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 Betreff des Beitrags: Re: Saba Breisgau 125 Automatic
BeitragVerfasst: Mi Nov 23, 2022 14:54 
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Hallo Peter,

Den Widerstand R103 habe ich geprüft, er hat die vorgegebenen Werte.
Ich werde den Freitag abtrennen und schauen was sich ergibt.
Bis dahin sollte auch die Röhre eintreffen.

Beste Grüße Johannes


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 Betreff des Beitrags: Re: Saba Breisgau 125 Automatic
BeitragVerfasst: Mi Nov 23, 2022 17:39 
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Hallo,

soweit so gut - eigentlich wollte ich die Funktion der Automatik schrittweise erklärend darstellen; ist nun ein wenig aus dem Leim gegangen. Der nächste Schritt sollte die magnetische Haltefunktion (eigentlich Selbsthaltefunktion) beim Suchlauf erläutern. Dazu erst einmal das um diese Funktion erweiterte Teilschaltbild:
Dateianhang:
Breisgau Automatik-Motor Endst. Suchlauf-01a-net.jpg
Breisgau Automatik-Motor Endst. Suchlauf-01a-net.jpg [ 101.48 KiB | 210-mal betrachtet ]

Die Halteschaltung besteht aus dem Haltemagnet, welcher mittels der EABC80 angesteuert wird. Im Ruhezustand wird das Steuergitter mittels der negativen Vorspannung v (-7,5V) zugesteuert; die Röhre ist gesperrt, der Haltemagnet stromlos.
Bei Betätigen einer Suchlauftaste setzt sich der Motor wegen der an 5-6 anstehenden 50Hz Wechselspannung Spannung >60V in Bewegung. Diese AC-Spannung wird über C92 ausgekoppelt und über R97 dem Selen Zwerg-Gleichrichter E62C5 (Gr.C) zugeführt. Nach Gleichrichtung steht am Ladekondensator C93 (22n) eine Spannung von ca. +11,5V zur Verfügung. Diese Spannung wird über R101 dem Gitter der EABC80 zugeführt und schaltet diese leitend, damit wird der Haltemagnet erregt und hält den Anker der Steuerwippe angezogen, so lange der Motor läuft (roter Stromkreis). Bei abgetrenntem C88 (0µ1) liefe er endlos weiter, man kann jetzt durch Betätigen der anderen Suchlauftaste den Motor in der anderen Richtung starten, womit auch wieder die Haltefunktion greift und der Motor ewig weiterläuft. Man kann ihn nur stoppen wenn man die jeweils gegensinninge Suchlauftaste mit Gefühl nur soweit betätigt dass der Haltemagnet gelöst wird. - Noch ein Hinweise für eine eventuelle Fehlersuche: der Kupferwiderstand der Haltespule liegt bei 10kOhm.
Wie der Suchlauf automatisch gestoppt wird ist noch in Arbeit und Thema des nächsten Funktionsschrittes.

_________________
...und glüht auch die Anode rot, ist die Röhre noch nicht tot.

Mit freundlichen Grüßen, Peter R.


Zuletzt geändert von glaubnix am Do Nov 24, 2022 12:05, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Saba Breisgau 125 Automatic
BeitragVerfasst: Mi Nov 23, 2022 19:15 
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Hallo Peter,
Ich hoffe ja das es weitere Erkenntnis gibt wenn der R103 entfernt worden ist und das die neue Röhre wirklich den erwünschten Erfolg bringt.
Die magnetische Haltefunktion geht nämlich auch nicht und somit ist das erweiterte Teilschaltbild noch eine sehr große Hilfe für die ich sehr dankbar bin.
Wenn ich es morgen schaffe werde ich mir das natürlich auch ansehen.
Beste Grüße Johannes

1/2=387V~
gegen Masse.............................ohne R103/ 18K Ohm
4=256v
5=282v....................................276v
6=230v....................................260v

Klemmen an 5/6 Motor an
Messgerät auf ~ bei 700v
Ruhestellung Anzeige 014v.........007v~
Suchlauf langsam 009v..............009v~
Suchlauf schnell 024v................018v~

Klemmen an 5/6 Motor an
Messgerät auf = bei 1000v
Ruhestellung Anzeige 050v.........026v
Suchlauf langsam 028v..............026v
Suchlauf schnell 025v................026v

Haltemagnet 10,66K Ohm

An Diode E62,5 C5
-4,72v Motor an -1,75v Suchlauf schnell 3,08v

Haltemagnet gegen Masse 217v Motor an 208v Suchlauf schnell 194v
EABC80 Pin 8 -5,35v Motor an -3,88v Suchlauf schnell -1,46v

Beste Grüße Johannes


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 Betreff des Beitrags: Re: Saba Breisgau 125 Automatic
BeitragVerfasst: Do Nov 24, 2022 12:28 
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Hallo Johannes,

die aktuellen Messungen bescheinigen der ECL80 einen Anodenstrom von ca. 8mA - das entspricht zwar keiner 100%igen Frische; trotzdem sollte aber an der Anode, bzw. am Motor 5-6 eine Wechselspannung von mehreren 10V messbar sein. Möglicherweise hat die Röhre demnach einen verborgenen Fehler, der an den Messwerten nicht erkennbar ist. Verfügt C89 (2µF) am Schirmgitter pin8 über seine vorgesehene Kapazität? - Voraussetztung für die erforderliche Anodenwechselspannung ist natürlich die ~Eingangsspannung am G1 (pin9) der ECL80 von ca. 4V~ im Suchlaufmodus.
Schaun wir mal, ob die neue Röhre den Durchbruch bringt... auf jeden Fall sieht das Geschehen bislang etwas mysteriös aus; es bleibt spannend.

Nachsatz: Um eine korrekte Automatik-Funktion sicher zu stellen ist eine der wichtigsten Vraussetzungen eine einwandfreie Kontaktierung aller Kontakte des Steuerschalters und absolute Leichtgängigkeit des damit verbundenen Mechanismus.

_________________
...und glüht auch die Anode rot, ist die Röhre noch nicht tot.

Mit freundlichen Grüßen, Peter R.


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 Betreff des Beitrags: Re: Saba Breisgau 125 Automatic
BeitragVerfasst: Do Nov 24, 2022 13:05 
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Hallo Peter,

Der Elko C89 (2µF) ist neu, bei diesen Elko kam doch Frage auf ob Minus an Masse kommt.
Auch die anderen Werte sind Mysteriös.
Die Reinigung der Kontakte ist wirklich schwierig, weil sich die meisten Kontakte hinter der Platte befinden.
Ich versuche dort eine Lösung zu finden.
Die Röhre ist noch nicht gekommen.

Nachtrag:
weiterhin ohne R103/ 18K Ohm

Am Motor Klemme an 5+6
Messgerät auf 700~
Motor an 008v~
Suchlauf schnell 026v~

Messgerät auf 20~ Klemme auf 5+6
Motor an 12,64v~
Suchlauf schnell, musste wieder auf Messgerät 700~ 026v~

Messgerät 200mA Klemme 5+6
Motor an 00,2mA
Suchlauf schnell 0,16mA

ECL80 Pin 9 Messgerät 20~
Motor aus 0,57v~
Motor an 0,13v~
Suchlauf schnell 0,87v~



Beste Grüße Johannes


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 Betreff des Beitrags: Re: Saba Breisgau 125 Automatic
BeitragVerfasst: Do Nov 24, 2022 17:43 
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Hallo Johannes,

ohne die Mühe der Vorredner in Frage zu stellen, aber ich hätte hier ein Serviceheft von SABA aus dem Jahre 1956/57. Dort ist meiner Meinung nach die Abstimmautomatik auf vier Seiten recht gut erklärt.

Hättest Du daran Interesse?

Dann könnte ich mal sehen wie ich das einscannen kann und würde es Dir dann zukommen lassen.


Gruß

Achim


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 Betreff des Beitrags: Re: Saba Breisgau 125 Automatic
BeitragVerfasst: Do Nov 24, 2022 20:02 
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Hallo Achim,

Vielen dank für dein Angebot, aber Peter hat das so detailliert ausführlich beschrieben, besser geht es nicht.
Es ist fast unerklärlich warum der Motor nicht läuft (nur ganz, ganz langsam und hält auch nicht fest).
Bis auf die Röhren sind alle Bauteile neu und auch da wo sie hingehören. Die übrig gebliebenen Widerstände habe ich mittlerweile fast alle
durchgemessen. Die Röhrensockel wurden alle mit einen Pfeifenreiniger sauber gemacht.
Das Radiochassis sieht aus wie aus dem Laden und die originalen Lämpchen gehen alle noch.
Manuell dreht sich alles super leicht, die Mechanik und die Umlenkrollen laufen fast ohne Widerstand.
Die Wicklungen sind alle im grünen Bereich.
Die Kontakte an der Wippe sind schwierig, da muss ich eine Lösung finden.
Ich schau ja auch, wo habe ich was vergessen oder übersehen.
Es ist ja so, normalerweise braucht kein Mensch die Automatik wenn ich keine Fernbedienung habe,
bloß was dran ist sollte auch funktionieren.
Ich könnte es gut verstehen sollte sich das Elend hier mit mir keiner mehr anschauen wollen.

Beste Grüße Johannes


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 Betreff des Beitrags: Re: Saba Breisgau 125 Automatic
BeitragVerfasst: Do Nov 24, 2022 21:48 
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Beiträge: 407
Kenntnisstand: Grundkenntnisse (ohmische Gesetz etc.)
Hallo,

perfekt gereinigte und funktionierende Schaltkontakte sind die Voraussetzung für eine einwandfreie Funktion der Automatik. Wenn Du die komplette Wippe ausbaust, kannst Du auch die Kontakte gut reinigen.

Wenn ich mich richtig erinnere, sind die Wicklungen von Suchlauf- und Lautstärkemotor in Serie geschaltet. Das heißt, Fehler im Suchlauf können durchaus auch aus dem Bereich des Lautstärkemotors kommen.

Den MP Motorkondensator im Alubecher hätte ich übrigens auch nicht getauscht, der wird normalerweise nicht defekt, ist aber für die Funktion des Motors wichtig.

Die Saba Automatik verzeiht keine Fehler. Sie funktioniert nur richtig, wenn auch wirklich alles paßt.

_________________
Viele Grüße,
Günter


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 Betreff des Beitrags: Re: Saba Breisgau 125 Automatic
BeitragVerfasst: Do Nov 24, 2022 22:37 
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Hallo Günter,
Das Saba Breisgau Automatic 125 hat kein Lautstärkemotor.
Ich denke ich werde die Wippe ausbauen müssen.
Der c94 hatte ein Messwert von 0,34uf, und wegen der hohen Spannung kam es auf jeden Wert hinterm Komma an.
Jetzt habe ich genau 0,3uf
Ich gebe mir noch die Zeit bis die neue Röhre kommt.
Beste Grüße Johannes


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 Betreff des Beitrags: Re: Saba Breisgau 125 Automatic
BeitragVerfasst: Fr Nov 25, 2022 14:29 
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Hallo Johannes,

abgesehen davon, dass die Automatik bei den Meersburg Modellen (ausser 6-3D) wegen der nicht Fernbedienbarkeit im Prinzip eine überflüssiges Feature ist, ist es doch faszinierend damit umzugehen. Es ist schon eine tolle Sache den motorischen Suchlauf zu beobachten, wie er dann bei den jeweiligen Sendern stehenbleibt und besonders die Scharfstellfunktion bei gefundenem Sender ist schon etwas Besonderes.
Um jetzt zumindest den Motorantrieb zu entzaubern habe ich noch einmal, in einer weiter vereinfachten Skizze, die Motorumgebung mit der Motorendstufe hervorgehoben.
Jetzt sollte für 'jeden' das Prinzip erkennbar sein. Die Motorendstufe entspricht einer einfachen, normalen NF-Endstufe. Die Motorwicklung im Anodenkreis entspricht dem üblichen Ausgangsübertrager. Dieser ist, um eine brauchbare Verstärkung zu erzielen als ca. 50Hz Resonazkreis ausgebildet. (Damit wird auch verhindert, dass Modulationsreste des NF-Nutzsignals die Automatik Funktion beeinträchtigen).
Nun zurück zur Endstufe: Sie bekommt die 'Suchlaufspannung' - ein 50Hz Signal aus dem Netztrafo- dem G1 zugeführt. Diese Spannung wird nun in der Röhre verstärkt und erscheint dann im Anodenkreis und somit an der Motorwicklung des Abstimmotors. Zu beachten ist auch die Werthaltigkeit von R95 (1M) über welchen die Gittervorspannung der Endröhre zugeleitet wird (Festlegung des Arbeitspunktes).
Bei gefundenem Sender wird die Suchlaufspannung abgeschaltet, dann übernimmt das Signal aus dem Nachstimmdiskriminator die Scharfeinstellung auf den Sender.
Dateianhang:
Breisgau Automatik-Motor Endst. Suchlauf-neu-net.jpg
Breisgau Automatik-Motor Endst. Suchlauf-neu-net.jpg [ 86.23 KiB | 91-mal betrachtet ]

Ich denke, dass es mit diesem Schaltungsausschnitt möglich sein sollte den Motorantrieb wieder in Gang zu bekommen. Die Spannungs- und Stromangaben sind reine Orientierungswerte - sie können aufgrund unterschiedlichen Röhrenverschleisses und Netztspannungen etwas abweichen.
Noch einige interessante Neben-Erkenntnisse: Die Endstufe arbeitet auch bei völlig angetrenntem Festfeld unbeirrt weiter. Selbst ein Kurzzschliessen der Festfeldwicklung (bei vorher abgeklemmtem Festfeld) ändert an der Funktion nichts. - Wenn also die ca. 4V~ an Steuergiiter anstehen müssen sie auf jeden Fall verstärkt an der Anode ankommen! :|
- Vielleicht liegt es tatsächlich an einer schlappen Motorendröhre, wir werden sehen.

Noch ein paar Antworten auf bislang übersehene Fragen: Die defekte Drossel hat nichts mit dem Automatikproblem zu tun. Möglicherweise starb sie an einer Überlastung - vielleicht durch Kurzschluss. Gelegentlich ist auch ein Wicklungsdraht wegoxydiert.
Anhand deiner Dioden-Messung an den Zwerggleichrichtern (Briketts) kannst du dich nicht festlegen, dass eine davon defekt ist. Es handelt sich bei der Variante E62,5C5 intern um die Reihenschaltung von 3 Selenzellen, daher reicht die Messpannung der üblichen Diodentester nicht aus, um die 3 Dioden in den leitenden Zustand zu versetzen. Der andere E12,5C5 Gleichrichter hingegen besteht aus nur einem Selen-Element, welches bei der niedrigen Messpannung bereits leitend wird.
Und auch ich würde, wie bereits vorgeschlagen wurde, den guten MP-Becher Kondensator im Gerät belassen, sofern er keine eindeutigen mechanischen Beschädigungen aufweist.

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Mit freundlichen Grüßen, Peter R.


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