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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Monitor Signal "vorgaukeln"

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 Betreff des Beitrags: Monitor Signal "vorgaukeln"
BeitragVerfasst: Di Mai 08, 2018 20:16 
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Hallo zusammen!
Ich habe aktuell ein etwas spezielleres "Problem", vielleicht kann mir aber trotzdem jemand weiterhelfen.

Meinem Freund ist leider vor einiger Zeit sein PC-Monitor auf einen geöffneten Leitz-Ordner umgefallen, und zwar direkt auf die Metallbögen in der Mitte, in die man das Papier einheftet. Nach dem aufstellen und dem Einschalten zeigte sich leider, dass das LCD-Panel beschädigt war, es ist ein Riss im Panel und der Bildschirm zeigt kein vernünftiges Bild mehr, alles ist bunt und von Bildfehlern übersät.
Nun hat er mich gefragt, ob man mit dem Bildschirm noch etwas vernünftiges machen könnte, außer ihn zu entsorgen. Mir ist dann die Idee gekommen, die Schicht mit dem LCD-Panel zu entfernen und dann den Monitor mit der Hintergrundbeleuchtung als Lampe zu verwenden.
Nach dem Zerlegen des Monitors zeigte sich, dass die LCD-Schicht tatsächlich sehr einfach entfernbar ist und die Hintergrundbeleuchtung noch einwandfrei funktioniert und ohne die LCD-Schicht auch ziemlich hell ist.

Nun gibt es aber ein Problem: der Monitor geht, wenn kein Signal angeschlossen ist, nach einiger Zeit in den Standby-Modus, wodurch die Hintergrundbeleuchtung ausgeschaltet wird, was bei der Benutzung als Lampe natürlich eher suboptimal ist.
Man kann den Monitor zwar durch Drücken des Menüknopfes wieder einschalten, aber alle paar Minuten den Knopf zu drücken ist auf Dauer ziemlich nervig.

Nachdem wir uns die Steuerplatine für die LED-Hintergrundbleuchtung etwas genauer angesehen haben, haben wir festgestellt, dass die Ansteuerung deutlich komplizierter ist, als wir zunächst dachten. Ein separates Netzteil für die Beleuchtung zu bauen wäre ziemlich kompliziert, da die Beleuchtung anscheinend mehrere spezielle Steuersignale braucht, um zu arbeiten. Deshalb haben wir diese Idee verworfen.

Auch die Idee, den Menüknopf über einen Mikrocontroller alle paar Minuten über einen Transistor zu "drücken" hat nicht geklappt, da beim drücken des Knopfes der Timer bis zum Ausschalten nicht resettet wird. Drückt man den Knopf bspw. nach vier Minuten, geht der Monitor trotzdem eine Minute später aus, obwohl der Knopf gedrückt wurde. Der Monitor geht also nicht 5 Minuten nach dem letzten Drücken des Knopfes aus, sondern wenn 5 Minuten kein Signal anliegt.

Wir haben noch eine Weile experimentiert und sind zu keinem richtigen Ergebnis gekommen.

Schließt man ein Eingangssignal an den Monitor an (z.B. Laptop, DVD-Player...), dann bleibt der Monitor und somit auch die Hintergrundbeleuchtung natürlich eingeschaltet.
Nun möchten wir aber nicht extra einen DVD-Player oder etwas ähnliches "verschwenden", nur, damit der Monitor und die Hintergrundbeleuchtung eingeschaltet bleiben.

Nun wäre die Frage, ob es möglich ist, dem Monitor ein Eingangssignal "vorzugaukeln". Der Monitor muss ja irgendwie erkennen, dass eine Signalquelle angeschlossen ist und sich dann einschalten und auch eingeschaltet bleiben.
Der Monitor hat einen VGA und einen HDMI-Anschluss.
Wir haben mal testweise an Pin 9 am VGA-Eingang 5V aus einem 7805 Spannungsregler angeschlossen, da wir beim betrachten des Pinouts festgestellt haben, dass diese 5V vom Computer kommen und wir vermutet haben, dass sich damit der Monitor einschaltet. Das war leider nicht der Fall.

Wir würden uns sehr freuen, wenn uns jemand einen Tipp geben könnte, wie wir den Monitor austricksen könnten, damit er dauerhaft eingeschaltet bleibt. Natürlich ist das nicht der eigentliche Verwendungszweck, aber da wir den Monitor nicht reparieren können und wir ihn ansonsten entsorgen würden, würden wir das gerne noch probieren.
Welcher Anschluss verwendet wird wäre uns egal, wir können etwas an den HDMI oder VGA-Anschluss anschließen.

Im Internet finden sich viele "Dummy-Kabel", die sind aber alle für Grafikkarten gedacht, an die kein Monitor angeschlossen werden soll, aber dennoch die volle Auflösung über bspw. TeamViewer möglich sein soll.

Wir würden uns über Antworten freuen!

Gruß
Marvin

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 Betreff des Beitrags: Re: Monitor Signal "vorgaukeln"
BeitragVerfasst: Di Mai 08, 2018 20:44 
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Kannst du Foto von Steuerplatine machen ? So gut, dass man IC Bezeichnung lesen kann.

Da müsste sowieso paar Pin auf VCC bzw GND anlöten, das war es.

Grüss
Matt

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 Betreff des Beitrags: Re: Monitor Signal "vorgaukeln"
BeitragVerfasst: Di Mai 08, 2018 21:14 
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Hallo Matt,
vielen Dank für deine schnelle Antwort.
Ich habe mal versucht, ein paar Fotos zu machen, auf denen man die Bezeichnungen lesen kann.
Da ich die Fotos im Forum stark hätte verkleinern müssen, habe ich sie stattdessen in meine Dropbox hochgeladen, wo du sie dir anschauen kannst.
Hier der Link: https://www.dropbox.com/sh/evpqgfj7ca10 ... h2eIa?dl=0

Bei dem Foto "Schrägansicht" kann man die Bezeichnung von den 8-Pin SOIC ICs gut lesen, aber die anderen Bezeichnungen eher schlecht. Deshalb habe ich auch mehrere Fotos direkt von oben gemacht und auch etwas nähere Fotos vom linken und rechten Teil der Platine.

Das breite Kabel auf der rechten Seite geht zum LCD. Das Kabel unten links geht zum Ein- und Ausschalter und das Kabel oben rechts geht zu den LEDs.
Vor der Buchse auf dem Board kann man auch ein paar Lötpunkte finden, die mit VLED und LED1, LED2... bezeichnet sind.

Ich hoffe, du kannst damit etwas anfangen. Ansonsten melde dich nochmal, dann versuche ich nochmal, ein Foto von dem passenden Teil der Platine zu machen.

Gruß
Marvin

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 Betreff des Beitrags: Re: Monitor Signal "vorgaukeln"
BeitragVerfasst: Di Mai 08, 2018 21:41 
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Moin

Sowas hab ich nicht erwartet.

Ich habe eher Spannungswandler-IC oder ähnlich erwartet. Zentrale IC steuert es tatsächlich an.
Damit ist es nichts mit tricksen, leider. Nichtmal Datenblatt für diese Samsung-IC finde ich.


Aber es spricht nicht dagegen, ganze Mimik rauswerfen und per eigenbau-Netzteil einspeisen,oder?
Bevor du Mimik rauswirft, misst mal Spannung an LED ( auf Foto, obenlinks, Stecker)
Ich denke mal 35V.

Grüss
Matt

PS: normalweise klicke ich NICHT auf Dropbox (da ich ihre träge Seite mit behinderte Zoomfunktion hasse) Aber deine Argument ist volltreffend.

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 Betreff des Beitrags: Re: Monitor Signal "vorgaukeln"
BeitragVerfasst: Mi Mai 09, 2018 15:06 
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BugleBoy hat geschrieben:
Sowas hab ich nicht erwartet.

Ich habe eher Spannungswandler-IC oder ähnlich erwartet. Zentrale IC steuert es tatsächlich an.
Damit ist es nichts mit tricksen, leider. Nichtmal Datenblatt für diese Samsung-IC finde ich.


Alles klar, trotzdem Danke für deine Bemühungen!
Die Platine ist wirklich sehr kompliziert aufgebaut, auch für die anderen ICs findet man keine Datenblätter, nur Links zu chinesischen Shops.

BugleBoy hat geschrieben:
Aber es spricht nicht dagegen, ganze Mimik rauswerfen und per eigenbau-Netzteil einspeisen,oder?
Bevor du Mimik rauswirft, misst mal Spannung an LED ( auf Foto, obenlinks, Stecker)
Ich denke mal 35V.

Wie gesagt, die Steuerung ist auch eher ungewöhnlich aufgebaut.

An Pin 3 und 4 des Steckers liegen jeweils 51 V an, an den anderen Pins liegen Steuerspannungen mit 1,4V an. Diese Spannungen sind Sägezahnsignale, wie ich mit dem Oszilloskop feststellen konnte.
Ein Eigenbau-Netzteil wäre somit auch eher kompliziert zu entwerfen.

Ich weiß außerdem nicht, ob es sich um ein Konstantstrom oder Konstantspannungsnetzteil handelt.

BugleBoy hat geschrieben:
PS: normalweise klicke ich NICHT auf Dropbox (da ich ihre träge Seite mit behinderte Zoomfunktion hasse) Aber deine Argument ist volltreffend.

Ich dachte immer, die Seite ist nur so träge, weil mein Internet hier so langsam ist.
Aber im Forum hätte man aber wirklich gar nichts erkennen können, wenn ich das Bild auf 180kB verkleinert hätte.

Vielen Dank für deine Bemühungen!

Gruß

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Marvin
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 Betreff des Beitrags: Re: Monitor Signal "vorgaukeln"
BeitragVerfasst: Mi Mai 09, 2018 16:29 
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Hallo Marvin,
hast Du mal versucht, den "Menüknopf" dauerhaft gedrückt zu lassen?
Viele Grüße
Georg

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Ein guter Irrtum braucht solide Fehlannahmen. :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Monitor Signal "vorgaukeln"
BeitragVerfasst: Mi Mai 09, 2018 19:25 
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Das Bild zeigt das Signalboard. Das Netzteil ist nicht abgebildet. Normalerweise gibt es ein oder mehrere Steuersignale vom Signalboard zum Netzteil, die letzterem mitteilen, wann es im Vollbetrieb und wann im Standby-Modus arbeiten soll und wann die Hintergrundbeleuchtung eingeschaltet sein soll. Diese Signale gilt es zu finden. Es sind Gleichspannungspegel auf Leitungen zwischen Signalboard und Netzteil, meist 0V/5V oder 0V/3,3V. Also würde ich an den Leitungen messen, ob solche Signale zu finden sind und wann sie "High" bzw. "Low" sind. Vielleicht stehen an einem der Stecker auch Bezeichnungen dran, die die Suche erleichtern.

Ist die Leitung gefunden, wäre der erste Schritt, sie aufzutrennen. Manchmal reicht das schon, damit Netzteil bzw. Hintergrundbeleuchtung anbleiben. Ansonsten den entsprechenden Spannungspegel auf die Leitung zum Netzteil geben, sicherheitshalber mit einem zwischengeschalteten Widerstand (ca. 1 k Ohm), damit nichts kaputt geht.

Lutz


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 Betreff des Beitrags: Re: Monitor Signal "vorgaukeln"
BeitragVerfasst: Mi Mai 09, 2018 20:04 
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LED erfordert immer Konstantstrom.


51V. das ist etwas menge.. aber man kann mit 24V Trafo und Delon-Gleichrichter doch locker 60V Gleichspannung erzeugen und dann schliesst du einfach über Widerstand LED dran.

Sägenzahnspannung, das ist pausibel, da LED Spannungserzeugung über Schaltregler mit sehr sparsame Ausgangskapazität erzeugt wird.

Ja, deine Argument mit 180kB und mangelhafte Erkennung/ Bildqualität für solchere Fall ist vollkommend richtig.
Für Gerätfoto reicht meist 180kB.


@Lutz: Netzteil ist warscheinlich so genannte "Laptop"-Netzteil.
Ich habe Leiterbahnen von oben linke Stecker (ist für LED) verfolgt und der ging zu zentrale grosse IC .

Grüss
Matt

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 Betreff des Beitrags: Re: Monitor Signal "vorgaukeln"
BeitragVerfasst: Mi Mai 09, 2018 21:38 
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Dann läuft das Netzteil, sofern man nicht den Stecker zieht, ständig voll, auch wenn der Monitor in Standby steht. Das ist eine Energieverschwendung, die verboten gehört. Das nur am Rande.

Also ist das ein Monitor mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Das ändert nichts daran, dass es ein Steuersignal geben muss, das diese ein- und ausschaltet. Da das nicht im Netzteil stattfindet, ist das Steuersignal irgendwo auf dem Signalboard zu finden - ohne Schaltplan zugegebenermaßen sehr schwierig.

Was die Höhe der Spannung betrifft: Bei solchen Beleuchtungen sind meist viele LEDs in Reihe geschaltet, da kann 51 V durchaus hinkommen. Bei größeren Bildschirmen (Fernseher) liegt diese Spannung oft im Bereich von 100 V.

Lutz


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 Betreff des Beitrags: Re: Monitor Signal "vorgaukeln"
BeitragVerfasst: Mi Mai 09, 2018 21:54 
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radio-hobby.de hat geschrieben:
hast Du mal versucht, den "Menüknopf" dauerhaft gedrückt zu lassen?


Nein, das habe ich noch nicht versucht. Ich werde das morgen mal ausprobieren, vielleicht kommen wir damit zum Ziel.

röhrenradiofreak hat geschrieben:
Das Bild zeigt das Signalboard. Das Netzteil ist nicht abgebildet.

Wie Matt schon vermutet hat, handelt es sich beim dem Netzteil um eine Art Laptop-Netzteil, also ein Kabel mit einem "Klotz" im Kabel.
Und ja, das Netzteil läuft weiter, auch, wenn der Monitor ausgeschaltet ist (wenn man im Standby von Ausgeschaltet sprechen kann).

röhrenradiofreak hat geschrieben:
Normalerweise gibt es ein oder mehrere Steuersignale vom Signalboard zum Netzteil, die letzterem mitteilen, wann es im Vollbetrieb und wann im Standby-Modus arbeiten soll und wann die Hintergrundbeleuchtung eingeschaltet sein soll. Diese Signale gilt es zu finden. Es sind Gleichspannungspegel auf Leitungen zwischen Signalboard und Netzteil, meist 0V/5V oder 0V/3,3V. Also würde ich an den Leitungen messen, ob solche Signale zu finden sind und wann sie "High" bzw. "Low" sind. Vielleicht stehen an einem der Stecker auch Bezeichnungen dran, die die Suche erleichtern.

Das könnte durchaus sein, da werde ich mich nochmal etwas näher auf die Suche begeben.
Ich vermute aber, da der Haupt-Chip gleichzeitig das Signal verarbeitet und auch die LEDs ansteuert, dass das Steuersignal das Displaysignal vom Computer ist.
Und das habe ich ja, wie in Post 1 beschrieben, bisher leider nicht simulieren können.
Ich werde aber definitiv da nochmal nachforschen.

BugleBoy hat geschrieben:
LED erfordert immer Konstantstrom.

Ich wusste zwar, dass das die bessere Betriebsart für LEDs ist, aber dass dies immer bei solchen LEDs verwendet wird, wusste ich nicht. Danke für den Hinweis!

BugleBoy hat geschrieben:
51V. das ist etwas menge.. aber man kann mit 24V Trafo und Delon-Gleichrichter doch locker 60V Gleichspannung erzeugen und dann schliesst du einfach über Widerstand LED dran.

Das würde ich auf jeden Fall mal ausprobieren. Das Problem sind die Steuerspannungen mit 1,4V für die LEDs.
Außerdem weiß ich ehrlich gesagt aktuell auch gar nicht, woher die LEDs eigentlich mit GND verbunden sind. Es gibt kein passenden Pin am Stecker, deshalb vermute ich mal, dass sie über das Metallgehäuse des Monitors mit GND verbunden sind.

röhrenradiofreak hat geschrieben:
Dann läuft das Netzteil, sofern man nicht den Stecker zieht, ständig voll, auch wenn der Monitor in Standby steht. Das ist eine Energieverschwendung, die verboten gehört. Das nur am Rande.

Ja, das ist richtig. Auch ich finde diese Entwicklung nicht so toll, aber immerhin kann man dann das Netzteil einfach tauschen, wenn es defekt sein sollte. Und bei Monitoren mit einem internen Netzteil versterben gerne mal die Elkos.
Durch ein eingebautes Netzteil wäre der Monitor aber auch dicker, was evtl. nicht so attraktiv auf den Kunden wirkt. Mir persönlich wäre das zwar egal, aber es gibt viele Leute, denen das Design wichtiger ist als die Funktion. Das ist aber in vielen Bereichen der Fall.

röhrenradiofreak hat geschrieben:
Also ist das ein Monitor mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Das ändert nichts daran, dass es ein Steuersignal geben muss, das diese ein- und ausschaltet. Da das nicht im Netzteil stattfindet, ist das Steuersignal irgendwo auf dem Signalboard zu finden - ohne Schaltplan zugegebenermaßen sehr schwierig.

Wie gesagt, ich werde da auf jeden Fall mal nachforschen. Irgendwo muss es da doch etwas geben.
Aber auch die Tatsache, dass ich noch nicht mal ein Datenblatt für den Haupt-IC habe, macht das Ganze ziemlich schwierig.



Ich würde mich freuen, wenn jemand noch etwas zu meiner Idee am Anfang sagen könnte. Meiner Vorstellung nach muss der Monitor ja irgendwie erkennen, dass eine Signalquelle angeschlossen ist und sich dann einschalten. Schließt man nur ein Kabel an, geht der Monitor aber trotzdem in den Standby, auch eine ausgeschaltete Signalquelle bringt nicht den gewünschten Erfolg.
Gibt es da nicht irgendwo einen Pin, der bei einer eingeschalteten Signalquelle über VGA oder HDMI ein Steuersignal mit 5V o.ä. liefert, damit der Monitor weiß, dass er sich einschalten soll?
Und wenn ja, könnte man das irgendwie separat erzeugen? In dem Beispiel mit 5V könnte man ja einfach einen 7805 nehmen und diesen an den passenden Pin anklemmen.
Bei HDMI gibt es auf Pin 19 einen "Hot Plug Detect", aber wenn ich das richtig verstehe, ist der eher für Grafikkarten gedacht, um zu erkennen, dass ein Monitor angeschlossen wurde und um im laufenden Betrieb ein Bild auszugeben.

Auf jeden Fall aber schon mal jetzt vielen Dank für eure Antworten, ich werde mich da morgen mal auf die Suche machen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Monitor Signal "vorgaukeln"
BeitragVerfasst: Mi Mai 09, 2018 22:01 
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Zitat:
Das würde ich auf jeden Fall mal ausprobieren. Das Problem sind die Steuerspannungen mit 1,4V für die LEDs.
Außerdem weiß ich ehrlich gesagt aktuell auch gar nicht, woher die LEDs eigentlich mit GND verbunden sind. Es gibt kein passenden Pin am Stecker, deshalb vermute ich mal, dass sie über das Metallgehäuse des Monitors mit GND verbunden sind.


Ja, das ist Erkennung, dass es in Konstantstrom-Betrieb läuft, da Monitor 4x LED -Strang hat und grosse IC regelt Strom über Transistor so, dass jeder LED Strang gleiche Strom bekommt.

Da ist nicht wildes, ersetzt durch 24V Trafo & Delon-Gleichrichter und 4x Widerstand, fertig.

Eine gute Anschauungsexemplar: http://www.analog.com/en/products/power ... t-overview
Hier wird genauso gleiche Prinzip mit LED-Konstantstromregelung und Hochvolterzeugung wie in Monitor eingesetzt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Monitor Signal "vorgaukeln"
BeitragVerfasst: So Mai 13, 2018 12:13 
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Ich habe jetzt mal ein bisschen herumexperimentiert und folgendes herausgefunden:
- Wenn man den Menükopf gedrückt hält, schaltet sich der Monitor trotzdem aus. Somit ist dieser Weg leider auch eine Sackgasse.
- Ich konnte keine weiteren Steuersignale finden als die 4 mal 1,4V-Sägezahnspannung am Stecker. Wie der Haupt-Chip aktiviert wird, um die Hintergrundbeleuchtung zu aktivieren, konnte ich nicht herausfinden.
- Wenn ich versuche, die Hintergrundbeleuchtung separat zu versorgen (35V, eine höhere Spannung kann ich leider momentan nicht erzeugen, mein Boost-Converter und Labornetzteil schaffen nicht mehr) und dabei den Minuspol auf das Gehäuse lege, leuchten die LEDs nicht.
- Daraus folgt: Die Spannung ist entweder zu niedrig, der Minuspol der LEDs ist nicht mit dem Gehäuse verbunden oder die 1,4V-Steuersignale sind zwingend notwendig.

Mir fällt aber gerade ein, dass ich auch mal messen könnte, ob überhaupt ein Strom fließt, wenn ich den Boost-Converter anschließe. Es kann ja sein, dass die LEDs zwar nicht leuchten, aber dennoch ein Strom fließt. Das würde bedeuten, dass die Spannung zu gering ist.

Eine mögliche Alternative wäre sowas hier: https://www.ebay.com/itm/VGA-Signal-Gen ... 3a80ee4c56

Das könnte ich an den VGA-Eingang anschließen und der Monitor hätte dann ein Signal und würde die LEDs dauerhaft eingeschaltet lassen. Das ist vermutlich die einfachste Lösung, ich müsste dann auch kein externes Netzteil bauen.
Ich habe aber Angst davor, dass ich mir, wenn ich diesen Generator vom selben Netzteil speise wie das Signalboard, eine Masseschleife einbaue und dann neue Probleme habe.
Aber für diesen Preis könnte man durchaus einen Versuch wagen.

Ich werde berichten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Monitor Signal "vorgaukeln"
BeitragVerfasst: Sa Mai 26, 2018 12:13 
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Nachdem ich meinem Freund den Vorschlag mit dem Testbild-Generator unterbreitet habe, hat er sich doch dazu entschieden, den Monitor zu entsorgen.
Er wollte nicht unbedingt noch Geld und viel Zeit in ein ohnehin defektes Gerät stecken. Es wäre zwar interessant gewesen, daraus eine Lampe zu bauen, aber der Nutzen ist natürlich nicht so groß, da der Monitor 27 Zoll hat (die Lampe wäre dann riesig) und man außerdem noch einen vernünftigen Halter bauen müsste, damit man die Lampe z.B. auf den Schreibtisch stellen kann.
Da dieses Projekt sowieso schon sehr viel Zeit verschlungen hat und man auf den Generator auch mehrere Wochen warten müsste (kommt aus Fernost), hat er sich dazu entschieden, den Monitor eben doch zu entsorgen.
Wir hatten uns das Ganze am Anfang einfach vorgestellt, da man z.B. bei Spannungsreglern einfach ein paar Pins anders belegen muss, damit die LEDs mit voller Helligkeit leuchten. Aber da das Signalboard wirklich sehr kompliziert und mit vielen unbekannten Chips aufgebaut ist, war das dann doch nicht so einfach wie gedacht.
Einen Versuch war es aber auf jeden Fall wert und es hat auch Spaß gemacht, ein wenig an dem Board zu basteln und Sachen auszuprobieren.

Dennoch darf ich euch ein Danke ausrichten, dass ihr euch Gedanken dazu gemacht habt, obwohl das Projekt jetzt doch nicht durchgeführt wird. Auch von mir ein Danke für die vielen Vorschläge und Ideen, die hier eingebracht wurden.

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