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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Warum sind Röhrenradios in Asien so gesucht / beliebt?

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BeitragVerfasst: Mi Okt 11, 2017 7:02 
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Hallo!

Mir passiert es immer wieder, dass ich bei Annoncen in Kleinanzeigenportalen oder bei Auktionen in einem bekannten Internetauktionshaus auffallend häufig Anfragen von Asiaten bekomme. Ob ich denn das Radio nach Hong Kong, Vietnam, Japan, Südkorea, etc. verschicken würde.

Habt Ihr eine Idee, warum die Geräte dort scheinbar so gesucht sind? Teilweise nehmen die Interessenten Portokosten von um die 100 Euro in Kauf - zusätzlich zum Kaufpreis... Und dann noch das Risiko, dass beim Versand etwas "zu Bruch" geht, oder die Sendung gar nicht ankommt. So viel kann einem doch ein Radio gar nicht wert sein.

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Viele Grüße
Markus


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BeitragVerfasst: Mi Okt 11, 2017 8:16 
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Servus,
Es gibt in diesem ostasiatischen Raum so manche gut betuchte Sammler, die viel Geld für alte Radios, Verstärker und Röhren ausgeben. Ich habe schon viele Sachen dorthin verschickt, ausschliesslich per Kurier Fedex oder UPS. Diese Kuriere sind zwar teuer, aber 100 % zuverlässig und schnell im Übersee Auslandsgeschäft, ausserdem übernehmen sie die gesamten Zoll Formalitäten und natürlich ist die Ware hoch versichert gegen Schäden und/oder Verlust. Die kommen hier auch vorher vorbei, sehen sich die Ware an und geben dir auch auf Nachfrage das richtige Verpackungsmaterial, zumindest hier haben diese Kuriere noch ein Service Angebot und einen sehr guten Ruf. Verlust oder Schaden hatte ich noch nie in mehr als 10 Jahren, von hier nach Japan,Taiwan, Südkorea oder Singapur dauert die Versendung i.d.R. eine Woche, maximal 2 Wochen, je nach deren Zoll. Der Kurier informiert aber bereits den Kunden, das seine Ware beim Zoll liegt mit Sach- und/oder Bearbeitungsnummer. Wie gesagt, der Service ist gut aber auch teuer, funktioniert aber. In letzter Zeit ist es der Kunde selbst, der dir seinen Vertrauens Kurier ins Haus schickt zur Abholung. Das ist sehr beqeum, du packst ein, meistens macht dann der Kurier noch eine Zusatzverpackung da herum. Du hast mit Transportkosten, Zoll usw. nichts zu tun, berechnest im Höchstfsll ein bisschen was zusätzlich für deine Verpackung und gut ist. Schickst dem Kunden dann ein Foto, Paket abgeholt mit dem Datum, Auslieferscheinkopie und alles ist gelöst. Natürlich ist es zwingend notwendig, das alles auf Englisch abzuwickeln, sonst wird das nichts.

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Gruss aus Trient,
Volker
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BeitragVerfasst: Mi Okt 11, 2017 9:39 
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Sicher, dass UKW Radio in japan gefragt? Denn der hat andere UKW Band 76-90Mhz..

Ansonst hat Asien damals nicht so umfangreiche Angebot mit Rohrenradio ..meist nur eimfach ausgetattet.
Sonst mach es mir auch interessant warum es so gefragt ist.

Gruess
Matt

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BeitragVerfasst: Mi Okt 11, 2017 9:51 
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Servus,
Ja ich weiss, das Fm Band ist da anders, vermutlich setzen die einen Konverter vor. Ausserdem noch einen Vorschalttrafo, die haben dort nur 100V Netzspannung in Japan.

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Gruss aus Trient,
Volker
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BeitragVerfasst: Mi Okt 11, 2017 9:59 
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Nicht zu vergessen sind auch 2 andere Dinge, zum einen der absolut gute Ruf alter deutscher Markenhersteller im asiatischem Raum, zum anderen dass vor 50-80 Jahren so gut wie nichts davon im asiatischen Raum verkauft/exportiert wurde. Und heute gibt es auch dort eine wachsende Mittelschicht, die finanziell gutgestellt alles Seltene oder Wertige sammelt.
Das betrifft nicht nur Radios, auch alte Standuhren, Porzellan, und generell Antikwaren.
Ich habe z.B. einen südkoreanischen Arbeitskollegen, der sammelt alte Grundig Radios (haupts. Kofferradios), das müssen nichtmal besondere Geräte sein, nur gut erhalten, ist für ihn schon ein Grund für ein 70er Jahre Kofferradio die hohen Transportkosten zu übernehmen. Ich hab ihm schon 4 Geräte geschickt, auch ein großes schweres 4095. Instandsetzung macht er immer selber.

Solange der Käufer alle Formalitäten für Zoll oder Transport selbst abwickelt ist das völlig problemlos zu händeln. Radio gut verpacken, irgendwann kommt ups und holt es ab.
Andersrum funktioniert das auch, ich hab z.B. schön öfter Keramik oder alte Bonsai-Bäumchen direkt in Japan gekauft, die sind hier zum Teil nicht bezahlbar.
Spezielle Bäumchen sind hier schnell im 4-stelligen Bereich, die man dort teilweise 2-Stellig bekommt. Da sind selbst mit 100€ Versand noch viele 100€ Einsparung drin.

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lg Karsten

Erfahrungen sind etwas ganz tolles, leider macht man sie immer erst kurz nachdem man sie gebraucht hätte...


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BeitragVerfasst: Mi Nov 01, 2017 17:51 
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In Asien gibt es viele "High" Ender (die Betonung liegt auf High) die glauben den Heiligen Gral der Musikwidergabe in alten Breitbändern gefunden zu haben, die kaufen die Geräte und schlachten sie aus. Oft verlangen sie auch vom Verkäufer das "nur" Lautsprecher versendet werden, ich habe schon Überreste von solchen Fällen aufgenommen. Hauptsächlich beliebt sind die Grünpappen von SABA: Freudenstadt, Meersburg etc. (Weil 2 Tieftöner und 2 Hochtöner verbaut sind -> Stereo Set) sowie Siemens und Telefunken, Klangfilm lassen die sich sowieso vergolden. Zum glück klingt dieser Hype gerade ab, dafür sind Lautsprecher mit Feldspule (30er und 40er) hoch im Kurs, wohl wegen der Möglichkeit über die Stärke des Magnetfeldes den Klang zu verändern. Sowas musste ich schon hören, durch Veränderung des Stroms durch die Feldspule gab es die ganze Bandbreite von Dumpf bis nervig Mittenlastig.

Deshalb gebe ich Geräte nur an Sammler bzw. Leute ab die sie auch wertschätzen.

Wer die Grütze lesen will:

http://www.methe-family.de/sabacello.htm
http://www.lebong.de/greencone/

Nur zur Info: Ich bewege mich auch viel im HiFi Bereich, bin selber (Kopfhörer) "HighEnder", habe auch diverse solche Sachen bei Freunden und Bekannten gehört. Die Grünpappen klingen erstaunlich gut aber lange nicht so gut wie ein moderner HiFi oder Studio Lautsprecher für das gleiche Geld. Da geht es nur darum etwas zu haben das nicht jeder haben kann.

Gruß,
Jan

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Igitt! Da ist ein Transistor in meinem Röhrenradio! (-;


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BeitragVerfasst: Mi Nov 01, 2017 20:39 
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Nachwuchsbastler hat geschrieben:


Zitat:
Audio-Experten bei der Interpretation des Frequenzgangs.



Interpretation, na wenigestens ist er ehrlich xD
Und ich hab immer gedacht dass man Messergebnisse abliest und nicht interpretiert :super:

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http://www.phalos-werkstatt.de

Elektronik funktioniert mit Rauch. Denn wenn der Rauch raus kommt funktioniert die Elektronik nicht mehr!


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BeitragVerfasst: Mi Nov 01, 2017 21:13 
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Kenntnisstand: Grundkenntnisse (ohmische Gesetz etc.)
Phalos Southpaw hat geschrieben:
Und ich hab immer gedacht dass man Messergebnisse abliest und nicht interpretiert :super:


Gute Meßwerte + klangliche Emotionen
Emotionen kann man nunmal nicht messen. Ist wie einmal Lamborghini fahren, Boah der geht ab, aber ist das ein Spitzen Auto ?

Wenn die Asiaten etwas unbedingt haben wollen, dann auch egal. Solange Käufer und Verkäufer zufrinden sind ist doch alles gut.

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lg Karsten

Erfahrungen sind etwas ganz tolles, leider macht man sie immer erst kurz nachdem man sie gebraucht hätte...


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BeitragVerfasst: Do Nov 02, 2017 8:35 
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Zitat:
Gute Meßwerte + klangliche Emotionen
Emotionen kann man nunmal nicht messen.


OT:
Das ganze ist deshalb auch nicht nachvollziehbar, es gibt halt (leider) immer wieder Hypes um bestimmte alte Sachen. Eine Zeit lang waren es die "Greencones" von SABA, dann Kinolautsprecher (Klangfilm, Voice of the Theatre) und sogar die alte PS1 sowie die ersten Philips CD-Player. (Umgebaut und der Analogfilter beraubt sodass die ganze HF im nachfolgenden Verstärker landet, super Sache) Darum entsteht dann immer ein Markt denn nicht jeder kann sowas basteln, manche Konstruktionen sind absolut gefährlich. (Es gab eine Seite mit Tuningartikeln für Schaltnetzteile, der Inhaber behauptete Elektrotechnik Ingenieur zu sein brachte Spannung und Strom aber ständig durcheinander)

Zitat:
Wenn die Asiaten etwas unbedingt haben wollen, dann auch egal. Solange Käufer und Verkäufer zufrinden sind ist doch alles gut.


Kann man sehen wie man will, die Spitzengeräte aus den 30ern und 40er Jahren sehe ich eher als Kulturgut. Jammerschade wenn sowas geschlachtet wird.

Gruß,
Jan

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Igitt! Da ist ein Transistor in meinem Röhrenradio! (-;


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BeitragVerfasst: Do Nov 02, 2017 10:37 
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Nachwuchsbastler hat geschrieben:
die Spitzengeräte aus den 30ern und 40er Jahren sehe ich eher als Kulturgut. Jammerschade wenn sowas geschlachtet wird.


Das hat wenig mit Asiaten zu tun, die Transportkosten sorgen da zum Teil dafür. Und auch dort gibt es genauso viele seriöse Sammler alter Radios.
Professionelle Schlachter gibt es nur, wenn Nachfrage vorhanden ist und man damit Geld verdienen kann. Und denen muss man es so schwer machen wie möglich.
Ich hatte durch Zufall mal einen groben Einblick in ein gut organisiertes Schlachter-Netzwerk :angry:

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lg Karsten

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