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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Drossel im Netzteil ... welcher Wert ist sinnvoll ?

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BeitragVerfasst: Mo Feb 26, 2018 8:49 
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Hallo,
ich möchte mir einen einfachen Röhrenverstärker bauen und habe mir einen Schaltplan besorgt: "Brandt-Bochum Typ ST5"
In diesem Schaltplan sind alle Werte und Spannungen angegeben, bis auf den Wert der Drossel zwischen den beiden Polen des Siebelkos.
Welchen Wert sollte man da nehmen, bzw. ist auch ein Widerstand möglich ? (In anderen Schaltungen habe ich an dieser Stelle schon Widerstände mit hoher Leistung gesehen)
Einen Ausschnitt des Schaltplans hab ich angehängt.

Viele Grüße
Hubert


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BeitragVerfasst: Mo Feb 26, 2018 9:05 
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Servus,
In der Regel verwendete man in Verstärkern zwischen 8 bis 12 Hy, die Grösse der Drossel hing dabei von der Gesamtstromaufnahme ab. Ein Leistungswiderstand wurde auch ab und zu verwendet, allerdings, um einen ausreichenden Siebfaktor zu garantieren, war der Wert ziemlich hoch und damit der Spannungsabfall auch wesentlich höher. Wie du siehst ist der Spannungsabfall über der Drossel wesentlich geringer. Auch entfällt die Wärmeentwicklung des Leistungswiderstandes. Vermute mal, das es sich bei der Endstufe um eine EL84 handelt, da würde eine Drossel mit M74 Kern dicke reichen.

_________________
Gruss aus Trient,
Volker
http://luxkalif.de.tl/


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BeitragVerfasst: Mo Feb 26, 2018 12:56 
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Hallo Hubert,
baschla hat geschrieben:
Welchen Wert sollte man da nehmen, bzw. ist auch ein Widerstand möglich ?

wie Volker schon gesagt hat, wäre ein Wert der Drosselinduktivität von 8..12Henry sinnvoll. Evtl. kann man auch bis auf ca. 5H runtergehen.

Wichtig wäre es, die Strombelastung Deiner Drossel zu wissen. Die Induktivität einer Netzdrossel ist mehr oder weniger stark vom durchfließenden Strom abhängig. Je mehr Strom, je weniger Induktivität bei gleicher Drossel. In Deinem Fall scheint das Netzteil nur für einen Mono-Verstärker vorgesehen zu sein. Dafür spricht auch die im Schaltbild angegebene Größe des Netztrafos. Bei einer Ausgangsleistung des Verstärkers von ca. 4Watt müßte man dann mit etwa 40...50mA Gesamt-Anodenstrom rechnen. Bei diesem Anodenstrom wird für den Spannungsabfall über der Drossel im Schaltbild ein Wert von 5Volt angegeben.

Mit diesen Werten müßtest Du also nach einer Drossel Ausschau halten die eine Induktivität von größer als ca. 5H hat bei einer Strombelastung von ca. 50mA und einem ohmschen Widerstand von ca. 100 Ohm.

Um Dir einen Anhaltspunkt zu geben: für Dich käme etwa der Typ D10-100 von Jan Wuestens oder die Typen 62.64 oder 62.65 von Reinhöfer in Frage.

Ein Widerstand statt einer Drossel ist in diesem Fall weniger empfehlenswert. Der geringe eingeplante Spanungsabfall von 5Volt würde nur einen Widerstandswert von ca. 100 Ohm erlauben. Das könnte zu einer zu geringen Siebwirkung und damit zu starkem Restbrumm am Lautsprecher führen. Eine Alternative könnte es sein, die Kapazität des Ladekondensators zu verdoppeln und die Kapazität des Siebkondensators zu verzehnfachen. Damit könnte auch mit einem 100-Ohm-Widerstand eine ausreichende Siebwirkung zustande kommen.
Bedenke: eine 10H-Drossel hat bei 100Hz eine Impedanz von ca. 6kOhm, also das 60fache eines 100-Ohm-Widerstandes. Und damit auch eine ca. 60-fach höhere Siebwirkung.

Gruß

Heinz


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BeitragVerfasst: Mo Feb 26, 2018 14:26 
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Hallo Hubert,

Hast Du den Schaltplan vielleicht hier https://www.dampfradioforum.de/viewtopic.php?p=153272#p153272 "besorgt"? Der Beitrag vom : 29 Dez 2013 23:56. Wenn nicht kannst Du aber trotzdem sehr viel lesenswertes von Peter (glaubnix) finden.

Gruß Gerd


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BeitragVerfasst: Di Feb 27, 2018 14:33 
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Hallo, erst einmal vielen Dank für die ausführlichen Antworten :) , ich werde mir eine passende Drossel besorgen.

.. und zweitens, ja, den Schaltplan habe ich von dieser Seite.

Gruß Hubert


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BeitragVerfasst: Mo Mär 05, 2018 18:07 
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Hallo,
ich habe mir eine Drossel besorgt .. aber nun taucht schon das nächste Problem auf :(
Ich habe einen gebrauchten Ausgangsübertrager aus einem Röhrenradio. Dieser hat aber 5 Anschlüsse.
Zwei der Anschlüsse haben einen deutlich größeren Querschnitt als die 3 andere; ich gehe mal davon aus, das dies die Sekundärwicklung ist.
(an einem dieser Anschlüsse ist auch noch eine Lötöse, ich vermute für den Masseanschluss)

Die drei "dünneren" Anschlüsse müssten demnach die Primärseite sein. Aber welche 2 nehme ich ????
ich hab mal den Widerstand der Wicklungen gemessen:

zwischen 1 und 2 = 46 Ohm
zwischen 2 und 3 = 496 Ohm
zwischen 1 und 3 = 541 Ohm.

Kann man da einfach rumprobieren, oder kann dabei etwas Schaden nehmen?
Dem Gefühl nach hätte ich beiden Anschlüsse mit dem höchsten Widerstandswert genommen.



Ich habe auch noch einen weiteren Übertrager, von Telefunken. Auf diesem ist der Aufruck noch leserlich.

rot - blau 3,6 Ohm
weiß - gelb 5,2 KOhm
gelb -grün komp.

Ich hab die Anschlüsse gemessen, bekomme aber vollkommen andere Werte heraus ?????

Außerdem weiß ich mit der Beschriftung "komp." nichts anzufangen. Vermute mal , das bedeutet "kompensation " ?


Viele Grüße
Hubert


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BeitragVerfasst: Mo Mär 05, 2018 18:21 
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Hallo Hubert, da nimmst du 2 und 3. Du kannst dann auch wie früher die ECC und das Gitter über den Anschluss 1 versorgen.
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Alfred


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BeitragVerfasst: Mo Mär 05, 2018 18:52 
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Danke Alfred :)

In meinem Schaltplan ist eine EF 86 als Vorstufe. Diese MUSS (?) ich aber nicht über Anschluss 1 versorgen?
Laut Schaltplan geht die Versorgung von 2 oder 3 aus.

Gruß Hubert


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BeitragVerfasst: Mi Mär 07, 2018 15:41 
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Hallo Hubert,
baschla hat geschrieben:
ich hab mal den Widerstand der Wicklungen gemessen:

zwischen 1 und 2 = 46 Ohm
zwischen 2 und 3 = 496 Ohm
zwischen 1 und 3 = 541 Ohm.
....

Ich habe auch noch einen weiteren Übertrager, von Telefunken. Auf diesem ist der Aufruck noch leserlich.

rot - blau 3,6 Ohm
weiß - gelb 5,2 KOhm
gelb -grün komp.

Ich hab die Anschlüsse gemessen, bekomme aber vollkommen andere Werte heraus ?????

das, was Du oben gemessen hast ist der ohmsche Widerstand (Gleichstromwiderstand).
Die Angaben auf dem Tfk-Übertrager sind Impedanzen (Wechselstromwiderstände).
5.2kOhm ist der gängige Anpassungs-Wert für EL84-Anoden.
An die mit "3.6 Ohm" bezeichnete Wicklung wird natürlich der Lautsprecher angeschlossen.

Die mit "komp" bezeichnete Wicklung diente wahrscheinlich zur Brummkompensation.
In Deinem Fall (mit Drossel-Siebung im Netzteil) mußt Du sie nicht unbedingt anschließen.
Falls doch, sollte sie so angeschlossen werden wie auf dem beigefügten Schaltbild.
Also als Teil der weiteren Siebung für das Schirmgitter der Endröhre und Anodenstrom der Vorröhre.
Falls die Wicklung galvanisch getrennt ist von der Anodenwicklung muß man die richtige Polung durch Versuch ermitteln.

Ich würde den Tfk-Übertrager nehmen.

Viel Spaß

Heinz


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