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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Feinabstimmungsdilemma Bild - Ton bei Graetz Kalif F151

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BeitragVerfasst: Mi Okt 04, 2017 18:53 
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Registriert: Mi Okt 04, 2017 18:46
Beiträge: 1
Kenntnisstand: Grundkenntnisse (ohmische Gesetz etc.)
Liebe SammlerkollegInnen,

schön, hier sein zu dürfen. :-)

Meine Bitte um Tipps betrifft meinen Fernseher Graetz Kalif F151. Bei diesem kann man mit Drehknopf links die Senderfeinabstimmung für Bild und Ton vornehmen. Unterstützt wird diese für den Ton durch ein Magisches Auge.
Nun ist's leider so: ist der Ton optimal, sfchneit dass Bild, - ist das Bild optimal , ist der Ton praktisch sschon wieder fast ganz weg.

Kann man dieses Divergenz/Konvergenz irgendwo nachstellen?

Danke fürs zuhören.

Andreus


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BeitragVerfasst: Mi Okt 04, 2017 20:22 
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Registriert: Fr Okt 24, 2008 18:16
Beiträge: 1628
Wohnort: Berlin
Kenntnisstand: Spezialkentnnisse im Bereich Röhrenradios (Beruf)
Hallo, Andreus,

Beim Fernsehen wird das Bild neg. amplitudenmoduliert übertragen, der Ton mit 5,5 Mhz Frequenzabstand frequenzmoduliert.

Zuerst muss sichergestellt sein, das das dem Gerät zugeführte Signal auch wirklich normgerecht ist, also z.B. der Abstand zwischen Bildträger und Tonträger auch wirklich 5,5 Mhz beträgt, der Bildträger einen Pegel von 56dB hat, sowie der Tonträger einen dazu passenden Pegel.

Wenn das sichergestellt ist, und nur dann, funktioniert die Tonübertragung einwandfrei.
Der Tonträger wird mit dem Intercarrierverfahren übertragen, d.h. Am Ende des Bild-ZF Verstärkers steht nicht nur das Bildsignal, sondern auch eine 5,5Mhz Zwischenfrequenz für den Ton an. Diese Zwischenfrequenz wird dann dem Ton-ZF Verstärker zugeführt.

Wenn das Gerät trotz korrektem Eingangssignal keinen guten Ton liefert, dann sollten zunächst die Betriebsspannungen geprüft werden, und dann die Röhren in Tuner, Bild-ZF und Ton-ZF auf mangelhafte Emission geprüft werden. Bitte unbedingt sicherstellen, das die Röhren wieder an der Stelle eingesetzt werden, an denen sie zuvor auch waren, selbst dann, wenn Röhrentypen mehrfach vorkommen.

Wenn das nichts bringt, wird es aufwendiger. Dann sollte die Durchlasskurve der ZF Verstärker mittels eines Wobblers auf korrekten Abgleich geprüft werden. Das ist allerdings etwas für Experten, und setzt entsprechendes Equipment voraus.

Achtung! Fernsehgeräte haben keine Netztrennung, und wer nicht weiß, was das bedeutet, sollte die Finger davon lassen! Das ist bitte kein Mißtrauen Dir gegenüber, sondern ein ernstzunehmender Sicherheitshinweis.

Ich hoffe, das hilft erstmal weiter.

VG Henning

_________________
Schlau ist, wer weiss, wo er nachlesen kann, was er nicht weiss


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BeitragVerfasst: So Okt 08, 2017 17:18 
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Registriert: Do Okt 05, 2017 19:39
Beiträge: 7
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Hallo,

bin ein Neuer hier, bastele sehr gern mit "alter" analoger Elektronik, Schwerpunkt TV, aber auch Radio und Rö-Verstärker usw. ... Mangels echter Reparaturen gehe ich seit einigen Jahren eher den Grundlagen nach, also eher einfache Grundschaltungen bauen, die aber dafür mit mehr Ruhe und dem Versuch, ein umfassendes Verständnis für die vielen Fragen drumherum zu entwickeln.

Henning hatte bereits alles Wichtige zum Vorgehen gesagt.

Bastelmäßig könnte man ein zwei Sachen versuchen, ohne den Gesamtabgleich der Durchlaßkurve unzumutbar zu verändern. Ich versuch jetzt schon einige Tage, einen Text zu schreiben, es kommt immer das qualmende Radio mit "INTERNAL SERVER ERROR 500". Ich weiß nicht, woran es liegt, dachte schon, es ist zu viel Text, aber auch Kurfassungen gehen nicht... viell falsche Zeichen ? Oder er akzeptiert es nicht, wenn der Text als Ganzes eingefügt wird ?
Man muß bei dem Thema einige Sachen voranschicken, 1..2 Stichpunkte reichen aus meiner Sicht nicht, diese wären:

- Eigentonfalle am ersten ZF-Kreis versuchsweise 1...2 Umdrehungen in beide Richtungen verstellen, Originalstellung genau merken und wiederherstellen, wenn es nichts bringt

- Im Tonteil ebenfalls versuchen, die 5,5MHz-Kreise zu verstellen, wenn es besser wird, könnte es sein, daß hier ein Abgleichfehler vorliegt.

ZF-Kreise können sich über die Jahrzehnte selbst verstimmen, weil das Kernmaterial nicht stabil ist.

Gruß IngoZ.

hier noch ein Versuch, den ausführlicheren Text einzufügen,
jetzt müßte es gehen, es scheint wirklich an unzulässigen Sonderzeichen gelegen zu haben:

...wenn eindeutig nachgewiesen ist, daß die HF-Quelle ein normgerechtes TV-HF-Signal abgibt (mit anderem TV testen, ob hier Bild und Ton ordentlich übertragen werden) kann man eventuell auch ohne aufwendigen Messaufbau ein paar Sachen probieren, also basteln, ohne den ZF-Abgleich unzumutbar zu verändern. Heutzutage ist der halbwegs exakte ZF-Abgleich ohnehin nur noch für den Betrieb an einem rudimentären Kabelnetz (problematisch wegen der Kanaldichte) oder der privaten Ersatz-HF-Quelle gefragt. Deshalb wäre es aus meiner Sicht kein Problem, auch ohne Wobbler zumindest zu versuchen, der Ursache für das unbefriedigende Empfangsergebnis zu ergründen, da ein ernsthafter Einsatz des Gerätes vermutlich nicht mehr in Frage kommt.

Es kommt noch hinzu, daß auch bei unveränderten Kernstellungen das Kernmaterial durchaus seine Eigenschaften und somit den Abgleich verändern kann, gerade die speziellen Kerne im Bild-ZF-Verstärker (für 40MHz spezifiziert) neigen dazu oder die Kerne rutschen aus ihren Kunststoff-Hülsen etc.

Das beschriebene Verhalten (Bild stimmt nicht mit Ton überein) liegt überwiegend im Bild-ZF-Verstärker, es KANN aber auch am Tuner liegen, wenn zB. der HF-Bandfilter verstellt ist, denn dann stimmt hier die Bandbreite nicht und Bild und Tonträger kommen nicht gleichmäßig durch. Würde ich aber zunächst nicht von ausgehen.

Beim Bild-ZF-Verstärker sollte man 2 verschiedene Abgleichprobleme diskutieren, das führt dann zur Entscheidung, welche Einstellungen man ggf. versuchen kann.

1) Bandpaß-Abgleich (Durchlaßkurve) der normalen Bandfilter bzw. Einzelkreise, wenn das Bild soweit gut aussieht (gute Auflösung, gut durchgezeichnet), also ein eindeutiges Optimum mit der Feinabstimmung des Tuners erzielt wird, stehen die Kreise mit großer Wahrscheinlichkeit richtig, d.h. die Durchlaßkurve stimmt zumindest im Bandpaßbereich, eventuell stimmt aber vorn die Tontreppe nicht oder sie fehlt ganz. Denn dann muß zwangsläufig das Bild falsch abgestimmt werden (Bildträger liegt nicht mehr richtig auf der Nyquistflanke), damit der Ton in den Bandpaßbereich reinrutscht, dort gehört er aber nicht hin, natürlich hört man dann den Ton gut, denn er pustet mit zu viel Pegel durch den Verstärker. Durch die FM (Begrenzung) kommt nun der Ton einwandfrei, denn hoher Pegel stört hier nicht, wenn dann v.a. das Bild...

2) Abgleich der Fallen (Sperrkreise bzw. Saugkreise), die Fallen legen die Sperrbereiche fest, bestimmen
deshalb auch die Durchlaßbereiche, das aber nur nebenbei, wichtig ist es trotzdem
Der wichtige Knackpunkt sind die Fallen, die die Tontreppe formen, das ist die Eigentonfalle und die Nachbarbildfalle (31,... MHz, die aber erstmal unberührt lassen) später mehr zum möglichen Vorgehen.

Welche Filter Kreise oder Fallen enthalten, kann man dem Stromlaufplan entnehmen, der sollte schon vorhanden sein, sonst wirds sehr schwierig bis unmöglich ! Ein paar Grundkenntnisse von der Funktion des Bild-ZF-Teiles und der Übertragungstechnik (Einseitenbandverfahren,...) wäre auch nicht schlecht.
Eine sehr gute Voraussetzung wäre ein FuBK-Testbild von einer Videokassette, aber auch andere Testbilder (zB. BUROSCH -DVD, an einen Videorecorder als HF-Umsetzer angeschlossen) wäre machbar. Auf jeden Fall brauchts ein Standbild mit feinen, senkrechten Linien zur Beurteilung der Auflösung des Bildes.

Als erstes sollte geprüft werden (nach Einlaufzeit 30min), ob bei Durchdrehen der Feinabstimmung des TV-Empfängers sich das Bild von...

- matschig und kontrastreich, Ton schlecht, verbrummt, verrauscht über
- optimal und gut aufgelöst (senkrechte Linien werden gut dargestellt, 4MHz-Auflösungsstreifen sind gut sichtbar, bis
- starke Überbetonung der Linien, Tonstreifen werden sichtbar

..verändern läßt ? Das erlaubt die Beurteilung, daß der kanalwähler sich ordentlich abstimmen läßt.

Dann würde ich so vorgehen:
- Bild auf optimale Auflösung einstellen
- die Eigentonfalle (meist vor der ersten ZF-Stufe als Saugkreis am ersten oder zweiten ZF-Kreis, Abgleichfrequenz 33,xx MHz, irgendwas um 33,4 MHz) vorsichtig verstellen, genau mitzählen, wieviele Umdrehungen, vorher Makrofoto vom Kern machen, ggf mit dünnem CD-Marker eine Linie auf den Kernschaft malen, wo er mit dem Gewinde abschließt !, also 1...2Umdrehungen rein- und rausdrehen
wird der Ton besser ? Dann KÖNNTE hier die Ursache liegen und man könnte versuchen, hier zu optimieren. Die Eigentonfalle bestimmt, ob der Tonträger auf dem ersten Teil der Durchlaßkurve richtig liegt. Sie bestimmt auch den Anstieg der vorderen Flanke der Durchlaßkurve, das Bild darf also beim Verstellen nicht schlechter werden als vorher !
Wird der Ton eher schlechter bei Verstellen in beide Richtungen, wieder auf die Originalstellung zurückdrehen, dann liegt nicht hier die Ursache.

Dann würde ich eher im Tonteil weitersuchen, hier darf man durchaus von der letzten Stufe (Ratiodetektor) beginnend, die jeweil Kerne um 1 Umdrehung zu verstellen, aber auch hier die Originalstellung merken. Ein verstellter Tonteil (hier gibt es nur Kreise mit 5,5 MHz Abgleichfrequenz, keine Fallen) wäre auch nicht so schlimm bzw. einfacher wiederherzustellen als ein verstellter Bild-ZF-Teil.

...

hoffe das hilft etwas weiter


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