind nicht nur Schaltnetzteile, es sind z.B. auch:
- Energiesparlampen
- Moderne Fernseher (bei uns stört selbst der Fernseher der Nachbarin in der Doppelhaushälfte das Radio, das bei uns an der gemeinsamen Trennwand steht).
Manchmal hilft es tatsächlich, nur den Netzstecker in der Steckdose umzustecken.

Zur Heizspannung: die Schwankung von 6,7 Volt zu 6,1 Volt ist schon heftig. Da würde ich parallel zu diesen Messungen mal messen, ob die Netzspannung in gleicher Weise schwankt. Alternativ wäre denkbar, dass im Netzteil noch ein Fehler verborgen liegt.

Gruß
k.

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BeitragVerfasst: Fr Dez 23, 2016 17:06 
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klausw hat geschrieben:
Zur Heizspannung: die Schwankung von 6,7 Volt zu 6,1 Volt ist schon heftig. Da würde ich parallel zu diesen Messungen mal messen, ob die Netzspannung in gleicher Weise schwankt. Alternativ wäre denkbar, dass im Netzteil noch ein Fehler verborgen liegt.

Danke für den Tipp, das habe ich gestern direkt mal versucht.

Allerdings muss ich vorher erst noch erklären, wie ich zu diesen Ergebnissen gekommen bin:
Und zwar habe ich zwei Multimeter, ein etwas neueres von Voltcraft, dass bei Wechselspannung nur die Messbereiche 200 und 250 V bietet, dementsprechend ist es ungenauer als das 2. Multimeter. Es war dafür aber relativ günstig.
Das zweite Gerät ist auch von Voltrcraft, allerdings deutlich älter und bietet deutlich mehr und auch höhere Messbereiche, bei Wechselspannung bietet es bis 2,20,200,250 und 750V. Zudem zeigt es bis zu drei Nachkommastellen an. Dementsprechend kann man bei niedrigeren Spannungen eine höhere Genauigkeit erreichen.

Bei der ersten Messung habe ich mit dem neueren Voltcraft die Heizspannung gemessen und damit die o.g. Werte gemessen. Das musste ich machen, weil ich parallel dazu auch die Spannung hinter dem Gleichrichter gemessen habe. Da dabei Spannungen über 250V erreicht werden können, musste ich hier das ältere Voltrcraft verwenden, da dieses einen Messbereich bei Gleichspannung von über 250V bietet, was das neuere Voltcraft nicht hat.

Bei der 2.Messung (Post über diesem) habe ich die Multimeter vertauscht, da ich ja nun die Netzspannung und nicht die Spannung nach dem Gleichrichter gemessen habe und diese nicht über 250V steigt. Somit konnte ich dafür das neuere Voltcraft verwenden.
Das ältere Voltcraft habe ich dann aufgrund der erhöhten Genauigkeit und den kleineren Messbereichen diesmal zum Messen der Heizspannung verwendet.

Ergebnis:
Die Netzspannung schwankte während der Messung (30 Minuten) nur geringfügig (~228-233 V), die Heizspannung lag aber bei alarmierenden ~6,75-6,9 V, also deutlich zu hoch! Die geringen Schwankungen im Stromnetz wirken sich aber auf die Heizspannung aus, sinkt die Netzspannung, sinkt auch die Heizspannung.
Schalte ich das magische Auge am Schalter ein (ich habe die Heizung über einen Schalter getrennt, um es ausschalten zu können) sinkt die Heizspannung um ~0,1 V.
-> Ich habe komplett andere Werte als mit der vorherigen Messung erzielt. Ich persönlich würde eher sagen, dass die 2.Messung glaubwürdiger und genauer ist, dementsprechend werde ich auf jeden Fall einen Widerstand einbauen.

Ohne deinen Tipp hätte ich die Heizfäden der Röhren weiterhin mit diesen hohen Spannungen "gegrillt".
Ich werde jetzt auf jeden Fall mal einen Widerstand in die Heizleitung einbauen und dann nochmal eine Messung durchführen. Bis dahin betreibe ich das Gerät vorerst nicht weiter, nicht, dass mir noch eine Röhre kaputt geht.
Ich melde mich dann nochmal, wenn ich den Widerstand habe, davor muss ich aber zunächst die Stromaufnahme und die Belastbarkeit des Widerstands ermitteln.

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BeitragVerfasst: Fr Dez 23, 2016 18:20 
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Hallo,
ich würde da nichts in den Heizkreis einbauen, die Röhren sollten so ca. 2,5A ziehen, die Skalenlampen kommen noch dazu. Wenn Du unbedingt willst, dann 2x 0,51 Ohm 1W parallel. Versuche es doch netzseitig mit 39Ohm / 5W.

Alfred


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BeitragVerfasst: Fr Dez 23, 2016 19:35 
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Danke für den Tipp, das wäre auch noch eine Überlegung wert.
Da müsste ich nur nachschauen, ob das dann mit der Spannung hinter dem Gleichrichter noch passt.

Frohes Fest und einen guten Rutsch,
Marvin

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BeitragVerfasst: Fr Dez 23, 2016 20:34 
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Erst einmal würde ich überlegen, ob im Heizkreis nicht etwa eine Fehlmessung vorliegt. Mit was für einem Multimeter hast Du gemessen? Viele preiswerte Multimeter produzieren besonders in den unteren Wechselspannungsbereichen erschreckend große Messfehler und manchmal auch schwankende Anzeigewerte. Das würde zu Deiner Beschreibung passen.

Eine Schwankung zwischen 6,1 und 6,7 V bedeutet eine Schwankung von ungefähr 10 %. Im Heizkreis kann die Ursache nicht liegen, wenn die Röhren erst einmal aufgeheizt sind und keine Änderungen (Röhren herausziehen o.ä.) vorgenommen werden. Wenn die Netzspannung so stark schwankt, müsste man das an schwankender Helligkeit der Lampen im Haus deutlich merken.

Eine Heizspannung zwischen 6,1 und 6,7 V bedeutet eine Abweichung von etwa +6%/-3% von der Nennspannung 6,3 V. Die Netzspannung war auch früher mit einer Toleranz von +/- 10 % behaftet, die Röhren müssen das also vertragen. Wenn die genaue Einhaltung der Heizspannung so wichtig wäre, stünde das in den Röhrendatenblättern. Ich habe aber noch kein Datenblatt mit einer Toleranzangabe für die Heizspannung gesehen.

Folglich würde ich selbst dann, wenn die gemessenen Werte stimmen, gar nichts machen.

Lutz


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BeitragVerfasst: So Dez 25, 2016 7:48 
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TheJukeboxMan hat geschrieben:
Das ältere Voltcraft habe ich dann aufgrund der erhöhten Genauigkeit und den kleineren Messbereichen diesmal zum Messen der Heizspannung verwendet.
Ergebnis:
Die Netzspannung schwankte während der Messung (30 Minuten) nur geringfügig (~228-233 V), die Heizspannung lag aber bei alarmierenden ~6,75-6,9 V, also deutlich zu hoch! Die geringen Schwankungen im Stromnetz wirken sich aber auf die Heizspannung aus, sinkt die Netzspannung, sinkt auch die Heizspannung.
Schalte ich das magische Auge am Schalter ein (ich habe die Heizung über einen Schalter getrennt, um es ausschalten zu können) sinkt die Heizspannung um ~0,1 V.
-> Ich habe komplett andere Werte als mit der vorherigen Messung erzielt. Ich persönlich würde eher sagen, dass die 2.Messung glaubwürdiger und genauer ist, dementsprechend werde ich auf jeden Fall einen Widerstand einbauen.



Ok. Wenn ich das alles richtig interpretiere, ist die vorher genannte Schwankung von 6,1 bis 6,7 Volt Heizspannung nach neuerer Messung nicht mehr vorhanden. Stutzig gemacht hatten mich nicht die beiden Werte an sich, sondern die Schwankungsbreite. Hier wäre ein Kontaktproblem im Gerät denkbar gewesen, im schlimmsten Fall sogar zeitweiliger Windungsschluss am Trafo, womit je nach Lage eines solchen Windungsschlusses dann auch andere Sekundärspannungen in gleicher Weise schwanken würden.

Du hast nach neuerer Messung eine Heizspannung zwischen 6,75 und 6,9 Volt, bei einer Netzspannung von 228-233 Volt. Das klingt für mich plausibel, auch wenn ich nicht weiß, wie genau das Bessere Deiner Geräte misst.

Nun zur absoluten Höhe Deiner Heizspannung.
Gegenüber der damaligen "Sollspannung" von 220 Volt an der Steckdose hast Du mit 233 Volt heutzutage natürlich eine Überspannung. Zur Schädlichkeit oder Nichtschädlichkeit für einen 60 Jahre alten Trafo wurden hier im Forum schon längere Diskussionen geführt, die ich an dieser Stelle nicht neu entfachen möchte. Die Röhren halten 6,9 Volt Heizspannung aus, man spricht meist von einer vertretbaren Überspannung bis 10 % (in Deinem Fall 6,3 Volt Soll zu 6,9 Volt Ist).

Rein persönlich halte ich es seit vielen Jahren wie folgt bei meinen Geräten:
Eine Überspannung von bis zu 5% mute ich den Röhren (Heizspannung) zu. Das sind bei den hier betrachteten Röhren dann rund 6,6 Volt Heizspannung max.
Soweit es erkennbar darüber geht verwende ich einen Widerstand hinter der Gerätesicherung, also auf der Primärseite des Trafos. Dieser liegt im Erfahrungswert zwischen 25 und 56 Ohm, je nachdem, wieviel Überspannung vernichtet wird und je nachdem, welche Stromaufnahme das Gerät hat. 5 Watt Belastbarkeit reichen in aller Regel aus, der Widerstand ist "luftumspült" anzubringen, da er heiß wird. Bei mir liegen hier vor Ort ziemlich stetig 234 - 236 Volt Netzspannung an. Den beschriebenen Widerstand bemesse ich so, dass hinter diesem Widerstand 220 - 225 Volt ins Gerät gelangen.

ABER: Damit fallen aber auch die anderen Sekundärspannungen im Gerät.
Hier muss man ein wenig ausprobieren, bis man zufrieden ist.
Ein Widerstand in der Heizleitung geht natürlich auch, das musste ich bislang erst einmal verbauen.

Das ist aber, wie gesagt, meine persönliche Vorgehensweise. Es gibt viele Sammler, denen 6,9 Volt Heizspannung nicht zu viel sind. Das gilt es persönlich abzuschätzen.

Gruß
k.

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BeitragVerfasst: Di Dez 27, 2016 22:56 
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röhrenradiofreak hat geschrieben:
Erst einmal würde ich überlegen, ob im Heizkreis nicht etwa eine Fehlmessung vorliegt. Mit was für einem Multimeter hast Du gemessen?

Bei der ersten Messung habe ich die Heizspannung mit einem Voltcraft VC150, bei der Zweiten mit einem Voltcraft/Metex M-4650CR gemessen. Bei der zweiten Messung schwankte die Spannung deutlich weniger, deshalb ist deine Vermutung mit der Messungenauigkeit beim billigeren Gerät (dem VC150) vermutlich richtig.

röhrenradiofreak hat geschrieben:
Eine Schwankung zwischen 6,1 und 6,7 V bedeutet eine Schwankung von ungefähr 10 %. Im Heizkreis kann die Ursache nicht liegen, wenn die Röhren erst einmal aufgeheizt sind und keine Änderungen (Röhren herausziehen o.ä.) vorgenommen werden. Wenn die Netzspannung so stark schwankt, müsste man das an schwankender Helligkeit der Lampen im Haus deutlich merken.

Wenn ich die Skalenbeleuchtung des Radios genau betrachte, fällt mir auf, dass diese ganz leicht flackert und mal heller und dann wieder dunkler wird. Bei dem Lampen hier im Haus merke ich nichts.

klausw hat geschrieben:
Ok. Wenn ich das alles richtig interpretiere, ist die vorher genannte Schwankung von 6,1 bis 6,7 Volt Heizspannung nach neuerer Messung nicht mehr vorhanden.

Genau. Wie bereits oben beschrieben, sind die Messungen mit dem vermutlich besseren Gerät (M-4650CR) deutlich schwächer, dieses Gerät ist vermutlich das Genauere.

klausw hat geschrieben:
Die Röhren halten 6,9 Volt Heizspannung aus, man spricht meist von einer vertretbaren Überspannung bis 10 % (in Deinem Fall 6,3 Volt Soll zu 6,9 Volt Ist).

röhrenradiofreak hat geschrieben:
Eine Heizspannung zwischen 6,1 und 6,7 V bedeutet eine Abweichung von etwa +6%/-3% von der Nennspannung 6,3 V. Die Netzspannung war auch früher mit einer Toleranz von +/- 10 % behaftet, die Röhren müssen das also vertragen. Wenn die genaue Einhaltung der Heizspannung so wichtig wäre, stünde das in den Röhrendatenblättern. Ich habe aber noch kein Datenblatt mit einer Toleranzangabe für die Heizspannung gesehen.

Das ist schon mal beruhigend, ich hatte schon Angst, dass ich damit die Röhren kaputt machen kann. Danke für die Info!

klausw hat geschrieben:
Eine Überspannung von bis zu 5% mute ich den Röhren (Heizspannung) zu. Das sind bei den hier betrachteten Röhren dann rund 6,6 Volt Heizspannung max.
Soweit es erkennbar darüber geht verwende ich einen Widerstand hinter der Gerätesicherung, also auf der Primärseite des Trafos. Dieser liegt im Erfahrungswert zwischen 25 und 56 Ohm, je nachdem, wieviel Überspannung vernichtet wird und je nachdem, welche Stromaufnahme das Gerät hat. 5 Watt Belastbarkeit reichen in aller Regel aus, der Widerstand ist "luftumspült" anzubringen, da er heiß wird. Bei mir liegen hier vor Ort ziemlich stetig 234 - 236 Volt Netzspannung an. Den beschriebenen Widerstand bemesse ich so, dass hinter diesem Widerstand 220 - 225 Volt ins Gerät gelangen.

ABER: Damit fallen aber auch die anderen Sekundärspannungen im Gerät.
Hier muss man ein wenig ausprobieren, bis man zufrieden ist.
Ein Widerstand in der Heizleitung geht natürlich auch, das musste ich bislang erst einmal verbauen.

Danke für die ausführliche Erklärung.
Ich denke, dass in diesem Fall ein Widerstand in der Heizleitung besser wäre, da ja die Anodenspannung genau passt und ich diese mit dem Einbau eines Widerstands auf der Primärseite evtl. ungünstig verändern würde.
Ich werde mir das nochmal genau anschauen und dann den passenden Widerstand berechnen.

klausw hat geschrieben:
Das ist aber, wie gesagt, meine persönliche Vorgehensweise. Es gibt viele Sammler, denen 6,9 Volt Heizspannung nicht zu viel sind. Das gilt es persönlich abzuschätzen.

Auch, wenn ich jetzt gehört habe, dass die Röhren das vertragen, wäre es mir dennoch lieber, die Spannungen etwas zu erniedrigen. Ich denke, ich werde einen Widerstand einbauen, dass ich - je nach Netzspannung - auf 6,3 bis 6,5 oder 6,6 V komme. Dann bin ich beruhigt :mrgreen: .

Danke für eure ausführlichen Erklärungen und die Infos :danke: !

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BeitragVerfasst: Fr Dez 30, 2016 12:47 
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Kenntnisstand: Spezialkentnnisse im Bereich Röhrenradios (Beruf)
Ein Vorwiderstand im Primärkreis des Netztrafos halte ich für die bessere Wahl:
> die Sekundärspannungen reduzieren sich auf ihre Sollwerte
> der Netztrafo erhält seine Soll-Netzspannung, bei eventueller (leichter) Überspannung aus dem Netz kann der Kern nicht so schnell in den Sättigungsbereich gefahren werden - das schützt die Primärwicklung vor möglicher Überhitzung
> durch die Reduzierung der Heizspannung geht auch der Anodenstrom etwas zurück, was die Anodenspannung beinahe stabil daherkommen lassen wird

Aus der Praxis ergeben sich folgende "ca." Erfahrungswerte (5-7Watt Keramik-Drahtwendelwiderstand):
> 27 Ohm bei 85-Watt-Geräten
> 33 Ohm bei 65-Watt-Geräten
> 39 Ohm bei 55-Watt-Geräten

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Viele Grüße,
der Herby mit dem Derby

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BeitragVerfasst: Mo Jan 02, 2017 11:01 
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Danke für die Antworten!
Aktuell liegt zwar mein Fokus auf dem Jubilate 9, allerdings wollte ich hier auch mal wieder eine Rückmeldung geben.

rettigsmerb hat geschrieben:
der Netztrafo erhält seine Soll-Netzspannung, bei eventueller (leichter) Überspannung aus dem Netz kann der Kern nicht so schnell in den Sättigungsbereich gefahren werden - das schützt die Primärwicklung vor möglicher Überhitzung

Stimmt, das wäre auch noch ein Punkt für einen Widerstand auf der Primärseite. Der Trafo wird im Betrieb schon ziemlich warm/heiß, ich habe ca. 55 - 60 Grad gemessen. Mit dem Widerstand würden die Temperaturen evtl. zumindest ein wenig sinken.

rettigsmerb hat geschrieben:
durch die Reduzierung der Heizspannung geht auch der Anodenstrom etwas zurück, was die Anodenspannung beinahe stabil daherkommen lassen wird

Stimmt, daran hatte ich gar nicht gedacht. Wenn sich das im gleichen Maße ausgleicht, würde hinterher auch die Anodenspannung wieder passen.

Ok, ihr habt mich überzeugt :mrgreen: . Es wird ein Widerstand auf der Primärseite.

Mein Gerät benötigt laut Schaltplan ca. 47 Watt, d.h. bei einer Soll-Netzspannung von 220V wären das 47/220 = etwa 0,21 A. Das erklärt auch die 0,3A Sicherung am Netzeingang.
Wenn Ich bei mir die Netzspannung direkt aus der Steckdose messe, erhalte ich Werte von ca. 230-235V, ab und zu sinken die Werte auch kurzzeitig auf 228V ab. Ich denke, dass es sinnvoll wäre, mit dem Widerstand 10V zu vernichten, sodass ich auf 220-225V komme. Damit hätte ich zwar ab und zu kurzzeitig eine Unterspannung, allerdings sollte das in meinen Augen kein Problem darstellen - sollte das doch problematisch sein, bitte ich um Berichtigung :wink: .
D.h der Widerstand hätte mit diesen Zahlen 10/0,21 = etwa 47,6 Ohm. Ich denke, dass man mit einem 47 Ohm Widerstand gute Ergebnisse erzielt.
Die Belastbarkeit wäre dann logischerweise 10V * 0,21 = 2,1W. Sicherheitshalber werde ich vermutlich einen Widerstand mit 3 oder 5W einbauen.
Wenn ihr den Widerstand anderes berechnen würdet, es Verbesserungsvorschläge gibt oder etwas falsch ist, bitte ich um einen Hinweis :danke: .

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BeitragVerfasst: Mo Jan 02, 2017 15:55 
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Alles soweit richtig. Bleibt noch der Hinweis, dass der Widerstand so eingebaut werden muss, dass er unter keinen Umständen, d.h. auch bei Versagen der Lötstellen o.ä., elektrischen Kontakt mit dem Chassis oder benachbarten Bauteilen bekommen darf. Und er muss mit wärmebeständigem Material befestigt werden, also nicht mit einem Kabelbinder oder dergleichen. Schließlich liegt er direkt an Netzspannung.

Lutz


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BeitragVerfasst: Mo Jan 02, 2017 16:20 
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Danke für die Hinweise, ich werde bei der Montage darauf achten.
Ich werde den Widerstand bei der nächsten Bestellung bei meinem Elektronik-Händler mitbestellen, ich werde mich dann nochmal melden.

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BeitragVerfasst: Di Jan 03, 2017 8:07 
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TheJukeboxMan hat geschrieben:
Danke für die Hinweise, ich werde bei der Montage darauf achten.


Tipp, da ich schon oft in meinen Geräten solche Widerstände verbaut habe:
Mit dem vorliegenden GRUNDIG haben wir ein großes Gerät, also viel Platz, sprich: wir können den Widerstand gut unterbringen.

Ich nehme gerne Widerstände mit langen "Beinchen".

- Eins der Beinchen löte ich an den Sicherungshalter ("hinter die Sicherung", das dort angelötete Kabel des Trafos wird zunächst abgelötet). Der Sicherungshalter ist zumeist genietet, man kann dann das zu verlötende Beinchen des Widerstands durch den Lötniet stecken und kraftschlüssig verlöten.

- Für das 2. Beinchen halte ich Ausschau nach einem geeigneten mechanischen Befestigungspunkt -> Oft haben die Pertinaxplatten, auf denen der Spannungsumschalter des Trafos sitzt, Leerlöcher. Dort wird das Drahtende des 2. Beinchens des Widerstands durchgezogen und einmal umgeklappt, so dass der Widerling mechanisch fest sitzt. Natürlich kann man dort zunächst auch eine Lötöse anbringen.

- Nun den Widerling ausrichten, so dass genügend Abstand zu Kabeln und anderen Bauteilen besteht, wegen der Hitzeentwicklung. Deswegen eine Widerstandstype mit langen Beinchen.

- Zuletzt das zuvor am Sicherungshalter abgelötete Kabel an diesem 2. Beinchen anlöten. Wenn man es besonders gut machen will, verdrillt man ein wenig.


Natürlich gibt es auch Widerstände für Chassismontage. Kann man halten, wie man will, meine Methode hat sich bei meinem Geräten über die Jahre auch im Dauerbetrieb bewährt.

Gruß
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Hallo Klaus,
danke für die vielen Tipps! Ich werde mal schauen, was bei meinem Gerät infrage kommt und dann den Widerstand passend montieren.

Danke und Gruß
Marvin

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BeitragVerfasst: Di Jan 03, 2017 18:52 
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Bei einem Widerstand mit langen Anschlüssen würde ich diese mit Teflon-Isolierschlauch überziehen, damit sie nicht, wenn der Widerstand (durch Stoß/Fall oder versehentliches Gegenstoßen bei Arbeiten im Radio) verbogen wird, gegen das Chassis oder andere Anschlüsse kommen können.

Lutz


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