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 Betreff des Beitrags: Re: Rafena Dürer - Reparatur
BeitragVerfasst: So Mai 20, 2018 17:39 
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Univac93 hat geschrieben:
Es quietscht und die DY86 glüht weiter vor sich hin.

Die Zeilenendstufe arbeitet also weiter. Deshalb kann ich mir einen zeitweiligen Schluss im Zeilentrafo kaum vorstellen, denn dein solcher lässt normalerweise die Amplitude der Horizontalablenkung weitgehend zusammenbrechen. Dann kann nichts mehr überlastet werden, was nicht im Strompfad der Betriebsspannung liegt.

Die Zeilenlinearitätsspule kann nur überlastet werden, wenn ein zu großer Strom hindurchfließt. Da das nicht der Betriebsgleichstrom der Zeilenendstufe sein kann, kommt nur der horizontalfrequente Ablenkstrom in Frage. Ich würde einen zeitweiligen Kurzschluss oder Windungsschluss der Bildbreitenspule oder der Ablenkeinheit in Betracht ziehen (letzteres hatte ich ein paar Mal, fast ausschließlich bei Nordmende-Fernsehern). Das führt zu einem starken Anstieg des Ablenkstroms und dadurch zur Überlastung aller Bauteile, die im Ablenkkreis liegen.

Lutz


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 Betreff des Beitrags: Re: Rafena Dürer - Reparatur
BeitragVerfasst: Di Mai 22, 2018 8:23 
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Hallo Lutz,


danke für die Nachricht. Ich würde sowohl einen Fehler im Ablenksystem, als auch in der Bildbreitenspule ausschließen. Das Chassis zeigte den Fehler sowohl ausgebaut ohne Bildröhre und mit einem ebenfalls ausgebauten Ablenksystem ("Dummy" aus einem Rafena Patriot), als auch im Ghäuse mit dem Ablenksystem des Geräts selbst. Da auch zwei verschiedene Bildbreitenspulen eingebaut wurden und der Fehler in beiden Fällen auftrat, bleibt nur der Schluss, dass der ZT eine Unterbrechung macht.

Ich werde ihn in Kürze gegen einen anderen Trafo tauschen. Dann werden wir sehen, was passiert. :)

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Mit liebem Gruß,
Philipp. :hello:


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 Betreff des Beitrags: Re: Rafena Dürer - Reparatur
BeitragVerfasst: Di Mai 22, 2018 18:46 
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Von der Ersatz-Ablenkspule hast Du noch nicht berichtet, oder? Dann scheidet diese natürlich aus.

Lutz


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 Betreff des Beitrags: Re: Rafena Dürer - Reparatur
BeitragVerfasst: Mo Jun 11, 2018 8:32 
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Kleines Statusupdate vom Reparaturprojekt:

Nachdem ich nun alle Wickelkondensatoren getauscht habe, habe ich das Chassis am Wochenende mit ebenfalls reparierter Bildbreitenspule vorsichtig in Betrieb genommen.
Zu meiner großen Freude schwang der Zeilenkipp ganz ordentlich an, ich hatte an der Anodenleitung schon ohne Ablenksystem Hochspannung und am Pin für G2 der Bildröhre beinahe 500 V. G1 ließ sich nun von fast 0 bis über 100 V regeln (zuvor nur bis knapp 60).
Leider arbeitet der Bildkipp nicht, aber den Fehler habe ich wohl schon eingekreist. Das Bildamplitudenpoti ist im Betrieb abgebrannt - vergammelte Kontakte. Das werde ich ersetzen, dann zeig sich hoffentlich nicht nur ein Strich auf der Bildröhre, wie immerhin bis jetzt schon, sondern ein Raster.

Eine Frage kommt mir dazu noch in den Sinn:
Ich habe gestern mit der Helligkeit des Striches, der gezeichnet wurde, gespielt. Er ist im Grunde nur auf voll aufgedrehter Helligkeit gut sichtbar, beim Abdrehen verschwindet er fast sofort. Ich schließe jetzt schon einmal mutiger Weise eine müde Bildröhre aus, denn genau dasselbe Phänomen zeigte sich auf einem andere Gerät (besagter Rafena Patriot - Dummy), außerdem springt die Helligkeit des Bildes beim Zusammenfallen des Strahls durch Ausschalten noch einmal deutlich hoch.
Wenn die Spannungen am Bildröhrensockel soweit okay sind, kann ich nicht ganz nachvollziehen, woher das kommt. Zwischen EL83 (siehe Schaltplan S.1) und der Bildröhre liegt nochmal ein Filter. Könnte das der Übeltäter sein? Ich kam gestern Abend leider nicht mehr dazu, zu messen.

Ich denke, ich muss die EL83 auch einmal probehalber tauschen. Die Röhren sind alle schon etwas ausgenudelt. Die ECL82 war nicht mehr zu gebrauchen. Die hat in einem so merkwürdigen Arbeitspunkt gearbeitet, dass sie ihren Kathodenvorwiderstand samt parallelem Elko gegrillt hat.

P.S.: Hier noch ein Video vom guten Stück. Ist leider nur ganz kurz, aber kurz vor Mitternacht waren meine Fähigkeiten zur Regie nicht mehr so der Brüller.
https://youtu.be/TFtd22QM8y4

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Mit liebem Gruß,
Philipp. :hello:


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 Betreff des Beitrags: Re: Rafena Dürer - Reparatur
BeitragVerfasst: Mo Jun 11, 2018 11:36 
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Hallo Philipp,

alles nach der Reihe. Bring erst mal die Vertikalabl. zum Laufen, dann sieht man weiter.

Gruß
Stefan


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 Betreff des Beitrags: Re: Rafena Dürer - Reparatur
BeitragVerfasst: Mo Jun 11, 2018 19:10 
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Wenn die Vertikalablenkung nicht arbeitet, ist sozusagen der Strahlstrom, der den ganzen ´Bildschirm aufhellen sollte, auf einen Strich konzentriert und dieser somit viel heller als das Bild bei arbeitender Vertikalablenkung. Dadurch kann man einerseits nicht wirklich erkennen, wie gut die Bildröhre noch ist. Andererseits besteht die Gefahr, dass der Strich in die Leuchtschicht einbrennt und dann später, wenn die Ablenkung wieder läuft, sichtbar bleibt. Das lässt sich außer durch Bildröhrentausch nicht beheben. Du solltest deshalb sehr vorsichtig mit dem "Spielen mit der Helligkeit" sein. Man bekommt nicht immer mit, wann die betreffenden Stellen der Leuchtschicht überlastet werden. Spätere Fernseher tasten bei Ausfall der Vertikalableknung das Bild dunkel, um genau diese Gefahr zu vermeiden.

Lutz


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 Betreff des Beitrags: Re: Rafena Dürer - Reparatur
BeitragVerfasst: Di Jun 12, 2018 9:57 
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Ich habe den Strich auch nur kurz laufen lassen, um zu sehen, ob überhaupt etwas kommt. Dass der Strahl in die Schicht einbrennen kann, ist mir bewusst, daher ist der Strich nur einige, wenige Sekunden gezeichnet worden. Danach habe ich das Gerät erst einmal wieder abgeschaltet. So bleibt es jetzt auch, bis ich den Bildkipp wiederbelebt habe.

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 Betreff des Beitrags: Re: Rafena Dürer - Reparatur
BeitragVerfasst: Mo Jun 18, 2018 9:35 
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Neues Update:

Bildkipp ist repariert. Sieht soweit gut aus. Die Bildröhre scheint in der Tat etwas müde zu sein, aber das will ich jetzt noch nicht fest dahinstellen. Ich muss die B43M1 nochmal ausbauen und die äußere Leitschicht, die ich in einem Anfall von Müdigkeit (-->Dummheit) abgewischt habe, neu auftragen. Nach dem erneuten Zusammenbau fehlt dann noch die korrekte Einstellung des Bildes. Breite reicht nicht, lässt sich ja aber mit der schon so oft erwähnten Bildbreitenspule sicher noch etwas "tweaken". Außerdem werde ich dann mal einen Bildsignalgenerator anschließen. Mit dem Raster allein lässt sich ja nicht alles beurteilen.

Video folgt, wenn ich Zeit habe :)

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Mit liebem Gruß,
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 Betreff des Beitrags: Re: Rafena Dürer - Reparatur
BeitragVerfasst: Sa Jun 23, 2018 22:36 
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Update vom Update,


ich dachte mir, ich halte Euch einfach mal am Laufenden. Ich hoffe, es langweilt nicht. :)

Ich habe das Gerät jetzt wieder zusammengesetzt. Die Bildröhre habe ich gestern neu mit Graphitlack beschichtet und bin wirklich begeistert, wie markant die Bildhelligkeit gestiegen ist. Man denkt gar nicht, wie viel das ausmacht, aber ein C nach der Gleichrichtung oder nicht verändert eben einiges. Für alle da draußen mit alten DDR-Bildröhren: wischt bloß den Dreck nicht weg ;).

Heute morgen habe ich dann das Bild wieder richtig eingerichtet. Das erste mal im Leben eine Ionenfalle einstellen braucht auch etwas Zeit und wurde dann noch einmal bei einem Freund gecheckt, damit nicht zufällig die Röhre doch noch einbrennt. Soweit so gut: Das Bild ist wieder zentriert, hell und mittlerweile auch scharfgestellt. Der Bildschirm wird voll ausgeleuchtet und: obwohl die Linearitätsspule nachgewickelt wurde und sich aufgrund etwas dickeren Drahtes nur noch bedingt stellen lässt, sieht die Bildlinearität ganz gut aus.

Ihr könnt Euch ja gern einmal selbst ein Bild vom Gerät machen. Ich habe mal ein Video davon gemacht. Soweit scheint nur noch wenig zu tun zu sein. Aktuell Braucht der Bildkippgenerator noch etwas Zuwendung. Rubens und Dürer hatten da einen sehr aufwändigen Schaltungsblock. Das war später z.B. im Patriot wesentlich einfacher gelöst, aber weil ich es gern im Originalzustand so weit als möglich beibehalten möchte, muss ich da wohl noch mal dran. Man kann auf dem Video gut sehen, dass das Gerät im Moment noch starke Mittensynchronisation macht. Ein richtig stehendes Bild lässt sich auch nicht erreichen. Das liegt m.E. daran, dass sich der Grobregler (W119, 100k) nicht einstellen ließ. Der Abnehmer war schlichtweg weggebrochen. Leider ergab der Tausch durch ein funktionsfähiges Poti zur Probe keine Besserung. Kurzum: der Regler bewirkt gar nichts im Bild. Das kann zweierlei Gründe haben: Irgendwo ist der Kontakt in der Masche nicht gegeben. Das werde ich morgen Prüfen. Abgesehen davon gibt es noch eine andere Erklärung: Die abgedruckte Schaltung entspricht nicht der aufgebauten. Einige Dinge im Dürer sind werksseitig anders verschaltet, als im Schaltplan angegeben. Das sorgte bei mir bereits für hinreichend Verwirrung. Da es hier allerdings sehr geschustert aussieht, nehme ich an, dass irgendein Fernsehmechaniker oder Hobbybastler vor mir schon mal seine Schaltungswünsche in die Tat umsetzen wollte. Während der 5000pF Kondensator augenscheinlich im Chassis gänzlich fehlt, ist fliegend an den Kipptrafo ein RC-Glied (180k, 4700p) angeschlossen. Ich weiß nicht, ob das irgendeine missglückte Reparatur war. Jedenfalls werde ich das RC-Glied mal tauschen. Dan Rest gehe ich auch noch einmal ab. Wenn ich ganz viel Lust habe, oszillografiere ich das Ganze sogar mal.



https://youtu.be/-MyFztIExLQ

Gehabt euch wohl :tvschauen:

P.S. Sieht jemand von Euch das eingebettete Video? Opera stellt es bei mir nicht dar...


Dateianhänge:
Dateikommentar: Derzeitige Verschaltung. So oder so ähnlich ist das RC-Glied angeschlossen. Ich hatte heute keine Muße mehr, es nachzuverfolgen, werde dem aber nachgehen.
Unbenannt.jpg
Unbenannt.jpg [ 179.83 KiB | 919-mal betrachtet ]

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 Betreff des Beitrags: Re: Rafena Dürer - Reparatur
BeitragVerfasst: Mo Jun 25, 2018 21:15 
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Hallo Philipp.

Konnte das Video anschauen.

Das sieht aus,als ob die Frequenz des Vertikaloszillators total daneben ist.
Bildfrequenz grob lässt sich nicht einstellen ,oder hab ich das falsch verstanden mit dem Poti?

Hatte solche verbastelten Schaltungen auch schon.Ich vermute,da wurden Symptome
versucht auszugleichen, weil der eigentliche Fehler nicht gefunden wurde.Habe da schon
üble Sachen gesehen :wut:

Greetz,
Florian


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 Betreff des Beitrags: Re: Rafena Dürer - Reparatur
BeitragVerfasst: Di Jun 26, 2018 9:19 
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Hallo Flo,


so sieht es tatsächlich aus. Soweit das mein (nicht allzu geschultes) Auge erkennen kann, ist der von mir eingemalte Zweig aber der einzige "Alleingang" meines Vorgängers. Ich habe es in den im Schaltplan angegebenen Zustand überführt und: siehe da: Das Bild lässt sich immer noch nicht fangen, aber er ist schon nahe dran und die Mittensynchronisation kriege ich mitunter auch weg. Dennoch überlege ich, es vielleicht wieder so zurückzulöten, wie es verbastelt war. Der Preis für die gewonnene Genauigkeit ist ein Bildkipptrafo, der ungesund laut tickert.

(Das besagte Poti, das am Kipptrafo hängt, stellt nur die Linearität. Einen Grobregler für die Bildfrequenz gibt es nicht)

Ich hatte leider noch keine Zeit, werde aber definitiv das Triodensystem der ECL 82 und den Sperrschwinger abgehen. Ich habe auch dort die C's getauscht und würde mich nicht unbedingt wundern, wenn ich mal bei irgendeinem C eine Nachkommastelle falsch gelesen habe. Der nächste Kandidat ist C98 mit 0,1µ. Ich könnte auch 0,01µ verbaut haben. Korrigiert mich bitte, aber soweit ich das sehe, stellt ja der Sperrschwinger mit dem Triodensystem die Frequenz - daher ist ja dort auch der Regler. Das Pentodensystem ist ja "nur" die Endstufe. Sollte ich also alle Bauteile um die Triode abgegangen sein und keinen Fehler feststellen können, bleiben nur die ECL oder der Sperrschwinger als Möglichkeit für einen lokalen Fehler. Weiter weg wäre dann noch das Amplitudensieb oder die Impulsverstärkung (EABC) Fehlermöglichkeiten.

Nunja, der Fehler ist ja immerhin örtlich schon eingegrenzt. Zur Not gehe ich es nochmal mit dem Oszi ab.

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Mit liebem Gruß,
Philipp. :hello:


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 Betreff des Beitrags: Re: Rafena Dürer - Reparatur
BeitragVerfasst: Di Jun 26, 2018 21:22 
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Hallo Philipp.

Würde auch auf einen Fehler im Sperrschwinger tippen.
Ist der Sperrschwingrtrafo original?
Ich hatte schon zwei defekte in Geräten vorgefunden.

Laut sind die meisten Vertikalausgangstrafos bei den alten Geräten häufig, das muss nicht unbedingt
auf eine Überlastung zurückzuführen sein.

Viel Erfolg.

Greetz,
Florian


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 Betreff des Beitrags: Re: Rafena Dürer - Reparatur
BeitragVerfasst: Mi Jun 27, 2018 11:13 
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Hallo Flo,

der Sperrschwinger sollte noch original sein, soweit ich das sehen kann. Wenn ich mich nicht täusche, hat mein Bekannter auch noch andere Sperrschwinger aus nicht mehr zu rettenden Geräten. Sowie ich Zeit habe, werde ich mal nachsehen, was noch getan werden kann.

Vielen Dank Dir erst mal :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Rafena Dürer - Reparatur
BeitragVerfasst: Di Jul 10, 2018 10:23 
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Liebe Leute,


es gibt wieder Neugikeiten :). Ich habe letzte Woche meinen Fehler in der Schaltung gefunden und gestern behoben. Es war ein hausgemachtes Problem: Ich hatte bei der Kondensatorkur das vergammelte Schwingkreis-C, das gemeinsam mit dem kleinen Sperrschwinger die Bildfrequenz stellt, gegen ein viel zu großes eingetauscht. Statt 0,1µ waren jetzt auf einmal 0,5µ drin. Da konnte das nicht klappen. Nun arbeitet der Sperrschwinger bzw. die Endstufe dazu hörbar um 50 Hz. Gemeinsam mit dem brummenden Trenntrafo lässt sich (ohne Messgerät) mit dem Ohr die gleiche Frequenz einstellen. Ich konnte zumindest keine Schwebung zwischen den beiden mehr hören. Also sind 50 Hz jetzt erreichbar. Das sieht man auch gleich. Es ist jetzt kein Epilepsie-provozierendes Geflacker mehr auf dem Schirm sondern ein recht ruhiges Bild.
Beim Anschluss eines Bildsignalgenerators lässt sich bei einigen Mustern ein stehendes Bild bewirken. Beim klassischen Schachbrett kriege ich ein stehendes Bild, dessen Farben (also SW) jede Halbe Sekunde jeweils invertieren. Das kann durchaus am Signalgenerator liegen. Den habe ich zum Einen noch nicht an einem zuverlässigen Fernsehgerät prüfen können, außerdem gab es diesen Farbwechsel bei verstimmtem Bildkipp mit 0,5µ ziemlich genau in derselben Frequenz. Ebenso kann das Amplitudensieb doch noch irgendwo einen Fehler haben. Bislang habe ich an der EABC direkt vor der ECL81 grundsätzlich nur 180 V Anodenspannung, nicht die im Schaltplan angegebenen 210 V. Der Vorwiderstand ist in Ordnung, also muss ich noch mal nach der Siebung schauen.

Bei genauem Blick auf die Konturen kann ich in den vertikal durchgehenden Strichen kleine Wellenlinien erkennen. Ich habe das Gefühl, dass irgendein Sieb-C noch 'ausgenudelt ist. Da werde ich noch einmal einen Blick drauf werfen. Außerdem werde ich jetzt mal anfangen, mich um die Tonendstufe zu kümmern. Die war bislang erst einmal außer Betrieb. Da sollte allerdings nicht allzu viel zu tun sein. Da ich im Dürer ja HF und ZF (leider) trocken legen werde und dann mit Cinch an die entsprechenden Demodulatordioden gehe, vereinfacht sich ja die Tonstufe auf das C-System der EABC und die EL84.

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 Betreff des Beitrags: Re: Rafena Dürer - Reparatur
BeitragVerfasst: Di Jul 10, 2018 19:19 
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Ein normgerechtes Videosignal ist zum Testen wichtig, sonst sucht man unter Umständen Fehler, die gar nicht vorhanden sind. Bei manchen einfachen Bildmustergeneratoren ist das Ausgangssignal leider nicht normgerecht, darauf reagieren verschiedene Fernseher mitunter recht unterschiedlich. Wenn also ein Fernseher mit diesem Signal ein einwandfreies Bild zeigt, ist das keine Garantie dafür, dass das ein anderer Fernseher auch kann.

Ein Beispiel: Vor einigen Jahren habe ich ein stark gestörtes Fernsehsignal (Empfang über Raumwelle) auf Video aufgenommen. Ein Fernseher zeigte beim Abspielen der Aufnahme ein einigermaßen stehendes Bild, zeitweise auch mit Farbe. Bei einem anderen Ferseher lief das Bild durch und war nicht richtig zum Stehen zu bringen, bei einem dritten Fernseher wurde das Bild in beiden Richtungen überhaupt nicht synchronisiert, also nichts zu erkennen.

Lutz


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