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 Betreff des Beitrags: Telefunken FE222Stk
BeitragVerfasst: Mi Apr 17, 2019 20:45 
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Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Hallo liebe Forenmitglieder,

ich habe den oben beschriebenen Fernseher versucht mit neuem Leben zu erfüllen.
Neue Elkos und alle Kondensatoren, die ich für Papierwickel hielt ausgetauscht.
Dann habe ich den Fernseher am Trenntrafo langsam hochgefahren. Bei ungefähr 150 Volt fingen die Röhren an zu heizen.
Bei ca. 180 Volt kamen dann Bild und Ton.
Ich habe die Gleichspannungen aus dem Netzteil kontrolliert, sie sind alle etwa 40 Volt zu niedrig.
Bis auf die Schirmgitterspannung der Bildröhre.
Am Booster-C gemessen sollen da 855 Volt anstehen, es sind 805 Volt.
Die Spannung gelangt dann über den W485 (1MOhm) an Messpunkt 433. Hier sollen 520 Volt anstehen. Also mit meinen, im Schnitt 40 Volt weniger, sollten da etwa 480 Volt anstehen.
Hier messe ich aber 720 Volt, die ich dann auch am Schirmgitter der Bildröhre habe. Da die Fokusspannung hiervon abgegeriffen wird, ist auch diese mit über 500 Volt zu hoch.
Wie gesagt Bild ist da, aber mit Rücklaufzeilen.
Helligkeit und Kontrast lassen sich einstellen.

Fällt da jemandem was dazu ein?
Vielen Dank für Eure Hilfe.

Hier noch der Schaltplanauszug:
Dateianhang:
0001 (Copy).jpg
0001 (Copy).jpg [ 174.06 KiB | 479-mal betrachtet ]

_________________
Glühende Grüße

Marco


Zuletzt geändert von Stonehead am Fr Apr 19, 2019 7:50, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Telefunken FE222Stk
BeitragVerfasst: Mi Apr 17, 2019 21:39 
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Hallo,

der Einstellwiderstand für die Fokussierspannung (2MOhm, W103...503 ? auf der Bildröhrenplatine) dient mit seinem Anfang und Ende als Festwiderstand für den Spannungsteiler, bestehend aus dem 1M-Zuführungswiderstand von der Boosterspannung (W...kann man schlecht lesen) und dem Einsteller 2 MOhm, damit sollte sich die Boosterspannung (deren Wert super in Ordnung ist würd ich sagen) auf ca 66% herunterteilen, das paßt auch zu Deinen genannten Soll-Werten. Tut sie das nicht, ist der zweite Widerstand hochohmig (offen), damit fließt kein Teilerstrom und die Spannung bleibt auch hinter dem 1MOhm rel. unverändert. Prüf mal, ob der 2MOhm-Einstellwiderstand auf der Bildröhrenplatte korrekt arbeitet, es kann auch die Masseverbindung unterbrochen sein.

Du kannst auch testweise das Fokussiergitter (g4) mit Masse verbinden und den Einsteller provisorisch gegen einen Festwiderstand tauschen. Bei einigen RFT-Geräten wurde g4 werksseitig mit Masse verbunden. Einstellmöglichkeit ist natürlich besser.

Zu hohe Schirmgitterspannung macht diese Rücklauflinien, gleichzeitig wird die Bildröhre überbeansprucht, es geht zu viel Strahlstrom unnütz ins Schirmgitter, das als Anode wirkt.

Gruß Ingo


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 Betreff des Beitrags: Re: Telefunken FE222Stk
BeitragVerfasst: Do Apr 18, 2019 22:50 
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Vielen Dank Ingo,

Das Fokus-Poti ist ein Schiebewiderstand.
Der hat sich offenbar im Laufe der Zeit etwas verformt, so dass der Schleifer keinen Kontakt mehr hatte.
Ich habe jetzt provisorisch ein anderes Poti eingebaut und schon ist die Schirmgitterspannung geringer geworden.
Jetzt habe ich mich getraut, das Gerät mit 220V zu betreiben.
Alle Netzteilspannungen sind so hoch, wie sie sein sollen. Die Boosterspannung habe ich auf exakt 605V eingestellt und siehe da, die Rücklaufzeilen sind weg.

Allerdings habe ich jetzt festgestellt, dass die 220V Anodenspannung des Triodensystems der EBC91, die von den 850V über den W475 abgegriffen werden, nur 146V betragen.
Ich weiß nicht genau was W475 für ein Widerstand ist. Auch W478 rechts nebendran ist mir nicht geläufig. Der W475 hat den Schrägstrich von links oben nach rechts unten, der W478 von links unten nach rechts oben. Zwischen den vertikalen Ablenkspulen ist auch ein Widerstand mit Schrägstrich und Pfeilen. In der Beschreibung im Schaltplan sind die nicht erläutert. Sind das PTC, NTC oder VDR?
Wäre schön, wenn mir da jemand helfen könnte.

Dann komme ich vielleicht auch dahinter warum sich die Spannung am Steuergitter der Bildröhre nicht von -80V bis +100V sondern von 0… bis 180V einstellen (Helligkeit) lässt und warum beim Ausschalten die Leuchtpunktunterdrückung nicht funktioniert.

Vielen Dank schon mal.

_________________
Glühende Grüße

Marco


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 Betreff des Beitrags: Re: Telefunken FE222Stk
BeitragVerfasst: Fr Apr 19, 2019 7:48 
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Dateianhang:
Ausschnitt.jpg
Ausschnitt.jpg [ 173.65 KiB | 343-mal betrachtet ]

Ich habe mal eine Ausschnittvergrößerung gemacht, wegen der Lesbarkeit.
Besser bekomme ich es leider nicht hin.

_________________
Glühende Grüße

Marco


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 Betreff des Beitrags: Re: Telefunken FE222Stk
BeitragVerfasst: Fr Apr 19, 2019 8:15 
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Hallo,

na das ist doch schonmal ein Schritt.

Ich kann jetzt nicht auf Anhieb sagen, was das für Widerstände sind, würde auch zwischen NTC und Varistor (üblich: 2 Pfeilspitzen am Schrägstrich wie bei der Ablenkeinheit Vertikal, wobei in Reihe zu den Spulen ein Varistor mir nicht plausibel erscheint...) schätzen, es waren für veränderliche Widerstände viele Schaltzeichen in gebrauch. Wenn der Schrägstrich wieder mit einem kurzen Strich auf den Widerstandskörper geht... hab ich bisher nicht gesehen. Kannst Du ein Foto von den Bauelementen machen ? Manchmal (nicht immer) erkennt man es am Aussehen: Varistoren sehen oft wie Scheibenkondensatoren aus, mehr oder weniger dicke Scheibe, nur mit anderer Farbe, Thermistoren sehen oft wie normale Schichtwiderstände aus (sind immer Volumen-...Masse-...widerstände), nur daß der Körper immer unlackiert (schwarz bis schwarzbraun) ist und an den Ende sind blanke Kappen vorhanden.

Sei vorsichtig, wenn die Leuchtpunktunterdrückung nicht geht, das könnte einen Einbrennfleck geben, wenn er nicht zu hell ist, gehts meistens gut.

Ich würde die fehlende negative Spannung am Helligkeitsregler wie folgt suchen: Die -200V werden wahrscheinlich aus Zeilenimpulsen und einer Diode der EAA91 erzeugt. Sind die -200V da, wo es im Schaltplan eingezeichnet ist an der Anode der Diode ? Wenn ja, schonmal gut. Wenn sie hinter einem der ominösen W478 (VDR... Thermistor (NTC) kann ich mir an dieser Stelle nicht so vorstellen, da alles rel. hochohmig und damit strom-arm ist) nicht mehr da ist, viell. ist der 10n dahinter defekt (Schluss) ? ich hatte seltener Fehler an diesen Varistoren/Thermistoren.

Vielleicht bringt es zur Diagnose etwas, versuchsweise W478 durch normalen Widerstand (100...470k) überbrücken, damit erstmal die Leuchtpunktunterdrückung wieder halbwegs geht ? Geeigneten provisorischen Widerstandswert müßte man durch Probieren ermitteln, viell. zunächst 1MOhm-Poti als Ersatz nehmen mit 100kOHm in Reihe.
Aber wie gesagt, die Suche beginnt bei den -200V links, wenn die fehlen, brauchst Du erstmal nicht bei dem W478 suchen, dann is viell. eher ein C defekt, z.B. der die Impulse auf die Diode einkoppelt oder so...

Gruß Ingo


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 Betreff des Beitrags: Re: Telefunken FE222Stk
BeitragVerfasst: Fr Apr 19, 2019 13:02 
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Sehen W475 und W478 so ähnlich aus wie auf dem Bild?
Dateianhang:
VDR.JPG
VDR.JPG [ 15.87 KiB | 297-mal betrachtet ]


Das sind VDR-Widerstände mit Spannungen im dreistelligen Volt-Bereich. Mit einem Ohmmeter ist daran deshalb nichts zu messen, das geht nur mit höherer Spannung. Die Spannung ist bei diesen Widerständen durch aufgedruckte Farbpunkte angegeben.

Wenn einer davon defekt sein sollte (selten), könnte ich mit Ersatz dienen, ebenso wie für das 2 M Ohm-Fokus-Schienepoti.

Lutz


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 Betreff des Beitrags: Re: Telefunken FE222Stk
BeitragVerfasst: Fr Apr 19, 2019 15:45 
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Lustig: genau das Gerät, allerdings in Schrankausführung hatten meine Eltern auch. Der Schaltplan, damals dem Gerät vom Hersteller beigegeben hat mich daran zweifelsfrei erinnert.
Ein Fehler des Gerätes ist mir auch noch in Erinnerung: mangelnde Leuchtpunktunterdrückung! Ein Blick in den Schaltplan sagte mir damals: es könnte die EAA91 sein. Die hatte ich damals aus Spermüllsammlungen in meinem Bestand und so war der Tausch schnell gemacht. Und, Glück gehabt: die Leuchtpunktunterdrückung funktionierte wieder einwandfrei. Es könnten natürlich auch andere noch Komponenten um die EAA defekt sein aber die Röhre ist ja schnell gewechselt.

_________________
Viele Grüße

Frank


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 Betreff des Beitrags: Re: Telefunken FE222Stk
BeitragVerfasst: Fr Apr 19, 2019 17:13 
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Hier ein Bild der fraglichen Widerstände:
Dateianhang:
Widerstände.jpg
Widerstände.jpg [ 129.43 KiB | 264-mal betrachtet ]

Die Spannung an der Anode der EAA beträgt -180 Volt.
Ich habe den W 478 einfach mal ausgelötet, mit dem Ergebnis, dass ich jetzt 185 Volt am Steuergitter der Bildröhre habe, die sich durch drehen des Helligkeitspotis nicht verändern lassen.
Den 4700pF, der die Zeilenimpulse auf die Anode koppelt habe ich getauscht, ebenso den 10nF vom W478 nach Masse.
Beides hat nichts gebracht.
Was allerdings was gebracht hat ist, dass ich den Kontrastregelbereich nach Anleitung eingestellt habe und jetzt funktioniert die Leuchtpunktunterdrückung. Zufall?

_________________
Glühende Grüße

Marco


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 Betreff des Beitrags: Re: Telefunken FE222Stk
BeitragVerfasst: Fr Apr 19, 2019 17:43 
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Registriert: Do Okt 05, 2017 19:39
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... na, sieht doch gut aus !

Die negative Spannung ist das wichtigste,so eng toleriert sind die Spannungen nicht. Hast Du die EAA schonmal getauscht ? Nur so zum Vergleich..

Kann schon sein, daß die Leuchtpunktunterdrückung von anderen Potentialen abhängt, die durch die Einstellung von Dir beeinflußt wurde, das Sperrverhalten der BiRö ist ja nicht nur von einer Spannung abhängig.

Gruß Ingo

ps.: super auch das Foto von den Bauteilen, sind alles Varistoren. Der W475 sieht etwas bröselig aus, das kann aber täuschen, diese Bauteile bestehen aus gesintertem Metalloxid, das sieht nicht immer so glatt aus...

Durch das Foto vom W466 kann ich jetzt einen von meinen unbekannten Widerständen zurordnen, der ist für die Bildbreitenstabilisierung, richtet die Horizontalimpulse gleich und macht Gittervorspannung für die Zeilenendröhre...

Der Reihenwiderstand zu den Vertikalablenkspulen (siehe erstes Schaltbild) könnte allerdings ein Thermistor sein, der die Erwärmung der Ablenkspulen und damit den geringfügigen Verlust an Bildhöhe ausgleicht, müßte also ein rel. niederohmiger PTC sein (einstelliger Ohmbereich).


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