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 Betreff des Beitrags: Eigenentwicklung KAA 1001 DX
BeitragVerfasst: So Aug 16, 2015 2:59 
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Die elektronische Antenne KAA 1001 DX :

Es handelt sich bei einer elektronischen Antenne um einen breitbandigen Impedanzwandler ohne Eigengewinn, der das Impedanzgemisch von fast Null bis knapp 10 K Ohm auf exakt 50 Ohm konstand ausgibt. Also das, was der Empfängereingang sehen will, um damit was anzufangen. Das als Grundlage.

Zur vorgehensweise meiner Entwicklung :

Ich habe jede Stufe praktisch einzeln optimiert und die Werte durch experimentieren ermittelt. Den Taschenrechner brauchte ich nur zum Umrechnen in Leistung.

Zur Idee:

Da ich nach dem Bau der KAA 1000 von RFT einige Fehler in der Schaltung fand, reizte es mich, die Schaltung mal genau zu untersuchen und zu optimieren. Daraus entstand das Kraftpaket KAA 1001 DX. Desweiteren gibt der aktive Dipol KAA 1010 einen bedeutend höheren HF Pegel aus, was beim Umschalten immer – 20 dB ausmachte, was ich am Meßempfänger ganz genau bemerkte. Gerade, wenn man Weitempfang macht, darf es ruhig etwas mehr Pegel sein.

Erklärung der KAA 1001 DX :

Beginnen wir mit dem Rohr, welches die Signale einfängt. HF benötigt Oberfläche, damit auch kleinste Signale sicher an`s Ziel kommen. Durch mehr Oberfläche erhalte ich auch mehr Leistung und Dynamik. Das Grundrauschen wird kleiner und die schwachen Signale mehr Durchsatz. Damit sich entwickelnde Statik abgeleitet wird, ist der 1 M Ohm Widerstand nach Masse geschaltet. Wenn sich zuviel davon entwickelt, wird sie in der Glimmlampe verbrannt. Der darauf folgende Kondensator ist für die untere Grenzfrequenz zuständig. 15 nF lassen bis 60 Khz ungehindert durch. Ab hier beginnt der lineare Frequenzverlauf nach oben. Die obere Frequenzgrenze wird durch die Transitfrequenz der Transistoren festgelegt. Die 8 antiparallel geschalteten Dioden begrenzen das Eingangssignal auf 500 mV. Damit das sauber abläuft, ist der 20 Ohm Widerstand vorgeschaltet. Das geklippte Signal wird zu einem sauberen Sinus. Da der KP 902 a ab 500 mV Eingangspannung einseitig begrenzt, habe ich die Gesamtbegrenzung auf 500 mV gelegt. Die Arbeitspunkteinstellung erfolgt ohne Begrenzerdioden. Der darauf folgende Kondensator trennt hier nochmal Gleich und Wechselspannung. Am Gate liegt also nun Wechselspannung an. Zum Einstellen des optimalen Arbeitspunktes wird der Spannungsteiler 10 K und 4,7 K genutzt. Da nun noch zuviel Gleichspannung anliegt, wurde der zusätzliche Widerstand eingesetzt. Am Source unter der Drossel, welche HF Reste beseitigt, liegt der 10 Ohm Widerstand, welcher den maximalen Strom einstellt. Durch das ohmsche Gesetz zu ermitteln. Am Source hinter dem 33 nF Kondensator wird die HF Spannung ausgekoppelt und Ohmsch abgeschlossen. Der zweite 33 nF Kondensator dient der Kapazitätsteilung und Auskopplung des HF Signals. Damit alles an Leistung auch am Source anliegt, wurde, ganz nah am Drain, ein 100 nF Kondensator und eine zusätzliche Ferritperle nach Plus, welche ganz straff auf dem Draht liegt, eingebaut. Da sich HF immer auf der Oberfläche eines Drahtes bewegt, wird sie durch die Ferritperle gestoppt. Dadurch bleibt das Plus Potenzial HF Frei. Das mit dem Abschlußwiderstand von 21,3 Ohm muss man sich so vorstellen. Da die Folgestufe hochohmig ist, hat der kleine Ausgangswiderstand Raum, um sich zu verändern. Das ist auch der Grund, weswegen die Signale im Schwundrauschen verschwinden. Durch den Ohmschen Abschlußwiderstand bleiben die Verhältnisse konstand und die Signale, bis zum Untergang, gut lesbar. Ich habe das, durch genaues hinhören an meinem Meßempfänger ermittelt. Zwar fällt der Pegel auf 50 Prozent seiner Leistung, aber da der Eingang der Folgestufe hochohmig ist, fällt das kaum in`s Detail. Da die Leistungsumsetzung beim KP 902 a als aktiver Impedanzwandler nur 3:1 am Source ist, habe ich der Stufe eine selber entwickelte Verstärkerstufe gegönnt. Ebenfalls mit KP 902 a. Er sollte auf hohen Strom ausgewählt werden. 12 V mit 30 mA ist OK. Da hier am Drain hochohmig ausgekoppelt wird und nichts nach Plus abfließen darf, die Drossel mit 100 nF Kondensator nach Masse mit zusätzlicher Ferritperle, welche alle HF Reste stoppt. Mit dem 150 Ohm Widerstand am Source wird der Gleichspannungsarbeitspunkt eingestellt. Der 520 Ohm Widerstand Plus 100 nF stellt den Wechselspannungsarbeitspunkt optimal her. Das nennt man gesteuerte Wechselspannungsgegenkopplung. Dieser wird in der HF Begrenzung ermittelt. Bei den KP 902 a ist es Exemplarabhängig, deswegen die Ermittlungsarbeiten. Die nun sauber gewonnene HF wird wieder Ohmsch abgeschlossen, um stabile Verhältnisse zu schaffen. Da der Ausgangswiderstand dieser Stufe niederohmig zur folgenden Komplementärstufe ist, wurde sie über einen Anpassungswiderstand, im HF Begrenzungsfall, eingekoppelt. Diese Stufe dient als Pufferstufe, um Impedanzveränderungen vom Eingang oder Ausgang auszuregeln. Die HF Drosseln unterdrücken HF nach Plus und Minus und die Widerstände begrenzen den maximal einstellbaren Strom der Stufe. Identische Werte sind hier wichtig. Die Emitterwiderstände begrenzen die Leistung der Stufe. Man kann auch Sicherheitsabstand dazu sagen. Die Transistoren, welche für Breitbandanwendungen sind, müssen als Pärchen ausgemessen werden. Dazu benutzen wir am besten das BM 529 von Tesla, da man hier Spannung und Strom unabhängig einstellen kann. 18 V als Arbeitsspannung und den maximalen Strom. Er kann auch mal 70 mA haben. Hier sind gleiche Werte wichtig, wofür man schon 30 Transistoren pro Typ bräuchte. Die Dioden werden zur Stromkompensation auf die Transistoren mit Kühlstern, aufgeklebt. Der Strom wird ohne HF Ansteuerung am Regelwiderstand auf 40 mA eingestellt. Werden die Transistoren zu warm, wirken die Dioden entgegen und regeln den Strom automatisch runter. Sind sie zu kühl, regeln sie den Strom hoch und halten ihn konstant. Diese Maßnahme dient auch zum Schutz vor Zerstörung der Transistoren bei Überhitzung. Der 100 nF am Kollektor plus Ferritperle dient der Abblockung von HF Resten und zur Signalsymmetrierung. Unser HF Signal liegt nun fast identisch am 15 nF Kondensator an und geht über den Anpassungswiderstand auf den hochohmigen Eingangswiderstand. Da die Ausgangsimpedanz der Pufferstufe um die 500 Ohm liegt, ist hier auch noch eine kleine Verstärkung möglich. Die Endstufe ist identisch der Pufferstufe, aber geht mit 50 Ohm raus. Das nennt sich dann kaskadierte Herabtransformation. Die ohmsche Anpassung wird mit dem 43 Ohm Widerstand realisiert. Dadurch kommt auch etwas weniger HF raus, was aber mit den Emitterwiderständen ausgeglichen werden kann. Der Auskoppelwiderstand plus den beiden Emitterwiderständen plus Transistoren bilden den Ausgangswiderstand der Stufe. Da diese Aktivantenne über eine Fernspeiseweiche versorgt wird, ist eine Drossel plus Abblockkondensator und Ferritperle notwendig, damit keine HF auf das Pluspotential der Schaltung gelangt. Zum Schutz vor Falschpolung und Überspannung dienen zwei Z Dioden, die ab 18,1 V begrenzen. Jede Stufe für sich ist nochmal durch Kondensatoren abgeblockt. HF Reste auf dem Pluspotenzial konnten keine mehr nachgewiesen werden. Ich habe diese Aktivantenne seit kurzem im Einsatz und bin begeistert über die hohe Dynamik und Signalqualität. Ein Aufwand, der sich gelohnt hat. Das ortsbedingte Grundrauschen konnte durch den hohen Schaltungsaufwand, gegenüber der KAA 1000, um 10 dB gesenkt werden. Auch die Unterdrückung von statischen Störungen konnte um 50 Prozent verbessert werden.

Erfahrungen :
Alle Stationen, die ich mit der KAA 1001 DX empfange, sind bis zum kompletten verschwinden gut verständlich zu empfangen. Ein Abrauschen im Schwund, wie es sonst der Fall ist, kennt diese Antenne nicht mehr. Sie ist sehr Großsignalfest und Geistersignale konnte ich bislang keine empfangen. Schwache Stationen, welche die KAA 1000 verrauscht oder gar nicht erst hörte, sind mit dieser Aktivantenne gut lesbar zu empfangen. Selbsterregungen oder Schwingneigungen, wie es bei der KAA 1000 oft vorkam, was durch starkes Rauschen in Erscheinung trat, gibt es nun nicht mehr. Ein ungestörtes durchhören ist nun kein Problem mehr. Ihr Ausgangspegel liegt um 190 mV höher als der der KAA 1010. Da man für 6 dB den 4 fachen Pegel benötigt, fällt dies eher Positiv auf. Die S – Werte sind nun also fast identisch. Bei der KAA 1000 musste ich immer 20 dB in der ZF runterschalten um wieder etwas zu hören. Pegelunterschiede sind nun also von der Polarität der Signale abhängig. Zur Festlegung des Grundpegels wurde mein passiver Dipol in 22 m Höhe genutzt. Diese Aktivantenne hat eine Verstärkung von V = 1.1.
Ende des Berichts.

Grüße aus Berlin
Ultraschall


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 Betreff des Beitrags: Re: Eigenentwicklung KAA 1001 DX
BeitragVerfasst: Di Aug 18, 2015 21:13 
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du bist wirklich auf HF...

nicht böse sein aber es hat mich amüsiert. Danke :bier:

lG Martin


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 Betreff des Beitrags: Re: Eigenentwicklung KAA 1001 DX
BeitragVerfasst: Mi Aug 19, 2015 8:17 
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Ich wurde um eine Erklärung gebeten.

Da sind fünfzehn Kondensatoren von plus nach Masse.
Da sind zwei Zenerdioden ohne Vorwiderstand an der Betriebsspannung.
Da sind Ferritperlen anders verwendet als so wie es gemacht wird "wenn erforderlich"
Da ist kein einziges Bauteil benannt.
Da sind Drosseln gesetzt ob nötig oder nicht.
Es ist die Rede von 190mV. Bei Empfängern deren Empfindlichkeit in µV anzugeben ist ... ?
das ließe sich noch fortsetzen.
usw

lG Martin


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 Betreff des Beitrags: Re: Eigenentwicklung KAA 1001 DX
BeitragVerfasst: Mi Aug 19, 2015 16:55 
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Hallo Ultraschall

Ne Frage an dir, in Plan fällt mir auf, dass du 2x Emitterfolger mit PNP und NPN Transistor verbaut hast. (Puffer und Ausgangsendst.)
Gibt dort Gründe dafür ?


Grüss
Matt

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 Betreff des Beitrags: Re: Eigenentwicklung KAA 1001 DX
BeitragVerfasst: Do Aug 20, 2015 3:28 
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Hallo Leser,
Warum sollte ich die Bauelementewerte meiner Eigenentwicklung veröffentlichen ? Ich hatte ja nicht vor, das sich diese Schaltung jemand nachbaut. Ich wollte sie nur vorstellen. Man kann sich aber mit der Schaltungspraksis beschäftigen und erkennen, warum das so ist, wie ich es gamacht habe. Martin, wer hatte dich um eine Erklärung gebeten ? Warum wird hier die Bestückung in Frage gestellt, wenn sie doch korrekt angeordnet ist. Diese Schaltung ist, steht auch im Text, von mir persönlich entwickelt und erprobt worden. Und sie funktioniert einwandfrei. Warum sollte ich etwas schlechter machen, wenn es doch besser geht ? Martin, an deinen Fragen erkenne ich, das du leider keine Ahnung von der Materie hast. Ich habe das, was ich gemacht habe, nicht grundlos gemacht. Matt, Aktivantennen werden in der Entwicklungsphase immer mit einem festgelegten Grundpegel angesteuert, um am Ausgang einen Sollpegel zu erreichen. Es gibt nichts schlimmeres, wenn man mehrere Aktivantennen betreibt, wenn da Unterschiede von Minus 20 dB anfallen. Man darf sich nicht irgendwelche Veröffentlichungen im Netz ( Miniwhip und co. ) als Perfekt hinstellen. Das ist ein Trugschluß. Zu den Drosseln und Ferritperlen : Sie unterdrücken HF, um es kurz zusammen zufassen. Dazu muss man sich auch den Signalverlauf auf dem Oszi anschauen. HF hat auf Plus nichts verloren. Man muss einem Empfänger ein gewisses Pegelniveau anbieten, damit er vernünftig funktioniert, ansonsten rauscht er nur. Wenn ich den Ansteuerpegel am Ausgang auch wiederfinden will, muss ich schon etwas Aufwand betreiben. 1:1 sollte drinn sein. Wenn ich das Grundrauschen einer Schaltung vermindern will, muss ich das mehrstufig realisieren, deshalb auch zwei Stufen am Ausgang. Eigentlich wollte ich das dreistufig machen, fand aber keine Pärchen mehr und es steigert die Linearität über den gesamten Bereich. Um das zu erkennen, braucht man einen professionellen Meßempfänger und keinen Rundfunkempfänger . Wenn man so etwas nicht hat, kann man solche Arbeiten nicht machen. Wenn man etwas nicht versteht, sollte man sich damit beschäftigen, um es zu verstehen. Desweiteren, es steht alles im Text. Man muss ihn nur lesen.

Erstmal bis dahin.

Grüße Ultraschall

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 Betreff des Beitrags: Re: Eigenentwicklung KAA 1001 DX
BeitragVerfasst: Do Aug 20, 2015 13:27 
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ich wollte deine Hochkompetenz und dieses tolle Projekt daß du in 1 1/2 jähriger Arbeit entwickelt hast nicht herabwürdigen, und selbstverständlich hast du auch damit Recht daß wir keine professionellen Messempfänger haben und deshalb sowas auch nicht nachbauen werden.

also nix für ungut, ich wünsch dir stets besten Empfang :wink:
lG Martin


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 Betreff des Beitrags: Re: Eigenentwicklung KAA 1001 DX
BeitragVerfasst: Do Aug 20, 2015 17:57 
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Ach Martin, nun steck mal nicht gleich den Kopf in den Sand. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Wie alt bist du eigentlich ? Vielleicht kann ich es dann nachvollziehen, warum du so seltsame Fragen stellst. Nochmal etwas zur Verdrosselung an bestimmten Punten der Schaltung. Wenn ich am Gate ein Signal reinschicke, liegt es an beiden Ausgängen des Transistors, hier Source Niederohmig und Drain Hochohmig, an. Wenn ich es als Impedanzwandler niederohmig auskoppeln will, muss ich es am Drain möglichst unterdrücken, damit es nicht nach Plus abfließen kann. Dadurch bekomme ich auch etwas mehr an Leistung am Source raus und steigere damit gleichzeitig die Signalqualität. Da die Wirksamkeit erst als L Glied richtig funktioniert, muss man den 100 nF nach Masse schalten. Um dann noch HF Reste zu beseitigen, die Ferritperle nach Plus. Damit bleibt das Signal in der Schaltung und vagabundiert nicht irgendwo auf der Plusleitung rum. Etwas aufwendiger ist es, wenn ich den Pegel nach Plus als Leistungsstufe schalte. Dann muss ich die Gleichtromgegenkopplung ermitteln und die Wechselspannungsgegenkopplung mit Leistungspegel in der Begrenzung ermitteln. Regelwiderstand. Da auch hier alles in der Schaltung bleiben soll und nicht nach Plus abfließen darf, die Drossel mit Kondensator nach Masse und die Ferritperle. Warum so viele Kondensatoren zwischen Plus und Minus. Ich habe hier jede Stufe für sich abgeblockt, um eine stabile Spannungszuführung zu jeder einzelnen Stufe zu gewährleisten. Um das ganze noch etwas zu verfeinern, habe ich es in Zehnerpotenzen Abwärts gemacht. Zum Einmessen wird jede Stufe für sich optimiert und dann erst zusammen geschaltet. Deswegen der hohe Aufwand. Ich hoffe, ich konnte deine Fragen einigermaßen Verständlich beantworten. Die Bestückung der Schaltung ist nicht Grundlos so umfangreich gestaltet worden.

Du sprichst immer von Wir. Sprichst du für das gesamte Forum ?

Nun gut, werde ich mal wieder.

Grüße
Ultraschall

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 Betreff des Beitrags: Re: Eigenentwicklung KAA 1001 DX
BeitragVerfasst: Do Aug 20, 2015 18:14 
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Martin ist nicht einzige Person, Kollege von mir hat Satz rausgehaut: ich würd'n patend drauf anmeldn.

Ich fände schade, dass du uns indirekt verbietet, den Schaltung nachzubauen. Als Entwickler ist der Regel stolz, wenn private Leute Schaltung mit postitive Rückmeldung nachbauen. Ich habe paar Schaltung entwickelt und zum Nachbau freigegeben (meist in R-Bude) mit vorwiegende postitive Rückmeldung. Oder hast du Angst vor negative Ergebnisse von Nachbauer?

Ausserdem darf ich dir wiedersprechen, dass man zwingend Messempfänger braucht, wie du geschrieben hast.
Da kann man auch mit Dipmeter (als Empfänger), Spektrumanalyzer oder eben 08/15 Radio mit abgreifbare Regelspannung zum Nachweis führen nehmen. Hier gibt eine Sprichwort: Viele Weg führt nach Rom.


Grüss
Matt

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 Betreff des Beitrags: Re: Eigenentwicklung KAA 1001 DX
BeitragVerfasst: Do Aug 20, 2015 19:11 
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Hallo Ultraschall,

ohne Bauteil Infos ist das Thema ..... Zensur.

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Gruß Frank

Strom macht klein schwarz und häßlich


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 Betreff des Beitrags: Re: Eigenentwicklung KAA 1001 DX
BeitragVerfasst: Do Aug 20, 2015 19:39 
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Die Anzahl der Abblockkondensatoren richtet sich auch etwas nach dem Layout. Hat man vergleichsweise lange Leiterbahnen, die ja auch wieder Induktiv wirken, kann es schon sinn machen, an jedem Bauteil, dass gegen + geht einen eigenen Kondensator vorzusehen. Somit kann die Anzahl der Kondensatoren schon erforderlich sein. Einzig über die Anzahl der Elkos könnte man diskutieren, aber auch die können bei sehr niederfrequenter Schwingneigung helfen.
Aus meiner Erfahrung würde ich außerdem sagen: wenn man mal ärger mit einem schwingendem Verstärker hatte, baut man beim nächsten mal lieber einen Kondensator mehr ein.

Auch die Drosslen sollten eigentlich alle sinnvoll sein, sie dienen entweder als HF Arbeitswiderstand (am 1.&2. Transistor) bzw verhindern das abfließen der HF über die Betriebsspannung.

Was mich allerdings sehr wundert:
Vier in Reihe geschatete Dioden begrenzen auf 500mV????? Das wären 125mV in Flussrichtung, was für eine Diode (Typ) ist das denn?

Zitat:
Am Gate liegt also nun Wechselspannung an. Zum Einstellen des optimalen Arbeitspunktes wird der Spannungsteiler 10 K und 4,7 K genutzt. Da nun noch zuviel Gleichspannung anliegt, wurde der zusätzliche Widerstand eingesetzt.

Welcher Widerstand ist da gemeint die 10k oder der am Gate?

Nur das mit der Schwundregelung ist mir allerdings nicht klar. Damit der Verstärker "Geistersignale" und sonstigen "Unsinn" erzeugt ist es ja unbedingt erforderlich, dass dieser absolut liniear arbeitet.
Somit würde ich erwarten, dass die Eigenschaften des Verstärkers immer genau gleich sind, sofern er nicht übersteuert ist.
Sinkt aufgrund von Schwund die Feldstärke des Signals, fällt natürlich auch die "Ausgangsspannung" der Antenne, somit auch die Spannung am Verstärkereingang. Da die Verstärkung konstant ist, sinkt folglich auch die Ausgangsspannung mit.
Im Verstärker ansich gibt es keine Regelung, wie soll der Schwund also ausgeglichen werden?
Außerdem woher soll der Verstärker wissen, dass er gerade den im Schwund versinkenden Sender verstärken soll und nicht etwa einen anderen Sender, der durch Schwund gerade stärker wird, abschwächen muss?
Passiert das womöglich doch erst durch die AGC im Empfänger?

So schlimm ist das mit den fehlenden Bauteilwerten garnicht. Einige Werte sind im Text genannt, den Rest kann man sich mit dem original RFT KAA1000 Schaltplan zusammenreimen.
http://elektrotanya.com/ddr_aktive_stab ... nload.html

_________________
Grüße
Christoph


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 Betreff des Beitrags: Re: Eigenentwicklung KAA 1001 DX
BeitragVerfasst: Do Aug 20, 2015 23:11 
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wenn ich hier versuchen würde 100kHz mit einer Stabantenne zu empfangen würden mir die Ohren abfallen.
Das geht hier nur magnetisch, und mit Vorselektion. Ultraschall wohnt vermutlich im Wald

lG Martin


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 Betreff des Beitrags: Re: Eigenentwicklung KAA 1001 DX
BeitragVerfasst: Do Aug 20, 2015 23:20 
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Hallo Christoph,
Der erste, der hier den Durchblick hat. Es gibt also doch noch Wunder. Die Widerstandswerte sind nicht gleich der KAA 1000. Etwas abgewandelt. Und die 2te Stufe ist wieder ganz anders. Die Dioden im Eingang sind SAY 17. Zum Schwund: Ich hatte nicht gemeint, das der Schwud ausgeregelt wird, sondern, das der empfangende Sender nicht mehr im Schwundrauschen verschwindet, sondern bis zu seinem völligen Abtauchen noch gut verständlich aufzunehmen ist. Der Sender geht also nicht mehr im Rauschen unter, sondern bleibt gut verständlich bis er weg ist hörbar. Da die erste Stufe abgeschlossen ist, wird das Signal schön konstand gehalten. Ist schon ein sehr sinnvoller Effekt, den ich auch bislang nirgends gesehen hatte. Hat auch noch den zweiten Vorteil, das dadurch der Transistor nur 50 % an Strom zieht, als wenn er offen zur nächsten Stufe geht. Die erste Stufe zieht so 26 - 44 mA, je nach Eingangsspannung. Die zweite dagegen nur 6,75 mA. Die beiden letzten Stufen fahre ich mit je 40 mA. Die gesamte Schaltung benötigt so 10 Minuten, bis alle Arbeitspunkte stabilisiert sind. Betriebstemperatur. Sie zieht dann 142,8 mA. Die Z - Dioden fressen alleine schon 10 mA. Und danach steht der Strom wie ein Felsen. Gut, ich werde noch mal darüber nachdenken, ob ich den Schaltplan doch noch offenbare. Ich habe nur etwas Bammeln, das die Geier von Bonito und co. mir dann ewentuell die Unterlagen klauen und unter eigener Flagge veröffentlichen und verkaufen. Deshalb meine Zurückhaltung.

Erstmal bis dahin

Grüße Ultraschall

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 Betreff des Beitrags: Re: Eigenentwicklung KAA 1001 DX
BeitragVerfasst: Do Aug 20, 2015 23:31 
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Ultraschall hat geschrieben:
Die Dioden im Eingang sind SAY 17.


wie bist du da auf das halbe Volt gekommen? Soviel fällt doch an einer schon ab

lG Martin


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 Betreff des Beitrags: Re: Eigenentwicklung KAA 1001 DX
BeitragVerfasst: Fr Aug 21, 2015 0:09 
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Martin, indem ich Hochfrequenz dazu benutze.

Nachtgrüße

Ultraschall

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 Betreff des Beitrags: Re: Eigenentwicklung KAA 1001 DX
BeitragVerfasst: Fr Aug 21, 2015 5:23 
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Soo, meine Kritik, nehm mir nicht persönlich.

Zitat:
Ich habe nur etwas Bammeln, das die Geier von Bonito und co. mir dann ewentuell die Unterlagen klauen und unter eigener Flagge veröffentlichen und verkaufen. Deshalb meine Zurückhaltung.

Wenn du nicht willst dass andere "deine" Schaltung klaut, dan veröffentlichen ihm nicht oder mit Marke drüberziehen.
Genauso könnte ich auch mit Manual scannen aufhören und alle meine PDF zurückholen, denn RM.org kann ja meine Manual klauen (der hat schon getan). Nein, ich veröffentliche weiter, dafür mit Marke. Wo gibt da Problem ?

Ausserdem dachte du, dass ich keine Überblick über diese Schaltung hat. Tja, das stimmt nicht. (Ich sage nur, Chat)
Ich sehe, dass das keine VON DIR durchgedachte Entwicklung ist, sondern eine "verzweifelte" ausprobierte , erweiterte und veränderte RFT KAA1000.
Sonst kommt wir nicht auf diese Ausgangsbeschaltung (Transistorpaar), wo du sogar 3te einbauen will :roll:
Bitte erkläre mir: Was ist Emitterfolger, Kollektorschaltung, Impdanzwandler.
"Deine" aktuelle Schaltung hat 3x Impedanzwandler.

Der Sinn des 2x Impedanzwandler (FET dann Transistorpaar) in orginale RFT KAA1000 könnte ich nachvollziehen, quasi eine Miniwip, der dann lange Koaxialkabeln antreiben müsste.

Ausserdem beeinflusst HF nicht Diodeschaltschwelle, normalweise nicht
Ich glaube, Peak und RMS Messwerte wird da durcheinander geworfen, 125mV ist RMS, während Diodeschaltschwelle üblichweise RMS(DC) oder Peak-Spannnung als Werte hat, dann haut es schon etwa hin.

Kurz gesagt, du hast als HF-Experte ausgegeben, dabei hast du nur bewährte Gerät modifizieren

Deine Text lies schwer zu lesen (keine Abstand in Text, merkwürdige Begriffe) , deswegen ist meine Aussage auf Schaltplan und deine nachfolgende Antwort auf usere Frage beschränkt.

Puh...habe fertig
Grüss
matt

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