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 Betreff des Beitrags: Mini-Whip "quick & dirty" aufgebaut
BeitragVerfasst: Fr Dez 23, 2016 12:51 
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Über die Mini-Whip dürften ja die meisten von uns schon was gehört, gelesen oder sonst wie mitbekommen haben.
Die Empfangsleistungen dieser leicht selbst zu bauenden Kurzwellen-Aktiv-Antenne werden viel gelobt.
Heute morgen habe ich mein Vorhaben in die Tat umgesetzt, mir endlich auch einmal so eine Antenne aufzubauen. Diese Woche besorgte ich beim blauen C in Mainz alle benötigten Teile.
Es ist schon faszinierend, dass man mit Bauteilen für unter 10€ eine so gute Antenne bauen kann.
Neben ein paar Widerständen, mehreren 100nF-Kondensatoren, einer 470µH-Drossel, benötigt man noch eine Kupferplatine (eine Euro-Platine reicht für zwei Antennen) und zwei Transistoren: Einen FET und einen NPN.
Für den FET gibt es verschiedene Typen, die passen sollen, darunter auch der BF244/BF245, den es nur noch aus Restbeständen gibt. Für diesen ist aber ein neuer Ersatztyp verfügbar, leider in SMD, was aber keine unüberwindbare Hürde darstellt. Als NPN-Typ habe ich den 2N2222a genommen.

Den SMD-FET habe ich zuerst auf eine ca. 10x10mm kleine Kupferplatine gelötet, deren Fläche ich dreigeteilt habe um für Gate, Drain und Source isolierte Lötpunkte zu erhalten.
Die ganzen Teile werden auf die Kupferplatte gelötet, die vorher ähnlich wie bei der SMD-FET-Platte in mehrere Lötinseln aufgeteilt wird: Eine für die Masse, eine für +12V, eine für den Antennenausgang zum Empfänger.
Auf dieser Website http://radioaficion.com/cms/pa0rdt-mini-whip/ findet man die Einteilung der Platine und den Schaltplan.

Die Antenne wird - wie schon erwähnt - auf eine Kupferplatine gelötet. Diese wird im Prinzip in zwei Hauptgruppen aufgeteilt: ca. 1/3 der Länge für die Schaltung, die anderen 2/3 dienen als Antenne.

So sieht das Ganze dann aus:
Dateianhang:
DSCF4012 C.jpg
DSCF4012 C.jpg [ 96.34 KiB | 769-mal betrachtet ]

Der Aufbau war in ca. 30-60min. erledigt.

Den fertigen Drahtigel habe ich mit Erfolg getestet. Die Schlatung arbeitete sofort und morgens um 9 Uhr war auf dem 80m Band schon so Einiges zu hören.
Beim Berühren der Antennenfläche begann das Band erst richtig zu leben. Also klemmte ich einfach mal eine Krokoklemme der Zuleitung meiner Prüflautsprecherbox an, die über 2m Kabel versorgt, oben auf dem Regal über der Werkbank liegt. Das reicht schon aus um richtig Leben in die Bude zu bekommen.
Die benachbarten Energiesparlampen für den Arbeitsplatz erhöhten das Grundrauschen nur sehr minimal bis garnicht. Dafür muss ich bei Langwelle die Leuchtstofflampe über der Werkbank (EVG) ausschalten.
Als Empfänger habe ich den Icom IC-R20 verwendet. Über ca. 8Mhz bin ich noch nicht hinaus gekommen. Heute morgen ließ ich bei ca. 4Mhz den DWD mit seinem RTTY-Wetterbericht klingeln.
Später möchte mich mit der FT-757GX weiterspielen. Vielleicht klemme ich auch mal den Kaiser Contest DX an...

Praktisch ist, dass die Mini-Whip über die Antennenleitung fernspeisbar ist.
Als Betriebsspannung sind 12V angegeben. Aber bei niedrigerer Spannung arbeitet die Antenne auch schon sehr gut.

Alles in allem eine wirklich tolle Sache, die sich zum Spielen und KW-Hören als Nachbau auf jeden Fall empfiehlt.

_________________
Gruß,
Daniel


Baden Baden, Beromünster, Paris, Rom…
...Eine ganze Welt ist auf der Skala des SABA-Empfängers vereint


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BeitragVerfasst: Fr Dez 23, 2016 14:09 
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Hallo Daniel,

Ein kleiner Tip:
wegen der Transistoren braucht man bei KW eigentlich gar nicht lange fackeln. Ein rauscharmer NF-Transistor reicht hier völlig aus. Ich empfehle den BC550 (NPN), der schafft problemlos deutlich mehr als 30 MHz. Mit diesem Transistor lassen prima ganze Empfänger von der HF-Vorstufe über Audion bis hin zum Kleinleistungs-NF-Verstärker realisieren.

Grüße, Obi


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BeitragVerfasst: Sa Dez 24, 2016 17:54 
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Und noch ein Tip: BF246 und BF247 sind zwar nicht pinkompatibel, aber als Austausch für den BF245 brauchbar.

Viele Grüße
Georg
...und frohe Weihnachten...

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Ein guter Irrtum braucht solide Fehlannahmen. :wink:


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BeitragVerfasst: Di Dez 27, 2016 11:51 
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Hallo!

Ich habe seit sicherlich zwei Jahren die Teile für die Mini-Whip in der Schublade liegen. Ich sollte mir die Zeit nehmen und sie aufbauen.
Wenn man den Berichten glauben kann, geht sie ja ziemlich weit runter und soll sogar für VLF taugen.

Viele Grüße
Frank

_________________
Viele Grüße aus der Pfalz!

Nicht nur Röhren klingen schön, sondern auch alte Flugzeuge klick


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BeitragVerfasst: Sa Dez 31, 2016 13:19 
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Kenntnisstand: **Zutreffendes Feld fehlt**
hallo Frank,
wenn das richtig weit runter soll machst du einfach hinter dem 470µh noch eine möglichst große Drossel dazu, die ist das entscheidende Bauteil für die untere Grenzfrequenz.

lG Martin

_________________
:idea: Laboratory for hum+noise :idea:


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BeitragVerfasst: Sa Jan 21, 2017 0:51 
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Eure Anregungen habe ich aufgenommen :danke:
und ebenfalls eine Mini Whip gebaut, mit BF 245 und BF 494.
Sie steht in 3 Metern Höhe, weit weg vom Haus, 30 Meter lose liegendes Koaxkabel.
Meine Erfahrung: Tiefe Frequenzen bis 2 MHz: ganz hervorragend. So guten Empfang hatte ich noch nie.
Bei höheren Frequenzen nutze ich lieber andere Antennen.

Und Eure Erfahrung? :hello:

Viele Grüße
Georg

_________________
Ein guter Irrtum braucht solide Fehlannahmen. :wink:


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BeitragVerfasst: Sa Jan 21, 2017 14:48 
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Registriert: Mo Aug 27, 2012 13:47
Beiträge: 853
Mit so einer Mini-Whip habe ich vor ein paar Jahren z.B. den italienischen Bakensender -> IQ2MI mit 1 W Strahlungsleistung bei 500 kHz und Langwellen-NDBs in weit über 1000 km Entfernung aufgenommen.

Ralf

_________________
Und wenn ich nicht mehr weiter weiß, dreh ich am Oszillatorkreis.


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