[phpBB Debug] PHP Warning: in file /includes/functions.php on line 4559: Invalid argument supplied for foreach()
Dampfradioforum • Thema anzeigen - Instandsetzung Sinus-Rechteck-Generator Tech Modell TE-22

Dampfradioforum

Röhrenradioforum: Das Forum für alle Freunde alter Röhrenradios, Kofferradios und Röhrentechnik!
Aktuelle Zeit: Fr Nov 16, 2018 15:58

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 14 Beiträge ] 
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: So Jul 15, 2018 18:35 
Offline

Registriert: So Jun 20, 2010 12:33
Beiträge: 432
Hallo,

ich habe auf einem Flohmarkt einen Sinus-Rechteck-Generator von der Firma Tech, Modell TE-22, gefunden (Schaltplan im Anhang). Das Gerät bringt in der Schalterstellung "Rechteck" einen sauberen Sinus, welcher sich über die Drehregler in Frequenz und Amplitude einstellen lässt. Der Multiplikator-Schalter (X1,X10,X100,X1000) funktioniert auch. In der Schalterposition "Sinus" war zunächst am Ausgang überhaupt kein Signal zu messen. Ich habe dann in dem Gerät alle Elkos ausgetauscht. Jetzt werden in der Schalterposition "Sinus" Nadelimpulse angezeigt, welche sich in Frequenz und Amplitude einstellen lassen. In dem Signalgenerator sind folgende 3 Röhren eingebaut, welche mein Röhrenprüfer als "gut" gemessen hat:

6X4/EZ90
6BM8/ECL82
6AQ8/ECC85

Dann habe ich die Heizspannung an den Röhren gemessen: 6.3 Volt an der Gleichrichterröhre, 6.2 Volt an den anderen beiden Röhren. Die gleichgerichtete Netzteilspannung nach dem 2K-Widerstand beträgt 179 V. Folgende Anodenspannungen habe ich gemessen:

Anode Pin 1 6AQ8: 178 V
Anode Pin 6 6AQ8: 85 V
Anode Pin 6 6BM8: 48 V
Anode Pin 9 6BM8: 142 V

Ich frage mich jetzt, weshalb statt Rechteck nur Nadelimpulse kommen und wieso Sinus und Rechteck "vertauscht" sind. Was könnte ich wo überprüfen, damit der Signalgenerator funktioniert, wie er soll ?

Grüße,
Ralf

Dateianhang:
Tech TE-22 Sinusgenerator.pdf [93.06 KiB]
116-mal heruntergeladen


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: So Jul 15, 2018 19:19 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Di Nov 22, 2011 17:49
Beiträge: 5919
Wohnort: Müritzkreis
Kenntnisstand: Weitergehende Kenntnisse (Hobby)
Moin moin Ralf,
lt. Schaltbild stecken da auch noch 2-3 Kondensatoren, evtl. ist da der eine oder 2 von drein defekt

_________________
M.f.G.
harry

--------------------------------------------------------------------
- Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
--------------------------------------------------------------------


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: So Jul 15, 2018 23:28 
Offline

Registriert: Fr Okt 24, 2008 19:16
Beiträge: 1679
Wohnort: Berlin
Kenntnisstand: Spezialkentnnisse im Bereich Röhrenradios (Beruf)
Hallo, Ralf,

Ich würde empfehlen, bei der Fehlersuche systematisch vorzugehen.

Das Gerät besteht nur aus 3 Funktionseinheiten:
- Netzteil, das dürfte in Ordnung sein.
- Sinusgenerator mit ECL82
- Rechteckformer mit ECC85, dieser ist nur in Schalterstellung "Rechteck" aktiv. In Schalterstellung Sinus wird dieser ganze Bereich umgangen.

Ich würde zunächst die ECC85 herausnehmen, und dann prüfen, ob in Schalterstellung Sinus ein Sinussignal am Ausgang erscheint. In Schalterstellung Rechteck sollte dort nichts messbar sein.

Wenn das einwandfrei funktioniert, dann die ECC85 einsetzen, und in Schalterstellung Rechteck das Signal vom Eingang des Rechteckformers zu dessen Ausgang verfolgen.

Möglicherweise stimmt irgendwas an der Verdrahtung des Umschalters nicht, auch das könnte zu dem beschriebenen Fehler führen.

Ich hoffe, das hilft weiter. Bitte unbedingt auch kontrollieren, ob die getauschten Elkos genau da angeschlossen wurden, wo die vorherigen auch gesessen haben! Eine häufige Fehlerursache ist, das beim Tausch aller Kondensatoren Fehler passieren, weil vorher nicht akribisch dokumentiert wurde, was wo angeschlossen war. Ich habe leider schon viele Geräte bekommen, bei denen der Vorbesitzer aufgegeben hatte, weil eine Kondensatorkur mit dem Tod des Patienten endete.

VG Henning

_________________
Schlau ist, wer weiss, wo er nachlesen kann, was er nicht weiss


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: Mi Jul 18, 2018 17:54 
Offline

Registriert: So Jun 20, 2010 12:33
Beiträge: 432
Hallo,

Danke für die Infos. Die beiden 100 nF Kondensatoren hatte ich vergessen zu erwähnen, die habe ich schon überprüft. Morgen werde ich den Generator mal ohne die ECC85 starten, ob dann der Sinus zum Ausgang durchkommt. Den Rechteck-Sinus Umschalter habe ich auch schon im Verdacht. Vielleicht hat der Vorbesitzer da irgendwas verändert (lt. Flohmarkt-Verkäufer stammt das Gerät aus der Auflösung einer Rundfunkgerätewerkstatt). Bin mal gespannt.

Grüße,
Ralf


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: Do Jul 19, 2018 21:28 
Offline

Registriert: So Jun 20, 2010 12:33
Beiträge: 432
Eben habe ich die ECC85 herausgenommen, in der Schalterstellung Sinus kommt nicht das geringste Signal an den Ausgang. In der Schalterstellung Rechteck habe ich einen sauberen in Amplitude und Frequenz regelbaren Sinus am Ausgang. Das sieht mir doch sehr danach aus, als ob beim Sinus/Rechteck-Umschalter etwas nicht stimmt. Wenn ich mir den Schaltplan anschaue, müsste die "Überbrückung" des Rechteckformers ja eigentlich durch ein kurzes Kabelstück direkt am Umschalter realisiert werden können, ist aber nicht so. Zu dem Umschalter laufen 6 Kabel. Naja ich werde zunächst mal prüfen, welche Kontakte der Schalter in welcher Stellung schließt und dann prüfen, ob die Verdrahtung zum Schaltplan passt.

Grüße,
Ralf


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: Fr Jul 20, 2018 18:57 
Offline

Registriert: So Jun 20, 2010 12:33
Beiträge: 432
Heute habe ich mir den Sinus/Rechteck-Umschalter genauer angeschaut: Es stellte sich heraus, dass zwei Kabel an dem Umschalter vertauscht waren. Die habe ich jetzt richtig herum angelötet und siehe da, der Generator funktioniert, wie er soll. Danke nochmals für die Hilfe,

Grüße,
Ralf


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: Sa Sep 08, 2018 10:47 
Offline

Registriert: Fr Jun 10, 2011 22:37
Beiträge: 4
Hallo

Ich habe auch so ein TE-22 leider vom Flohmarkt und leider sind alle Bauteile raus außer Trafo Dreko und Netzelko.
Sämtliche Widerstände Kondensatoren und vebindungskabel müssen ersetzt werden .
Nun das Problem habe alle Fehlende Teile laut Schaltplan ersetzt das Rechtecksignal ist da aber nur das Rechteck kein Sinus.
Wie wird das Sinussignal erzeugt ? Welche Bauteile Bestimmen das ? Wie Prüfen?

Danke


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: Sa Sep 08, 2018 12:35 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Do Nov 04, 2010 18:42
Beiträge: 1685
Wohnort: 47877 Lavendel-Traumland (NRW)
Kenntnisstand: **Zutreffendes Feld fehlt**
Hallo Suse,

eigentlich kann ohne Sinus-Signal auch kein Rechteck aus dem Gerät kommen - denn das Rechtecksignal wird aus dem Sinus abgeleitet.

Das Sinus-Signal wird in Rö1, mittels einer Wien-Brücken Schaltung, hergestellt. Das Sinus-Signal kann man an der Anode der Pentode (pin6) messen; von dort wird es auch über C7 den Sin/Rechteck Umschalter zum Augang geführt. Bei Stellung Rechteck gelangt das Sinus-Signal auf pin7 von Rö2 -einen katodengekoppelten Schmitt-Trigger- welcher aus dem Sinus ein Rechteck formt.

Wenn du in beiden Schalterstellungen ein Rechteck-Signal vorfindest, ist dein Sinus Generator möglicherweise völlig übersteuert. Die geschlossene Verstärkung beim Wien Generator soll ca. 3fach betragen - nur so kann ein klirramer Sinus entstehen. Die Verstärkungsregelung und gleichzeitig Amplitudenstabilisierung in dieser Dieser Schaltung von dem Bauteil "Th" übernommen. Es ist ein spezieller Heißleiter - wahrscheinlich in einem Glasgehäuse. Es wäre daher gut, wenn dieser Regelheißleiter noch vorhanden wäre... die Verstärkung, welche drei sein sollte, wird bei ausreichend hoher Leerlaufverstärkung im wesentlichen von R9 und Th besimmt.

_________________
...und glüht auch die Anode rot, ist die Röhre noch nicht tot.

Mit freundlichen Grüßen, Peter R.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: Sa Sep 08, 2018 13:08 
Offline

Registriert: Fr Jun 10, 2011 22:37
Beiträge: 4
Herzlichen Dank Peter für deine ausführliche Beschreibung .Leider ist der Thermistor auch nicht mehr vorhanden .Kann ich da nicht einen anderen typ einsetzen?

MFG.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: Sa Sep 08, 2018 15:00 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Do Nov 04, 2010 18:42
Beiträge: 1685
Wohnort: 47877 Lavendel-Traumland (NRW)
Kenntnisstand: **Zutreffendes Feld fehlt**
Hallo Suse,

es wird nicht ganz einfach sein einen passenden Ersatz für den Thermistor zu finden. Nach unbestätigten Hochrechnungen sollte der Thermistor (Regel-NTC) bei der optimalen Schwingbedingung (Vu=3) ca. 5k betragen. Den einzigen Themistor den ich auf Anhieb fand, gibt es bei Reichelt. Er hat bei 25°C einen Nennwert von 10k - das könnte eventuell funktionieren. Es würde sich dann eine theoretische Anfangsverstärkung von ca. 5 fach einstellen; der Generator würde damit zuverlässig anschwingen und der NTC würde danach, infolge Erwärmung (Stromfluss), die Verstärkung runterregeln. Mit etwas Glück stellt sich dann die Verstärkung auf den Wert drei ein, was dann einen korrekten Sinus zur Folge hätte. Ob und wie gut das funktioniert hängt, unter anderem, wesentlich von der Masse (Trägheit) des NTC-Elemtes ab, weil dies in die Regelzeitkonstante eingeht.

Es wäre natürlich hilfreich, wenn Ralf so nett wäre einmal den Widerstand des in seinem Gerät befindlichen NTC's zu messen und uns den Wert hier verraten würde... möglicherweise auch mit einem Foto des NTC's.

_________________
...und glüht auch die Anode rot, ist die Röhre noch nicht tot.

Mit freundlichen Grüßen, Peter R.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: Sa Sep 08, 2018 15:30 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Di Sep 06, 2016 15:06
Beiträge: 303
Wohnort: Düsseldorf
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
glaubnix hat geschrieben:

es wird nicht ganz einfach sein einen passenden Ersatz für den Thermistor zu finden. Nach unbestätigten Hochrechnungen sollte der Thermistor (Regel-NTC) bei der optimalen Schwingbedingung (Vu=3) ca. 5k betragen.

Es wäre natürlich hilfreich, wenn Ralf so nett wäre einmal den Widerstand des in seinem Gerät befindlichen NTC's zu messen und uns den Wert hier verraten würde... möglicherweise auch mit einem Foto des NTC's.


Hallo,

da sollte eigentlich bei "Mouser" was passendes zu finden sein. Schau mal:

https://www.mouser.de/Passive-Components/Thermistors-NTC/_/N-6g7mw

Schönes Wochenende
Micha

_________________
Nemo solus satis sapit!
(Miles Gloriosus Plautus)


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: Sa Sep 08, 2018 22:46 
Offline

Registriert: Fr Okt 24, 2008 19:16
Beiträge: 1679
Wohnort: Berlin
Kenntnisstand: Spezialkentnnisse im Bereich Röhrenradios (Beruf)
Ersatzweise könnte man, nur um die grundsätzliche Funktionsfähigkeit nachzuweisen, anstelle des Thermistors ein Poti geeigneter Größe anschliessen, und versuchen, eine zumindest sinusähnliche Ausgangsspannung zu erhalten.

Vorab könnte die Vérstärkung auf etwas größer als 3 eingestellt werden. Dazu müsste ein Sinussignal eingespeist werden.

Wenn das eingestellt ist, sollte dann bei Anschluss der Wien-Kombination an die Anode der Röhre, und bei korrekter Frequenzeinstellung, das zurückkommende Signal in Richtung Steuergitter ca 1/3 der Amplitude haben ( entsprechend der 3-fachen Verstärkung )

Vielleicht helfen diese Überlegungen weiter,

VG Henning

_________________
Schlau ist, wer weiss, wo er nachlesen kann, was er nicht weiss


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: Mo Sep 10, 2018 15:24 
Offline

Registriert: Fr Jun 10, 2011 22:37
Beiträge: 4
Hallo

Hab jetzt ein Thermistor von 15K eingebaut ist zwar Sinus, ein paar kannten sind noch zu sehen ich denke der Wert müsste so bei 30-60K liegen

MFG.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: Mo Sep 10, 2018 16:43 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Do Nov 04, 2010 18:42
Beiträge: 1685
Wohnort: 47877 Lavendel-Traumland (NRW)
Kenntnisstand: **Zutreffendes Feld fehlt**
Hallo Suse,

15k für den Th könnte zuviel sein - das heißt, dass die Verstärkung zu hoch ist und dadurch der Sinus übersteuert. Henning beschrieb bereits eine sinnvolle Vorgehensweise, um den optimalen Wert von Th zu ermitteln. Setze doch einfach einmal an Stelle von Th ein Poti von 10k oder 25k ein und beobachte bei welchem Widerstand der Sinus besten aussieht. Wenn du dann das Poti weiter verringerst sollte der Sinus aussetzen, weil die Verstärung unter 3 abgesunken ist. -- Welchen Widerstandswert hattest du denn vorher für Th eingebaut?

Bei einem 10k-Poti sollte ein Verstärkungsfaktor von ca. 1....5fach einstellbar sein...

_________________
...und glüht auch die Anode rot, ist die Röhre noch nicht tot.

Mit freundlichen Grüßen, Peter R.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 14 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 11 Gäste


Sie dürfen keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Sie dürfen keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
POWERED_BY
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de

 
Impressum