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 Betreff des Beitrags: Re: Grundsatzfragen / Verstärkerbau
BeitragVerfasst: Sa Dez 30, 2017 9:43 
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Hallo Petzi,
Die Potis sind unisoliert montiert direkt ans Chassisblech. Die Anschlüsse davon sind ja sowieso zum Potigehäuse isoliert. Die NF-Leitungen sind jeweils einseitig mit Schirm auf SchaltungsMasse (nicht Chassis). Das schließt natürlich die Leitungen zu den Potis ein, der Schirm geht auf einen extra Massedraht. Welche Seite der bessere Massepunkt ist muss man testen. Meistens egal, manchmal aber auch nicht :twisted: Ich habe meist die heiße Seite auf Masse die kalte in der Luft hängend.

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lg Karsten

Erfahrungen sind etwas ganz tolles, leider macht man sie immer erst kurz nachdem man sie gebraucht hätte...


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 Betreff des Beitrags: Re: Grundsatzfragen / Verstärkerbau
BeitragVerfasst: Sa Dez 30, 2017 10:27 
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Nutzi hat geschrieben:

Die Gegenkopplung ist grade eben so stark dass nichts schwingt. Das ändert sich aber sobald ich in die Vorstufe neue Röhren einsetze. Das allein reicht schon um im Hochtonbereich Verzerrungen zu bringen, mit voll hochgedrehtem Höhenregler auch richtiges schwingen.


Hallo Karsten

dann ist da was Faul. Der Verstärker darf selbst ohne Gegenkopplung nicht schwingen! Auch nicht mit aufgedrehtem Höhenregler! Also: Aufbau überprüfen und direkt an beide Gitter der ersten ECC83 ein Schwingschutzwiderstand (der Wert ist unkritisch, so zwischen 2 u 8K)

Was mir noch aufgefallen ist: die vielen abgeschirmten Kabel. Abgesehen vom Eingang (also Buchse - LA-Poti - Gitter erste ECC83) sollte man eigentlich ohne auskommen. Die ganze Mimik ist ja durch das Metallchassis geschirmt.

Gruß
Micha

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 Betreff des Beitrags: Re: Grundsatzfragen / Verstärkerbau
BeitragVerfasst: Sa Dez 30, 2017 20:57 
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Registriert: Mi Dez 07, 2016 9:32
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Hallo Micha,

das Schwingen ist nur mit einer bestimmten Röhre, und jeweils nur auf dem Kanal auf dem diese in der Vorstufe steckt. Und nur bei voll aufgedrehten Höhen und Lautstärke >90%.
Vorm Gitter der Vorstufe habe ich 2,2k Widerstände. Die Röhre selbst ist fast neu, hat aber 35% überdurchschnittliche Emmisionswerten. Die Kennlinien sehen aber sauber aus, und die Röhre lief vorher auch bestimmt 100 Stunden in einem Radio. Mit anderen Röhren ist auch ohne Gegenkopplung kein Schwingen. Vielleicht hat diese eine wirklich irgendeinen Schuß weg. Als sie ganz neu war hatte sie ein deutlich blaues Leuchten, aber nicht in den Systemen sondern wie eine Art Leuchtnebel innen am Glas...das war aber nur am Anfang. Nach paar Betriebsstunden war das weg.

Schirmgitter hat geschrieben:
die vielen abgeschirmten Kabel. Abgesehen vom Eingang (also Buchse - LA-Poti - Gitter erste ECC83) sollte man eigentlich ohne auskommen. Die ganze Mimik ist ja durch das Metallchassis geschirmt.


Das dürfte in den meisten Fällen reichen :mrgreen: , zumindest mit einer metallischen Bodenplatte verschlossen. Offen auf dem Tisch fängt auch der Kuhschwanz deutlich Störungen ein.
Nichts geht mir mehr auf den Sack als irgendein Schmierfone meiner Kinder was Störungen macht :wut: Ein kleines Blech, ein paar geschirmte Leitungen oder Abschirmbecher für die Vorstufen, das ist kaum Mehraufwand mit eventuellem Mehrnutzen. Auch hab ich am späteren Einsatzort ziemlich viele möglichen Störquellen im Nahbereich.
Die von dir ausgezeichneten Änderungen werde ich im Laufe dieser Woche mal testen. Poti in die GK hatte ich schon vorab.

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lg Karsten

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 Betreff des Beitrags: Re: Grundsatzfragen / Verstärkerbau
BeitragVerfasst: Mi Jan 03, 2018 10:21 
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Hallo,

Wenn eine vorhanden ist könntest du mal anstatt der ECC83 eine ECC81 einsetzen.
Dadurch sinkt die Verstärkung und wahrscheinlich auch die Schwingneigung.
Das Brummproblem sehe ich auch bei der Erdung. Ist die Schaltungsmasse mit dem Schutzleiter verbunden?

Viele Grüße
Frank

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Viele Grüße aus der Pfalz!

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 Betreff des Beitrags: Re: Grundsatzfragen / Verstärkerbau
BeitragVerfasst: Mi Jan 03, 2018 21:01 
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Das Brummen kommt "nur zeitweise" über den Schutzleiter. Der bildet wohl eine Art Brummschleife mit dem Masseleitungen des Eingangs, aber halt nicht dauerhaft brummend sondern nur manchmal.
Hab jetzt einen Mantelstromfilter am Engang und das Brummen ist weg. Schwingneigung ist mit Abblockwiderständen 2K2 vor den Gittern auch weg.
Im Prinzip bin ich mehr als zufrieden, der Verstärker ist Brummfrei, also ohne Eingang und voll aufgedreht muss man das Ohr schon direkt an den Lautsprecher drücken um zu merken dass überhaupt angeschaltet ist. Die zu Anfang bestandene "Höhenschwäche" ist nun mir niederohmigeren Eingang auch deutlich besser. Ich hab nicht unbedingt passende Meßtechnik um Kurven aufzeichen zu können, aber die Ausgänge knicken nicht mehr ab 3KHz so deutlich nach unten weg. Rein mit Voltmeter gemessen ist der Bereich 35-16.000 Hz ziemlich konstant bis etwa 4KHz, dann geht der Wert kontinuierlich ganz leicht fallend. Das Sinussignal ist jedenfalls sauberer sinus in diesem Bereich ohne Verformungen. Was mir noch nicht ganz klar ist, wie stellt man mit wenig Messtechnik eine Gegenkopplung ein ? Theoretisch ist von "nicht vorhanden bis kommt nichts mehr raus" ein recht großer Bereich, im Moment hab ich die Schaltung so wie die handgezeichnete auf Seite 3.
Also mit 100K Poti, im Prinzip kann ich bei 100K Einstellung keine Verzerrungen des Sinus feststellen, und der Klang ist nach meinem Empfinden Spitze. Wenn ich den Wert verkleiner kommt irgendwann der Punkt wo die Verstärkung hörbar geringer wird, kurz danach gleich der Punkt wo der Klang eher schlechter wird. Wie stellt man sowas normalerweise ein, oder Berechnet man die Gegenkopplung und gibts es dafür "Standartwerte" ?

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lg Karsten

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 Betreff des Beitrags: Re: Grundsatzfragen / Verstärkerbau
BeitragVerfasst: Mi Jan 03, 2018 22:11 
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Kenntnisstand: **Zutreffendes Feld fehlt**
Hallo Karsten,

die Einstellung der Gegenkopplung optimierst du am besten mit einem 1kHz Rechtecksignal. Im 'Grünen Bereich' muss das Signal ohne Überschwingen übertragen werden. Die Einkopplung des Signals muss hinter der Klangstellung erfogen. Wenn du jetzt die Gegenkopplung immer weiter 'anziehst' wird das Rechteck ab einer bestimmten Stellung des Trimmpotis deutliche Überschwinger zeigen. Kurz vor Einsetzen dieses Effektes ist der Grenzwert des Gegenkopplungsfaktors erreicht. - Bei weiterer Erhöhung der Gegenkopplung tritt dann eine Dauerschwingung (Oszillieren) des Verstärkers ein.
- Zur Verdeutlichung der Einkopplung habe ich Michi's Skizze missbraucht: Am Kreuz unterbrechen und am Pfeil über 22nF gegen GND einspeisen - Rechteck-Amplitude am Ausgang ca. 4Vss...5Vss einstellen. Ausgang mit passendem Lastwiderstand abschliessen.
Dateianhang:
Generator einkoppeln.JPG
Generator einkoppeln.JPG [ 16.33 KiB | 226-mal betrachtet ]

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...und glüht auch die Anode rot, ist die Röhre noch nicht tot.

Mit freundlichen Grüßen, Peter R.


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 Betreff des Beitrags: Re: Grundsatzfragen / Verstärkerbau
BeitragVerfasst: Do Jan 04, 2018 7:37 
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Guten Morgen Karsten,

wichtig dabei ist, wie Peter ja geschrieben hat, der Lastwiderstand. Also auf keinen Fall einen Lautsprecher an den Ausgang!

Gruß
Micha

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 Betreff des Beitrags: Re: Grundsatzfragen / Verstärkerbau
BeitragVerfasst: Do Jan 04, 2018 18:48 
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Danke für eure Erklärung, damit komme ich weiter.

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