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Dampfradioforum

Röhrenradioforum: Das Forum für alle Freunde alter Röhrenradios, Kofferradios und Röhrentechnik!
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BeitragVerfasst: Mo Feb 22, 2016 12:46 
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Hallo,

Dieses wuchtige Stück aus 1965 konnte ich nun zu Hause in Augenschein nehmen, eine im Holzgehäuse verbaute Kombination aus:

T668 Ferseherchassis mit A65-11 Bildröhre,
Rundfunkteil,
Stereo- Decoder 5,
Verstärker NF25,
Plattenspieler Dual (1000er).

Das Wiederinbetriebnehmen/Reparieren wird wohl recht lange dauern, das ist ein mit Technik vollgestopftes Teil, hat auch wohl eher länger irgendwo gestanden und ist innen dick eingestaubt. Dafür ist das Gehäuse in Ordnung und es fehlen keine Teile, vor allem keine Röhren.

Ich werde jetzt erst mal die Bildröhre an den Müter hängen (kannt jemand die o.g. Röhre ?), dann alle Transformatoren in Augenschein nehmen.
Dann wird saubergemacht, falls die Kernkomponenten noch Hoffnung machen.

Gibt es eine Möglichkeit, den Zeilentrafo zu prüfen, bzw. lassen manche äußeren Anzeichen schon auf einen Defekt schließen ?

Gruß

Matthias

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viele Grüße,

Matthias.


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BeitragVerfasst: Mo Feb 22, 2016 14:00 
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Den Zeilentrafo kann man zwar mit einem ZTR-Prüfgerät (z.B. von König) "prüfen", aber eine 100%ige Aussage ist das Prüfergebnis "gut" leider nicht. Diese bittere Erfahrung musste ich gerade kürzlich bei einem EMUD-Fernseher machen.

Aber damit nicht genug: Nachdem der Fernseher mit einem NOS-ZTR repariert war, dauerte es nur wenige Stunden und der Trafo war wieder defekt. Dabei wurde erst nach ca. einer Stunde Betriebszeit die Primärwicklung heiß, einhergehend mit rapidem Absinken der zuvor korrekt eingestellten Boosterspannung. Das Gerät ausgeschaltet und abkühlen lassen, wieder eingeschaltet - gleiches Spiel von vorn. Auch dieser Trafo wurde vom Tester als gut erkannt.
Glücklicherweise war noch ein weiterer ZTR dieses Typs vorrätig. Der funktioniert bisher einwandfrei.

Generell sind wohl Zeilentrafos, die lange Zeit nicht betrieben wurden zumindest mit einer gesunden Portion Misstrauen zu betrachten. Risse in der Vergussmasse können (!) schon ein erster Warnhinweis sein. Das gilt auch leider für die ansonsten als relativ zuverlässig geltenden ZTR's mit Kunstharzisolationsmasse.


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BeitragVerfasst: Mo Feb 22, 2016 20:12 
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Moin!
Königtrafo ZTR066-RF.
Eigentlich sind diese Grundigtrafos recht zuverlässig.
Du kannst den Trafo ausbauen und ein paar Stunden im Backofen bei 80°C trocknen.
Das geht recht einfach, der Trafo sollte nur geschraubt + gesteckt sein.
Gruß Gerrit


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BeitragVerfasst: Di Feb 23, 2016 11:15 
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Hallo,

danke für die Antworten.

Ich habe die Bildröhre mit BMG getestet, erst einmal mit ca. 0,3mA eine Stunde laufen lassen, dann der Test.
Der Anodenstrom lag mit etwa 0,8mA im Bereich gut, der Lebensdauer- Wert lag mit 1,4 allerdings nicht so toll.
Das sonstige Innenleben macht einen sehr guten Eindruck, es gibt keine Bastelspuren, keine verkohlten stellen und der Zeilentrafo sieht optisch völlig OK aus.
Es wurden irgendwann einmal ein dicker Widerstand und der booster- Kondensator getauscht.
Trafos optisch unauffällig.
Jetzt wird erst mal geputzt, im aktuellen Zustand macht das Basteln keinen Spaß.

Gruß

Matthias

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viele Grüße,

Matthias.


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BeitragVerfasst: Di Feb 23, 2016 11:23 
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Hallo Matthias,

das liest sich doch grundsätzlich schon einmal recht gut. Die Riesenmengen Staub im Innern eines Fernsehers sind leider normal. Duch die Hochspannung wird so ein Gerät quasi zu einem elektrostatischen Luftreiniger :mrgreen: Pinsel, Staubsauger und Pressluft sind für's Erste genau die richtigen Helferlein. Gutes Gelingen bei der Instandsetzung... :bier:


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BeitragVerfasst: Mi Feb 24, 2016 11:22 
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So,

Grobe Reinigung innen und außen ist durch, weiter gehts!

Das HF- Chassis vom Rundfunkteil macht einen guten Eindruck, keine (zumindest bei Durchsicht) Problemkondensatoren verbaut.
Das NF25- Verstärkerchassis enthält recht neu aussehende ECLL800- schonmal gut. Der (Britische) Becherelko sieht aus wie neu und ließ sich ohne jegliche Probleme formieren.

Nicht so schön das FS- Chassis:
Leider ist einer der beiden Becherelkos des FS- Chassis mit geöffnetem Überdruckventil gesegnet. Es ist recht eng dort und er hat einen Vierfach- Wickel. Da werde ich wohl etwas basteln müssen.
Booster-C (obwohl schon irgendwann getauscht) sieht böse verzogen aus.
Es gibt 3 Durolit, die wollen ersetzt werden (stehe mit denen auf Kriegsfuß).
Leider hat es zahlreiche, schätze zehn, Eriod- Wickel, von denen einer Stehend verbaut ist (0,1/1000V)- das wird auch ein Problem.
Ich werde die Eroid mit Nennspannungen < 630V mal auf dem Isotester messen.
Hat jemand Erfahrung mit diesen roten oder kupferfarbenen "Eroid", Typ "K", mit Nennspannungen 1000V ?

Ich würde ungern einfach auf Verdacht ersetzen (abgesehen von den Duros).

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viele Grüße,

Matthias.


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BeitragVerfasst: Mi Feb 24, 2016 11:28 
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Mit den roten EROID-Kondensatoren hatte ich zumindest noch keine Probleme... :hello:


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BeitragVerfasst: Di Mär 08, 2016 16:30 
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So,

es ging doch schon weiter.

Das Radioteil und den Endverstärker habe ich durchgesehen und Kontakte gereinigt, wo zugänglich. Dabei fiel auf, das der verbaute Stereodecoder zwar korrekt eingebaut und angeschlossen war, aber der Hinweis im Gerät "Nach Einbau Kurzschlußverbindung trennen" des Werks wurde leider nicht beachtet. Da hat der Besitzer also mal schön immer Mono für Stereo- Geld gehört. :shock:

Danach langsam per Regeltrenntrafo angefahren.
Stromaufnahme war ok, nach kurzer Zeit hatte ich auf UKW ein paar Sender.
Aber leider nur auf Kanal rechts...

Also wieder Spannungsfrei machen. Bei diesem Gerät ist der Netzschalter recht trickreich verwendet worden, um den Betrieb von FS und RF- Teil beim Umschalten zu ändern:
FS ein = Mono- Ton vom FS, RF aus, Frontlautsprecher ist jetzt Hochtöner
FS aus = Stereo- Ton von RF, RF ein, wenn eingeschaltet, Front- LS aus.

Leider hat der Schalter auf dem umgeschalteten Kanal hohe Übergangswiderstände > 2kOhm.
Baden mit Oszillin senkte das gegen <10 Ohm, aber leider nicht immer bei jedem Schalten.
Oje. Der Tausch dieses Teils wird nicht schön. Wenn ich überhaupt einen Ersatz finde.
Und Betrieb ist so nicht denkbar wegen der Gefahr der Überladung der Endstufe auf diesem Kanal, wenn einmal gar kein Kontakt mehr da ist.

Im FS Teil muß ich einen Netzelko tauschen, leider passen die benötigten Kapazitäten unmöglich in das alte Gehäuse :(
Durolit (3) ausgebaut, gemessen : Alle Schrott
Eroid (rot), einen gemessen, naja, ab 1000V gibt es Abweichungen vom Wert > 10GOhm. Ich lasse die erst mal drin und schaue, was sich tut.

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viele Grüße,

Matthias.


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BeitragVerfasst: Mi Mär 09, 2016 9:57 
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Hallo,

leider ist der Fehler in der NF Stufe fatal.

Beide AÜs sind defekt, bei einem ist noch eine Primärwicklung intakt, daher das hörbare Signal auf einem Kanal.

Nun benötige ich Ersatz für AÜs aus einem Grundig NF25, oder ahnliche Modelle, die hineinpassen.
:( :( :(

Was hatten die ECLL800 noch mal für einen Ra ? 7,5kOhm ?

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viele Grüße,

Matthias.


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BeitragVerfasst: Mi Mär 09, 2016 12:16 
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Kenntnisstand: Weitergehende Kenntnisse (Hobby)
Zehn oder elf Kiloohm , je nach Betriebsart ( B oder A/B )

http://www.mif.pg.gda.pl/homepages/fran ... CLL800.pdf


Gruß,
RE 084

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RE 084 heisst Hans und kommt aus 41844 Wegberg :mauge:


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BeitragVerfasst: Fr Mär 25, 2016 14:20 
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So,

ich habe von einem zweiten netten Kollegen aus dem Forum noch ein paar AÜs bekommen (SABA).
Die AÜ haben identische Maße, passten also nach entfernen der Blechlaschen in die originalen Blechlaschen des Grundig.
Optisch wird das also wieder schön Original.

Die Verdrahtung der Endstufe ist auch schon wieder fertig (Dabei habe ich mal alle Widerstände durchgemessen, unaufällig).
Nun steht noch der Test an Signalgenerator und Oskar aus. Werde Berichten.

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viele Grüße,

Matthias.


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BeitragVerfasst: Mo Mär 25, 2019 19:53 
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Hallo,

Ich habe nun die NF25 getestet. Sie verstärkt :-). Nach Einbau in die Kombi spielte sofort das Radio (FS ist noch abgeklemmt).
Aaaber: Dreh ich lauter, kommt die Endstufe ins schwingen (NF, ca. 200Hz, vielleicht weniger nach Gehör). Das lässt sich nur durch wegnehmen der betriebsspannung stoppen.
Hm. Passen die AÜ vielleicht doch nicht?

viele Grüße

Matthias

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viele Grüße,

Matthias.


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BeitragVerfasst: Mo Mär 25, 2019 23:34 
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Registriert: Di Apr 19, 2016 19:33
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Hui, am dritten Jahrestag deines letzten Posts geht's schon weiter.

Und wie so oft werden Antworten erwartet, ohne den entsaprechenden Schaltbildausschnitt hier einzustellen.

Was heißt "Die Endstufe"? Die NF25 hat deren zwei. Stereo. Tritt also das Problem auf beiden Kanälen auf?

Die AÜs haben sicher eine Rückkopplungswicklung. Trenn deren Anschlüsse ab. Schwingt's immer noch?

Ist das Netzteil in Ordnung? Hast du mal probeweise Lade- und vor allem Siebelko durch parallelschalten eines weiteren Elkos überprüft?

Ausprobieren bitte.

VG Stefan


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BeitragVerfasst: Di Mär 26, 2019 8:16 
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Registriert: Fr Mär 14, 2014 18:52
Beiträge: 671
Wohnort: Ingelheim am Rhein (Die Rotweinstadt)
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Hallo Radiofreunde,

falls die AÜs eine Gegenkopplungswicklung haben und diese als "Rückkopplungswicklung" verwendet wird muß man sich nicht wirklich wundern wenns schwingt. :wink:

_________________
Grüße aus Ingelheim am Rhein,
Norbert (DF8PI)

Ein Forenmitglied dass kein Problem damit hat seinen Vornamen und Wohnort zu nennen. :)


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BeitragVerfasst: Di Mär 26, 2019 10:48 
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Registriert: Sa Mär 28, 2009 0:04
Beiträge: 192
Wohnort: Nordbayern
Kenntnisstand: Sehr gute Kenntnisse (Hobby)
Nun,
eine Rückkopplung kann als Gegenkopplung oder als Mitkopplung geschaltet sein.
So ist es mir geläufig,
viele Grüße Michael


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