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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Grundig Super Color 8062 - Ultraschalleinheit defekt?

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BeitragVerfasst: Fr Mär 22, 2019 11:06 
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Hallo zusammen,

nach langer Abwesenheit melde ich mich einmal wieder zurück mit einem Grundig Super Color 8062 von 1974.
Diesen habe ich sehr günstig bekommen, ist äußerst gepflegt und hat sogar noch eine Delta-Farbbildröhre! Und eine Nixie-Röhre zur Programmanzeige, das ist schon echt cool.
Die Konvergenz war fürchterlich verstellt, nach einem ewigen Geduldspiel ist sie jetzt annehmbar, nur an den oberen Ecken läuft sie etwas auseinander. Aber das bekommt man nicht besser hin...
Die Farben und Helligkeit sind noch wie neu und die Schärfe ist meiner Meinung nach den Inline-Bildröhren weit überlegen.
Da die Fernbedienung fehlte, habe ich den Grundig Telepilot 12 nachträglich bestellt. Dieser müßte auch funktionieren, er surrt, wenn man die Tasten betätigt.
Leider reagiert der Fernseher überhaupt nicht darauf.
Ich habe überhaupt keine Ahnung was an dem Detektor kaputt gehen könnte, hat jemand eine Idee? Schaltplan kann ich auch noch hochladen, wenn nötig.
Kennt außerdem jemand das Gerät und kann mir etwas mehr dazu sagen? Wie hochwertig und zuverlässig ist der Fernseher einzuordnen? Informationen sind leider sehr spärlich.

Das Bild im Urzustand, Konvergenz noch nicht eingestellt:
Dateianhang:
1.jpg
1.jpg [ 73.92 KiB | 1698-mal betrachtet ]


Der Grundig Telepilot 12, LED leuchtet, Ultraschall-Sender knattert
Dateianhang:
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0.jpg [ 67.46 KiB | 1698-mal betrachtet ]


Danke und Grüße
Julian

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BeitragVerfasst: Fr Mär 22, 2019 14:14 
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Moin Julian,

Wenn du einen Freqenzgenerator besitzt und weißt auf welchen Frequenzen die Fernbedienung sendet dann kannst du testen.

Du brauchst dann nur an die Empfangseinheit gehen und an den ersten Verstärker des ,,Mikrofons". Wenn du jetzt mit kleinem Pegel anfängst sollte sich irgendwann was tun.

Einen Empfänger habe ich noch irgendwo aber ob das Grundig ist kann ich dir zur Zeit nicht sagen.

Mit einem Piezo Horn kannst du meist auch über 40kHz kommen so daß du auch den Frequenzgenerator dort anklemmen kannst und die Frequenzen langsam erhöhen bis sich was tut. Verschlüsselt wurde damals hier nicht.

(Edit)

Ich fand vorhin in einem anderen Forum die Aussage das
C06 (4,7µF/16V), R01 (2,2M), R02 (3,9M) oder der Ultraschallwandler auch defekt sein könnten. Das betrifft den Empfänger.

:hello:

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BeitragVerfasst: Fr Mär 22, 2019 15:20 
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Servus Fernmelder,

ein Gerät speziell dazu habe ich nicht. Das wäre genau die Frage, auf welcher Frequenz dieser sendet und wie die Signale codiert sind.
Lt. Definition geht ja Ultraschall ab 20kHz los. Der Hochtöner meiner Lautsprecherboxen könnte zumindet lt. Herstellt Frequenzen bis 34 kHz abbilden.
Eine Idee wäre, diesen an den Mikronfoneingang eines PCs anzuschließen und mit einer Software z.B. Audacity aufzuzeichnen, ob die Soundkarte allerdings so weit über 20kHz geht, ist fraglich.
Die genannten Bauteile könnte ich natürlich auf gut Glück tauschen, hast Du noch einen Link zu dem Forum, auf dem Du diese Informationen gefunden hast?
Im Prinzip kann die Schaltung ja gar nicht so komplex sein, das wäre ja schon mal ein Ansatz, wo ich suchen muß.

Grüße
Julian

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BeitragVerfasst: Fr Mär 22, 2019 15:35 
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Moin Julian,

Ich hab dir eine Nachricht geschickt mit dem Link. Nicht das es hier Probleme bezüglich externen Links auf andere Foren gibt :hello:

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BeitragVerfasst: Fr Mär 22, 2019 16:09 
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Hallo,
bei diesen Fernbedienungen ist sehr oft die Sendekapsel defekt. Man hört zwar Geräusche als wenn es funktionieren würde, aber die Sendefrequenz passt nicht.

Gruß

Roland


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BeitragVerfasst: Fr Mär 22, 2019 18:48 
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Diese Fernbedienung sendet keine Einzelfrequenzen, wie viele andere Ultraschall-Fernbedienungen, sondern tastet zwischen verschiedenen Frequenzen um. Deshalb kann man die Sendefrequenzen nicht einfach mit einem Frequenzzähler o.ä. messen.

Ich kenne bei den Fernsehern dieser Serie folgende Fehler im Ultraschall-Empfängerteil, die zu einem Ausfall oder einer extrem geringen Reichweite der Fernbedienung führen:
C06 (4,7 µF/16V)
R01 (2,2 M)
R02 (3,9 M)
Empfängerkapsel (es könnte sein, dass ich noch eine habe)

Einmal hatte ich einen Geber, in dem der Trimmer Kontaktprobleme hatte. Dadurch stimmten die Frequenzen nicht, und der Fernseher reagierte folglich nicht mehr darauf.

Lutz


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BeitragVerfasst: Fr Mär 22, 2019 21:18 
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So, ich habe jetzt die Telepilot Empfangseinheit einmal ausgebaut.
Unter dem Schirmblech sah ich gleich einen abgerauchten Widerstand (R13)
Also ausgetauscht und wieder eingebaut, gleich wieder in Rauch aufgegangen.
Dann habe ich den weißen Frolyt Elko getauscht. Und tatsächlich, der hatte den Widerstand gebrutzelt!

Wieder eingebaut und siehe da, die Fernbedienung geht wieder!
Danke für die Hilfe :)

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BeitragVerfasst: Fr Mär 22, 2019 22:34 
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.....und Glückwunsch.... wenn es dank Schwarm Wissen immer so leicht wäre

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harry

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BeitragVerfasst: Sa Mär 23, 2019 7:19 
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Hallo Julian,

sehr schön! Ich kenne die Geräte noch gut. Sie waren sehr verbreitet, Grundig war damals meistverkaufte Marke in Farbfernsehern. Die Würfel waren seltener als die asymetrischen Geräte. Revolutionäre war damals die Aufteilung der Schaltung in einzelne Module, das wurde kräftig beworben und löste eine Welle der "Modulisierung" bei allen Herstellern aus. Idiotischerweise war bei Grundig aber die Zeilenendstufe als einziges nicht auf einem Modul, und die ging ja mit Abstand am häufigsten von allen Baugruppen defekt.
Übermäßig zuverlässig waren diese Thyristor-Grundigs nicht, eher schlechter als andere, aber 10, 15 Jahre lebten die Geräte meist schon. Typisch war, dass im Alter die Bildröhren unscharf wurden, obwohl es genauso meist Valvo-Röhren waren wie bei anderen auch. Warum ist mir bis heute ein Rätsel. Der Tele-Pilot 12 funktionierte sehr gut.

Die meisten Fehler betrafen eine defekte Hoiz.-Endstufe, neben Bauteildefekten gab es viele Probleme mit Lötstellen, da teilwiese punktuell sehr hitzebelastet und , z.B. bei den Transduktoren durch starkes Schwingen der Teile mechanisch belastet. Hinzu kommt dass in der Thyristorendstufe teilweise extrem hohe Ströme fließen, was bei kalten Lötstellen schnell zu Schmorstellen und Brandlöchern führte.

Achte also drauf, dass die Lötstellen alle einwandfrei sind.

Ferner waren diese Geräte betroffen vom Einbau der "gelben Gefahr": Zwei Entstörkondensatoren im Netzteil, die sich gerne selbst entzündeten und viele Wohnungsbrände auslösten. Es sind 1µF, von ITT, zylindrisch, knallgelbes Gehäuse. Die späteren hellgrauen sind die sicheren Nachfolger (die Grundig damals kartonweise an die Werkstätten verteilte).

Viel Spaß mit dem schönen Gerät"

VG Stefan


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BeitragVerfasst: So Mär 24, 2019 15:25 
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Ein 6062 war einer meiner ersten Farbfernseher. Ich bekam ihn Anfang der 80er Jahre mit einem kleinen Fehler, was es war, weiß ich nicht mehr. Er funktionierte dann, mit mehreren Reparaturen, noch ca. 20 Jahre lang, davon die meiste Zeit bei meinen Eltern. Zwei Mal habe ich die Bildröhre getauscht, weil sie durch extrem viele Betriebsstunden verschlissen war. Der ungewöhnlichste Fehler war ein zeitweiliges Aussetzen des Empfangs. Ursache waren kalte Lötstellen am IC im Bild-ZF-Teil, die so heftig waren, dass man den IC ohne Entlöten aus der Platine ziehen konnte.

Als meine Eltern 1988 Kabelfernsehen bekamen, wurde ein Frequenzumsetzer davorgeschaltet, damit mein Vater das Bayerische Fernsehen sehen konnte.

Ein Gerät mit gleicher Technik, aber als Würfel, hatte ich danach jahrelang in Gebrauch. Dieses hatte ich mit einem Stereodecoder nachgerüstet, um Musiksendungen über die Stereoanlage hören zu können.

Für so einen Fernseher habe ich noch ein PAL/Secam-Farbteil. Nicht das Original, bei dem zwischen zwei getrennten Farbdecodern mittels Relais (das irgendwann unter heftigen Kontaktproblemen litt) umgeschaltet wurde, sondern ein PAL-Farbdecoder mit adaptierter Universalplatine für Secam. Vor ca. 20 Jahren funktionierte das Teil noch, heute habe ich kein Gerät zum Testen mehr.

Lutz


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BeitragVerfasst: Mo Mär 25, 2019 11:21 
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Danke für diese ausführlichen Informationen.
Ich war sehr angetan von der servicefreundlichen, modularen Bauweise des Gerätes. Drei Steckbrücken ziehen (Idiotensicher, Verpolung und Verwechslung ausgeschlossen), eine Flügelmutter lösen und schon hat man die Baugruppe draußen. Dazu ein äußerst ausführlicher Schaltplan im Gerät, so wünscht man sich das.

Mir ist allerdings ein Rätsel, was sich Grundig dabei gedacht hat, im 'Standby-Modus', die Bildröhre zu heizen zu lassen. Das verschleißt die Röhre und verbraucht unnötig Strom.
Und was hat der Nutzer davon? Daß das Bild in 2 Sekunden auf dem Schirm ist statt in 5 Sekunden? Daß er stattdessen vor zum Netzschalter laufen muß, um den Fernseher tatsächlich auszuschalten, haben sie wahrscheinlich nicht bedacht. Und ich wette, sowas hat der Ottonormalverbraucher gar nicht gewußt.
Das ist zwar nervig aber es war eben so, umgebastelt wird nix.

Die Bildröhre ist wie schon erwähnt eine Delta-Bildröhre mit klassischer Lochmaske, genau gesagt eine Valvo A66-410X.
Die Helligkeit, Farbkraft und Schärfe sind verblüffend für das Alter (Baujahr 1974), man erkennt jedes einzelne Haar der Schauspieler.

Im Vergleich dazu habe ich einen Siemens Bildmeister FC752 von 1982, bei dem die Bildröhre ziemlich unscharf ist und die Farben selbst auf maximaler Sättigung recht bleich und kontrastarm wirken. Das ist hier schon eine Inline-Bildröhre A67-701X von "Videocolor" (noch nie zuvor gehört, wohl aus Italien).
Außerdem, in manchen Konstellationen wird am oberen Bildschirmrand das Bild von links nach rechts grau, etwa ein 4cm breiter Streifen. Vor allem dann, wenn ein Bild mit überwiegend großflächiger, gleichmäßiger Farbe gezeigt wird, wie blau oder rot.
Ich bin mir noch nicht so ganz sicher, ob es tatsächlich an der Bildröhre liegt oder an anderen elektrischen Bauteilen, aber der Verdacht liegt nahe. Das wird dann meine nächste Baustelle werden.

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BeitragVerfasst: Mo Mär 25, 2019 13:50 
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RFT_Superstern4U61 hat geschrieben:
Mir ist allerdings ein Rätsel, was sich Grundig dabei gedacht hat, im 'Standby-Modus', die Bildröhre zu heizen zu lassen. Das verschleißt die Röhre und verbraucht unnötig Strom.
Und was hat der Nutzer davon? Daß das Bild in 2 Sekunden auf dem Schirm ist statt in 5 Sekunden? Daß er stattdessen vor zum Netzschalter laufen muß, um den Fernseher tatsächlich auszuschalten, haben sie wahrscheinlich nicht bedacht. Und ich wette, sowas hat der Ottonormalverbraucher gar nicht gewußt.
Das ist zwar nervig aber es war eben so, umgebastelt wird nix.

Das war keine Erfindung vin Grundig, sondern viele Geräte in dieser Zeit hatten das. Von manchen Herstellern wurde das als "TBS" (Ton-Bild-Sofort) beworben.
Ohne Vorheizung dauerte es deutlich länger, etwa 30 Sekunden, bis das Bild erschien. Da die Geräte damals noch keine Cut-Off-Regelung für die Faben hatten, war je nach Zustand der Bildröhre das Bild anfangs oft blass und/oder farbstichig.
Die Nachteile hast Du schon genannt. Bezüglich Röhrenverschleiß könnte das sehr weit gehen: Vor längerer Zeit bekam ich ein japanisches Farbportable geschenkt, das kein Bild mehr machte. Die Bildröhre hatte auf allen drei Systemen eine Emission von Null! Das Gerät war selten benutzt worden, aber die Röhre jahrelang geheizt, was zu ihrem Tod führte. Bei diesem Gerät (ohne Fernbedienung) wurde die Röhre sogar noch geheizt, wenn der Netzschalter ausgeschaltet war. Der Besitzer wusste das gar nicht.
Bei den Grundig-Fernsehern gibt es eine sehr einfache und reversible Möglichkeit, das Heizen der Röhre im Standby abzustellen: Über einen Relaiskontakt wird die Heizspannung im Standby reduziert, dazu liegt parallel zu diesem Relaiskontakt ein Lastwiderstand mit wenigen Ohm. Diesen unterbrechen, und die Röhre wird im Standby nicht mehr geheizt.

Lutz


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BeitragVerfasst: Di Mär 26, 2019 23:03 
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So, ich habe gerade den Widerstand ausgelötet, es war der R645.
Jetzt kann ich den Fernseher auch über die Fernbedienung ausschalten, ohne daß die Röhre heizt. Super Tip!

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