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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Saba Lindau-Landesbedingter zusätzlicher Kondensator

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BeitragVerfasst: Do Dez 29, 2016 15:30 
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Moin
Beim Lindau 18 ist eine Sache, die mich irritiert: Im Plan ist beim Abstimmkreis ein zusätzlicher Kondensator von 2pF (C25) Parallel zum 82pF (C21) mit dem Hinweis: Nur für Luxemburg eingezeichnet. Das ganze muss mit der Kurzwelle zusammenhängen, die Kombination ist normal kurzgeschlossen, nur bei KW nicht. Das Gerät hat eh nur das 49m-Band. Was ist in Luxemburg denn anders? Ich denk, die Wellenbereiche sind Weltweit festgelegt.

Und es betrifft scheinbar nur den Oszillator, ändert das nicht auch die ZF?

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Gruss
Andi

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BeitragVerfasst: Do Dez 29, 2016 20:32 
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Das ist eine interessante Frage, finde ich.

Der Kondensator befindet sich in dem Kreis, der die Oszillatorfrequenz bestimmt. Er ist, wie Du richtig bemerkt hast, nur bei Kurzwelle wirksam und verschiebt die Oszillatorfrequenz um (wenn ich mich nicht verrechnet habe) etwa 55 bis 60 kHz nach unten, am unteren Bandende etwas mehr als am oberen. Da nicht anzunehmen ist, dass man einen solchen Frequenzfehler auf der Skala erzeugen wollte, muss das Gerät dann so abgeglichen worden sein, dass die Empfangsfrequenz wieder mit der Skala übereinstimmt.

Nicht alle Wellenbereiche sind weltweit einheitlich festgelegt, aber der Frequenzbereich des 49 m-Bandes unterscheidet sich nicht zwischen Luxemburg und anderen Ländern.

Zu der Frage "ändert das nicht auch die ZF": Natürlich, jede Änderung der Oszillatorfrequenz hat Einfluss auf die ZF. Die ZF eines Empfängers ist aber durch Bauart und Abgleich der ZF-Filter festgelegt und bei den allermeisten Empfängern nicht vom Benutzer veränderbar. Der Zusammenhang ist vielmehr folgender: Die Oszillatorfrequenz ist die Frequenz, die vom Benutzer mittels der Senderwahl verändert werden kann. Stellt er die Senderwahl so ein, dass sich als Differenz zwischen Oszillatorfrequenz und Frequenz eines Senders genau die ZF ergibt, hört er diesen Sender. Stellt er die Senderwahl so ein, dass sich nicht die ZF ergibt, hat er auf eine freie Frequenz abgestimmt, also eine "leere Stelle" auf der Skala eingestellt, auf der sich kein Sender befindet. Durch den zusätzlichen Kondensator muss er die Senderwahl also etwas anders einstellen, um den gewünschten Sender zu hören - oder aber, das Radio wurde im Werk so abgeglichen, dass die Skala wieder stimmt, siehe oben.

Bleibt die Frage, was mit dem zusätzlichen Kondensator bezweckt werden sollte. Ich weiß es auch nicht. Vielleicht gibt es im Forum einen Spezialisten, der für Aufklärung sorgen kann.

Versuch einer Erklärung: Bei Röhrenradios beeinflussen mitunter sehr starke Signale die Abstimmung geringfügig. Ursache sind Kapazitätsänderungen in der Misch-/Oszillatorröhre durch den Einfluss der Regelspannung. Dieser Effekt ist auf Kurzwelle am stärksten, bei den meisten Radios überhaupt nur auf Kurzwelle zu bemerken, weil dort die Kapazitätsänderungen prozentual am stärksten ins Gewicht fallen. In Luxemburg gab es damals einen sehr leistungsstarken Kurzwellensender im 49m-Band. Also könnte der zusätzliche Kondensator dafür gedacht sein, unter solchen Empfangsbedingungen den Gleichlauf von Vorkreis und Oszillator zu verbessern.

Das erklärt nicht, dass in der Nähe anderer Kurzwellensender auch solche Effekte auftreten müssten, die nicht berücksichtigt wurden, und dass andere Modelle mit identischer Schaltung (z.B. Villingen 16) diesen Kondensator nicht haben.

Lutz


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BeitragVerfasst: Fr Dez 30, 2016 15:17 
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Vielleicht gabs ja damals in Luxemburg wegen des Senders Empfangsprobleme und das ganze sollte Abhilfe schaffen?
Irgendwas müssen die sich ja dabei gedacht haben, die Frage ist nur was.


Gruss
Andi

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BeitragVerfasst: Fr Dez 30, 2016 16:18 
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Ich denke auch, das der starke Sender in Luxemburg da Probleme machte

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BeitragVerfasst: Fr Dez 30, 2016 18:38 
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Das ist ja auch meine Vermutung, siehe oben. Aber gegen was für ein durch den starken Sender verursachtes Problem kann eine Modifikation im Oszillator helfen? Einen Sperrkreis am Antenneneingang oder ähnliches würde ich ja nachvollziehen können.

Der Kurzwellensender befand sich 50 km nördlich der Hauptstadt Luxemburg, in einem nicht gerade dicht besiedelten Gebiet, wenige km von der deutschen Grenze entfernt. Das bedeutet, ein großer Teil der potentiellen Gerätebesitzer wohnte so weit vom Sender entfernt, dass es kaum noch zu besonderen Problemen kommen konnte. Andererseits gibt es in Deutschland eine Gegend, in der dieser Sender mit großer Feldstärke einstrahlte. Aber nur die nach Luxemburg gelieferten Radios wurden serienmäßig mit dem zusätzlichen Kondensator bestückt.

In Deutschland und anderen Ländern gab es auch Kurzwellensender im 49m-Band, in deren Nahbereich ähnliche Verhältnisse vorlagen. Aber die dorthin gelieferten Radios brauchten keinen zusätzlichen Kondensator?

Lutz


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BeitragVerfasst: So Jan 08, 2017 15:22 
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BeitragVerfasst: So Jan 08, 2017 17:48 
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Das glaube ich aus folgenden Gründen nicht:

Die 4. Harmonische von 1439 kHz (auf dieser Frequenz lief der Sender, als das Radio gebaut wurde) liegt bei 5756 kHz, also noch außerhalb des 49m-Bandes. Wenn sie den Empfang stören würde, hätte das Radio eine ungenügende Selektivität.

Der Kondensator sitzt in der Oszillatorschaltung. Er hat, wie oben schon geschrieben, Einfluss auf die Frequenz bzw. Abgleich des Oszillators, verändert aber die Empfangs- und Selektionseigenschaften ansonsten nicht. Welche Wirkung könnte er dann gegen die 4. Harmonische von 1440 kHz haben?

Es gibt (gab) andere MW-Sender, wo ähnliche Verhältnisse vorliegen. Zum Beispiel der Sender Heusweiler auf 1422 kHz mit bis zu 800 kW.

Lutz


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