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Dampfradioforum • Thema anzeigen - "hochwertige" Schuko-Verlängerung

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 Betreff des Beitrags: "hochwertige" Schuko-Verlängerung
BeitragVerfasst: So Mai 20, 2018 11:33 
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Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Vor einiger Zeit fiel mir bei einer älteren (BJ 90er?) Haushalts-Schuko-Verlängerung Klappern der Kupplung auf, wenn man die sie schüttelte. Ich dachte an ein loses Plastikteil, was evtl. drin herumflog; mechanisch scheinbar alles OK, nur die Erdkontaktklemme möglicherweise etwas mehr im Spiel im Gehäuse - könnte aber schon ab Werk so sein. Die Kupplung funktionierte weiterhin, und auch der Erdkontakt war (fix durchgemessen mit Multimeter) erstmal unauffällig.

Aktuell bin ich dabei, ein älteres Röhrenradio zu reparieren. Das Radiochassis (kein Allströmer!) hatte ich beim Ersetzen der Netzzuleitung auf Schutzerde gelegt. (Das ist traditionell nicht üblich, empfiehlt sich aber m.E. aus Sicherheitgründen, wo möglich.) Das Radio versorgte ich über genannte Verlängerung. Beim Bewegen der Kupplung war nun Krachen im Lautsprecher zu hören - das bedeutet: wackelige Schutzerdung! :shock:

Also die Kupplung geöffnet und mal nachgesehen.

Das Versorgungskabel war am Eingang der Kupplung zur Zugentlastung nicht extra mit Schrauben geklemmt wie üblich, sondern nur durch das Schließen des Gehäuses (dieses wiederum geschlossen gehalten durch kleine Plastiknasen). Die Kupplung war offenbar mal irgendwann runtergefallen, dadurch war Spiel ins Gehäuse gekommen (bei genauem Hinsehen zu sehen, Kupplung war nicht mehr satt geschlossen), die Zugentlastung war nicht mehr gegeben, die Zuleitung ruschte daher etwas heraus - was aber aufgrund des Knickschutzkragens der Kupplung optisch nicht weiter auffiel.

Der Erdkontakt besteht aus zwei Teilen, die durch Nietung miteinander verbunden sind. Entweder durch schlechte Nietung, oder den Zug auf den Schutzleiter, oder beides, hat sich die Nietung gelockert, die beiden Teile waren nicht mehr fest verpresst, berührten sich nur noch an wenigen Stellen, teils nur über den Niet elektrisch verbunden. Daher kam der wackelige Erdkontakt.

Doch noch ein weiteres Problem gab es. Offenbar durch einen Fertigungsfehler war einer der beiden P/N-Leiter nicht sauber mit dem Kontakt verpresst. Man sieht beim einen Kontakt dass die Pressung an zwei Stellen erfolgte, beim anderen ist nur eine Pressmarke zu sehen. Offenbar war das Presswerkzeug verrutscht, die zweite Pressung erfolgte vermutlich auf der Litze. Genau an diesem Kontakt rutschte der Leiter heraus, so dass er nur noch an 3 oder 4 Litzendrähtchen hing. Bei etwas größerer elektrischer Last wäre diese Stelle sicherlich in Flammen aufgegangen.

Warum war all dies längere Zeit nicht aufgefallen? Die Leitung verwendete ich fast ausschliesslich zum gelegentlichen Versorgen einer kleinen 20W-Halogen-Tischleuchte (Schutzisoliert, Euro-Stecker), wenn ich diese mal zur Beleuchtung vn Reparaturen an entlegenen Stellen benötigte. Keine Schutzerdung, kleine Last.

Allmählich kann ich verstehen, dass Firmen regelmässig einen E-Check aller elektrischen Geräte machen.
Wer verkauft so einen Schund? :angry:

Was lernen wir daraus? Bei Netzzuleitungen nicht sparen, immer wieder mal ein Auge drauf haben, Messung möglichst unter Last.


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BeitragVerfasst: Sa Feb 23, 2019 18:21 
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Beiträge: 784
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Kenntnisstand: Sehr gute Kenntnisse (Hobby)
Oh, sieht nach einem wertigen Produkt aus der Chinerei aus. :D

Leider kommen solche Qualitätsmängel auch bei hier angebotenen deutschen Markenprodukten vor.
Bei den bei uns verwendeten Schuko- Verlängerungen der Fa. BACHMANN fand sich auch schon im Innern manch minderwertige Leitungsverbindung. Auch hergestellt: s.o.
Dies hat zur Folge, daß alle neu beschafften Artikel dieser Art bei uns (vor der ersten gewerblichen Verwendung) eine Prüfung erhalten.
Im gleichen Kontext dürfen ungeprüfte, insbesondere private Elektrogeräte mit Netzanschluß nicht verwendet werden.

Grüße
drahtfunk

_________________
Schützt unsere Muttersprache!

Im übrigen:

Unerlaubtes Drehen am Radioapparat führt zu schweren Verstimmungen beim Hausherren, und ist daher bei Strafe verboten!


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BeitragVerfasst: Sa Feb 23, 2019 19:46 
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Kenntnisstand: Sehr gute Kenntnisse (Hobby)
Leider offenbart die Prüfung, die neuerdings DGUV V3-Prüfung heißt, nicht alle Mängel. Die mangelhafte Crimpung und die halb herausgerutschte Litze wären wahrscheinlich nicht aufgefallen, und die lose Schutzleiterverbindung womöglich auch nicht, wenn sie während der Prüfung zufällig guten Kontakt gab.

Nicht nur Konstruktions- oder Fertigungsmängel stellen bei importierten Geräten oft ein Sicherheitsproblem dar, mitunter ist schon die Dimensionierung falsch. Ich habe kürzlich eine 3-fach-Steckdose aus dem Verkehr gezogen, die laut Aufschrift angeblich für bis zu 16 A zugelassen war, deren Kabel aber bei Belastung mit einer Kaffeemaschine verdächtig warm wurde. Es hatte einen Leiterquerschnitt von ungefähr 3 x 0,5 mm², das ist nie und nimmer für 16 A zulässig. Stecker und Dose waren mit VDE, GS, CE und allen möglichen ausländischen Zeichen versehen. Dieser Schrott wurde in einem hiesigen Verbrauchermarkt verkauft.

Lutz


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BeitragVerfasst: So Feb 24, 2019 1:04 
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Registriert: Di Jun 19, 2012 22:12
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Kenntnisstand: Weitergehende Kenntnisse (Hobby)
Ich bau mir meine Verlängerungen schon lange selbst, wenngleich überwiegend aus anderen Gründen.
Ich mag diese steifen Monsterverlängerungen mit ihren fingerdicken PVC Ummantelungen nicht.
Zu steif, zu unflexibel und dann noch mit Kindersicherung.
Da ist Eigenbau besser. Und bei mir wird gelöten und nicht gecrimt oder genietet.

Gruß,
Achim


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BeitragVerfasst: So Feb 24, 2019 9:21 
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Registriert: Di Apr 19, 2016 19:33
Beiträge: 644
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Achim, Lötverbindungen in Netzsteckern, Kupplungen etc sind aber aus guten Gründen absolut UNzulässig und fehl am Platze!!
Industrieller Pfusch ist schlimm genug, braucht nicht durch eigenen Pfusch ersetzt werden.

VG Stefan


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BeitragVerfasst: So Feb 24, 2019 9:37 
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Registriert: Do Jun 28, 2012 18:29
Beiträge: 1971
Wohnort: Rheinhessen, Nähe Wörrstadt
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Da könnt ich auch jedes mal "was an mich kriegen", wenn flexible Leitungen verzinnt werden.
Im Oldtimer-Praxis (oder -Markt) Heft war einst ein Artikel über die Anfertigung von Leitungsverbindungen bei Autos erschienen. Der Bosch-Fachmann hatte alle Leitungen ordentlich mit Quetschösen versehen, diese fachgerecht z.B. am Sicherungskasten angeklemmt - und dann am Schluss "zur Sicherheit", um Kontaktprobleme zu vermeiden, alle Quetschverbinder verlötet.
Im folgenden Heft überschlugen sich die Leserbriefe buchstäblich - zu recht!
Wenn man Quetschverbinder wetterfest machen will, dann mit Schrumpfschläuchen, oder mit Fett. Und bei beweglichen Leitungen hat Zinn generell nichts zu suchen - das sind optimale Sollbruchstellen!
Bei Laien kann ich diesen Fehler verstehen, bei Fachleuten allerdings nicht - scheinbar wird da heute nicht ausreichend drauf hingewiesen.

In der Lehre hatte ich auch einst eine Diskussion mit meinem Meister.
Wir sollten Messstrippen mit Büschelsteckern von Hirschmann versehen. Wir verwendeten hochflexible Messleitung und diese stapelbaren Laborstecker von Hirschmann, bei denen die Leitung eingefädelt, seitlich eingesteckt und durch die Buchse im Stecker von hinten festgeklemmt wird.
Die Klemmschraube ist kugelförmig und passt so die untergeklemmte Leitung der Bohrung im Stecker an. Wir sollten die Adern verzinnen, was ich ablehnte, da ich ganz oft bei Anwendung dieser Messleitungen plötzlich das blanke Ende in der Hand hatte, während der Stecker beispielsweise gerade im Steckfeld an der Schützspule gesteckt war - nun gut - wir arbeiteten nicht unter Spannung, aber während des Prüfens der gesteckten Schaltung unter Spannung ist das auch schon passiert.
Unbehandelt wollte der Meister die Leitung nicht unterklemmen und das Kürzen der (zu langen) Endhülsen wäre nicht korrekt. Mein Argument war - lieber abgeschnittene Endhülsen, als herausrutschende unter Spannung stehende Drähte und dass wir ständig lose Stecker an verzinnten Messstrippen hätten.
Letzten Endes konnte ich mich durchsetzen und ab dem Zeitpunkt hatten wir die Probleme nur noch an alten verzinnten Leitungen - die irgendwann vom Lehrjahr nach mir alle umgerüstet wurden - auf Endhülsen.
Ursache des Problems ist das weiche Zinn, was beim Klemmen irgendwann nachgibt und so die Klemmung unterbindet, da ja die Klemmschrauben i.d.R. aus härterem Material gefertigt sind.
Das andere Problem ist die Kapillarwirkung bei Litzenadern. Das Zinn dringt in die Ader unter die Isolierung ein und erzeugt einen Übergang zwischen beweglich und hart - genau dort wird dann irgendwann in der Isolierung die Ader abbrechen, was dann meist einige mm vor der Klemmverbindung passiert (hab ich bei Autos und gelöteten Adapterkabeln schon häufig erlebt).

Also bitte - kein Zinn an Litzenadern - vor allem nicht bei sog. "ortsveränderlichen" Geräten, bzw. wo Bewegung durch Erschütterung besteht.

_________________
Gruß,
Daniel


Baden Baden, Beromünster, Paris, Rom…
...Eine ganze Welt ist auf der Skala des SABA-Empfängers vereint


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BeitragVerfasst: So Feb 24, 2019 21:44 
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Registriert: Di Mai 12, 2009 17:09
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Jein. Im Kfz hat man bisweilen nicht viele Möglichkeiten. Löten geht schon, wenn man dafür sorgt, daß die Lötverbindung anschließend nicht bewegt werden kann. Also Lötstelle, dicken (am besten den mit Kleber innendrin) Schrumpfschlauch drüber und zusätzlich straff in den Kabelbaum einbinden.

Lötstellen sind im Auto geringere Störstellen als beispielsweise Materialunverträglichkeiten oder Stromdiebe.

Ersteres führte dazu, daß ich eines Sonnabends im ersten Morgengrauen mit Schlafanzug und Mantel drüber lötkolbenbewaffnet Nachbars BMW reparieren durfte, der in den Urlaub wollte. Was war passiert? Zur Heckklappe führen Leitungen durch einen Gummibalg. Dort drin waren die Isolierungen der Leitungen abgebröselt.
Der hat in seiner Karre in einem Jahr mehr Kohle versenkt als meine Frau in 12 Jahren in ihren Toyota. Bei dem waren bröselige Leitungen in den ganzen 23 Jahren kein Thema, in meinem Olds, der nun 31 Jahre alt ist, auch nicht.
Dafür hat er aber für diesen Schrott wesentlich mehr Geld bezahlt.
Wie man sowas nennen kann, weiß ich nicht genau, "qualitätsfern" trifft es vermutlich am nettesten.

Das Letztgenannte sorgte dafür, daß bei einer Fahrt im Dunklen an meinem Auto vorn plötzlich nur noch die gelben Begrenzungsleuchten gingen. Beim Umbau auf die dummen, rückschrittlichen (und tw. auch gefährlichen) deutschen Bestimmungen hatte einer der Vorbesitzer ein wahres Wunderwerk aus Stromdieben, Lüsterklemmen und ähnlichem Gedöns vollbracht.

Was aber gar nicht mehr geht, da stimme ich voll und ganz zu, sind Litzen verzinnt und zu Ösen gebogen in anschraubbaren Netzsteckern.


MfG
Munzel


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BeitragVerfasst: Mo Feb 25, 2019 13:14 
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Wenn (!) man 'Kabel' verzinnt, sollte man um die Kapillarwirkung des heißen Lötzinns wissen. Dann (und nur dann) kann man auch einen gecrimpten Kabelschuh zusätzlich mit etwas Lötzinn sichern, um dauerhaft einwandfreien elektrischen Kontakt herzustellen.
Und bevor jetzt viele aufschreien: ich nähere mich der Sachlage aus Sicht desjenigen, der seit nunmehr 29 Jahren mit Oldtimern (Motorräder) arbeitet und der z.B. auch Bowdenzüge selbst anfertigt und die Nippel auflötet. Dort kann man sich ganz erstklassige Sollbruchstellen schaffen, wenn das Lötzinn in den Bowdenzug unterhalb des Nippels kriecht.

Und ich bin jemand, der seine Elektrikarbeiten an diesen Motorrädern so ausführt, dass keine Kontaktoxidation über Jahre hinweg zum unpassenden Zeitpunkt für Ausfälle im vorsintflutlichen 6 Volt-Bordnetz sorgt (über einen Kontakt im Zündlichtschalter fließen in einem 6 Volt-Bordnetz alleine bei Einschaltung des Fahrlichts recht fröhlich-hohe Ströme. Da merkt man schnell, wenn gemurkst wurde).

k.

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k. steht für klaus

Ein Mann mit einer neuen Idee ist so lange unausstehlich, bis er der Idee zum Erfolg verholfen hat.
(Mark Twain)


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BeitragVerfasst: Mo Feb 25, 2019 16:07 
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Mir ist es völlig wurscht was da vorgeschrieben, empfohlen oder als "Stand der Technik" gilt.
Ich weiß nur eines, nämlich dass sich das Verzinnen der Kabelenden bei mir seit fast 50 Jahren bewährt hat, mir nie auch nur eine einzige Ader gebrochen ist oder sich gelockert hat, sich das auch bei der Elektrik meiner vielen Motorräder bestens bewährt hat und ich schon mehr als einmal gelockerte gequetschte Verbindungen gesehen hab.
Aber man lötet ja auch bei der Trinkwasserinstallation nicht mehr. Da wird gequetscht mit O-Ringen. Weil es besser ist? Auf jeden Fall geht es schneller - was wohl mehr als einmal Grund für eine Änderung der Verfahrensweisen war. Meine Trinkwasserleitungen hab ich gelötet und sie werden noch dicht sein wenn die O-Ringe längst vergammelt und die Toträume mit Legionellen voll sind :mrgreen:

Jeder wie er mag - ich bleibe beim Löten :D

Gruß,
Achim


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BeitragVerfasst: Mo Feb 25, 2019 16:30 
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Servus,
Ich verlöte auch grundsätzlich die Kabel, Quetschverbinder sind grosser Mist. Trinkasserleitungen aus Kupfer sind allerdings hier bereits seit 30 Jahren verboten! Bei mir habe ich alles aus Edelstahl für Trinkwasser gemacht, 1992....

_________________
Gruss aus Trient,
Volker
http://luxkalif.de.tl/


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BeitragVerfasst: Mo Feb 25, 2019 16:43 
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Edelstahl ist hier fast unbezahlbar und man muss auf den Biofilm aufpassen. In der Regel wird hier bei Neubauten Plastik verwendet, bessere Gartenschläuche sozusagen. Ich halt nichts von dem Zeug.
Meine Oma hat von Geburt bis zum Tod in einem Haus mit Bleileitungen gelebt, war nie krank und wurde über 90 Jahre alt.

Gruß,
Achim


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BeitragVerfasst: Mo Feb 25, 2019 17:21 
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Quetschverbinder ist Mist, wenn es um blaue bzw. rote billige Ding aus Baumarkt ging. Das habt Ihr Recht.

Aber es gibt viel bessere Quetschverbinder, der ist 100fach zuverlässiger als sauber zusammen gelötete Leitung.
Problem, Ihr möchte nicht für Zange 50-300€ ausgeben. Bei mir liegt mehre 300€ Crimpzange, meine Arbeitsgeber sei dank (entsorgt es ins Schrott, mit geringere Gebrauchspuren)

Bei Militär wird eher gecrimpt als verlötet. Vibrationsfestigkeit und Zuverlässigkeit ist einfach besser als verlötete Stelle.
Das alles nur wenn, es anständig verarbeitet wird.

Grüss
Matt

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"Die Grenzen meine Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt."
unbekannt

"Nur die Lüge braucht Stütze. Die Wahrheit steht von alleine aufrecht"
Thomas Jefferson

"Wer im Netz seinen Humor verliert, der hat schon verloren."


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BeitragVerfasst: Di Feb 26, 2019 7:22 
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achim1 hat geschrieben:
....und ich schon mehr als einmal gelockerte gequetschte Verbindungen gesehen hab.


Ich habe im Laufe der Jahre auch schon oxydierte Kabel in Quetsch- bzw. auch in Schraubverbindungen gesehen. Dem durch Fett vorbeugen zu wollen ist nicht hilfreich. Ebenso fand ich nicht mehr einwandfreie Verbindungen an Zündschlössern zw. äußerem Steckkontakt und dem Niet, der diesen mit der inneren Kontaktfläche verband.
Das war überhaupt erst der Grund, dass ich an meinen Motorrädern zusätzlich zum Quetschen der Verbinder noch einen dezenten Lötpunkt setze bzw. solche Nietverbindungen säubere und mit wenig Lot sichere.

Aber ich stimme meinen Vorrednern zu: jeder kann da auf eigene Erfahrungen zurück blicken.

k.

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BeitragVerfasst: Di Feb 26, 2019 8:25 
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Beim Verzinnen der Leitungsenden ist es halt wichtig dass der Kabelquerschnitt auch zur Aufnahme passt, die Enden gleichmäßig sauber verzinnt sind und die Schraube mit dem richtigen Drehmoment festgezogen wird. Wenn man das immer macht kriegt man ein Gefühl dafür. Und natürlich muss die Zugentlastung gut sein. Dass man verzinnte Leitungsenden keinen übermäßigen dynamischen Belastungen am Übergang aussetzten darf, ist selbstverständlich.
ich hab schon viele, unmöglich konstruierte Verbindungsklemmen gesehen, die als Schutz für die Adern einfach einen Blechstreifen haben auf den die Schraube drückt. Da gibt es Ausführungen die das Leitungsende beim Festdrehen direkt aus der Aufnahme drücken. Da ist eine herkömmliche Lüsterklemme allemal sicherer.
Überhaupt keinen Ärger hatte ich bisher mit Wago-Klemmen. Egal was man da reinschiebt, irgendwie hält das alles zuverlässig.

Gruß,
Achim


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BeitragVerfasst: Di Feb 26, 2019 11:48 
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Bei 230Volt-Anschlüssen an Geräte habe ich beobachtet, dass häufig ein Netzkabel mit Gerätestecker/-kupplung verwendet wird; auf der Geräteseite findet sich in der zugehörigen Buchse innen meist ein Lötanschluss, der mit angelöteter Litze (plus Schrumpfschlauch) weiter verbunden wird, zum Beispiel an eine Netzteilplatine. Auch dort Lötverbindungen.

Dass diese langzeitstabil sind, liegt sicherlich daran, dass erstens die Gerätebuchse am Gehäuse unbeweglich festgeschraubt ist und zweitens die Litze-Leitungen im Inneren der Geräte mechanisch befestigt sind, so dass die Lötverbindungen überhaupt nicht bewegt werden.

Bei allen beweglichen Leitungen hilft wohl nur von außen nach innen: wirksamer Knickschutz, wirksame Zugentlastung. Hinter der Zugentlastung: Kabel mechanisch befestigen, z.B. Kabelbinder gegen Gehäusewand. Dahinter kann man nach meiner Meinung löten, aber so, dass nicht die Litze mit Lötzinn "voll läuft".

Wie sehen das die Fachleute hier?

Viele Grüße
Georg

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Ein guter Irrtum braucht solide Fehlannahmen. :wink:


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