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Germanium Basteleien
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Seite 1 von 2

Autor:  radio-volker [ Do Mär 22, 2018 17:34 ]
Betreff des Beitrags:  Germanium Basteleien

Servus,
Hatte immer eine alte Endstufen Platine von einem uralten Bush-Radio, bestückt mit OC80 und 2 mal OC81 in der Endstufe. Da der OC80 einen Glasbruch hatte, musste ich den Transistor austauschen und tauschte die beiden laut rauschenden OC81 gleich mit. Ich habe AC151 und 2mal OC1072 montiert, jetzt rauscht es kaum noch. Aus Spass an der Bastelei habe ich dann mit Nagellack eine 2.Platine gefertigt und geätzt im Keller. Jetzt habe ich also einen kleinen Stereoverstärker, den ich der Schwiegertochter zum Betrieb ihrer kleinen Zusatz PC Lautsprecher (alte 8 Ohm Kompaktboxen mit Holzgehäuse) für ihr Netbook schenken werde. Das Ganze läuft ja mit 9V (Steckernetzteil) und ist daher spannungsmässig auch wesentlich ungefährlicher als ein kleiner Röhrenverstärker, zudem drei kleine Kinder im Haushalt herumlaufen.
Zur Sicherheit werden am Eingang zwei kleine Trenntrafos 1:1 eingebaut, da die Germaniumverstärker ja den Pluspol als Masse verwenden. Das ist heute nicht mehr kompatibel, da die Anlagen und PC ja alle den Minuspol als Masse verwenden, also um evt. Ärger zu vermeiden baue ich die kleinen Trenntrafos ein, dann ist potentialmässig alles genau definiert.

Bild

Solche kleinen Basteleien bringen mich immer um mehr als 40 Jahre zurück, als noch die Bücher von Heinz Richter, Dieffenbach usw. meine Elektronikbibeln waren und ich den ersten Leistungsverstärker mit OC16 baute!

Autor:  cerker [ Sa Apr 07, 2018 13:20 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Germanium Basteleien

Zitat:
Zur Sicherheit werden am Eingang zwei kleine Trenntrafos 1:1 eingebaut, da die Germaniumverstärker ja den Pluspol als Masse verwenden. Das ist heute nicht mehr kompatibel, da die Anlagen und PC ja alle den Minuspol als Masse verwenden, also um evt. Ärger zu vermeiden baue ich die kleinen Trenntrafos ein, dann ist potentialmässig alles genau definiert.


Solang du ein Steckernetzteil verwendest, welches ja in der Regel in Schutzklasse II ausgeführt ist und damit naturgemäß einen potentialfreien Ausgang bietet, ist das vollkommen unnötig. Bei Batteriebetrieb ebenfalls.

Autor:  RE 084 [ So Apr 29, 2018 18:03 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Germanium Basteleien

Hallo Volker,

ja, die alten Germanen !
Blöd nur, das hier immer irgend welche Zwischen- und Ausgangsübertrager nötig sind.
Die hat man nicht unbedingt im Fundus und so gammeln etliche Transistoren in dunklen
Schubladen vor sich hin. Eigentlich schade . Dazu habe ich auch selten irgend welche
Daten der Übertrager gesehen, mal davon ab, das die Trafobleche ja schon beim Ansehen
verbiegen und der Drahtdurchmesser weit unterhalb der Sichtbarkeit (in meinem Alter)
ist.

Gruß,
RE 084

Autor:  radio-volker [ So Apr 29, 2018 18:11 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Germanium Basteleien

Servus,
Ich probiere die einfach aus die Übertrager und richte mich dabei nach den DC Ohmwerten. Finde ich einen mit Ausgang 0,7 bis 0,8 Ohm ist, der für Lautsprecher.

Autor:  radio-hobby.de [ So Apr 29, 2018 20:59 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Germanium Basteleien

Hallo Volker,
Gute Idee mit den kleinen Trenntrafos, das erspart Dir wahrscheinlich alle Brummprobleme.

Viele Grüße
Georg N.

Autor:  Klarzeichner [ Mo Apr 30, 2018 5:05 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Germanium Basteleien

Hallo Volker,

da die Verstärkerchen ihre eigene Stromversorgung haben, sind die Eingangsübertrager überflüssig, es ist egal ob + oder - an Masse liegt.

Was mich aber interessiert: Nagellack? Malst du damit die Leiterbahnen? Das funktioniert mit dem Ätzen? Und wie bekommst du den dann wieder ab? Aceton?

Gruß
Stefan

Autor:  radio-volker [ Mo Apr 30, 2018 5:58 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Germanium Basteleien

Servus,
Also bei mir funktioniert das nicht, der Netbook Ausgang hat minus als Masse, die angeschlossenen Verstärkerchen haben plus an Masse, die Sache verzerrt und brummt. Mit den Eingangsübertragern ist alles sauberst.
Nagellack funktioniert besser als jeder spezielle Filzstift, der wird nicht unterkrochen und ist wesentlich resistenter, ich habe schon mal ein Platinchen eine ganze Nacht in der Ätzsosse drin gelassen, weil ich sie vergessen hatte. Ist nichts passiert. Entfernen tut man Nagellack mit Nagellackentferner, der ist Aceton haltig, reines Aceton hat hier Verkaufsverbot.

Autor:  Valvotek [ Sa Mai 05, 2018 16:52 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Germanium Basteleien

Hallo

Ich habe in meiner Wurschtelkiste gekramt und auch noch ein paar alte Germanen hervorgekramt.
(.....wollte nur mal meinen Senf dazugeben :mrgreen: )Mach Spaß,mit den Teilen ein bischen zu
experimentieren.

Gruß
Roman

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NF-Verstärker.jpg [ 131.58 KiB | 3837-mal betrachtet ]

Autor:  Gorbi! [ Mi Mär 20, 2019 11:40 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Germanium Basteleien

Hallo, Volker,
großartig, daß Du mit Germanium-Transistoren arbeitest.
Ein paar habe ich auch noch im Bestand. Seit ich ein Schaub-Lorenz Touring T20 repariert habe, wollte ich sie nicht weggeben, für den Fall daß wieder ein Transistor ausfällt.
Whiskers sind übrigens keine Legende. Ich habe einen Transistor sauber aufgeschnitten und sah die Zinkfäden vom Gehäuse (Becher) durch das Gel bis zu den Anschlußdrähten. Nach dem Entfernen der Whiskers und des Gels (mit feiner Pinzette und viel Fingerspitzengefühl) habe ich den Becher innen mit Klarlack versehen und von außen wieder an die Grundplatte gelötet. Neues Gel (z. B. Silikonfett) habe ich nicht aufgefüllt. Seitdem funktioniert der Transistor einwandfrei.
Gruß
Michael

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Germanium-Bauteile.jpg [ 162.51 KiB | 1675-mal betrachtet ]

Autor:  radio-volker [ Mi Mär 20, 2019 12:17 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Germanium Basteleien

Servus,
Ich benutze die auch noch, verwende die als Treiber für 7 Segment Anzeigen in Eigenbau DVM.

Autor:  radio-volker [ Mi Mär 20, 2019 12:29 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Germanium Basteleien

Servus,
Ich suche noch Daten zum TeKaDe Transistor GFT 32/15B, hat da jemand etwas?

Autor:  andreas1962 [ Mi Mär 20, 2019 20:37 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Germanium Basteleien

Hallo Volker,

in dem Arlt Bauelemente-Heft 4/65 zur Hannover-Messe 1965 finde ich auf Seite137:

TKD GFT32/15
Grenzwerte Ptot 150mW bei 45°C, U Kollektor-Basis 15V, U Kollektor-Emitter 7,5V, U Emitter 10V, I Kollektor 300mA, Grenzfrequenz 0,5 MHz
Stromverstärkung ß bei 25°C = 27-44

mal eben abgetippt. Wenn Du die Übersicht über alle TEKADE GFT-Typen haben möchtest, scanne ich die Seiten ein und maile Sie Dir zu.

Viele Grüße


andreas

Autor:  radioschrat [ Mi Mär 20, 2019 20:53 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Germanium Basteleien

radio-volker hat geschrieben:
Also bei mir funktioniert das nicht, der Netbook Ausgang hat minus als Masse, die angeschlossenen Verstärkerchen haben plus an Masse, die Sache verzerrt und brummt.


Seltsam. Hier laufen zwei Servosound-Anlagen aus Tuner, Vorverstärker, Plattenspieler und Aktivboxen aus den 60er Jahren. Mischbestückung aus Silizium und Germanium, außer dem Tuner alle Plus an Masse, weit und breit kein Ein- oder Ausgangsübertrager. Völlig brumm- und verzerrungsfrei.

Ralf

Autor:  radio-volker [ Mi Mär 20, 2019 21:12 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Germanium Basteleien

Servus Andreas!
Danke für die Daten! Ich habe nur diesen GFT Typ, eine Tüte voll. Werde die als Treiber für 7 Segment Anzeigen verwenden, für meine DVM, die ich immer mit C520 und D348 baue.

Autor:  radio-volker [ Fr Mär 22, 2019 7:57 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Germanium Basteleien

Servus,
Das mit den alten Germanium Transistoren GFT 30/15 von TeKaDe liess mir keine Ruhe. Ich musste einfach schnell ein Digital Voltmeter zusammen löten. Und siehe da, sie arbeiten hervorragend als Treiber.

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