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 Betreff des Beitrags: Wellenjagd digital
BeitragVerfasst: Mo Aug 14, 2017 16:47 
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Seit Ende der 80er Jahre besitze ich eine drehbare Sat-Schüssel mit 1,25 m Durchmesser, die ich aber seit Abschaltung des analogen Sat-TV nicht mehr benutzt habe. Schon lange wollte ich sie auf Digital-Empfang umrüsten. Allerdings sind mir die dafür benötigten Komponenten zu teuer. Ich bräuchte einen speziellen Receiver und eine neue Drehvorrichtung, die dann womöglich mechanisch nicht zu der Schüssel passt.

Vor einiger Zeit hatte ich eine Idee, wie ich das einfacher lösen könnte: Am Diseqc-Schalter, den ich für den Empfang von Astra und Hotbird zwischen Receiver und Standard-Schüssel geschaltet habe, sind noch zwei Eingänge frei. Das Drehen der Schüssel ist über eine Gleichspannung möglich. Also könnte, wenn ich den alten LNB durch einen Universal-LNB ersetze, etwas gehen.

Heute habe ich das einmal ausprobiert.

Zuerst habe ich den LNB ersetzt. Das war mit etwas mechanischer Bearbeitung der Halterung verbunden, denn der alte LNB hatte einen Halsdurchmesser von 23 mm, der neue von 40 mm.

Vorläufig habe ich das Koaxialkabel direkt mit dem Sat-Reciver verbunden, ohne den Diseqc-Schalter, aber mit einem Pegelmesser dazwischen. Mit einem 12V-Netzgerät konnte ich nun manuell den Satelliten Astra 1 anfahren. Das klappte einwandfrei, also sind der (gebrauchte) LNB und das Kabel in Ordnung.

Dann drehte ich die Schüssel weiter nach Osten. Das zweite Pegelmaximum, das ich östlich vom Astra 1 fand, war der Astra 2, auf dem viele englische Programme übertragen werden. Den Receiver programmierte ich so, dass er auf dem Eingang 3 des Diseqc-Schalters diesen Satelliten erwartet, und ließ den Sendersuchlauf durchlaufen. Er fand in Einstellung "nur freie Sender suchen" rund 350 Fernsehprogramme.

Darunter sind, wie bei Astra 1 und Hotbird auch, etliche Programme, die zwar verschlüsselt, aber nicht als solche gelennzeichnet sind, und Radiosender, die als Fernsehprogramme übertragen werden. Zieht man nun noch die doppelten ab, bleiben etwa 200 Fernsehprogramme übrig.

Aber sehenswert sind davon nur maximal etwa 20. Viele sind, wie auch ein großer Teil der Programme auf Hotbird, in arabisch. Außerdem sind etliche Verkaufssender und Telefonsex-Werbesender dabei. Von den 832 Fernsehprogrammen, die ich nun insgesamt empfangen kann, sind ca. 80% Schrott und/oder in für mich völlig unverständlichen Sprachen.

Als nächstes werde ich weitere Satelliten ausprobieren. Auf Eutelsat 5° West gibt es zahlreiche französische Programme. Auf Astra 4,8° Ost und Thor 0,8° West gibt es eine Anzahl skandinavischer Programme, die viele Filme im Original mit Untertiteln senden, leider sind die allermeisten verschlüsselt. Die übrigen Satelliten sind weitgehend uninteressant, weil dort kaum Programme gesendet werden, die ich verstehen könnte.

Problem dabei: Der Receiver lässt sich nicht so programmieren, dass er auf einem Eingang des Diseqc-Schalters mehrere Satelliten empfangen kann. Also wird es wohl darauf hinauslaufen, dass ich zwar zunächst einen Suchlauf durchführe, aber die gefundenen Sender mit ihren Frequenzen und sonstigen Parametern dann manuell zu der Senderliste hinzufügen muss.

Lutz


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 Betreff des Beitrags: Re: Wellenjagd digital
BeitragVerfasst: Mo Aug 14, 2017 17:20 
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röhrenradiofreak hat geschrieben:
Von den 832 Fernsehprogrammen, die ich nun insgesamt empfangen kann, sind ca. 80% Schrott und/oder in für mich völlig unverständlichen Sprachen.


Einspruch, euer Ehren :mrgreen:
Das "Schrott-Level" ist beträchtlich höher :twisted:
20% wären ca. 166 Sender, ich habe zwar "nur" ca. 650 Sender, aber sehenswerte Anteil davon liegt für mich irgendwo bei 2-3 %

Ich würde heutzutage garnicht mehr mit drehbaren Schüsseln experimentieren. Am Ende bekommt man nur noch mehr Schrott rein.
Ich hatte früher mal ein "schielendes LNB" an einer großen Schüssel, um einen weitenren Sat über ein 2. LNB mit reinzubekommen, nach einer Weile stellte sich dann aber die Frage nach dem wozu.
Mit Umstellung auf digitales LNB hab ich das schielende Auge abgemacht. Mit der Umstellung auf Digital, kam auch der Drang zum Abkassieren durch Verschlüsseln. Der Unterhaltungswert des heutigen freien TV rechtfertigt ein "mehr davon" in keiner Weise mehr.
Wirklich gute, auch english-sprachige Programme sind fast immer verschlüsselt. Wirklich schlechte brauch ich nicht aus dem Ausland, davon bekomme ich genug in Landessprache serviert :twisted:

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lg Karsten

Erfahrungen sind etwas ganz tolles, leider macht man sie immer erst kurz nachdem man sie gebraucht hätte...


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 Betreff des Beitrags: Re: Wellenjagd digital
BeitragVerfasst: Mo Aug 14, 2017 17:51 
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Nun ja, die große Schüssel ist halt vorhanden. Warum sollte ich dann etwas anderes nehmen? Vielleicht finde ich ja damit den einen oder anderen exotischen Satelliten, dessen Ausleuchtzone gar nicht für Mitteleuropa gedacht ist. Wie im Winter 1990/91, da habe ich die Ankündigung von George Bush, gegen den Irak Ernst zu machen, über den Satelliten PanAmSat auf CNN live gesehen. In Deutschland und Umgebung konnte damals kaum jemand CNN empfangen.

Mit den 20% meinte ich nicht, dass ich alle diese Programme sehenswert finde, sondern eher, dass die Chance besteht, dass dort auch einmal etwas laufen könnte, was es sich anzusehen lohnt. Den Anteil Sendungen, die ich mir überhaupt ansehen würde, kann man nicht einmal in Promille ausdrücken. Oder anders gesagt: Früher konnten wir hier 5 Fernsehprogramme empfangen. Egal, wie viele es heute sind, die absolute Anzahl Sendungen, die ich sehenswert finde, hat nicht zugenommen. Ich sehe sowie kaum fern, diese Bastelei habe ich nur aus technischer Neugier gemacht, und weil sie nichts gekostet hat.

Lutz


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 Betreff des Beitrags: Re: Wellenjagd digital
BeitragVerfasst: Mo Aug 14, 2017 18:43 
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Wenn es dir Spass macht, einfach testen was machbar ist :wink:
und wenn die Schüssel groß genug ist kannst du damit zumidest Satelitten empfangen die im Grenzbereich liegen. Mehr aber auch nicht.
Neben den gängigen Mitteleuropäischen sind das nur eine Handvoll. Die Möglichkeiten sind leider darauf begrenzt, ob deine Schüssel zumindest noch im Randbereich der Ausleuchtungszone des jeweiligen Satelliten steht. Mehr bringt auch eine noch größere Schüssel nicht.
Ob sich das lohnt Türksat oder Arabsat grade noch reinzubekommen, musst du selber entscheiden :mrgreen:

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lg Karsten

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 Betreff des Beitrags: Re: Wellenjagd digital
BeitragVerfasst: So Aug 20, 2017 9:58 
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So eine alte Drehanlage habe ich auch noch in Gebrauch.

Der alte analoge Sat-Receiver mit integrierten Positionierer wird nur noch zum drehen der Antenne gebraucht.
Das LNB geht über ein DiSEqC-Relais zu einem Digitalreceiver. Über Position A empfange ich Astra 19° über einen fest stehenden Spiegel und über Position B ist die Drehanlage angeschlossen. Dabei geht es mir nicht nur um die TV-Sender, sonder auch mal um Radio über andere Satelliten zu empfangen.
Dateianhang:
sat.JPG

Gruß Ralf


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 Betreff des Beitrags: Re: Wellenjagd digital
BeitragVerfasst: So Aug 20, 2017 10:33 
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Im Oktober 1994 - ich bekam gerade mein drittes Lehrlingsgehalt - machte ich mich auf den Weg vom Ausbildungsbetrieb zu Fuß zum Blödia-Markt um mir eine Sat-Antenne zu kaufen. Der Receiver hatte 99 Speicherplätze, die Schüssel war eine 90cm Offset und das ganze kostete rund 400 DM.
Zufällig sah mich nach dem Einkauf ein Nachbar und nahm mich die 13km mit seinem Kastenwagen mit nach Hause. Dort angekommen begann ich sofort mit der Montage der Schüssel am Balkongeländer des 1. OGs im Elternhaus. Endlich konnte ich sehen, was ich wollte.
Als Leser der "Infosat" wurde ich schnell neugierig, was denn da sonst noch so auf den Wellen rumschwirrte. So wanderte ich ständig vom Fernseher zum Balkon, bewaffnet mit einem 10er Schlüssel und drehte fleißig die Antenne hin und her.
Ein Freund verkaufte mir einen Stolle-Rotor, der eigentlich für terestrische Antennen ausgelegt ist und dann mit meiner Schüssel kombiniert wurde. Das ermöglichte mir nun alle deutschen Fernsehprogramme zu sehen, die auch im Kabel verfügbar waren. Als MTV sein Angebot auf Astra verschlüsselte, strahlten sie das gleiche Programm noch eine Zeit lang unverschlüsselt auf Eutelsat aus. Irgendwann wanderten auch die letzten Programme auf Astra, wurden ganz verschlüsselt oder verschwanden, und so baute ich den Rotor nach Anschaffung eines Digitalreceivers wieder ab, nachdem ich zwischenzeitlich noch schielend montiert ein 12,5 GHz LNC über Umschaltrelais eingebaut hatte.
Das Fernsehn wurde durch den Satellitenempfang noch einmal richtig spannend: Kopernikus, Astra, Eutelsat und was da noch so rumschwirrte... Die jagd nach Überspielungen ("Feeds"), oder Fußballspiele auf dem Zuspielsatelliten unverschlüsselt... meist ging es mir nicht um den Inhalt, sondern eher um das Suchen und Experimentieren.
Auf diversen Satelliten sind ja heute noch Feeds zu finden, aber da ich in Miete Wohne kann ich so eine Anlage leider nicht installieren. Ich müsste eine feste Multisat-Lösung finden, dazu bräuchte ich dann allerdings Umschalter um müsste Leitungen verlegen.

Nach meiner Erfahrung ist die Qualität der Sendungen in Summe schlechter geworden und hat sich auch noch auf immer mehr Programme verteilt - ist also stark verwässert worden...

Meinen Anflug von Nostalgie bitte ich zu entschuldigen :)

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Gruß,
Daniel


Baden Baden, Beromünster, Paris, Rom…
...Eine ganze Welt ist auf der Skala des SABA-Empfängers vereint


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 Betreff des Beitrags: Re: Wellenjagd digital
BeitragVerfasst: So Aug 20, 2017 11:39 
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SABA78 hat geschrieben:
Nach meiner Erfahrung ist die Qualität der Sendungen in Summe schlechter geworden und hat sich auch noch auf immer mehr Programme verteilt - ist also stark verwässert worden...
Meinen Anflug von Nostalgie bitte ich zu entschuldigen :)


Das kann ich vollkommen nachvollziehen. Ich bin östlich der großen Mauer großgeworden, mit 3 Fernsehsendern. Die Freiheit, sich die weite Welt der Information ins Haus zu holen ließ auch mich mit diversen Drehschüsseln experimentieren :mrgreen: Zu Zeiten von analogen Sat war das jedenfalls ein schönes Hobby.
Früher wurde man überflutet mit Sendervielfalt, Heute im Digitalschrott-Zeitalter bekommt man zwar immer mehr Sender aber immer weniger frei empfangbare.
Pay per View, ist der Schlüssel zum abkassieren. Und ist nicht verschlüsselt, dann bekommt man extrem wenig "Inhalt" zwischen den langen Werbeblöcken :roll:

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lg Karsten

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 Betreff des Beitrags: Re: Wellenjagd digital
BeitragVerfasst: So Aug 20, 2017 13:39 
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SABA78 hat geschrieben:
Im Oktober 1994 - ich bekam gerade mein drittes Lehrlingsgehalt - machte ich mich auf den Weg vom Ausbildungsbetrieb zu Fuß zum Blödia-Markt um mir eine Sat-Antenne zu kaufen. Der Receiver hatte 99 Speicherplätze, die Schüssel war eine 90cm Offset und das ganze kostete rund 400 DM... Endlich konnte ich sehen, was ich wollte...

So ähnlich war das bei mir auch, aber es war 1989 und die Anlage war eine Drehanlage für 899 DM, damals ein sehr günstiges Sonderangebot. Beim Aufbau passten einige mechanische Teile nicht zusammen, die richtigen Winkel von Drehachse und Spiegel waren erst nach Anfertigung zusätzlicher Teile einstellbar, aber danach gab es auf Anhieb über 100 Programme.
SABA78 hat geschrieben:
Nach meiner Erfahrung ist die Qualität der Sendungen in Summe schlechter geworden und hat sich auch noch auf immer mehr Programme verteilt - ist also stark verwässert worden...

... und sie wurden nur zu dem Zweck produziert, auf möglichst billige Weise die Lücken zwischen den Werbeblöcken zu füllen (sofern es diese noch gibt: Die Sender, die nur noch Werbung ausstrahlen, werden immer mehr). Ob sie irgendwelchen Informationsgehalt oder ein Mindestmaß an Qualität haben, ist den Machern meist scheinbar egal. Die öffentlich-rechtlichen Sender, die schließlich von unseren Rundfunkgebühren leben, agieren leider genauso, weil sie meinen, den privaten Sendern auf diese Weise Konkurrenz machen zu müssen.

Lutz


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 Betreff des Beitrags: Re: Wellenjagd digital
BeitragVerfasst: So Aug 20, 2017 16:40 
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Nachträglich muss ich den Anstalten Danken, :danke: die ihre Programme über DVB-T-2 eingestellt haben. 100 % Mist
Das aber ist meine persönliche Meinung...Nicht verallgemeinert! :hello:
Dafür Zittert jetzt HD öfters. Aber für die Tagesschau und Hessenschau ist es gut. Mal sehen wann DVB-T 2 abgeschaltet wird...... :|

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Der Arbeitsplatz
http://up.picr.de/9757217ajq.jpg
Die Homepage
http://www.oldradio.de.tl/Home.htm

"Sag nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.“

Matthias Claudius


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 Betreff des Beitrags: Re: Wellenjagd digital
BeitragVerfasst: So Aug 20, 2017 18:18 
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Die terrestrische Versorgung in unserer Gegend war schon mit dem bisherigen DVB-T dürftig. Für einen stabilen Empfang des "Überall-Fernsehens" benötigte man eine leistungsfähige Antenne unter oder auf dem Dach. Mit DVB-T2 ist es noch schlechter geworden, weil ein Sender entfallen ist, der u.a. die Nordhälfte unseres Landkreises versorgte. Dort ist nun weitgehend "Tal der Ahnungslosen". Die dort lebenden ca. 30.000 Menschen sind wohl zu wenige, als dass es sich für die Anbieter lohnen würde.

Lutz


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BeitragVerfasst: So Aug 27, 2017 8:30 
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 Betreff des Beitrags: Re: Wellenjagd digital
BeitragVerfasst: So Aug 27, 2017 17:57 
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An den Empfangsgeräten für digitales Fernsehen, egal ob terrestrisch oder für Sat-TV, fehlt eine Pegelanzeige. Damit könnte man feststellen, welches die optimale Antennenausrichtung ist, wie groß die Empfangsreserve ist und so weiter. Die Balkenanzeige am Receiver taugt dafür aus zwei Gründen nicht: Erstens zeigt sie nicht den Pegel an, sondern eine Art Bitfehlerrate, die nicht nur vom Pegel abhängt. Zweitens reagiert sie oft derart verzögert, dass es fast unmöglich ist, danach eine Antenne zu optimieren.

Für Sat-Anlagen gibt es preiswerte Pegelmesser, die trotz nicht kalibrierter Anzeige beim Ausrichten einer Sat-Antenne sehr hilfreich sind. Für DVB-T habe ich so etwas noch nicht gesehen (von professionellen, entsprechend teuren Antennenmeßgeräten abgesehen).

Zu Analog-TV-Zeiten habe ich einen tragbaren Fernseher mit einem Pegelanzeiger ausgestattet. Der ist auch jetzt noch für DVB-T bzw. DVB-T2 brauchbar, allerdings zeigt er nur den Pegel an, ohne Bild und Ton. Aber immerhin.

Mit dem alten DVB-T habe ich im Vergleich dieses "Messfernsehers" zu drei Receivern Werte ermittelt, die für stabilen Empfang erreicht werden müssen, und kann auch Reserven abschätzen. Das war sehr hilfreich, alle DVB-T1-Antennen, die ich danach aufgebaut habe, funktionierten bis zur Abschaltung störungsfrei - obwohl einige Receiver nur eine Signalqualität von etwa 50% anzeigten! Das beweist, dass die Anzeigen an den Receivern unbrauchbar sind.

Für DVB-T2 muss ich die Anzeige bei nächster Gelegenheit neu "eichen". Bisher war mangels DVB-T2-Receiver keine Gelegenheit dazu. Bisher weiß ich nur, dass sich der Signalpegel, der von den Sendern in der Umgebung bei mir ankommt, bei der Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 nicht geändert hat (abgesehen davon, dass ein Sender abgeschaltet wurde, siehe oben). Was das für die Empfangsqualität bedeutet, weiß ich noch nicht.

Apropos Verantwortliche: Gestern erzählte mir eine Bekannte von ihrem Reinfall mit DVB-T2. Sie hat sich kürzlich im Geiz-ist-geil-Markt einen Receiver gekauft, einschließlich 1 Jahr Freenet-TV (gegen Aufpreis). Vor ein paar Tagen war plötzlich Schluss mit dem Empfang der Privaten. Nach stundenlangem Warten in diversen Hotlines steht nur fest, dass sich niemand dafür verantwortlich hält: weder der Elektronikmarkt, noch der Service der Receiver-Marke, noch Freenet. Das einzige, was man ihr anbot, war ein weiteres Abo für 1 Jahr gegen Zahlung von 69 Euro. So eine unverschämte Abzocke! Sie wird den Receiver nun zurückgeben und ihr Geld zurückverlangen.

Lutz


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 Betreff des Beitrags: Re: Wellenjagd digital
BeitragVerfasst: Do Sep 14, 2017 14:03 
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Registriert: Mi Mai 03, 2017 13:55
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SABA78 hat geschrieben:
Das Fernsehn wurde durch den Satellitenempfang noch einmal richtig spannend: Kopernikus, Astra, Eutelsat und was da noch so rumschwirrte... Die jagd nach Überspielungen ("Feeds"), oder Fußballspiele auf dem Zuspielsatelliten unverschlüsselt... meist ging es mir nicht um den Inhalt, sondern eher um das Suchen und Experimentieren.


Und Dr.DishTV war damals ein beliebtes Ziel für uns DXer genauso wie die Zeitschrift TeleSatellite International.
Spaß kann man heute mit einer Drehanlage immer noch haben. Entweder auf dem L-Band oder mit einem in die Koaxleitung eingeschleusten SDR USB-Stick für 10 bis 20 Euro. Dabei wird man sehen wieviele Transponder-Hijackes es auch auf normalen TV-Vögeln gibt. Sehr schmalbandige Übertragungen an den Transponderrändern in fast allen Betriebsarten die man so kennt. Es gibt aber auch legalen AFU-Payload auf einigen Satelliten, siehe http://dl3jin.de/10ghz_rx.htm

Und Inmarsat lese ich auch heute noch gerne mit. :super:


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