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 Betreff des Beitrags: Asbest im Röhrenradio?
BeitragVerfasst: So Jul 22, 2018 9:15 
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Registriert: So Jul 22, 2018 8:53
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Hallo,

ich habe einen alten Musikschrank (Schaub-Lorenz Balalaika 58) wiederentdeckt, der einwandfrei funktioniert (super Klang) und sogar noch die Beleuchtung beim aufklappen der Tür für den Schallplattenspieler an geht :). Ich finde den Musikschrank einfach nur genial und wollte diesen gerne ins Wohnzimmer stellen. Dafür wollte ich das Gerät ordentlich reinigen. Bevor ich dies mache wollte ich mich jedoch genau informieren, da ich oft gehört habe, dass eine hohe Restspannung nach der Trennung vom Stromnetz im Gerät verbleibt (einige Zeit). Außerdem möchte ich natürlich auch nichts kaputt machen. Bei meiner suche bin ich oftmals auf Warnungen gestoßen, das Asbest als Hitzeschutz in alten Röhrengeräten verbaut wurde. Jetzt frage ich mich natürlich, ob auch in der Balalaika 58 ein derartiger Hitzeschutz verwendet worden ist.

Es wäre super wenn mir jemand weiterhelfen kann. :)


Zuletzt geändert von radino am Di Jul 24, 2018 9:08, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Astbest im Röhrenradio?
BeitragVerfasst: So Jul 22, 2018 10:03 
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Registriert: Di Mai 12, 2009 18:09
Beiträge: 993
Asbest kann sein, muß aber nicht. Schau halt einfach nach, ob sich über Endröhre(n) bzw. hochbelasteten Widerständen welches (sieht zumeist wie grauweißfasrige, angequollene Pappe aus) findet.

MfG
Munzel


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 Betreff des Beitrags: Re: Astbest im Röhrenradio?
BeitragVerfasst: So Jul 22, 2018 11:25 
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Hallo,
ob da Asbest drin ist weiß ich auch nicht, möglich wäre wie schon geschrieben ganz oben über den Röhren am "Deckel".
Aber so einfach mit dem Reinigen ist es nicht getan, es sollten dringend einige Teile gewechselt werden auch wenn das Radio noch spielt. Schau mal hier im Forum unter "Kondesatorkur". Wenn Du dier das nicht zutraust findest du vielleicht in der Nähe jemanden der dir dabei hilft.

Alfred


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 Betreff des Beitrags: Re: Astbest im Röhrenradio?
BeitragVerfasst: So Jul 22, 2018 12:20 
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Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Bei RM-org gibt's ein paar Bilder zu dem Modell. Das ist ja eine recht große Truhe und über den Röhren sind fast 10cm Luft bis zum Gehäusedeckel.
Asbest wurde nur selten verwendet. Ich würde sagen, die meisten Geräte sind asbestfrei.
Asbest findet man meist bei Geräten, die eher klein und/oder flach sind - wo es eng zugeht und kein Platz für Luftzirkulation ist.
Ich kann mir vorstellen, dass es bei Fernsehern mit Vollröhrentechnik wahrscheinlicher ist auf Asbest zu stoßen.

Mir ist Asbest bis jetzt nur in einem Gerät unter gekommen. Das war ein tragbarer Fernseher von Universum (Grundig), der 28P10. Der hat oben als elektrische und thermische Isolierung einen ca. 2x30x100mm großen Asbesttreifen am Gehäusedeckel, um zu verhindern, dass der Griff das spannungsführende Chassis berührt (Allstromgerät).
Ich habe das Material mit Grundierlack getränkt, bis keine Fasern mehr zu sehen waren.

Wie gesagt, ich gehe davon aus, dass in Deinem Gerät kein Asbest verbaut ist. Du erkennst es aber - wie schon andere schrieben - daran, dass es wie ein Filz oder Pappe aussieht und hellgrau bis weiß ist.

_________________
Gruß,
Daniel


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 Betreff des Beitrags: Re: Astbest im Röhrenradio?
BeitragVerfasst: So Jul 22, 2018 12:24 
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Registriert: Mo Aug 27, 2012 14:47
Beiträge: 952
Mir ist in all den Jahren bisher nur ein belgisches Radio aus der Nachkriegszeit untergekommen, wo innen im Gehäuse ein Stück Asbest an der Stelle angetackert war, wo sich darunter ein Eisenwasserstoffwiderstand befand.

Solange man das in Ruhe lässt, sollte es unbedenklich sein.

Ralf

_________________
Und wenn ich nicht mehr weiter weiß, dreh ich am Oszillatorkreis.


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 Betreff des Beitrags: Re: Astbest im Röhrenradio?
BeitragVerfasst: So Jul 22, 2018 16:48 
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Registriert: So Jul 22, 2018 8:53
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Kenntnisstand: Grundkenntnisse (ohmische Gesetz etc.)
Vielen Dank für eure Antworten.

Das würde bedeuten, das Astbest nur im Bereich der Holzverkleidung befestigt wäre?
Ich habe hinten mal hinein geguckt, offensichtlich sehe ich dar keine “Astbestpappe“ (typisches Grau).
Jedoch ist die Elektrik in zwei Ebenen installiert, man kann somit nicht alles genau betrachten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Astbest im Röhrenradio?
BeitragVerfasst: Mo Jul 23, 2018 15:20 
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Wohnort: 26409 Wittmund
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Moin,

Asbest wirst du da höchstwahrscheinlich nicht drin finden, mit höchster Sicherheit allerdings defekte Kapazitäten, die für einen sicheren Betrieb getauscht werden müssen.

_________________
Ich habe zwar keine Lösung, aber ich bewundere das Problem


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 Betreff des Beitrags: Re: Astbest im Röhrenradio?
BeitragVerfasst: Mo Jul 23, 2018 16:33 
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Registriert: Sa Apr 14, 2018 17:59
Beiträge: 68
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
@radino

Nur, um kurz Klarheit für die Mitlesenden zu verschaffen:

Dass du den Musikschrank wiederentdeckt hast, heißt, dass er irgendwo stand und, wie die Kollegen richtig schreiben, im Moment in Betrieb eher ein Sicherheitsrisiko darstellt oder hast Du ihn irgendwie als restauriertes Stück von einem Bekannten bekommen? Da du schreibst, dass Du das Gerät reinigen willst, gehe ich vom ersten Fall aus und würde ich mich der Aussage der anderen Beitragenden unbedingt anschließen, das Radio generalüberholen zu lassen (wenn Du Dich nicht selbst traust: Ist nicht schlimm. So ein Radio kann auch für einen alten Hasen mal eine Herausforderung sein. Hier gibt es im Forum mit Sicherheit etliche Leute, auch in deiner Nähe, die Dir zur Hand gehen können).

Typischer Weise funktioniert so ein Radio nach dem ersten Einschalten erst einmal noch eine Weile, aber nach spätestens einer halben Stunde Betrieb, in der alles schön warm geworden ist und die besagten Kondensatoren Zeit hatten, sich wieder etwas zu formieren, wird irgendein Fehlerfall eintreten. Bestenfalls spricht dabei die Sicherung im Gerät an und es ist erst einmal Ruhe oder - und das ist der ebenso wahrscheinliche, unbeliebtere Fall - irgendwas kokelt langsam vor sich hin. Das breitet sich dann, wenn es nicht beobachtet wird, mitunter zum Brand aus. Ich konnte diese Beobachtung an meinem jüngsten Fernseherprojekt sehr schön beobachten (Siehe RAFENA Dürer - Reparatur). Ich hatte nur die ganz schlimmen Kondensatoren getauscht und die Kiste angeworfen. Eine halbe Stunde lang konnte ich daran arbeiten und Einstellungen machen, dann hat die erste Spule im Gerät Feuer gefangen und munter weiter gebrutzelt, ohne, dass eine Sicherung angesprochen hat.
Ein weiterer Side-Effect des Problems ist, dass Du Dir natürlich auch durch den unrestaurierten Betrieb Bauelemente in Folge von Kondensatorfehlern zerschießen kannst, die du nicht so einfach ersetzen kannst. Die betroffene Spule musste ich dann mangels Ersatz neu wickeln.

_________________
Mit liebem Gruß,
Philipp. :hello:


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 Betreff des Beitrags: Re: Astbest im Röhrenradio?
BeitragVerfasst: Mo Jul 23, 2018 18:55 
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Beiträge: 7416
Wohnort: östliches Niedersachsen
Kenntnisstand: Sehr gute Kenntnisse (Hobby)
Die Halbe Stunde würde ich nicht so konkret festschreiben. Es kann auch Stunden, Tage oder Wochen dauern. Aber das Risiko, dass die von Philipp beschriebenen Dinge passieren, ist hoch. Unter Umständen wird eine Überholung des Gerätes auch den Klang deutlich hörbar verbessern.

Vergleichen wir es einmal mit einem Oldtimer, der viele Jahre in einer Garage stand. Wer würde damit längere Touren unternehmen, ohne ihn gründlich durchzuchecken und beispielsweise die Reifen und das Motoröl zu erneuern?

Lutz


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 Betreff des Beitrags: Re: Astbest im Röhrenradio?
BeitragVerfasst: Mo Jul 23, 2018 19:19 
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Registriert: Mo Aug 27, 2012 14:47
Beiträge: 952
Übrigens: es heißt As_best. Weit und breit kein Ast in Sicht.

Ralf

_________________
Und wenn ich nicht mehr weiter weiß, dreh ich am Oszillatorkreis.


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 Betreff des Beitrags: Re: Asbest im Röhrenradio?
BeitragVerfasst: Di Jul 24, 2018 9:33 
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Registriert: So Jul 22, 2018 8:53
Beiträge: 4
Kenntnisstand: Grundkenntnisse (ohmische Gesetz etc.)
Vielen Dank für die Antworten.

Dann habe ich ja Glück gehabt :shock: !! Ich habe das Radio vor 2 Tagen knapp 3-4 Stunden draußen (in der Sonne) im Betrieb gehabt. Zum Glück ist dabei nichts passiert. Das Radio stand jetzt bestimmt wieder 4 Jahre im Keller davor hatte ich das Radio ab und an im Betrieb. Ich habe mir jetzt ein Buch ("Radios der 50er Jahre") besorgt, damit ich mir einen besseren Eindruck verschaffen kann. Ich kann mir vorstellen, wenn ich das Radio in Reparatur gebe, viel Geld investieren zu müssen. Deshalb würde ich es gerne selber versuchen. Aber wenn ich merke, dass es keinen Sinn macht müsste ich natürlich einen alternativen Lösungsweg suchen (z.B. erstmal nur als reines Dekostück). Jedoch finde ich den Klang des Gerätes einfach nur klasse (Baujahr 1957). Nicht zu vergleichen mit heutigen Geräten. Ich für meinen Teil kenne einen derartigen Klang jedenfalls nicht (Kind der 90er Jahre).

Wie ich das jetzt verstanden habe, ist das Risiko auf Asbest zu stoßen (bei meinem Musikschrank jedenfalls) ziemlich gering (viel Platz im Gehäuse), ich halte dennoch Ausschau nach grauen Platten, die in den Regionen von Wärmequellen liegen müssten.

Zu den Kondensatoren, die müssten eigentlich ja alle beschriftet sein (oder?), somit könnte ich mir doch einfach eine Liste anfertigen mit den (potenziellen Gefahren) und diese dann beispielsweise bei Conrad erwerben und nacheinander einlöten oder? Auf der Seite vom "Magischen Auge" kann man ja viel nachlesen, welche Kondensatoren eine potenzielle Gefahr darstellen. Ich habe mittlerweile jedoch schon bemerkt, dass das Thema „Kondensatoren“ nicht einfach ist. Es gibt unzählige Versionen und Ausführungen (auch preislich) kann man dort einen guten Mittelweg finden?

Ich hätte noch eine Frage, mir ist während des Betriebs aufgefallen, nachdem das Radio knapp 2 Stunden in Betrieb war, dass der eingestellte Radiosender des Öfteren nicht mehr klar war (ich musste dann nachregeln), kann das auch mit den alten Kondensatoren zusammenhängen?


Zuletzt geändert von radino am Di Jul 24, 2018 9:45, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Asbest im Röhrenradio?
BeitragVerfasst: Di Jul 24, 2018 9:45 
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Registriert: Sa Apr 14, 2018 17:59
Beiträge: 68
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Das kann durchaus sein,

wie gesagt, die Kondensatoren beginnen durch die Alterung allmählich, ihre Parameter zu ändern. Da auch Kondensatoren im Tuner (da aber eher aus Keramik und weniger bedenklich) und in der ZF-Stufe verbaut sind, verstimmen sich diese ganzen "Durchreichestufen" im Radio. Das muss nicht zwingend die Erklärung für das Schwinden des Senders sein, kann aber ein Ansatz sein.

Wie schon gesagt: Viel Geld musst Du nicht zwingend investieren. Frag Doch einfach mal in der Rubrik "Suche" an, ob sich ein fähiger und williger Bastler findet, dich zu unterstützen. Wenn Du vorher noch nie groß gebastelt hast, kann das eben etwas überfordern. Die Kondensatoren liegen ab und zu etwas blöd und erfordern dann mitunter den Abbau von darüberliegenden Bauteilen. Wenn Du Dir sicher zutraust, dass alles am Ende wieder richtig zuordnen zu können, versuch Dein Glück. Darüber hinaus müssen nicht alle Sorten von Kondensatoren gewechselt werden. Es schadet am Ende dem Radio sicher nicht, aber z.B. im Tuner Bauteile zu wechseln, macht einen anschließenden Abgleich erforderlich und ist i.d.R. ohnehin nicht nötig.

Wenn Du es wirklich selbst probieren willst, hole Dir bitte einen Fachmann hinzu, der Dir immerhin Tipps gibt und sagt, was Du tatsächlich tauschen musst. Manche Bauteile sind hin und sehen aus wie neu und umgekehrt.

_________________
Mit liebem Gruß,
Philipp. :hello:


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