[phpBB Debug] PHP Warning: in file /includes/functions.php on line 4559: Invalid argument supplied for foreach()
Dampfradioforum • Thema anzeigen - Copland Tube Power Amplifier

Dampfradioforum

Röhrenradioforum: Das Forum für alle Freunde alter Röhrenradios, Kofferradios und Röhrentechnik!
Aktuelle Zeit: Fr Nov 16, 2018 16:06

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 14 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Copland Tube Power Amplifier
BeitragVerfasst: Do Sep 06, 2018 17:01 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Di Sep 06, 2016 15:06
Beiträge: 303
Wohnort: Düsseldorf
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Hallo zusammen,

ich benötige mal einen "Denkanstoß".
Habe oben genannten Verstärker gerade auf meinem Tisch. Und er funktioniert inzwischen auch wieder.
Aber: kann mir jemand auf die Sprünge helfen, was die zwei 100 Ohm Widerstände zwischen den Anoden und dem
AÜ sollen? Die sind doch eigentlich nicht nur Unsinn sondern auch (bei einem eventuellen Defekt spielen die Schirmgitter Anode) tolle Röhrenkiller.

Es handelt sich um ganz hundsgemeine Gegentaktendstufen mit je zwei EL84. Gemeinsamer 130 Ohm Kathoden-Widerstand, Schirmgitter hängen mit 150 Ohm an den Anzapfungen am AÜ und die ganze Mimik wird mit 300V Ua betrieben.

So sieht die Kiste aus:
Bild

Und so die Schaltung:
Bild

Ich habe die Widerstände rausgeschmissen weil ich keinen Sinn für diese Biester erkennen kann...

Gruß
Micha

_________________
Nemo solus satis sapit!
(Miles Gloriosus Plautus)


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Copland Tube Power Amplifier
BeitragVerfasst: Do Sep 06, 2018 19:47 
Offline

Registriert: Di Mai 12, 2009 18:09
Beiträge: 977
Das kann eine Dämpfungsmaßnahme gegen HF-Selbsterregung sein. Hätte ich nicht rausgeworfen. Röhrenkiller sind es auch nur dann, wenn die Schirmgitterwiderstände leistungsmäßig nicht passen.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Copland Tube Power Amplifier
BeitragVerfasst: Fr Sep 07, 2018 10:06 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Di Sep 06, 2016 15:06
Beiträge: 303
Wohnort: Düsseldorf
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Munzel hat geschrieben:
Das kann eine Dämpfungsmaßnahme gegen HF-Selbsterregung sein. Hätte ich nicht rausgeworfen. Röhrenkiller sind es auch nur dann, wenn die Schirmgitterwiderstände leistungsmäßig nicht passen.


Guten Morgen,

na ja, könnte sein, wäre aber sehr ungewöhnlich. Alle EL84-Gegentakter die ich bisher gesehen habe (es waren viele…) kamen und kommen ohne einen Schwingschutz in der Anodenleitung aus. Ein Gridstopper sollte völlig ausreichend sein, zumal hier auch ein fast schon optimaler Aufbau (Leitungsführung, Bauteilanordnung) vorliegt. Selbst ohne Gridstopper dürfte bei diesem Aufbau nicht mit Schwingen zu rechnen sein.

Daher betrachte ich das Risiko durch diese Widerstände höher als deren Nutzen. Wenn sich so ein Widerstand mal verabschiedet kann man nur die Daumen drücken, dass der Rg2 vor dem Ausglühen des Schirmgitters durchbrennt.

Gruß
Micha

_________________
Nemo solus satis sapit!
(Miles Gloriosus Plautus)


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Copland Tube Power Amplifier
BeitragVerfasst: So Sep 09, 2018 23:59 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Di Feb 02, 2010 13:13
Beiträge: 134
Wohnort: Aurich / Ostfriesland
Kenntnisstand: Weitergehende Kenntnisse (Hobby)
Hast du überprüft, ob der Widerstandswert bei 100 Ohm liegt? Nicht dass das Induktivitäten waren.

Gruß
Martin


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Copland Tube Power Amplifier
BeitragVerfasst: Mo Sep 10, 2018 8:30 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Di Sep 06, 2016 15:06
Beiträge: 303
Wohnort: Düsseldorf
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
makersting hat geschrieben:
Hast du überprüft, ob der Widerstandswert bei 100 Ohm liegt? Nicht dass das Induktivitäten waren.

Gruß
Martin


Guten Morgen,

ja klar, einfache 100 Ohm Widerstände waren das. Das waren keine HF-Drosseln. Solche "Dämpfungswiderstände" mit ein paar aufgewickelten Windungen als Schwingschutz kenne ich im NF-Bereich z.B. von einem PL504 Gegentakter den ich vor ein paar Monaten mal hier hatte. Da werkelten 6 PL504 (je 3 parallel) in der Endstufe und da waren die wegen der extremen Schwingneigung auch nötig.

Gruß
Micha

_________________
Nemo solus satis sapit!
(Miles Gloriosus Plautus)


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Copland Tube Power Amplifier
BeitragVerfasst: Mo Sep 10, 2018 14:06 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Fr Apr 29, 2011 16:50
Beiträge: 339
Schirmgitter hat geschrieben:
...na ja, könnte sein, wäre aber sehr ungewöhnlich. Alle EL84-Gegentakter die ich bisher gesehen habe (es waren viele…)...

Na, soviele können es ja dann noch nicht gewesen sein. Ich empfehle, mal hier zu lesen, weil die Dinger machen durchaus Sinn... :wink:

_________________
Penthode?


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Copland Tube Power Amplifier
BeitragVerfasst: Mo Sep 10, 2018 15:11 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Di Sep 06, 2016 15:06
Beiträge: 303
Wohnort: Düsseldorf
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
MichaelM hat geschrieben:
Na, soviele können es ja dann noch nicht gewesen sein. Ich empfehle, mal hier zu lesen, weil die Dinger machen durchaus Sinn... :wink:



Genau, Lesen ist das Stichwort…
Es geht hier nicht um die Schirmgitterwiderstände! Es geht um Widerstände zwischen Anode und AÜ.
Also, zeig mir bitte einen EL84 Gegentakter der serienmäßig zwischen den Anoden der Lampen und dem AÜ 100 Ohm Widerstände verbaut hat.

Gruß
Micha

P.S. wie macht man Sinn?

_________________
Nemo solus satis sapit!
(Miles Gloriosus Plautus)


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Copland Tube Power Amplifier
BeitragVerfasst: Mo Sep 10, 2018 17:05 
Offline

Registriert: Di Mai 12, 2009 18:09
Beiträge: 977
Diese Widerstände an den Anoden sieht man selten, ohne Zweifel. Vorrangig sind sie bei Geräten zu finden, wo mehrere Endstufenröhren parallelgeschaltet sind. Dort hat man allerdings zumeist einen Widerstand, der mit einer Spule bewickelt wurde.

Ein Exemplar, wo es so gelöst wurde wie in dem Gerät von Copland, ist der Telefunken Ela V25/1281. Dort hat man dem Frieden mit den EL12spez. gar nicht getraut und sie sicherheitshalber ringsum mit Dämpfern versehen.
http://www.audioservicemanuals.com/t/te ... -schematic


MfG
Munzel


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Copland Tube Power Amplifier
BeitragVerfasst: Di Sep 11, 2018 10:14 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Di Sep 06, 2016 15:06
Beiträge: 303
Wohnort: Düsseldorf
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Guten Morgen,

auch in einigen anderen ELA-Verstärkern von Telefunken gab es diese Dämpfungsglieder, meist eben Widerstände mit ein paar darauf gewickelten Windungen.
Ich hatte mal einen V318 (ein 25W Teil mit zwei EL34) in Behandlung, da sind die auch verbaut.
Aber entweder sind eben über die Widerstände ein paar Windungen gewickelt oder aber, falls tatsächlich "nur" Widerstände, liegen die weit unter 100 Ohm.
Bei diesen ELA Kisten sind die halt auf Nummer Sicher gegangen was die Betriebssicherheit betraf.

Bild


Gruß
Micha

_________________
Nemo solus satis sapit!
(Miles Gloriosus Plautus)


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Copland Tube Power Amplifier
BeitragVerfasst: Di Sep 11, 2018 13:28 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Fr Apr 29, 2011 16:50
Beiträge: 339
Schirmgitter hat geschrieben:
...Es geht hier nicht um die Schirmgitterwiderstände! Es geht um Widerstände zwischen Anode und AÜ...

Ah, die meinst Du - da habe ich mich tatsächlich vertan. Die sind mir tatsächlich auch noch nicht in Amps untergekommen; zumindest nicht in Gitarrenamps.

_________________
Penthode?


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Copland Tube Power Amplifier
BeitragVerfasst: Mi Sep 19, 2018 11:16 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: So Okt 30, 2011 10:11
Beiträge: 942
Wohnort: Nußdorf bei Landau
Hallo,

ich kenne solche Widerstände auch als Schwingungsdämpfer. Eigene Erfahrungen haben gezeigt, dass sie durchaus Sinn machen können, vorallem bei steilen Endröhren.
Vielleicht dienen Sie auch zur Messung des Anodenstroms?

Viele Grüße
Frank

_________________
Viele Grüße aus der Pfalz!

Nicht nur Röhren klingen schön, sondern auch alte Flugzeuge klick


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Copland Tube Power Amplifier
BeitragVerfasst: Mi Sep 19, 2018 12:50 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Di Sep 06, 2016 15:06
Beiträge: 303
Wohnort: Düsseldorf
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
captain.confusion hat geschrieben:
Hallo,

ich kenne solche Widerstände auch als Schwingungsdämpfer. Eigene Erfahrungen haben gezeigt, dass sie durchaus Sinn machen können, vorallem bei steilen Endröhren.
Vielleicht dienen Sie auch zur Messung des Anodenstroms?

Viele Grüße
Frank



Hallo Frank,

zur Messung des Anodenstroms? mit 100 Ohm? Das glaube ich nicht.
Um problemlos den Ruhestrom einstellen/überprüfen zu können werden oft kleine Widerstände, meist 1 oder 10 Ohm, zwischen Kathode und Masse gepackt. Da misst man dann zwar auch den Ig2 mit, aber der ist hier (fast) vernachlässigbar. Vorteil, wenn sich so ein Kathodenwiderstand verabschiedet passiert der Lampe nichts, brennt aber ein Anodenwiderstand durch bekommt das g2 eine Krise. Und die Röhre auch.
Den Anodenstrom kann man aber auch ganz einfach direkt mit einem Milliamperemeter über dem AÜ messen. Der Innenwiderstand vom Milliamperemeter ist so gering, da spielt der ohmsche Widerstand der Wicklung (vom AÜ) keine Rolle.

Was den Schwingschutz betrifft, ja, es gibt einige Lampen die aufgrund ihrer Steilheit recht kritisch sind. In der Regel aber meist nur dann, wenn zwei oder mehr parallel geschaltet sind. Dann findet man aber mit Sicherheit keine „nackten“ 100 Ohm Widerstände sondern diese „HF-Fallen“, also Widerstände mit ein paar Windungen Draht.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass diese 100 Ohm Widerstände bei diesen wirklich unkritischen Endstufen nicht nur unnötig sondern Unsinn waren.

Gruß
Micha

_________________
Nemo solus satis sapit!
(Miles Gloriosus Plautus)


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Copland Tube Power Amplifier
BeitragVerfasst: Mi Sep 19, 2018 21:06 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: So Mai 12, 2013 19:23
Beiträge: 3153
Wohnort: Weilheim i.OBB (bei München)
Kenntnisstand: Sehr gute Kenntnisse (Hobby)
Das letzte was ich mir vorstellen könnte wäre eine Rk-Anpassung für die Röhren.
Wenn die Ausgangsübertrager zum Beispiel nicht genau den passenden Rk hatte und daher man den Arbeits- oder Leistungspunkt der Röhre genau rauskitzeln wollte.

_________________
http://www.phalos-werkstatt.de

Elektronik funktioniert mit Rauch. Denn wenn der Rauch raus kommt funktioniert die Elektronik nicht mehr!


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Copland Tube Power Amplifier
BeitragVerfasst: Do Sep 20, 2018 21:25 
Offline

Registriert: Di Mai 12, 2009 18:09
Beiträge: 977
Eigentlich auch nicht. Arbeitspunkte setzt man nicht auf diese Art.
Ich bin nochmal in mich gegangen: ich würde die Dinger auch durch Drahtbrücken ersetzen, danach aber den Verstärker auf Stabilität untersuchen.

MfG
Munzel


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 14 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste


Sie dürfen keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Sie dürfen keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
POWERED_BY
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de

 
Impressum