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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Hochohmiger Line Out (DIN) sinnvoll verwenden?

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BeitragVerfasst: Fr Jun 24, 2022 18:51 
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Guten Abend zusammen,

ich bin ja schon seit längerer Zeit ein stolzer Besitzer eines Nordmende Othello d320 mit Stereo-Dekoder.
Letztens habe ich mit dem Gedanken gespielt, dass das Radio ja neben Line In auch Line Out hat und somit theoretisch das NF Signal an ein externes Gerät übertragen werden kann.
Es ist schließlich ein vollwertiger, 5 poliger DIN Anschluss.
Und tatsächlich mit einem DIN auf RCA Adapter konnte ich erfolgreich einen Bluetooth Transmitter anschließen.
Allerdings war das Signal auf meinem Kopfhörer auf der maximalen Lautstärke eher so im Bereich "gut hörbar".

Ich vermute mal, dass die Ausgangsimpedanz des Radios und die Eingangsimpedanz des Transmitters hier das Problem sind.
Es bedarf wohl eines zusätzlichen Vorverstärkers.

Darum wollte ich mal fragen, ob es schon bekannte Lösungen gibt oder ist mein Transmitter vielleicht auch einfach nicht empfindlich genug?
Würde das Experiment bei Gelegenheit mal an meinem HiFi Receiver testen.
Jedenfalls der Klang, der rauskam, war zumindest sauber und klar.
Anders als über die eingebauten Lautsprecher, konnte man den Stereo Empfang auf dem Kopfhörer sehr gut raus hören.

Liebe Grüße,
Patrick

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Freundliche Grüße,
Patrick


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BeitragVerfasst: Fr Jun 24, 2022 20:01 
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Das, was Du als Line In und Line Out bezeichnest, ist zwar von der Funktion her etwas ähnliches, aber die elektrischen Werte, vor allem die Ein- und Ausgangsimpedanz, weichen sehr von denen der heutigen Anschlüsse ab.

Die Radios aus dieser Zeit haben vor den Ausgängen, die zur Tonband-Aufnahme dienen, hochohmige Widerstände (bei Nordmende meist 820 k Ohm oder 1 M Ohm). Diese bilden mit der Eingangsimpedanz eines angeschlossenen Gerätes einen Spannungsteiler. Wenn das angeschlossene Gerät einen hochohmigen Eingang hat (wie die damaligen Tonbandgeräte), geht nur wenig Pegel verloren. Heutige Geräte, also sicher auch der Bluetooth-Transmitter, haben aber eine viel kleinere Eingangsimpedanz. Wenn diese z.B. 10 k Ohm beträgt, ergibt das mit dem Vorwiderstand im Radio ein Spannungsteilerverhältnis von ca. 100:1. Das Signal wird also um 40 dB gedämpft. Kein Wunder, dass das Ergebnis eine geringe Lautstärke ist.

Es gibt eine viel einfachere Lösung, als einen Vorverstärker dazwischenzuschalten:

Um den Eingangspegel des Bluetooth-Transmitters anzuheben, brauchst Du nur die oben genannten Widerstände verkleinern. Ich würde zunächst mit 1/10 des Originalwertes probieren, also etwa 100 k Ohm. Das sollte einen Pegelgewinn von 20 dB bringen. Noch kleinere Widerstandswerte sind auch möglich, aber dann kann es sein, dass die Wiedergabe des Radios selbst deutlich leiser wird, wenn der Bluetooth-Transmitter angeschlossen ist.

Lutz


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BeitragVerfasst: Mo Jun 27, 2022 13:06 
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Moin,
das hab ich mir schon gedacht mit der Impedanz.
Macht ja auch nur Sinn.
Allerdings würde ich da nach wie vor ne externe Lösung bevorzugen, das kann ich dann nämlich bei Bedarf auch an anderen Geräten verwenden.
Also vielleicht sowas wie ein Phono Preamp, nur ohne die RIAA Entzerrung wäre vielleicht denkbar.

Mal sehen ob ich da was brauchbares finde :)

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Freundliche Grüße,
Patrick


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BeitragVerfasst: Mo Jun 27, 2022 17:14 
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Ein handelsüblicher Phono-Preamp, auch als Entzerrer-Vorverstärker bezeichnet, ist dafür nicht geeignet. Denn er beeinflusst den Frequenzgang sehr stark, um den nicht linearen Frequenzgang von magnetischen Tonabnehmersystemen auszugleichen. Ergebnis wäre eine extrem dröhnende Wiedergabe mit viel zu starken Bässen und kaum Höhen.

Du benötigst einen Vorverstärker mit linearem Frequenzgang. Eigentlich braucht er keine Spannungsverstärkung leisten, sondern nur die Impedanz von hochohmig auf niederohmig wandeln, also eine Stromverstärkung. So etwas könnte man mit 1 oder 2 Transistoren pro Kanal oder mit Operationsverstärkern leicht selbst bauen, wenn man entweder auf eine fertige Schaltung zurückgreift oder diese selbst entwirft.

Die oberste Schaltung im folgenden Link könnte für Deine Zwecke gut geeignet sein:
https://www.electronicdeveloper.de/TransistorVv.aspx

Lutz


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BeitragVerfasst: Mo Jun 27, 2022 19:11 
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Hallo Patrick,

den Nordmende Othello d320 kenne ich zwar nicht, aber vermutlich liefert er an der DIN-Buchse ähnlich hohe Signalspannungen wie bei Cinch üblich also um 1 V.
Allerdings ist die Impedanz der Quelle bei den DIN-Anschlüssen teilweise sehr hoch, wesentlich höher als die Impedanz des Eingangs bei modernen Geräten.

Üblicherweise genügt dann eine Impedanzwandler-Schaltung ohne Spannungsverstärkung, also nur Stromverstärkung. Die kann man z. B. mit einem Transistor und wenigen zusätzlichen Bauteilen aufbauen.
Man kann auch eine Schaltung mit Operationsverstärker aufbauen, die ist vielseitiger und kann auch für andere Zwecke angepasst werden.
Man kann auch beispielsweise eine fertige RIAA-Entzerrer-Schaltung o. ä. nehmen und einige Bauteile darauf ändern, um die Eingangsimpedanz zu erhöhen, die Spannungsverstärkung stark zu reduzieren und die lineare Frequenzgangverzerrung aufzuheben. Manche vertragen allerdings keine hohen Eingangsspannungen.

Je nach Vorliebe kann man selbst eine Schaltung aufbauen oder einen Bausatz nehmen und ein paar Bauteilwerte für die Aufgabe anpassen oder eine fertige Schaltung nehmen und ein paar Bauteile darauf ändern.

Am einfachsten sind meistens Schaltungen für Versorgungsspannungen im Bereich 9...25 V.
Und für Stereosignale braucht man selbstverständlich zwei gleiche Schaltungen.

Die Impedanzwandlerschaltung kommt bevorzugt an das Gerät mit der hochohmigen Quelle, also vor die Verbindungsleitung. Die Leitungen haben eine Kapazität zwischen Ader und Schirmung um 100 pF/m ("Kapazitätsbelag"). Die Kapazität der Leitung bildet mit den beidseitigen Abschlusswiderständen einen Tiefpass. Ist die Leitung auf beiden Seiten hochohmig abgeschlossen, werden die hohen Töne deutlich gedämpft. Bei Mittelwelle (fmax = 4,5 kHz) war das noch unkritisch.

Bernhard


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