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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Oma´s Philips 1003 ...mein erstes Röhrenradio

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BeitragVerfasst: Do Nov 25, 2021 10:12 
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Hallo zusammen, ich bin neu hier.... :)
Meine Radiogeschichte beginnt ca. 1992 als meine Großmutter umgezogen ist und ihr altes Röhrenradio (Bj 59 vermutlich), Philips 1003 nicht mehr benutzen wollte. Ich denke ich habe es vor dem Entsorgen gerettet, so genau weis ich das nicht mehr. Schon damals fand ich das 50ziger Design toll und habe das Radio in den Keller gestellt, entgegen dem Willen meiner Eltern.
Jetzt, 11/2021 bin ich auch umgezogen und habe mein Wohnzimmer im 50ziger Stil eingerichtet, Omas Schrank und Tisch hatte ich ja auch gerettet (andere Geschichte!! :lol: ) ...eine 50ziger Couchgarnitur fand ich auch und so kam eins zum anderen.... völlig selbstverständlich daß da das schöne Radio als Deko Komode nicht fehlen durfte! Selbst die alte Pendüle, welche immer auf dem Radio stand, bei meiner Oma, steht wieder genau da drauf wie damals in meiner Kindheit in den 70zigern bis 80zigern....Das Häkeldeckchen kommt auch noch!
Natürlich konnte ich nach 2 Wochen nicht widerstehen....und habe es probeweise eingesteckt, mit null Vorkenntnissen von diesem Forum, bin ja neu und Röhrentechnik ist mir völlig fremd!
Dann kam der Moment der Wahrheit, das Radio brummt und nach ca. 30Sekunden bis einer Minute verändert sich das Geräusch. es ist mir dann tatsächlich gelungen auf MW einen Sender zu finden!!! Hurra, es geht noch, unglaublich für mich, das alte Ding funktioniert noch. Auch auf LW und sogar UKW geht noch... ich habe vor Freude geweint, Oma ist schon lange tot, aber ihr Radio geht immer noch!!!
Ich habe sofort meinen Mini UKW Sender gesucht und erst mal eine ordentliche Swingliste über das Handy aus Youtube "eingestrahlt", funktioniert wunderbar und der Klang ist gigantisch....ich habe Benny und Glenn noch nie mit so viel Gänsehaut gehört und genossen... :P

Bisher habe ich das Radio einige Stunden laufen lassen und es funktioniert wunderbar. Das Empfangsteil scheint sehr stabil zu sein, ich muss den Empfang auch nach 4 Stunden nicht nachregeln...
und bisher habe ich die Rückwand nicht aufgemacht. Keine Ahnung wie es nach 30 Jahren im Keller, davon viele Jahre im trockenen, warmen Heizkeller, innen drin aussieht?!
Auffälig ist nur das manchmal ein leichter Netzbrumm zu hören ist, welcher nach einigen Minuten Betrieb dann plötzlich weg ist, wieder kommt und irgenwann ganz weg bleibt. Störend finde ich das nicht, das alte Radio darf das bei mir, es ist noch völlig oroginal....

Aber vielleicht sollte ich es doch mal öffnen und ggf. eine Überholung der C´s überdenken?

was meinen die Profis hier dazu? aufmachen oder zulassen, solange es so schön funktioniert?

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und ggf. Kommentare!


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BeitragVerfasst: Do Nov 25, 2021 11:35 
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Hi,

Wenn so ein Radio lange nicht in Betrieb war, dann muss der Ladeelko wieder an Strom ,gewöhnen' dabei kann der Elko sich aufheizen und im dümmsten Fall sein Innerstes über sich ergiessen..
Wenn das Brummen wieder weg ist und der Elko wird nicht heiß hast du wohl Glück gehabt.

Bevor du nun das Radio dauerhaft benutzt ist es sehr sinnvoll, wenn zumindest die wichtigsten Kondensatoren getauscht werden. Es gibt in manchen Radios welche, die die Netzspannung mit dem Chassis verbinden.
Die alten Kondensatoren sind mehr oder weniger leitfähig geworden (Alterserscheinung) und wenn man keine Netzspannung am Chassis haben will sollte man diese Kondensatoren, sofern vorhanden durch moderne Typen ersetzen.
Dann gibt es in der Schaltung noch ein oder zwei Kondensatoren, die durch diese Alterserscheinung die Endröhre überlasten. Merkt man nicht unbedingt und wenn man es dann merkt kann es Trafo oder AÜ beschädigt.

- um es kurz zu machen - wenn du das Radio regelmäßig nutzen willst u d es so betriebssicher sein, sollte jemand sich das Chassis anschauen und wenigstens die wichtigen Kondensatoren tauschen.

Gruß
Oliver

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Nette Grüsse aus dem Ruhrgebiet.

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BeitragVerfasst: Do Nov 25, 2021 12:43 
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Hallo ?,
da dein Radio nicht eindeutig identifiziert werden kann, währen Bilder schon wünschenswert, bzw. ein Typen Abschrift der Rückwand.

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harry

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BeitragVerfasst: Do Nov 25, 2021 15:39 
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eabc hat geschrieben:
Hallo ?,
da dein Radio nicht eindeutig identifiziert werden kann, währen Bilder schon wünschenswert, bzw. ein Typen Abschrift der Rückwand.


Hallo, vielen Dank für die Rückmeldung, Bilder folgen noch....
vfG
Michael


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BeitragVerfasst: Do Nov 25, 2021 15:43 
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Hallo Oliver,
Vielen dank für den Tipp, das klingt plausibel.... es wäre jammerschade um das Radio.
Da mich anscheinend der Röhrenvirus erwischt hat werde ich mir vlt ein überholtes zwischenzeitlich besorgen....der Trend geht ja eindeutig zum Zweitradio! :lol:

...und dann ist da ja auch noch die uralte SABA Schwarz/weiss Glotze auf im Speicher, die ist auch noch von den Großeltern da und war in meinr Kindheit mein eigener TV! 8_)

vfG
Michael


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BeitragVerfasst: Do Nov 25, 2021 19:24 
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olli0371 hat geschrieben:
...wenn zumindest die wichtigsten Kondensatoren getauscht werden. Es gibt in manchen Radios welche, die die Netzspannung mit dem Chassis verbinden.
Die alten Kondensatoren sind mehr oder weniger leitfähig geworden (Alterserscheinung) und wenn man keine Netzspannung am Chassis haben will sollte man diese Kondensatoren, sofern vorhanden durch moderne Typen ersetzen.

Solche Kondensatoren hat Philips nicht verwendet. Jedenfalls habe ich in Philips-Radios noch keine gesehen.
Ist es dieses Modell?
https://www.radiomuseum.org/r/philips_1003.html
Darin gibt es diese Kondensatoren nicht. Aber es kann sein, dass es weitere gibt, deren schlechte Isolation Bauteile gefährdet, für die kaum noch Ersatz beschaffbar ist. Wenn Du das Gerät betreiben willst, ist also eine Revision unbedingt ratsam.

Lutz


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BeitragVerfasst: Sa Nov 27, 2021 0:21 
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Das Chassis dürfte ungefähr dem Philips 1001 entsprechen.

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Grüße aus dem Rheinland
Roman


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BeitragVerfasst: Di Nov 30, 2021 9:53 
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röhrenradiofreak hat geschrieben:
olli0371 hat geschrieben:
...wenn zumindest die wichtigsten Kondensatoren getauscht werden. Es gibt in manchen Radios welche, die die Netzspannung mit dem Chassis verbinden.
Die alten Kondensatoren sind mehr oder weniger leitfähig geworden (Alterserscheinung) und wenn man keine Netzspannung am Chassis haben will sollte man diese Kondensatoren, sofern vorhanden durch moderne Typen ersetzen.

Solche Kondensatoren hat Philips nicht verwendet. Jedenfalls habe ich in Philips-Radios noch keine gesehen.
Ist es dieses Modell?
https://www.radiomuseum.org/r/philips_1003.html
Darin gibt es diese Kondensatoren nicht. Aber es kann sein, dass es weitere gibt, deren schlechte Isolation Bauteile gefährdet, für die kaum noch Ersatz beschaffbar ist. Wenn Du das Gerät betreiben willst, ist also eine Revision unbedingt ratsam.

Lutz


Servus Lutz,

Vielen Dank für den Tipp und ja genau das Philips 1003 ist mein Model. Foto kommt noch von meinem....
Was für Bauteile könnten denn noch schlecht isoliert sein?

Viele freundliche Grüße
Michael


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BeitragVerfasst: Di Nov 30, 2021 10:09 
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Moin Michael,
unter allen damals in den 50er Jahre und früher verwendeten Kondensatoren, befinden sich in den Radios auch Kondensatoren, die aus einem Papierwickel bestehen, diese ziehen Luftfeuchtigkeit an und sättigen sich damit, das aber macht sie dann auch leitfähig für elektr. Spannungen. Das aber führt zu Überlastungen weiterer Bauelemente, das kann nicht nur bis zum Stromschlag sondern auch zum Brand führen.

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BeitragVerfasst: Di Nov 30, 2021 21:55 
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Moin,

einen Kondensator der einen Stromschlag verursacht hat Lutz bereits ausgeschlossen, da dieser Kondensator bei dem besagten Philipsgerät nicht existiert. Ich hab mir nun auch mal den Stomlaufplan gezogen und kann das nur bestätigen.

Welcher alte Papierkondensator an welcher Stelle der Schaltung könnte einen Brand auslösen - und wie kann ich mir das Szenario vorstellen ?

Viele Grüße
Oliver

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BeitragVerfasst: Di Nov 30, 2021 22:27 
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C93 + C94 können im Defektfall die hohe AC ans Chassis legen. Auch schrieb ich von kann und nicht muss.

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BeitragVerfasst: Mi Dez 01, 2021 17:15 
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Dass die Kondensatoren C93 und C94 im Defektfall den Netztrafo gefährden, ist richtig. Ein Brand würde aber sehr wahrscheinlich durch die Netzsicherung verhindert, vorausgesetzt, dass sie den richtigen Wert hat. Wenn sie aber von einem Pfuscher durch eine stärkere ersetzt oder mit Alufolie umwickelt wurde, können auch andere Bauteildefekte zu einem Brand führen.

Aber wie ein Fehler dieser Kondensatoren zu einem Stromschlag führen soll, erschließt sich mir nicht. Würdest Du das bitte erklären?

Lutz


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BeitragVerfasst: Mi Dez 01, 2021 17:32 
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MbMn. generiert die Anodenstrom AC-Wicklung eine Spannung höher 200 V, diese wird bei Leckstrom behafteten Kondensatoren auf die Masse und somit aufs Chassis gelegt, wird nun das Chassis berührt, fließt je nach Körper Isolationswiderstand Strom durch den menschl. Körper.

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BeitragVerfasst: Mi Dez 01, 2021 17:43 
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Erstens ist das Chassis netzgetrennt. Ein Defekt dieser Kondensatoren ändert nichts daran. Somit ist der Stromkreis über den menschlichen Körper nicht geschlossen.

Zweitens kann die Spannung gar nicht aufs Chassis gelangen, da der Mittelanschluss der Anodenspannungswicklung auch an Masse (Chassis) liegt. Wenn einer der genannten Kondensatoren Kurzschluss hat, ist also der betreffende Teil der Anodenspannungswicklung kurzgeschlossen. Dann liefert sie keine Spannung mehr, aber der Netztrafo wird überlastet, solange die Sicherung nicht auslöst.

Lutz


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BeitragVerfasst: Mi Dez 01, 2021 17:50 
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Danke Lutz, habe wieder etwas dazu gelernt !

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