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 Betreff des Beitrags: Eure Videorecorder-Stories...
BeitragVerfasst: Sa Sep 02, 2017 22:48 
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Inspiriert durch die Dokumentation auf arte über die Geschichte des Videorecorders, erinnerte ich mich zurück an meine frühesten und besonderen Videorecorder-Erlebnisse.

Ich dachte mir, es wäre vielleicht interessant, wenn Ihr von Euren eindrucksvollsten Erlebnissen mit dieser Technik erzählen würdet...


Ich möchte den Anfang machen...

Im Jahr 1983 oder 84 schaffte mein Vater einen Videorecorder an. Es sollte das beste und zuverlässigste System sein. Ein Schulfreund meines Vaters, der in der Nachbarschaft eine Radio- und Fernseh-Werkstatt mit kleinem Verkauf hatte, empfahl das Video 2000 System. Da er auf Loewe spezialisiert war, wurde es dann ein auf Loewe gelabeltes Modell von Philips. Der Kasten kostete 2800DM! Sehr wahrscheinlich war es dieser hier: http://www.radiomuseum.org/r/loewe_opta ... 022_s.html

Mein Onkel hatte seinerzeit eine Videothek und so bekamen wir manchmal - wie auch immer - abgelegte Videotheken-Kassetten. Die erste war Krieg der Sterne.
Irgendwo in der Filmmitte erschien eine grüne oder blaue Hinweistafel, mit der Aufforderung die Kassette für den 2. Teil des Filmes zu wenden. Später folgten Filme wie "Mad Mission", "Big Mäc" (mit T. Gottschalk) und einige andere.

Auch in unserem Dorf gab's eine Videothek und so wurden dann Filme geliehen und überspielt (Huch! Das durfte man ja gar nicht ;) ) So dann auch Quartermain, Indiana Jones 1 & 2, Werner Beinhart usw.
Auch den ZDF-Wunschfilm hatten wir oft mitgeschnitten, ebenfalls den letzten Tatort mit "Schimi". Leider ist der V2000 dann irgendwann krepiert und wurde - Jahre später erst - durch einen Orion VHS ersetzt. Die alten Kassetten sind teilweise noch vorhanden.
Meinen ersten eigenen Videorecorder kaufte ich vom Onkel eines Schulfreundes für 20Märker ab. Es war ein Universum (Akai). Der Apparat ging immer mal wieder einfach mitten im Film auf Standby. Fehler waren gebrochene Lötstellen an einem Transistor. So hatte ich dann in der 8. Klasse schon einen VHS-Rekorder. Das Basteln mit diesen Geräten machte auch immer wieder Spaß. So fand ich regelmäßig alte Video2000 Geräte auf dem Wertstoff, die ich dann "verwertete". Vor allem das riesige Laufwerk der Philips 20er Serie mit seiner massiven Aluguss-Grundplatte und den aus dem Vollen geschnitzten Bauteilen faszinierte mich.

Wenn wir 1989 einen funktionierenden Videorecorder gehabt hätten, hätte ich sicher die Ereignisse in Deutschland damals auf Kassette(n) gebannt.

Ein weiterer Meilenstein war die erste Videokamera in unserer Familie: 1985 zog für fast 4000DM eine Sony Video8 AF in unseren Haushalt ein. Familienfeste und Urlaube wurden dokumentiert. Diese Aufnahmen gewinnen erst mit den Jahren an Wert, besonders heute, über 30 Jahre später, wenn man die längst verstorbenen Verwandten noch einmal lebendig in Ton und Bild erleben kann...

Ich weiß gar nicht mehr genau wann das war - irgendwann zwischen 1995 und 1997, als ich meinen ersten neuen Videorecorder kaufte. Es war ebenfalls ein Orion und er kostete über 600 DM. Das Gerät funktioniert heute noch. Zwischenzeitlich gesellten sich wieder mehrere Video2000, Betamax und ein SuperVHS hinzu.
Mit der Anschaffung eines DVD-Rekorders (ohne Festplatte), begann bei mir der Ausstieg aus dem Kassettenzeitalter. Die meisten Filme habe ich inzwischen vom TV auf DVD aufgenommen oder neu gekauft.
Die DVD war ein echter Fortschritt. Endlich konnte ich 2 Stunden SD-Programm in nahezu perfekter TV-Qualität aufzeichnen. Die DVDs waren zudem viel günstiger als die alten Kassetten. Inzwischen haben sich fast 300 bespielte DVDs angesammelt, aber von meinen VHS-Kassetten konnte ich mich bisher nicht trennen...

Die VHS-Kassetten bezog ich meist vom Aldi. Als auf dem frisch gegründeten Sender "Phoenix" alle Sendungen der Reihe "Album - Bilder eines Jahres" von 1980 bis 1999 hintereinander ausgestrahlt wurden, griff ich zur 300er Kassette um die Sendungen in Long-Play mitzuschneiden. Leider war die Qualität entsprechend mies.


Zum Ritual wurde das Anschauen bestimmter Lieblingssfilme, bis man sie auswenig kannte. Die vielen Fernsehabenden mit Freunden sind mir unvergessen.

Heute macht es mir Spaß in unbekannten VHS-Kassetten zu schmökern und interessante Aufnahmen (Nachrichten, Ansagen, Unterhaltungssendungen usw.) zu konservieren...

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Gruß,
Daniel


Baden Baden, Beromünster, Paris, Rom…
...Eine ganze Welt ist auf der Skala des SABA-Empfängers vereint


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BeitragVerfasst: So Sep 03, 2017 9:17 
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 Betreff des Beitrags: Re: Eure Videorecorder-Stories...
BeitragVerfasst: So Sep 03, 2017 9:55 
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Na da will ich mich doch gleich auch mal einklinken.

Ich selber bin Baujahr '80, also in etwa so alt wie das Video 2000 System.

Die Wahl meines Vaters fiel aber 1979 auf einen Sanyo VTC9300, den es auch mindestens noch als Tensai, Universum, Fisher gab. Dazu als Bildquelle einen Löwe Fernseher, der irgendwann nicht mehr funktionierte. Ich kann mich noch als ganz kleiner Pimpf daran erinnern, daß mal ein Techniker da war, der die Rückwand öffnette, aus der dann etliche Salzstangen rausgefallen sind, mit denen ich warum auch immer den Fernseher eine zeitlang gefüttert hatte. Mein Vater war seinen Erzählungen nach in einem Videoclub damals, was sehr kostspielig war zur damaligen Zeit. Gesponsort wurden die Geräte von einer Großtante, die es wohl sehr gut meinte mit meinen Eltern.

Als ich dann so 4 Jahre alt war, wurde der Löwe und auch der Betamax ersetzt, da die Geräte ständig Defekte aufwiesen. Gekauft wurde - was ich aus heutiger Sicht als Rückschritt sehe - ein SABA Ultracolor (war kein Saba mehr) und ein Orion VHS. Das sind die Geräte an die ich mich noch gut erinnern kann. Damals kam dann auch RTLplus hier im Saarland in die Wohnstube. Leider hatten wir nie viele Kassetten, sodaß auch keine alten Aufnahmen mehr erhalten sind, die noch aus dieser Zeit stammen. Bei uns wurden die Kassetten so oft überspielt, bis die Bildqualität total im Eimer war. Der Orion fing dann 1992 auch an, Zicken zu machen und wurde dann durch einen Schneider ersetzt. Auch der SABA Fernseher wurde 1992 ersetzt durch einen Palladium, der SABA kam dann zu mir und steht noch heute in meiner Sammlung und funktioniert noch, ohne jemals eine Werkstatt gesehen zu haben. Nachteil war die nicht vorhandene Fernbedienung, die ich ersetzen durfte. Viel aufgenommen wurde zu dieser Zeit bei uns nicht mehr.

Der Haupt"Aufnehmer" war ich dann und um ca. 1994 bekam ich dann meinen eigenen VHS, einen JVC HR-7700. Das Gerät haben mir unsere Nachbarn von gegenüber geschenkt, es sollte auf den Sperrmüll wandern. Er lief noch einige Zeit bei mir und wurde dann 1998 durch einen Grundig 2x4 2x8 ersetzt. Dazwischen fand noch ein Grundig VCR 4000 in silber den Weg zu mir, das muß so um 1995 gewesen sein. Mein Onkel half damals seiner Lebensgefährdin, den Dachboden zu räumen und dort stand das Gerät mit über 30 Kassetten bereit zur Entsorgung. Ich hatte mir hier und da mal Kassetten angesehen, alles Aufnahmen aus den Mitte 80er Jahren und auch ein Film, der nicht für die Augen eines 15jährigen bestimmt war... Um 1997 lief er nicht mehr und ich hab ihn verschenkt, die Kassetten hatte ich einem Schulfreund gegeben, sie sollten später wieder den Weg zu mir finden.

Zum Grundig 2x4 - 2x8, der oben genannte Schulfreund erzählte mir immer sehr begeistert von dem System 2000, nur wo sollte man 1998 ohne Internet einen 2000er auftreiben? Ganz einfach, man nimmt einen Klassenkameraden 2 Wochen mit zur Schule. Er gab mir damals 25 DM pro Woche für Sprit. Ich fragte dann mal, ob er alte Technik hat und so bot er mir den VIdeo 2000 von seinem Vater an. Ich schlug vor, ihn 2 Wochen kostenlos mit in die Schule zu nehmen und der Deal war perfekt. so kam ich zu meinem ersten Video 2000. 2001 gesellte sich dann ein Universum VR231 dazu, den ich Oldenburg auf einem Flohmarkt gekauft hatte.

Über die Jahren gesellten sich dann immer mehr "historische Geräte" dazu, so stehen in meiner Sammlung ca. 70 Geräte etlicher Systeme angefangen vom EL3400 und EL3402 von Philips über Grundig BK100/LDL1000, andere Open-Reel-Geräte, fast alle VCR Modelle aus den 70ern, viele Grundig Video 2000 und auch frühe VHS Geräte.

Vor 5 Jahren habe ich dann mal angefangen, nach dem Sanyo Betamax Modell von meinen Eltern zu suchen und habe mir dann einige baugleiche Modelle zusammengekauft. Unter anderem Auch ein Universum VTR-10300, der nur ganz wenig beim Vorbesitzer lief und heute noch voll funktionsfähig ist.

Ich habe auch ein relativ großes Archiv an alten Aufnahmen wie Nachrichtensendungen (Tagesschau - Heute), Testbilder, Sendeschluß und viele Aufnahmen von RTLplus aus der Anfangszeit.

Älteste Aufnahme, die sogar noch gut erhalten ist, ist die Schlußfeier der WM 1974, die ich mal auf einer 60 min. VCR Standart Kassette gefunden habe. Es ist eine Originalaufnahme aus dem laufenden Programm.

Gesammelt habe ich die Metallkisten eigentlich nur, da ich immer auf der Suche nach alten Aufnahmen bin. Aufnahmen aus der Anfangszeit von RTLplus, Spielshows von früher und Filme, die schon ewig nicht mehr liefen.

Wer also noch alte Aufnahmen hat, kann sich gerne bei mir melden.

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I tolerate this century, but I don't enjoy it!
Back to the 1980s!

Wer sich für alte Fernsehaufnahmen aus den 80ern interessiert, ist hier richtig:

http://www.youtube.com/user/mangelhausen?feature=mhum


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 Betreff des Beitrags: Re: Eure Videorecorder-Stories...
BeitragVerfasst: So Sep 03, 2017 20:13 
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Mein erster Videorecorder war ein Grundig VCR3500, Baujahr ca. 1976. Den habe ich 1981 für kleines Geld geschossen, ein neuer Videorecorder war für ein Schülerbudget viel zu teuer. Die Cassetten dazu gab es fast für lau in der Schule, wo gerade ein ähnliches Gerät wegen irreparablen Defektes ausgemustert worden war.

Der Grundig gehörte zur ersten VCR-Generation, die Spielzeit pro Cassette war eine Stunde. Für einen Spielfilm brauchte ich also zwei Cassetten, was nicht so schlimm war, denn ich hatte ja genug. Viel störender fand ich, dass ich wegen des nach einer Stunde nötigen Cassettenwechsels keine Spielfilme mit Timer aufnehmen konnte.

Nach 1/2 Jahr war die Kopftrommel abgenudelt. Ersatz gab es günstig bei Pollin. Aber mit der neuen Kopftrommel war genau mitten durchs Bild ein horizontaler Störstreifen. Es dauerte lange, bis ich die Ursache fand: Der Magnet für den Kopftrommel-Lagegeber war an der neuen Kopftrommel an einer anderen Stelle angebracht, 90° versetzt. Also den Magnet herausgepult und mit Zweikomponentenkleber an der richtigen Stelle befestigt, und alles war wieder gut.

Etwa zwei Jahre später bekam ich einen "defekten" Philips N1700 geschenkt. Der brauchte nur eine intensive Reinigung und lief dann wieder. Welch ein Fortschritt, eine Spielzeit von über 2 Stunden pro Cassette! Aus dieser Zeit habe ich noch viele Aufnahmen und habe mir deshalb vor einigen Jahren einen gebrauchten Recorder gleichen Typs gekauft.

Inzwischen war in einigen Cassetten das Band verschlissen. Die habe ich dann mit Band aus VHS-Cassetten befüllt, das war viel billiger als neue VCR-Cassetten, die etwa 100 DM pro Stück kosteten. Für eine VCR-Cassette brauchte ich das Band aus 1 3/4 VHS-Cassetten.

Erst ungefähr 1988 hatte ich den ersten VHS-Recorder. Den bekam ich von einem Kollegen geschenkt, bei dem die Kellerwohnung überschwemmt war, der Recorder stand etwa 2 cm im Wasser, so dass auf der unten liegenden Platine viele Leiterplatten weggefressen waren. Das zu reparieren, war eine üble Fummelei. Aber der Recorder tat später noch etliche Jahre seinen Dienst bei einem Freund.

Der zweite VHS-Recorder war von Akai, auch gebraucht gekauft. Der hatte aber eine Macke, die sehr störte: Nach jedem Stromausfall mussten die Uhr und die Sender neu eingestellt werden, sonst bekam man das Installationsmenü nicht vom Bildschirm weg. Den Sendersuchlauf durchlaufen zu lassen, dauerte bei 7 Sendern 45 Minuten! Wegen größerer Bauarbeiten in der Nähe war mehrfach Stromausfall, das nervte sehr. Als er auch noch mehrere m Band einer unersetzlichen Aufnahme zerschredderte, war es genug. Nun gab es endlich einen neuen Recorder, einen Panasonic mit HiFi-Stereo-Ton. Diesen und einen baugleichen Recorder, den ich vor einigen Jahren geschenkt bekam, besitze ich noch, sie brauchen aber dringend eine Gummikur.

Seit Jahren habe ich keinen Videorecorder betriebsbereit angeschlossen. Zu wenig Zeit, und der Reiz des Neuen ist auch schon lange weg. Aber ich habe noch die Geräte, um meine ca. 250 Videocassetten abspielen zu können.

Lutz


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 Betreff des Beitrags: Re: Eure Videorecorder-Stories...
BeitragVerfasst: So Sep 03, 2017 21:48 
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Hallo,

in der Schule durfte ich so um 1974 den einzigen Videorecorder dort, ein Philips N1500 bedienen. Bei dem Gerät musste bei der Wiedergabe oft die Spurlage am Tracking-Regler nachgestellt werden. Die Spielzeit reichte für eine Schulfernsehsendung locker aus (zwischen 20 und 45 Minuten). Zwei Jahre später konnte ich meinen ersten eigenen N1500 aus der hiesigen Diskothek für lau mitnehmen, weil dieser defekt war. Das Gerät war im Innern mit Nikotin-Ablagerungen versifft und die Riemen waren ausgeleiert. Die Suche nach neuen Riemen war nicht so einfach wie heute, ich fragte in mehreren RFS-Geschäften an: Videorecorder sind doch nur etwas für Spezialisten mit mehrjähriger Ausbildung und Erfahrung, selbst wir machen so etwas nicht, und du bist noch Schüler! wurde mir oft geantwortet. Im 5. oder im 6. Geschäft endlich durfte der Geselle die passenden Riemen heraussuchen und glücklich zog ich heim. Der Videorecorder lief damit wieder und ich konnte stolz die Videocassetten mit Aufnahmen von Musiksendungen wie Beat-Club, Musikladen, Disco usw. meinen Freunden und meiner Familie vorführen.

Später ergatterte ich einen Philips Video N1700. Das gleiche Cassettensystem, aber immerhin mit der doppelten Spielzeit von 2h. Darauf konnte ich dann Spielfilme aufnehmen. Zu Anfang der 1980er Jahre musste ich für meine Schwester regelmässig "Dallas" aufnehmen, weil sie es zu der Sendezeit nicht gucken konnte.

Einen JVC VHS-Recorder kaufte ich mir 1986 neu. In der Nachbarschaft werkelten bereits Video2000 und Betamax-Recorder. Während der RFS-Ausbildung habe ich oft Videocassetten mit Urlaubs-Videos und Hochzeitsvideos kopieren dürfen. Einmal nach einer türkischen Hochzeit bekamen wir den Auftrag 300 Kopien zu erstellen. Alle VHS-Videorecorder in der Ausstellung wurden gefüttert... Dennoch nahm die Show einige Tage in Anspruch.

Heute überspiele ich auf Wunsch Videobänder auf meinen Festplattenrecorder Panasonic DMR EX80S. Darauf werden die Aufnahmen geschnitten und dann auf DVD gebrannt. Als Zuspieler habe ich hier: 2x VCR Standard 1 (Philips N1500/N1501), VHS PAL/SECAM/NTSC/Longplay/Stereo (JVC, Metz), Betamax (Sony), Video2000 (Grundig), Video8/Hi8 (Canon).

Einen open Reel Sony CV2100ACE gab ich weiter. Das Teil war mir doch zu wuchtig.

Viele Grüße


andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: Eure Videorecorder-Stories...
BeitragVerfasst: So Sep 03, 2017 22:47 
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Mein erster Videorecorder ergatterte ich 1986 in der ehem. DDR natürlich unter dem Ladentisch, nein stimmt nicht, denn vor der Wende gab es offiziell im Inlandshandel (HO und Konsum) keinen Videorecorder zu kaufen.
Man musste schon jemanden kennen, der jemanden kannte, der mit so etwas aus dem "Westen" handelte und schon war einer gefunden der "Westbeziehungen" hatte und in einer Tankstelle an der Transitstrecke arbeitete, 6000,- DDR-Mark bekam er für ein Ladenneuen JVC VHS. mit SECAM/PAL Farbdecoder, nach zwei Jahren dann wurde er mir für sage und schreibe 7500,- DDR-Mark aus der Hand gerissen.
89 vor Weihnachten wurde es dann ein Panasonic S-VHS-Recorder (NV-FS88), dieser läuft nach dem wechseln der Kassettenlademechanik (Plasterad und Plasteschnecke) noch heute mit Super Ton und Bild, dazu gesellten sich noch ein Grundig 540er (.... nicht tot zu kriegen) der ebenfalls ab und an noch laufen muss, sowie ein weierer S-VHS als 1000er Panasonic, der sollte in den Müll, weil er ewig das Band schon beim Einzug zerknitterte, schuld war wiederum eine Plasteschnecke die an der Metallpressstelle eingerissen war und somit Schlupf hatte, der Riss war nur durch eine Luppe sichtbar, in der Werkstatt zahlte der Besitzer zwei mal ca. 70 DM für die angebliche Reparatur, Laufwerk gereinigt und Justiert stand da immer auf der Rechnung auch sollte der Kunde immer nur 180er Markenkassetten verwenden, zu Hause dann gab es bereits schon nach der zweiten Kassette wieder "Bandsalat". Bei mir aber lief er auch nach 5 Kassettenwechsel, bis es dann wieder Bandsalat gab, nachdem ich eine C- Kassette mit dem Adapter ins Gerät schob. Nach langem Suchen dann sah ich zufällig das die Ladeschnecke während des Bandeinzugs stehen blieb, der Lademotor sich aber weiterdrehte. Nachdem ich für zwei Plasteschnecken 2,50 € zahlte und diese mit Kraft auf die Motorwelle aufschob, war,s vorbei mit Bandsalat. Seit vorigem Jahr werkelt in der guten Stube ein Panasonic Bluray Festplatten Recorder mit zwei DVB_S2 Empangstunern und erlaubt mir zwei gleichzeitig beginnende Programme in HD- Qualität aufzuzeichnen..... denn möchte ich nicht mehr vermissen.

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M.f.G.
harry

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 Betreff des Beitrags: Re: Eure Videorecorder-Stories...
BeitragVerfasst: Mo Sep 04, 2017 22:13 
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Mein erster Videorecorder hörte auf den Namen Grundig Monolith Hifi Stereo VPS VS380, den habe ich Anfang 1988 gekauft.
Der Preis war relativ günstig, da der Händler wohl eine ganze Palette davon abgenommen hatte.
Leider war dann vor einigen Jahren die Kopftrommel verschlissen, ein Ersatz war nicht zu bekommen.
So wurde dieses Gerät durch einen der letzten VHS-Recorder von ITT ersetzt.
Allerdings dient dieses Gerät nur noch als Zuspieler zum digitalisieren der noch vorhandenen VHS-Cassetten.

Später wurde er durch einen Festplattenreceiver (LG RH4820B) ergänzt.
Mit dem Ende des analogen Fernsehens ist dieses Gerät nun 'Edelschrott', wobei allerdings zu sagen ist, dass auf der Fluoreszensanzeige auch nichts mehr zu erkennen ist.

Meine aktuelle Aufnahmetechnik besteht nun aus einer digitalen Set-Top-Box mit externer USB-Festplatte.
Diese Box besitzt einen Twintuner, so dass ich zwei Programme gleichzeitig aufzeichnen kann.
Denn meistens kommt, wenn schon mal was gescheites kommt, auch gleich auf zwei Programmen so ungefähr zeitgleich was.


Grüße

Martin


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 Betreff des Beitrags: Re: Eure Videorecorder-Stories...
BeitragVerfasst: Di Sep 05, 2017 18:50 
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Was ich mich öfter frage: Ob die digitalen Aufnahmen, die heute gemacht werden, in 10 oder 20 Jahren noch abspielbar sind? Wegen nicht kompatibler Dateiformate und so weiter. Analoge Aufnahmen für die Langzeitspeicherung zu digitalisieren, macht nur Sinn, wenn man sie in der Zukunft auch noch abspielen kann. Ob das so problemlos ist, da habe ich erhebliche Zweifel. Ein Beispiel:

Auf der Arbeit hatte ich heute massive Probleme mit einer Word-Datei, die 2007 mit der damals aktuellen Word-Version erstellt worden war. Der Ersteller hatte sich reichlich mit Markierungen, Kommentaren, Änderungsverfolgung und so weiter ausgetobt. Das mag die heutige Word-Version gar nicht. Nach 45 Minuten resignierte ich, weil ich es maximal bis zur kurzzeitigen Anzeige der ersten Seite geschafft hatte, dann war Word der Meinung, es funktioniere nicht mehr und müsse geschlossen werden. Zu Hause kann ich die Datei mit Word 2000 problemlos öffnen. Schöne neue Welt!

Vor ein paar Jahren habe mit dem VCR-Recorder einen Film angesehen, den ich 1985 aufgenommen hatte. Die Cassette war in der ersten Hälfte der 70er Jahre hergestellt worden und enthält noch das Original-Band. Die Wiedergabequalität war einwandfrei.

Lutz


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 Betreff des Beitrags: Re: Eure Videorecorder-Stories...
BeitragVerfasst: Di Sep 05, 2017 18:57 
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Zitat:
Was ich mich öfter frage: Ob die digitalen Aufnahmen, die heute gemacht werden, in 10 oder 20 Jahren noch abspielbar sind? Wegen nicht kompatibler Dateiformate und so weiter. Analoge Aufnahmen für die Langzeitspeicherung zu digitalisieren, macht nur Sinn, wenn man sie in der Zukunft auch noch abspielen kann. Ob das so problemlos ist, da habe ich erhebliche Zweifel.


Einen schönen Aufsatz darüber habe ich hier gefunden. Der Herr ist eindeutig ein Kenner der Materie, ich kenn ihn persönlich, er war zig Jahre Chef der Tonabteilung der DEFA in Babelsberg, später dann Studio Babelsberg.

http://www.tonfilmmuseum-babelsberg.de/ ... %20Web.pdf

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 Betreff des Beitrags: Re: Eure Videorecorder-Stories...
BeitragVerfasst: Di Sep 05, 2017 19:11 
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In dem Aufsatz macht der Satz "Abspielgeräte für ältere analoge AV-Formate und „schnell gestorbene“ Digital-Formate beschaffen und mit einlagern!" im Prinzip Sinn. Aber ist z.B. ein Videorecorder in einigen Jahrzehnten noch funktionsfähig, und sind die bis dahin oft unbrauchbaren Gummiteile noch beschaffbar? Und gibt es dann überhaupt noch Fernseher, die das Signal des Videorecorders darstellen können?

Lutz


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 Betreff des Beitrags: Re: Eure Videorecorder-Stories...
BeitragVerfasst: Di Sep 05, 2017 19:41 
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Zitat:
Aber ist z.B. ein Videorecorder in einigen Jahrzehnten noch funktionsfähig, und sind die bis dahin oft unbrauchbaren Gummiteile noch beschaffbar? Und gibt es dann überhaupt noch Fernseher, die das Signal des Videorecorders darstellen können?


Er empfiehlt ja auch das öftere Umspulen von magnetischen Material, ich denke mir das die "eingelagerten" Geräte dort Verwendung finden sollten. Aber was ist schon zu 100% sicher. Gibt es in Jahrzenten überhaupt noch die heutige Stromversorgung? Oder sind (wir) schon wieder mit Eselskarren unterwegs? Wenn ich mir die heutigen Umweltdiskussionen ansehe glaube ich fast daran, leider.......

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BeitragVerfasst: Mi Sep 06, 2017 19:27 
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 Betreff des Beitrags: Re: Eure Videorecorder-Stories...
BeitragVerfasst: Mi Sep 06, 2017 19:37 
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An Kopien, die jemand privat anfertigt, verdienen die Hersteller und Händler nichts. Im Gegenteil: je nachdem, was kopiert wird, gehr ihnen sogar Umsatz verloren, weil unter Umständen kein Original-Medium gekauft wird. Deshalb besteht generell überhaupt kein Interesse, so etwas - in welcher Form auch immer - zu unterstützen. Im Gegenteil, die Tendenz geht dahin, Kopieren so weitgehend wie möglich zu verhindern, wie man an den Kopierschutzmaßnahmen auch sieht.

Ich denke, es ist nur eine Frage der Zeit, bis man mit den dann aktuellen digitalen Mitteln überhaupt nichts mehr aufnehmen oder kopieren kann. Musik oder Filme kann man dann nur noch Online übers Internet beziehen, natürlich gegen Gebühr.

Das hat den Nebeneffekt, dass die Anbieter genau erfassen können, wer wann was hört oder sieht, und ihre Werbung noch besser "personalisieren" können.

Lutz


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 Betreff des Beitrags: Re: Eure Videorecorder-Stories...
BeitragVerfasst: Mi Sep 06, 2017 20:49 
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Kopieschutz für VHS gibt schon, nennt sich marcovision, der Regelung von Videorekorder bei Überspielen verrückt macht, der TV aber keine Problem mit Störung nähe Synchronsationsimpuls. Nur ganz wenige (alte) VHS Rekorder ist das tolerant (der ja laut JVC nun unerwünscht ist)

Gürss
Matt, der VHS nie wirklich möchtet und war froh, dass es vorbei ist.

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"Die Grenzen meine Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt."
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"Nur die Lüge braucht Stütze. Die Wahrheit steht von alleine aufrecht"
Thomas Jefferson

"Wer im Netz seinen Humor verliert, der hat schon verloren."


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