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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Grundig RTV 360 UKW Frequenzbereich

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 Betreff des Beitrags: Grundig RTV 360 UKW Frequenzbereich
BeitragVerfasst: Do Jun 20, 2019 14:45 
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Hallo zusammen,

nachdem die Radiobastelei leider länger ruhen musste, habe ich nun einen Grundig RTV 360 mit um ca. 2 MHz nach oben verschobenem UKW-Frequenzbereich (Skala + Preomat).
Die Abstimmspannungen an der Netzteilplatine sind gemäß Abgleichanleitung auf 30V und 2,7V eingestellt.

Was kann die Ursache sein?
Gibt es eine Möglichkeit, den Bereich ohne Abgleich zu justieren?

Besten Dank vorab.

Bernhard


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BeitragVerfasst: Do Jun 20, 2019 16:00 
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Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Hallo Bernhard,
wenn die beiden Spannungen korrekt sind, bleibt dir nur noch, den UKW-Oszillator vorsichtig nachzustimmen. Und zwar mit der Spule "eingekreistes A" (dabei stellst du den Skalenzeiger an das untere Bereichsende) und dem Kondensatortrimmer "eingekreites B" (Zeiger dabei am oberen Bereichsende). Immer nur ein klein wenig verstellen, abwechselnd A und B. Bis Zeiger und tatsächl. Frequenz übereinstimmen.

Wenn das erfolgreich war, kannst du noch schauen ob du mit den Hf-Kreisen die Empfnags-Empfindlichkeit optimieren kannst: Schwachen Sender am oberen Bereichsende einstellen und "eingekreistes D" justieren, nach links und rechts, ob es am Instrument einen größeren Ausschlag gibt und mit "eingekreistes C" dasselbe mit einem schwachen Sender am unteren Bereichsende.

Viel Erfolg und Grüße
Stefan


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BeitragVerfasst: Do Jun 20, 2019 19:33 
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Hallo Stefan,

vielen Dank für die schnelle und perfekte Antwort.


Viele Grüße

Bernhard


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BeitragVerfasst: Mo Aug 05, 2019 18:52 
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Registriert: Sa Aug 23, 2014 13:47
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Hallo,

dank Stefan konnte ich 88 Mhz und 106 Mhz als "Eckpunkte" gut einstellen.

Jetzt fiel mir aber auf, dass im Bereich Abweichungen von bis zu 1,5 Mhz bestehen.
Gleichlaufproblem?

Ich habe das mal notiert - links die Sollfrequenz, rechts die Anzeige am Radio

88 88
90 89,2
92 90,5
94 92,5
96 94,7
98 96,9
100 99,2
102 101,6
104 103,8
106 106

Ist durch richtige Einstellung des Spulenkerns (A) und des Trimmers (B) noch etwas Feintuning möglich?
Falls ja, was bewirkt jeweils der Spulenkern und was der Trimmer?

Danke schonmal und schönen Abend

Bernhard


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BeitragVerfasst: Mo Aug 05, 2019 19:00 
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bastler2014 hat geschrieben:
Ist durch richtige Einstellung des Spulenkerns (A) und des Trimmers (B) noch etwas Feintuning möglich?


Wahrscheinlich schon. Wenigstens sollte sich der Fehler ein wenig 'ausmitteln' lassen.

Zitat:
Falls ja, was bewirkt jeweils der Spulenkern und was der Trimmer?


Wie immer: Spulenkern untere Abgleichfrequenz, Trimmer obere.

Ralf

_________________
Und wenn ich nicht mehr weiter weiß, dreh ich am Oszillatorkreis.


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BeitragVerfasst: Mo Aug 05, 2019 20:55 
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Wenn man nicht an den Enden der Skala abgleicht, sondern z.B. bei 90 und 104 MHz, wird der Fehler über den ganzen Bereich deutlich kleiner.

Auffällig ist, dass der Fehler unter ca. 100 MHz deutlich größer ist als über 100 MHz. Das kriegt man vielleicht noch besser hin, wenn man die genannten Spannungen etwas abweichend vom Sollwert einstellt. Aber das ist ein langwieriges Probierspiel mit mehreren Unbekannten.

radioschrat hat geschrieben:
Wie immer: Spulenkern untere Abgleichfrequenz, Trimmer obere.

Nicht immer. Bei Geräten mit Variometerabstimmung ist es umgekehrt.

Lutz


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BeitragVerfasst: Di Aug 06, 2019 7:04 
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Hallo Lutz,

das dürfte aber auch davon abhängen welcher Art die Kerne sind die sich in der Variometerspule befinden, handelt es sich um magnetisches Material nimmt die Induktivität ja zu je tiefer der Kern eintaucht, ist es hingegen nichtmagnetisches Material, z.B Aluminium, nimmt die Induktivität mit tiefer eintauchendem Kern ab und die Frequenz steigt dadurch. Das ist sicherlich der Grund für den umgekehrten Effekt bei L und C. Außerdem gibt es ja kein sich änderndes Kapazitätsverhältnis beim Abstimmen ist mir noch dazu eingefallen, deshalb könnte das Material des Kernes sogar egal sein.

_________________
Grüße aus Ingelheim am Rhein,
Norbert (DF8PI)

Ein Forenmitglied dass kein Problem damit hat seinen Vornamen und Wohnort zu nennen. :)


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BeitragVerfasst: Di Aug 06, 2019 18:14 
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Bevor ich das geschrieben habe, habe ich mir noch einmal die Abgleichanleitungen mehrerer verschiedener Geräte mit Variometerabstimmung angesehen: ein Röhrenradio von Saba und Autoradios von Blaupunkt und Becker. In allen stand es so, wie ich geschrieben habe. Das schließt natürlich nicht aus, dass es Gegenbeispiele gibt. Diese sind hier willkommen.

Lutz


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BeitragVerfasst: Di Aug 06, 2019 20:05 
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Kenntnisstand: **Zutreffendes Feld fehlt**
Hallo die Runde,

wie kommen die Experten hier auf Variometer-Abstimmung? Es handelt sich bei dem vorliegenden Gerät, wenn mich das Schaltbild nicht arg täuscht, um eine Varicap-Dioden Abstimmung. Zudem sagte doch der Threadersteller bereits, dass er die Anfangs- und Endspannung des Abstimmpotis und der (Preomat - Feststationen) korrekt eingestellt hat, daraufhin hat er mittels L und C Abgleich auf die passendenden Frequenzen abgeglichen. -Stefan hatte dazu ausführlich auf die zielführende Vorgehensweise hingewiesen.-

Die nun auftretenden Frequenzabweichungen innerhalb des Abstimmbereiches könnten auf eine Alterung des speziellen Abstimmpotis zurückzuführen sein dessen Kurvenverlauf, infolge unterschiedlicher Abnutzung der Kohleschicht, nicht mehr zum Kapazitätsverlauf der Abstimmdioden passt. Möglicherweise wurde(n) auch die Abstimmdiode(n), insbesondere im Oszillator, durch andere ersetzt.

Mit etwas Glück kann eine vorsichtige Reinigung der Kohleschicht des Potis eine Besserung herbeiführen. Vorher sollte aber unbedingt überprüft werden, ob sich im Bereich der Abstimmspannung ein Nebenschluss befindet, welcher auch Anlass zu einer Verbiegung der Abstimmkurve wäre.

_________________
...und glüht auch die Anode rot, ist die Röhre noch nicht tot.

Mit freundlichen Grüßen, Peter R.


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BeitragVerfasst: Di Aug 06, 2019 23:33 
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Der RTV 360 hat mit Sicherheit Varicap-Abstimmung, wie glaubnix schreibt.

Hallo Namensvetter,

durch geringes Ändern der unteren Grenzspannung (Sollwert = 2,7 V) kann man die Krümmung der Frequenz-Abstimmungskennlinie etwas verändern. Die obere Spannung bleibt immer auf 30 V eingestellt.

Beim RTV 360 kann mit R303 (22 MOhm) die Krümmung im mittleren Bereich verändert werden. Eigentlich sollte die Werks-Dimensionierung passen, ein Abgleich ist hier nicht vorgesehen.

Die Abweichung im mittleren Bereich kann neben den Tipps, die glaubnix bereits gegeben hat, auch an Kriechströmen an der Varicap-Spannung liegen. Ist dort alles sauber?

Wenn die Skala eine niedrigere Frequenz anzeigt, als empfangen wird, schwingt der Oszillator höher als gewollt, d. h. die Kapazität der Varicap-Diode ist zu klein. Das kann an zu hoher Varicap-Spannung liegen.
Z. B. wenn über R303 mehr Strom fließt als geplant.
Mögliche Ursachen:
- Widerstandswert ist zu klein, z. B. Bauteil oder Leiterplatte verschmutzt
- Spannung auf der anderen Seite ist zu hoch: Dort sollte 15,4 V stehen, die kommt von der Z-Diode 9731 neben C38. Vielleicht ist die Z-Diode oder die vorgeschaltete Drossel bzw. eine ihrer Lötstellen unterbrochen.

Bernhard


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BeitragVerfasst: Mi Aug 07, 2019 7:06 
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Hallo Peter,

Du hast natürlich völlig Recht, ich hatte das mit der Abstimmspannung ja auch gelesen. Da kann man aber mal sehen wie leicht man sich durch eine einzige Bemerkung in einem Beitrag in eine völlig falsche Richtung lenken lassen kann. Definitiv gibt es in einem Gerät mit Varicap-Abstimmung natürlich kein Variometer.

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Grüße aus Ingelheim am Rhein,
Norbert (DF8PI)

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BeitragVerfasst: Mi Aug 07, 2019 18:10 
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Natürlich hat der RTV 360 keine Variometer-Abstimmung. Das habe ich auch gar nicht behauptet. Ich wollte nur den Satz
radioschrat hat geschrieben:
Wie immer: Spulenkern untere Abgleichfrequenz, Trimmer obere.

richtigstellen - unabhängig vom Gerätetyp. Aber danach ist dazu so viel geschrieben worden, dass wohl der Eindruck entstand, es gehe um das Gerät, mit dem dieser Thread begann.

Lutz


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BeitragVerfasst: Do Aug 08, 2019 6:56 
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Hallo Lutz,

alles kein Problem, Du wolltest nur auf die verschiedenen Verhältnisse aufmersam machen, klar. Wir sind alle Menschen und bringen auch mal was durcheinander, es gibt viel Schlimmeres !

:) :) :)

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BeitragVerfasst: Do Aug 08, 2019 19:14 
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Hallo zusammen,

ganz herzlichen Dank für die zahlreichen Tipps.
Ich werde mich (hoffentlich) am Wochenende dem Gerät widmen können und berichte dann.

Grüße aus dem Taunus

Bernhard


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BeitragVerfasst: So Aug 11, 2019 19:16 
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Guten Abend,

ich habe mich heute Nachmittag noch einmal mit dem Grundig befasst.
Den R303 habe ich überprüft. In abgelötetem Zustand habe ich gut 23 MOhm und eine Spannung von etwa 15,6 Volt gemessen.
Die Platinen sehen eigentlich -soweit ich das beurteilen kann- ganz gut aus.

"Glaubnix" zog ja auch eine Alterung des speziellen Abstimmpotis in Betracht. Um an den Poti heranzukommen, müsste die Seilscheibe abgenommen werden, die aber sehr fest sitzt. Ich möchte da nichts beschädigen.
Gibt es einen Trick, wie man sie abnehmen kann?

Wenn es tatsächlich "nur" der Abstimmpoti wäre, dürfte die Abstimmung über die Preomaten davon nicht betroffen sein - oder mache ich hier einen Denkfehler?

Einen guten Wochenstart

Viele Grüße

Bernhard


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