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BeitragVerfasst: Sa Nov 15, 2014 11:04 
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Anfang der 80er Jahre bekam ich ein Blaupunkt-Autoradio mit Cassettenabspieler, das in einem Reisebus eingebaut war. Der Cassettenabspieler funktionierte nicht, laut Besitzer schon längere Zeit.

Die Reparatur war aus folgendem Grund unmöglich:

Das Gerät war nicht, wie sonst üblich, nahezu waagerecht, sondern fast senkrecht ins Armaturenbrett eingebaut. Deshalb wurde die Cassette nicht ausgeworfen, die Federkraft reichte nicht aus, um das Cassettenlaufwerk gegen die Schwerkraft nach oben zu drücken. Deshalb war irgendein Spezi auf die Idee gekommen, wesentlich stärkere Federn einzubauen. Nun reichte wohl die Haltekraft des Einrastmechanismus nicht mehr aus, also wurde auch hier die Federkaft verstärkt.

Dadurch wurde einerseits der Rastmechanismus überlastet, so dass die Rastnase, die beim Abspielen einrasten sollte, rundgeschliffen war, sie konnte nicht mehr einrasten.

Andererseits war auch im Ruhezustand eine solche Federspannung auf dem Cassettenlaufwerk, dass die Löcher der Aufhängung durch die Vibrationen des Fahrzeugs mit der Zeit zu Langlöchern mutiert waren.

Lutz


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BeitragVerfasst: Sa Nov 22, 2014 22:32 
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Seit Wochen suchte ich einen Fehler in einem Graetz 170 W, den ich vor gut einem Jahr auf dem Flohmarkt erstanden habe.

Das Radio wurde auf allen Wellenbereichen sporadisch lauter und leiser. Manchmal konnte ich den Fehler durch Wackeln an verschiedensten Stellen des Chassis provozieren, aber sobald ich mit einem geeigneten Messgerät daranging, natürlich nicht mehr.

Die üblichen Maßnahmen Röhrenstifte und -sockel reinigen und Tastaturkontakte reinigen brachten ebenso wenig Erfolg wie ein Nachlöten aller Lötstellen im NF-Teil.

Irgendwann fiel mir auf, dass sich mit der Lautstärke gleichzeitig auch der Klang änderte: wenn das Radio lauter wurde, wurde der Hochtonbereich leiser, die Lautstärkezunahme kam hauptsächlich daher, dass der Mitteltonbereich deutlich lauter wurde. Das brachte mich auf die Idee, den Fehler im Gegenkopplungszweig zu suchen. Da er aber gemeinerweise immer dann, wenn ich mich damit beschäftigte, nicht mehr auftrat, ließ der Erfolg auf sich warten.

Heute habe ich den Übeltäter endlich gefunden. Nachdem es mir endlich gelungen war, den Fehler zu provozieren, während gerade das Oszi am Gegenkopplungszweig angeschlossen war, kamen nur noch wenige Bauteile in Frage. Eines davon war ein 3 k Ohm-Widerstand, dessen einer Anschlussdraht locker war. Allerdings gab er meist Kontakt, nur in einer bestimmten Lage nicht. Deshalb hatte ich dieses Bauteil auch schon einmal bei einer Messung mit dem Ohmmeter für in Ordnung befunden.

Kleine Ursache, lange Suche...

Lutz


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BeitragVerfasst: Mo Dez 28, 2015 17:46 
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Heute fabrizierte ich an meinen Regeltrenntrafo einen Kurzschluss. Eigentlich keine große Sache, im Sekundärkreis ist eine Sicherung, nach deren Austausch alles wieder gut ist. Soweit die Theorie...

Zuerst widersetzte sich die Sicherung einer Entfernung aus dem Halter. Die Feder, an der man die Sicherung nach dem Abschrauben der Kappe herausziehen kann, hatte sich von einem Blechteil, das auf der Sicherung steckt, gelöst. Und weder die Sicherung noch das Blechteil fielen durch die Schwerkraft heraus, auch nicht mit Nachhilfe durch Klopfen. Auch Herausziehen mit Spitzzange, Pinzette oder ähnlichem ging nicht, weil kein Spalt zum Angreifen vorhanden war.

Nachdem ich endlich die defekte Sicherung herausgefummelt, den Sicherungshalter repariert und eine neue Sicherung eingesetzt hatte, brannte letztere gleich wieder durch. Also musste auf der Sekundärseite irgendwo ein Kurzschluss sein.

Dieser Regeltrenntrafo, ein Modell von Philips (http://www.radiomuseum.org/r/philips_re ... tt54r.html), ist nicht gerade servicefreundlich aufgebaut. Die Kabel, die an die Abdeckplatte mit den Bedienelementen führen, sind kürzer als auf den Abbildungen im rm.org. Vielleicht wurden sie im Laufe der Jahrzehnte auch schon ein- oder mehrmals gekürzt. Jedenfalls hat es einige Zeit gedauert, zerstörungsfrei an die Sekundärverdrahtung heranzukommen.

Ein Kurzschluss oder eine beschädigte Isolierung oder dergleichen, die einen solchen verursachen könnte, war aber nicht zu finden. Also alles wieder zusammenbauen. Nun funktionierte der Trafo grundsätzlich wieder, aber ich hatte den Umschalter für die beiden Spannungsbereiche falsch herum angeschlossen. Ich überlegte kurz, ob ich einfach die Beschriftung passend ändern sollte, entschied mich aber dann für die "saubere" Lösung, den Verdrahtungsfehler zu beseitigen. Also noch einmal zerlegen.

Nun funktioniert der Trafo wieder. Und der Nachmittag ist fast um.

Lutz


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BeitragVerfasst: Mi Dez 30, 2015 17:00 
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Kenntnisstand: Einsteiger ohne Kenntnisse
Vor einiger Zeit hatte ich einmal einen Juwel 2 von Stern Radio Rochlitz auf dem Tisch. Nichts großartiges, die übliche C Kur. Im Netzteilbereich viel mir ein mit 50 mf überbrückter 50mf Becher Elko auf. Da der aber werthaltig war lötete ich den „Überbrücker“ wieder raus. Alles prima kein Brummen oder ähnliches, auch die Spannungen waren im grünen Bereich. Also wieder rein ins Gehäuse, Probelauf und es brummte hörbar. Chassis wieder raus, hochkant hingestellt, Brummen weg. Abgeklopft, gerüttelt, nichts. Nun legte ich das Chassis in Betriebslage auf den Tisch und es brummte wieder. Jetzt schwante mir etwas. Gezielt drückte ich an dem vorher überbrückten Becher Elko herum. Aha Effekt, brummen da und wieder weg. Er war nicht korrekt festgezogen, lag das Chassis waagerecht hatte er keinen vernünftigen Kontakt, hochkant aber lag der Elko quasi leicht quer und er hatte ausreichenden Kontakt. Mit gesäuberter Auflagefläche und richtig festgezogen war wieder alles I.O. Der vorherige Reparateur hatte wohl den Fehler nicht gefunden und darum einfach den 2ten Elko drüber gelötet. Hätte ich ihn drinnen gelassen, hätte ich den Fehler nicht einmal bemerkt.

Gruß Torsten

_________________
Ein Phasenprüfer ist so nützlich wie ein Lutscher der nach Kacke schmeckt.


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BeitragVerfasst: Mi Dez 30, 2015 17:16 
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Fehler, die von der Lage des Chassis oder Gerätes abhängen, hatte ich auch schon öfter. Das kann ganz schön lästig sein, wenn es nur in der Lage, in der man nicht zum Messen rankommt, nicht funktioniert.

Heute brachte mir mein Nachbar wieder einmal die Fernbedienung seines Sat-Receivers. Die hatte ich schon ein paarmal in den Fingern, mit unterschiedlichen Fehlern. Der tollste Fehler war einmal, dass das (SMD-) IC nicht richtig angelötet war.

Dieses Mal gingen etliche Tasten nicht. Also reinigte ich erst einmal die Gummimatte und die Kontaltflächen, was aber nichts brachte. Dann prüfte ich die Verbindungen von den Kontaktflächen der nicht funktionierenden Tasten zu den entsprechenden IC-Anschlüssen, aber auch dort war alles in Ordnung.

Nächster Schritt war die Prüfung, ob das IC die Betätigung der Taste auch erkennt, also der Oszillator anschwingt. Das tat er. Und das IC lieferte auch Ausgangssignale, die aber bei einigen Tastenbefehlen nicht bis an die IR-Sendediode gelangten. :haeh:

Fehlerursache war ein Leiterbahnriss an der Sendediode, wahrscheinlich verursacht durch Herunterfallen. Dass einige Tasten trotzdem funktionierten, lag daran, dass die Platine beim Drücken verschiedener Tasten unterschiedlich verspannt wurde, so dass die gerissene Stelle teilweise Kontakt gab.

Lutz


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BeitragVerfasst: Mi Dez 30, 2015 19:43 
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Mein Einstieg ins Thema Radios war alles andere als rosig...
Nach meiner ersten Kondensatorkur an einem Radio, das auf allen Kanälen außer UKW spielte, war das schöne Grundig vom Urgroßonkel vollkommen stumm. Ich habe sämtliche Kondensatoranschlüsse und -werte überprüft - keinen Fehler gefunden.

Zu dem Zeitpunkt hatte ich dann beschlossen, nie wieder ein Radio anzufassen und die Sache auf ewig ruhen zu lassen.
Erst eine erfolgreiche Reparatur eines Tonbandgeräts machte mir wieder Mut. Und so befasste ich mich nochmals mit dem Radio, maß die Spannungen an den Röhren - doch es war weiter alles normal.
Eher durch Zufall bemerkte ich eine etwas chaotische Lötstelle, lötete ab - und entdeckte den Fehler:
Der Draht, an den der Kondensator angelötet war, war ein Koaxialkabel. Der Kondensator gehörte an den inneren Draht, ich hatte ihn an den äußeren angelötet.

Ich hätte lachen und weinen können, als ich das Radio nach Beseitigung des Fehlers erneut anschloss und es sofort anstandslos spielte...

_________________
Alte Technik darf man nicht wie einen Menschen behandeln - sie braucht Liebe und Zuneigung! :mauge:


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BeitragVerfasst: So Jan 03, 2016 18:22 
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Auch ein netter Fehler. Gestern kaufte ich auf dem Radiosammler-Stammtisch in Schwalmtal einen Siemens Klangmeister RS231 Receiver von 1971 samt beider zugehöriger Boxen in nahezu neuwertigem Zustand.

http://www.radiomuseum.org/r/siemens_kl ... rs231.html

Daß der optische Zustand so gut war, ließ darauf schließen, daß das Gerät nicht sehr viel gebraucht wurde. Dafür könnte es folgenden Grund gegeben haben:

Bild

Ein Kanal spielte mal und mal nicht. Am Gerät selber lag es nicht, ich hatte erst an dreckige Potis oder sowas gedacht.

Nö. Einer der Lautsprecher war in dem Sinne jungfräulich, daß seine Lötfahnen noch nie Lötzinn gesehen hatten. Je nach dem, wie man die Zuleitung bewegte, kam mal was raus aus dem Lautsprecher, mal nicht. Angelötet - und gut isses !

So richtig viel Freude wird der Vorbesitzer nicht daran gehabt haben, denke ich. Dabei empfängt das Ding ganz famos auf UKW, auch Stereo mit der Gehäuseantenne ohne übermäßiges Rauschen. Und klingt dank Ge-Transen in den Endstufen auch ganz nett. Sogar der AM-Empfang ist akzeptabel. Mehr Radio brauchte 1971 eigentlich kein Mensch. Morgen mache ich einen Test mit meinem Dual 1019 und einem TVV46.

H.

_________________
UKW: Wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe.....


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BeitragVerfasst: Sa Mär 05, 2016 19:45 
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Heute hatte ich wieder einmal ein Autoradio auf dem Tisch. Ein ganz einfaches Modell, Blaupunkt Minden von 1970:
http://www.radiomuseum.org/r/blaupunkt_minden.html

Fehlerangabe: schlechter Empfang. Das konnte ich bestätigen. Das Gerät verhielt sich wie ein früher UKW-Empfänger mit Flankendemodulation, mit verrauschtem, verzerrtem Empfang, schlechter Trennschärfe und Null AM-Unterdrückung.

Am Eingang des Ratiobausteins sah das ZF-Signal in Ordnung aus. Aber der Ratio-Kreis ließ sich nicht abgleichen. Deshalb lötete ich den Ratiobaustein, der außer den beiden Schwingkreisen noch einen Transistor und etliche weitere Bauteile enthält, aus. Und was kam zum Vorschein? Einer der Schwingkreiskondensatoren hing nur an einem Bein. Es sah aus, als sei er noch nie angelötet gewesen.

Angelötet, Baustein wieder eingebaut, abgeglichen, und schon spielt das Radio wie es soll, was es vorher wohl noch nie getan hat.

Lutz


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BeitragVerfasst: Sa Mär 05, 2016 21:43 
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Registriert: Do Jul 08, 2010 21:17
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Moin,
man fragt sich, wie das Geraet, genauso wie der Siemens drueber, durch die Endkontrolle gekommen ist.
Aber sowas hatte ich auch. Als es bei "ELV" Pribois gab, musste ich natuerlich auch einen haben.
Irgendwie funktionierte mein Exemplar seltsam, eine Ueberpruefung ergab, dass man bei einer Endroehre vergessen hatte, den Draht zum Heizanschluss der Fassung anzuloeten.

73
Peter


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BeitragVerfasst: So Mär 06, 2016 0:04 
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Registriert: Do Mär 17, 2011 16:23
Beiträge: 5936
Kenntnisstand: **Zutreffendes Feld fehlt**
ELV....ohgott....da reißt man bei mir eine alte Wunde auf....

Vor etlichen Jahren habe ich mir den Frequenzzähler "FZ7002" dort als Bausatz gekauft. Natürlich mit der Option des 5GHz-Vorteilers - wenn schon, denn schon...

Nach dem sorgfältig durchgeführten Aufbau musste ich mehrere Mängel feststellen:
> Die beiden Eingangsbausteine weichen in der Empfindlichkeit erheblich voneinander ab
> Der 5GHz-Vorteilerbaustein schwingt
> Nach Einbau des nachgelieferten 5GHz-Bausteins lässt sich das Gehäuse nicht mehr richtig schließen

Bei ELV sah man sich leider außerstande, diese Mängel zu beseitigen. :wut: :wut: :wut:


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BeitragVerfasst: So Mär 06, 2016 10:28 
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Registriert: Di Mai 18, 2010 8:45
Beiträge: 1976
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Kenntnisstand: Weitergehende Kenntnisse (Hobby)
Ich hatte kürzlich einen Fehler, der mich zum einen Nerven und zum anderen einen Elko das Leben kostete.

Verbaut werden sollte ein klassischer Schraubelko, 8uF / 450-550V. Deutsches Markenfabrikat.
Alugehäuse, unten aber 2 Lötfahnen. Der Aufdruck lautete:
+ an 1
- an 2 .

Also eindeutig zuzuordnen. Dachte ich, und verbaute den Elko mit einer Schelle unterm Chassis.

Chassis eingebaut, Apparat lief, aber irgendwie war das Brummen schlechter und nicht besser geworden.
Nach erneutem Chassisausbau die Bescherung: Elko heiß und undicht geworden. Fehlerhaft vor Einbau, obgleich vorab geprüft? Nein !

Auch das Alugehäuse hatte Verbindung zu " - " , was aber nicht als Aufdruck kenntlich gemacht war :wut: .
Das hatte ich natürlich nicht extra geprüft, sondern mich blind auf die Herstellerangabe verlassen.
In der vorliegenden Schaltung sollte aber das Gehäuse zum Chassis isoliert sein, genau deswegen hatte ich diesen Elko mit seinem separaten " - " Pol ausgewählt.

Elko hin, Gott sei Dank kein Schaden am Radio. Sachen gibt's.

k.

_________________

k. steht für klaus

Ein Mann mit einer neuen Idee ist so lange unausstehlich, bis er der Idee zum Erfolg verholfen hat.
(Mark Twain)


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BeitragVerfasst: So Mär 06, 2016 11:10 
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Deshalb steht auf manchen Elkos "Minuspol gegen Gehäuse nicht isoliert" oder so ähnlich. Das bedeutet aber nicht, dass man das Gehäuse als Minusanschluss verwenden kann, die Verbindung ist zu hochohmig. Diese Erfahrung habe ich vor vielen Jahren machen dürfen, als ein auf dem Chassis befestiger Siebelko seiner Aufgabe nicht nachkam, weil ich meinte, dessen Gehäuse als Minusanschluss missbrauchen zu können.

Ein Fehler, der in den 70er und 80er Jahren sicher viele Fernsehtechniker genervt hat, war ein falsch herum dargestellter Transistor im Bestückungsdruck des Telefunken-Fernsehchassis 711. Es war ein Treibertransistor in der Vertikal-Endstufe, die bei diesem Chassis ziemlich anfällig war.

Lutz


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BeitragVerfasst: Mo Mär 07, 2016 18:03 
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Registriert: Do Jul 08, 2010 21:17
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rettigsmerb hat geschrieben:
ELV....ohgott....da reißt man bei mir eine alte Wunde auf....


Moin,
Die Pribois hat ELV als Posten eingekauft und dann weiterverteilt. Fuer die Macken dieses Geraetes kann ELV ausnahmsweise mal nichts ;-)

Die paar ELV-Geraete, die ich habe/hatte, tun gluecklicherweise das, was erwartet wird. Im Wesentlichen Netz-/Ladegeraete, also ueberschaubare Technik.
Zwei problematische Universalzaehler sind mir allerdings auch bekannt. Auch hier die GHZ-Vorverstaerker/-teiler. Moeglicherweise ist Mikrowellentechnik nicht mehr was fuer Bausaetze, es kommt hier extrem auf die mechanische Ausfuehrung an, was auch die Bestueckung der Platinen umfasst.

73
Peter


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BeitragVerfasst: So Apr 17, 2016 20:12 
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Und schon wieder hatte ich ein Autoradio auf dem Tisch. Der 1. Mai mit dem großen Oldtimertraffen in Braunschweig naht...

Dieses Mal war es ein Blaupunkt Emden von 1966/67, vermutlich damalige Originalausstattung eines VW. Nach einigen Minuten fingen Knistergeräusche an, sporadisch war auch der Ton ganz weg. Leider entzog sich der Fehler weitgehend den Messungen und reagierte auch nicht auf Fön und Kältespray. Zunächst konnte ich nur feststellen, dass er im Bereich der NF-Vor- oder Treiberstufe liegen musste.

Also tauschte ich auf Verdacht einige Bauteile. Fündig wurde ich beim Koppelelko zwischen dem Lautstärkeregler und dem 1. NF-Transistor. Nach dessen Austausch spielte das Radio stundenlang einwandfrei, der Fehler scheint weg zu sein. Kapazität, ESR und Leckstrom des ausgebauten Elkos sind aber in Ordnung.

Nun darf das Radio standesgemäß wieder in einem VW Käfer mit 6 Volt-Elektrik seinen Dienst tun.

Und mit meinem Grundig Satellit 300 habe ich mich heute beschäftigt. Er hat wieder einmal den kompletten Speicherinhalt vergessen. Das ist schon ein paar Mal passiert, immer wenn ich das Radio herumgetragen habe. Bisher hatte ich die Ursache aber nicht finden können.

Heute stellte ich fest, dass die Spannung der Speicherbatterien (3 Mignonzellen) zeitweise nicht an den Lötfahnen des Batteriehalters ankommt. Der Batteriehalter ist aber sauber und optisch in Ordnung. Ursache war eine Unterbrechung an einer Batteriefeder. Diese ist so aufgebaut, dass die übliche Kegelfeder an ein Blechplättchen angecrimpt ist. Diese Crimpung gab keinen zuverlässigen Kontakt mehr, obwohl sie sauber und fest war und die Kegelfeder bei eingelegter Batterie ziemlich kräftig auf das Blechplättchen gedrückt wird. Da muss sich wohl eine Oxidschicht oder ähnliches gebildet haben, die trotzdem einen zuverlässigen Kontakt verhinderte. Die Lösung bestand darin, die Kegelfeder mit dem Blech zu verlöten.

Lutz


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BeitragVerfasst: Di Jan 10, 2017 14:14 
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Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Damals als ich noch Elektroniker Azubi (muss zwischen 2010-2012 gewesen sein) war beschwerte sich meine Mutter immer das der günstige Elektroherd so schlecht warm wurde, irgendwann nahm ich mich mit einem befreundeten Elektriker der Sache an. Laut Aufdruck auf der Rückseite war der Herd im 230/400V Netz so anzuschließen das die Phasen L1, L2 & L3 auf 3 Anschlüsse geklemmt wurden, der Neutralleiter wurde auf eine nicht verbundene Klemme geschraubt. Klingt logisch, das ist eine Dreieckschaltung für 400V über den Heizungen. Nur komisch war, der Elektriker der den Herd in den 90ern angeschlossen hat machte das ganz anders. Der Neutralleiter wurde aktiv verwendet, vermutlich eine Sternschaltung (230V über den Heizungen). Klar das der nicht heizt meinte der Elektriker, ich war skeptisch, es passte aber zur Erklärung das der Herd nicht richtig warm wurde.
Soweit so gut, umgeklemmt auf Dreieckschaltung und gibt ihm. Das Glaskochfeld heizte nun überdurchschnittlich stark auf, glühte Hellrot. Der Ofen wurde so schnell wie noch nie heiß, Operation geglückt? Skeptisch wurde ich weil beim umschalten die Schalter leise brutzelten. Wenn alle Kochfelder Aktiv waren flogen die B20 Leitungsschutzschalter im Keller raus, Elektriker hielt das einfach für falsch dimensioniert, es ist ja sowieso ein 4mm^2 Kabel zum Herd verlegt, da kann man locker einen B32 Automaten einbauen. Ich meinte wir sollten nach der Anleitung suchen, da passt ja offensichtlich was nicht. Aber auf den dummen Azubi hört ja keiner und meine Mutter war glücklich. :roll:

Am nächsten Tag kam ich nach hause, im ganzen Haus roch es verbrannt. Meine Mutter hatte den Herd schon vorgezogen und stromlos geschaltet. Sie hatte versucht Essen im Backofen zu machen, die Heizung wurde nun so heiß das die Wärmeisolierung vom Ofen anfing zu kokeln. Zum glück hat sie es bemerkt bevor es anfing zu richtig brennen!

Im Netz fand ich sogar noch die Bedienungsanleitung für das Modell. Darin passte der Anschluss, Dreieckschaltung ist nur beim 115V Netz erlaubt, ansonsten (wie Original) Sternschaltung. Auf der Rückseite des Herdes war einfach ein Druckfehler, der Elektriker in den 90ern muss das bemerkt haben und hielt sich an die BDA.

Und was lernen wir daraus? Bedienungsanleitung lesen! :mrgreen:

lg,
Jan

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Igitt! Da ist ein Transistor in meinem Röhrenradio! (-;


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