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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Wiederaufbau eines VE301

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 Betreff des Beitrags: Wiederaufbau eines VE301
BeitragVerfasst: Mo Okt 15, 2018 20:37 
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Habe jetzt günstig einen VE301dyn von Ingelen bekommen. Das Gerät hatte zig Jahre auf dem Dachboden gestanden und war total verstaubt. Das Gehäuse nicht geplatzt, nur etwas verrostet, alle Röhren drin. Nur "das Skalenseil ist defekt". Da ich noch nie so ein Gerät hatte war ich natürlich neugierig. Viel ist da ja nicht drin.
Aber es hatte schon mal jemand gebastelt: der Kondensator am Gitter und die 2 Elkos wurden gewechselt, wohl Ende der 50iger Jahre. Auch der RK-Drehko ist aus DDR-Zeiten sowie der Netztrafo. Der mittlere Knopf ist vom "alten" VE, die beiden anderen sind die originalen (gerade Ausführung)
Dateianhang:
ve1.jpg
ve1.jpg [ 61.07 KiB | 1590-mal betrachtet ]

Das Skalenseil war ok und zuerst dachte ich der Drehko ist nur fest. Aber er war völlig verzogen und ist Schrott. Zinkpest. Glücklicherweise habe ich einen ähnlichen gefunden. Nun wurde das Chassis entrostet und die noch vorhandenen Kondensatoren neu befüllt sowie die beiden Elkos getauscht. Die Pertinaxplatte des Antriebs wurde etwas geglättet und dann sollte es losgehen. Die AF7 ist wohl Original mit Aufdruck, als Gleichrichter war eine 3polige RGN354 drin. Das mag noch gehen. Nur die 4polige Endröhre machte mich stutzig. Da steht zwar Wehrmacht drauf aber nach vorsichtigem Putzen entpuppte sie sich als RE84k! Gut das ich am Wochenende auf der AREB eine RES164 bekommen habe.
Gestern habe ich nun den Lautsprecher gereinigt und musste feststellen das der AÜ auch ersetzt wurde. Und nun wird es seltsam:
Dateianhang:
ve2.jpg
ve2.jpg [ 15.63 KiB | 1590-mal betrachtet ]

Die 4,5k und 7k Anschlüsse sind zusammengelötet. Der originale sollte 10K haben, da ist auch ein 7k möglich, wenn auch nicht optimal. Aber der Kurzschluss eines Teils der Wicklung??? Außerdem war das Lautsprechergehäuse auf Masse gelegt um den 30k Lastwiderstand anzuschließen. Das mag gehen, aber ein Anschluß der Skalenlampe ist durch das Aufstecken auf den Lautsprecher mit diesem verbunden und damit ist natürlich der Entbrummer wirkungslos.
Ich kann mir nicht vorstellen das das Gerät so mal funktionieren konnte!
Nun bin ich auf der Suche nach eine 10k AÜ.

Alfred


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 Betreff des Beitrags: Re: Wiederaufbau eines VE301
BeitragVerfasst: Di Okt 16, 2018 19:29 
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Hallo Alfred,

ich hätte noch ein paar EL95-Übertrager rumliegen, die haben üblicherweise auch 10K Primär.

Da kann ich Dir gerne einen abgeben.


Grüße

Martin


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 Betreff des Beitrags: Re: Wiederaufbau eines VE301
BeitragVerfasst: Do Okt 18, 2018 17:11 
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Hallo Martin, der Tip mit der EL95 ist gut, ich muss mal meine Schlachtchassis durchschauen

Alfred


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 Betreff des Beitrags: Re: Wiederaufbau eines VE301
BeitragVerfasst: So Jan 20, 2019 18:07 
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Nun ist er endlich fertig. Vielen Dank an Martin und Volker für die Ersatzteile. Das Chassis wurde entrostet und neu lackiert und die wenigen Kondensatoren wurden ersetzt.
Der Lautsprecherstoff wurde früher durch Leinen ersetzt, ich habe ihn nur etwas gereinigt. Es soll ja nicht neu aussehen, nur funktionieren. Das Netzkabel war noch nicht brüchig, ich habe nur einen alten Bakelitstecker aus DDR-Zeiten drangemacht. Zum Vorführen habe ich eine Steckdose ohne Schutzkontakt mit einem 12V-Trafo, somit bekommt das Gerät auch seine 220V.
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ve3.jpg [ 100.63 KiB | 1044-mal betrachtet ]

Dateianhang:
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ve4.jpg [ 132.8 KiB | 1044-mal betrachtet ]


Alfred


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 Betreff des Beitrags: Re: Wiederaufbau eines VE301
BeitragVerfasst: Mi Jan 23, 2019 22:18 
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Herzlichen Glückwunsch
Tolle Restaurierung
Danke für den Bericht

Ludwig

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Wiederaufbau eines VE301
BeitragVerfasst: Mo Feb 18, 2019 15:36 
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Hallo,

wie ist denn der abendliche Empfang?

Ich habe auch einen sehr gut erhaltenen Dyn W. Leider sind nur noch ausländische Sender zu empfangen, aufgrund der Ferne mit entsprechend Schwund.
Von den Geräten hatte ich Im Laufe der vergangegen Jahre einige auf dem Tisch.
Als Schwachpunkt habe ich oftmals den in dere Gitterkappe der AF7 verbauten 2-MOhm-Widerstand erkannt. Dessen Wert war teilweise weit aus der 20%- Toleranz heraus.
Einige Hersteller verbauten dort eine für diesen Zweck hergestellte Kombination. Ein etwas größerer Röhrchenkondensator, der den Widerstand (Hoges) in seinem Innern aufnahm.
Die bei Dir vorgefundene RE084k ist eine Rarität. Hoffentlich hat sie noch gute Werte. Der verwendete Drehko ist ein typisches Standard-Bauteil jener Jahre und diverser Hersteller. Die Skalenscheiben für diese Geräte sind mittlerweile wieder Goldstaub geworden. Mitte der 90er gab es eine Serie nachproduzierter Teile dieser Art in vorzüglicher Qualität für einen fairen Preis.

Grüße
drahtfunk

_________________
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Im übrigen:

Unerlaubtes Drehen am Radioapparat führt zu schweren Verstimmungen beim Hausherren, und ist daher bei Strafe verboten!


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