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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Minverva Vanguard - Brummen und kein Empfang

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BeitragVerfasst: So Aug 18, 2019 11:25 
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Servus,
ich habe mir nach längeren mal eine Pause von Röhrengeräten gegönnt und habe mir einmal ein Transistorgerät vorgenommen, einen Minerva Vanguard 614. Als erstes natürlich alle Papierkondensatoren und Elkos rausgeschmissen (Das Gerät vor der Reparatur auch nicht funktioniert.) und einen Funktionstest durchgeführt. TA funktioniert einwandfrei, allerdings brummt der Radio. Als Test habe ich mit Krokoklemmen einen weiteren Siebelko parallel geschalten, welches allerdings nichts gebracht hat. Dieses Problem wäre nicht so tragisch, wenn da nicht nochwas wäre: Kein Empfang auf den Wellenbereichen. Nichts. Auf den AM Bereichen leichtes Krachen, auf UKW nichts. Also nochmal rein und alle Widerstände durchmessen. Ca. 20 Stk ausgetauscht, allerdings keine Änderung. Laut dem LCR T4 sind auch die Transistoren noch iO.
Also ran ans Multimeter und Spannungen messen. Hier einmal die Werte:
AF116(1): (dieser Transistor müsste mit den Spannungen funktionieren, laut Schaltplan)
e: 0V
c: 5,75V
b: 5,5V

AF116(2)
e: 0,17V
c: 0,1V
b: 1,6V

AF116(3)
e: 0,56V
c: 0,46V
b: 0,2V

Wie man sieht, passen bei Nr. 2 und 3 die Spannungen nicht und ich komme auf den Fehler nicht (Eventuell übersehe ich einmal wieder etwas Offensichtliches.).

Ich wäre für etwas Hilfe sehr dankbar! :D

Schönen Sonntag!
MfG
Joseph


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BeitragVerfasst: So Aug 18, 2019 12:06 
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Hallo Joseph,
hast du als Bezugspunkt zum messen den Minuspol des Lade Elkos C83 genommen und welchen Kapazitätswert hast du für diesen und für C82 Elko gewählt ?

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harry

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BeitragVerfasst: So Aug 18, 2019 12:17 
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Hallo Harry,
manchmal lege ich mir die Fehler aber auch selber auf, danke für deine Richtigstellung mit der Masse. (hab das Metallchassis gesehen und ohne Nachdenken sofort für Masse gehalten.)
Die Elkos habe ich gegen zwei 2200µF 16V Typen getauscht.
Hier die neuen Werte:

AF116 (1)
E: 8V
c: 2,1V
b: 7,7V

AF116(2)
e: 2,3V
c: 2,2V
b: 3,7V

AF116 (3)
e: 2,7V
c: 2,6V
B: 2,3V
Alle Werte wurden in Schalterstellung "MW" gemessen.

MfG
Joseph


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BeitragVerfasst: So Aug 18, 2019 13:20 
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Messe jetzt noch mal den Spannungswert von Masse (Metall Chassis) am Elko C83 einmal zum Minus und einmal zum + des Elkos, dann mit der Plusstrippe hinterm R63

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harry

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BeitragVerfasst: So Aug 18, 2019 13:28 
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Vom Chassis zu Minus von C83: -2.2V
Vom Chassis zu Plus C83: 8,85V
Nach R63 (habe ich heute bereits gemessen): 7V

Diese Werte sind etwas niedrig, da der Rado auf 240V eingestellt ist und hier nur 230V anliegen. Auf 220V sind die Werte zu hoch.

Nachtrag: Der Selengleichrichter wurde bereits getauscht.

MfG
Joseph


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BeitragVerfasst: So Aug 18, 2019 13:44 
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Ok, Joseph, somit bestätigt sich doch deine erste Annahme, das gegen Masse (Metall Chassis ) gemessen wird.
Zu den stark abweichenden Messwerten an 2+3 habe ich momentan keinen Tipp
Bevor aber weitere Bauelemente gewechselt werden, solltest du Stufenweise am AF116 (3) beginnend, ein ZF Signal anlegen

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harry

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BeitragVerfasst: So Aug 18, 2019 14:25 
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Minerva Vanguard ist doch das transistorbestückte Gerät mit einer Röhre (EM87) als Abstimmanzeige, oder? So etwas gab es nicht oft.

Damit ein Transistor verstärken kann, braucht er eine Spannung zwischen Collector und Emitter. Diese fehlt bei T2 und T3.

Ursache ist zumindest bei T3, dass dieser durch eine zu negative Basisspannung voll durchgesteuert ist. Das könnte man testen, indem man testweise entweder den Basisanschluss ablötet oder Basis und Emitter miteinander verbindet. In beiden Fällen müsste sich eine Spannung zwischen Emitter und Collector von mehreren Volt einstellen.

Bei T2 ist die Sache nicht ganz so eindeutig. Wenn die Spannung an der Basis positiver ist als am Emitter, müsste der Transistor sperren. Entweder tut er das nicht, oder trotz gesperrtem Transistor liegt zwischen Collector und Emitter keine Spannung an. Hier wäre auch zu überprüfen, welche Spannungen sich bei abgelötetem Basisanschluss einstellen. Ist dann zwischen Collector und Emitter immer noch keine Spannung messbar, wäre der Transistor ganz auszulöten. Ist nun zwischen Collector und Emitter Spannung vorhanden, hat der Transistor einen Fehler.

Lutz


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BeitragVerfasst: So Aug 18, 2019 15:36 
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Servus Lutz,
genau um dieses Gerät handelt es sich. Danke für deine ausführliche Antwort!

Ich habe die Schritte durchgeführt, hier die Ergebnisse:

T2: e-c 0,135V
T3: e-c 0,095V

MfG
Joseph


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BeitragVerfasst: So Aug 18, 2019 15:52 
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Kenntnisstand: **Zutreffendes Feld fehlt**
Hallo Joseph,

...das sieht nach schadhaften Transistoren aus. Die Transistoren in dieser Gehäuseform neigten oft zur Whiskerbildung; dabei erfolgte eine unerwünschte Verbindung des Transistorsystems zum Gehäuse. Manchmal ist dieser Fehler provisorisch zu beheben, indem man den Gehäuseanschluss loslötet und in der Luft hängen lässt. Der Gehäuseanschluss ist der "optisch mittlere" Drahtanschluss. Dazu ein Bild aus dem Valvo Datenbuch:
Dateianhang:
Valvo-AF116.jpg
Valvo-AF116.jpg [ 34.79 KiB | 571-mal betrachtet ]

Vielleicht probierst du dies einmal aus. Auf jeden Fall sollten die Transistoren aber ersetzt werden - es gibt da Vergleichstypen in anderen Gehäusen ohne die beschriebenen Probleme.

_________________
...und glüht auch die Anode rot, ist die Röhre noch nicht tot.

Mit freundlichen Grüßen, Peter R.


Zuletzt geändert von glaubnix am So Aug 18, 2019 16:12, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: So Aug 18, 2019 16:11 
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Hallo Peter,
das ist eine schlechte Nachricht. Welche e-c Spannung sollten denn funktionierende Transistoren aufweisen? Außerdem, wie hoch muss der Gain (hFe) bei diesen Transistoren sein? Ich habe erst eine alte Simonetta geschlachtet, bei der waren ein paar AF116 eingebaut, allerdings mit einem hFe von 36 bis 100. Die AF116 aus diesen Radio haben deutlich über 100 (ca. 120).

Welche Transistoren eignen sich denn am Besten als Ersatz? Es gibt ja laut radiomuseum eine ganze Menge davon.

MfG
Joseph


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BeitragVerfasst: So Aug 18, 2019 16:44 
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joseph_st hat geschrieben:
Ich habe die Schritte durchgeführt, hier die Ergebnisse:

T2: e-c 0,135V
T3: e-c 0,095V

In welchem Zustand wurden denn die Spannungen gemessen: mit komplett angeschlossenen Transistoren, mit abgelöteten Basisanschlüssen oder mit ausgelöteten Transistoren?

In funktionierendem Zustand sollten zwischen Collector und Emitter einige Volt, mindestens etwa 2 Volt, anliegen. Wenn das nicht der Fall ist, muss das nicht zwingend an den Transistoren selbst liegen, sondern es kann auch sein, dass deren Basis nicht korrekt angesteuert wird. Deshalb hatte ich die obigen Prüfungen vorgeschlagen.

Es gibt viele Typen, die als Ersatz für den AF116 funktionieren. Zum Beispiel: AF121, AF124...127, AF132, AF134...138, AF185, AF193, AF196, AF197, AF200, AF201... Allerdings alle in aderem Gehäuse.

Lutz


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BeitragVerfasst: So Aug 18, 2019 16:52 
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Hallo Lutz,
diese Messungen wurden mit abgelöteter Basis durchgeführt. Möchtest du die Messergebnisse im angelöteten Zustand auch haben?

MfG
Joseph


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BeitragVerfasst: So Aug 18, 2019 16:56 
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Nicht nötig, im komplett angeschlossenen Zustand werden die Spannungen genauso sein. Jetzt löte die Transistoren einmal ganz aus, wie sind die Spannungen dann?

Lutz


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BeitragVerfasst: So Aug 18, 2019 17:15 
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Hier die Messungen:
T2:
e: 7,65V
b: 5,75V
c: 0,11V

T3:
e: 7,65V
b: 6,24V
c: 0V

T2 und T3 waren, wie von dir vorgeschlagen, ausgebaut.

MfG
Joseph


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BeitragVerfasst: So Aug 18, 2019 18:02 
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Also ich fasse mal zusammen: Mit eingelöteten Transistoren, aber abgelöteten Basisanschlüssen ist keine Spannung zwischen Collector und Emitter vorhanden, bei ausgelöteten Transistoren ist die Spannung vorhanden. Wenn die Transistoren richtig angeschlossen waren, ist die Diagnose eindeutig: Die beiden Transistoren sind defekt. Mögliche Ursache ist die von glaubnix erwähnte Whiskerbildung.

Lutz


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