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 Betreff des Beitrags: Eigenbau Röhrenmikrofon
BeitragVerfasst: Sa Feb 03, 2018 23:23 
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Nachdem ich schon über die Jahre etliche Röhrenmikrofone in meinen Fittichen hatte, beherrschte mich schon immer der Wunsch mal eins selber zu bauen. Durch einen glücklichen Zufall bekam ich, für schmales Geld, ein Nachbau der legendären U47 Kapsel in meine Hände, umschaltbar zwischen Niere und Acht. Einen Korpus wollte ich nicht selber bauen, es gibt genügend Fernost Schrott mit herrlichen Gehäusen in der Bucht. Vom Aussehen und Preis gefiel mir das „Neewer-MV 700“ am besten. Also schoss ich zwei defekte für nen Zehner in der Bucht. Angekommen funktionierte eins sogar noch, es war blos ein loses Kabel im XLR Stecker. Also erstmal eins entkernt, wirklich übelster Schrott, egal!
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Aber wo hatte ich meine Augen beim Kauf. Das Teil war gut 6cm zu kurz um mein Neumann Plagiat, mit Ausgangs Trafo und einer EC 92, dort unterzubringen. Ich entsann mich einer Schaltung der Firma Adler aus Cunnewalde, mit einer ECC83 und Phantomspeisung, aber ohne Trafo.
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Nicht ahnend wie schwer es wird Widerstände jenseits der 20 Megaohm zu bekommen. Vielen Dank noch einmal an Petzi/Gerd für die 100 Meg. Nun war aber die ECC83 einiges dicker und eine extra kleine Leiterplatte war nicht mehr unterzubringen. Nun waren die Fähigkeiten eines Frauenarztes gefragt XD. Alles schön klein um den Sockel positionieren ohne dass es später mit dem Gehäuse in Berührung kommt. Die Halterung der Elektret Kapsel wurde mit dem Dremel so bearbeitet, dass sie die neue Kapsel aufnehmen konnte, eine kleine Rille eingefräst, dann mit einem Spanndraht befestigt. Dann noch einen kleinen Mikro Schalter eingeklebt, für Niere und Acht, und in das Gehäuse eine Aussparung für selbigen gefeilt.
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Zusammengebaut, noch mal die Anschlüsse durchgemessen, kein Schluss, gut. Funktionsprobe am Labornetzteil für die Anodenspannung und ein kleines geregeltes für die 12 Volt Gleichspannung der die Heizung. Ernüchterung, kein Ton. Gehäuse wieder auf, messen. Alle Spannungen stimmen exakt, kein Verdrahtungsfehler oder Schluss. Alle Bauteile werthaltig. Defekte Kapsel? Rausgelötet, jeweils 60 piko pro Seite, passt. Berührungsprobe an den Gittern, leise Brummen, komisch. Bein nochmaligen Blick auf die Original Schaltung kam mir die Erleuchtung, der 39 kilo Widerstand am Ausgang, in reihe hat seinen Sinn. Weiches Netzteil, da war doch was. Also einen 50 kilo in reihe reingefummelt, Anode wieder auf 56 Volt gestellt. Siehe da, schon in der Nähe mit der Hand, saftiges Brummen. Da hat doch wirklich mein Netzteil einen solch geringen Innenwiderstand, es macht einfach die NF dicht. Nach dem Zusammenbau funktioniert es hervorragend. Die Umschaltung geht gut und der Klang ist angenehm weich mit guter Präsenz, aber doch eine Ecke vom echten "Neumann" entfernt. Geldtechnisch aber auch :mrgreen:

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Nun geht es an´s Netzteil. Bei einem Anodenstrom von gerade einmal 0,15mA bin ich am Überlegen 9Volt Blockbatterien zu benutzen. Absolut brummfrei und praktisch nur von der Selbstentladung abhängig. Die Schaltung funktioniert selbst mit 20 Volt Anode und 6 Volt Heizung noch einwandfrei. Vielleicht sollte ich dafür einen 12 Volt LiO Akku verwenden, dann geht auch Outdoor. Draußen kalt, drinnen warm, Basteln macht Spaß!

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 Betreff des Beitrags: Re: Eigenbau Röhrenmikrofon
BeitragVerfasst: Fr Feb 09, 2018 22:48 
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Ich habe mal ein wenig herumgebastelt, bezüglich des Batterienetzteils. Ein paar Gelbatterien für die Heizung hatte ich noch und vom Lidl gabs frische 9 Volt Blöcke. Hat prinzipiell ganz gut funktioniert, zumindest 0 Rauschen. Aber die Verarbeitung der Blöcke, sprich die Kontaktierung der Clips, ist zumindest für diese Anwendung eine Katastrophe. Jede Bewegung der Dinger bringt, trotz Lötung, ein Prasseln und Knacken. Die Clips sind leider nur vernietet und lassen sich sogar drehen. Für jede andere Anwendung sicher geeignet, aber als Anodenersatz leider nicht. Nun suche ich etwas in der Größe von 60-80 Volt, aber wesentlich Kontaktsicherer. Hat jemand eine Idee?

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 Betreff des Beitrags: Re: Eigenbau Röhrenmikrofon
BeitragVerfasst: Sa Feb 10, 2018 9:25 
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Servus,
Du musst die Verbindungskabel direkt mit den Nieten verlöten, nicht mit dem Blechkranz.
Das muss aber schnell gehen, damit der Batteriekontakt innen keinen Schaden nimmt.

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Gruss aus Trient,
Volker
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 Betreff des Beitrags: Re: Eigenbau Röhrenmikrofon
BeitragVerfasst: Sa Feb 10, 2018 21:39 
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Hallo zusammen,

ich kann da "Lötöl" vom Glaser empfehlen.
Damit kommt man auf vielen Oberflächen klar und kann die
Reste davon leicht entfernen. Dabei braucht man nur minimalste
Mengen. Ich habe aber keine Ahnung, was das , chemisch be-
trachtet, ist. Irgend eine Säure oder so, aber alle Male besser als
Lötfett, dessen Rückstände nur sehr schwehr zu entfernen sind.

Gruß,
RE 084

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RE 084 heisst Hans und kommt aus 41844 Wegberg :mauge:


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 Betreff des Beitrags: Re: Eigenbau Röhrenmikrofon
BeitragVerfasst: Mo Feb 12, 2018 19:49 
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Zitat:
Das muss aber schnell gehen, damit der Batteriekontakt innen keinen Schaden nimmt.



Wie recht du hast! Schon beim Ansetzen der Spitze "quakkert" es bedrohlich im Block.

Lötöl ist mir neu, danke für den Tipp! Besonders für Bleche, ansonsten nutze ich kein Lötfett.

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 Betreff des Beitrags: Re: Eigenbau Röhrenmikrofon
BeitragVerfasst: Mo Feb 12, 2018 20:16 
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Servus,
Bei der Stromaufnahme reicht dünnste Litze, so 0,25 mmm und dann mit ein bisschen Löthonig und einen Tropfen Lötzinn geht das sehr schnell. Da muss man flink sein.

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Gruss aus Trient,
Volker
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 Betreff des Beitrags: Re: Eigenbau Röhrenmikrofon
BeitragVerfasst: Mo Feb 12, 2018 23:28 
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Hallo Volker, was bezeichnest Du als Löthonig? Ich verwende Kolophonium, eigentlich für Geigenbögen gedacht, aufgelöst in Spiritus. Je nach Anwendung recht dünnflüssig, Zinn eintauchen, trocknet schon beim Herausziehen ab. Oder ein wenig dicker, fast wie eine klebrige Creme. Riecht natürlich beim Löten nach Spritus.

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 Betreff des Beitrags: Re: Eigenbau Röhrenmikrofon
BeitragVerfasst: Do Feb 15, 2018 19:34 
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Heute habe ich es nochmals mit Löten probiert. 20 watt Lötnadel mit flacher Spitze, teilweise sogar mit Lötwasser als Flussmittel. Trotz kurzer Lötzeit, ca 5 secunden max., hat sich bei 6 von 8 Blöcken die Kontaktierung verabschiedet. Das ist sehr ineffizient, lohnt also nicht. Hat schon jemand mit retro Anodenbatterien Erfahrungen gemacht? Eigenbau oder Ersatzbeschaffung?

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